Keine Polizeiuniformen fĂźr private Sicherheitsdienste
 GdP erwartet eine klare Entscheidung von Schäuble
â Wir erwarten, dass der Bundesminister des Innern, Dr. Wolfgang Schäuble, dem privaten Sicherheitsdienst der Bahn AG umgehend untersagt, dass die Beschäftigten des Sicherheitsdienstes mit original Polizeiuniformen auftreten.
Dass haben wir Dr. Wolfgang Schäuble mit einer umfassenden BegrĂźndung heute auch schriftlich mitgeteiltâ so Josef Scheuring (53), Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei in Berlin.
Zwar werden auf den Uniformen des privaten Sicherheitsdienstes statt dem Polizeiabzeichen ein Bahnsticker und ein Schriftzug angebracht. Das schlieĂt aber Verwechslungen mit Polizeibeamten in keiner Weise aus.
FĂźr die GdP liegt das Tragen der Uniformen durch den privaten Sicherheitsdienst am Rande der Legitimierung einer AmtsanmaĂung.
â Wir lehnen es grundsätzlich ab, dass staatliche Uniformen, die staatliches Hoheitshandeln zum Ausdruck bringen zu einer âJedermannskleidungâ umfunktioniert werden dĂźrfen.
Gerade das Auftreten und die Wahrnehmung von Polizei in einem demokratischen Rechtstaat muss frei von jeglicher AnmaĂung und Täuschung sein. âExperimenteâ sind in diesem ganz wichtigen Demokratiebereich vollkommen unakzeptabel und wir gehen davon aus, dass das der Bundesminister des Innern als Verfassungsminister das Ăźberhaupt nicht anders sehen kannâ, so Scheuring.
Vielmehr erwartet die GdP, dass das Bundesministerium des Innern die Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei mit Uniformen und BekleidungsstĂźcken ausstattet, die passen und durch entsprechende Beschriftungen und Wahrnehmungen fĂźr jeden BĂźrger klar und wirklich unverwechselbar deutlich machen, dass in diesen Uniformen auch Polizei âstecktâ Polizei ist kein Feld fĂźr AnmaĂungen und Täuschungen dafĂźr stehen wir - GdP
