GdP will BKA, Bundespolizei und Bundesfinanzpolizei enger verzahnen

Hilden/Wiesbaden. Die Gewerkschaft der Polizei setzt sich für eine engere Verzahnung und klarere Strukturierung der polizeilichen Organisationen des Bundes (des BKA, der Bundespolizei und der Bundesfinanzpolizei) in der deutschen Sicherheitsarchitektur ein. Das ist das Ergebnis einer Klausurtagung von Vertretern der GdP-Vorstände unter Leitung von Josef Scheuring (Vorsitzender Bezirk Bundespolizei) und Jürgen Vorbeck (Vorsitzender Bezirk BKA) am 24. und 25. November 2006 in Kassel. Nach Einschätzung beider Vorsitzender soll die anstehende Neuorganisation der Bundespolizei auch genutzt werden, durch Aufgaben- und Organisationskritik die Polizeiorganisationen des Bundes weiter zu entwickeln. Unter Beibehaltung organisatorischer Selbstständigkeit und eindeutiger Zuweisung von Zuständigkeiten sollen jedoch mehrseitig besetzte Aufgabenfelder des Bundes in der Strafverfolgung und polizeilichen Gefahrenabwehr zukünftig stärker in gemeinsamer Arbeitsorganisation erfüllt werden. Auch wollen sich beide GdP-Bezirke für eine zukünftig verstärkte Zusammenarbeit bei logistischen, organisatorischen Aufgaben, bei Aus- und Fortbildung sowie einsatzunterstützender Technik und – Maßnahmen einsetzen. So könnten Mehrfachaufwände vermieden und finanzielle und personelle Ressourcen im Interesse aller beteiligter Polizeiorganisationen besser ausgenutzt werden. Die GdP-Bezirke werden ihre Positionen auch gemeinsam in den weitergehenden politischen Debatten um die Neuausrichtung der Sicherheitsarchitektur des Bundes einbringen. Zudem vereinbarten die Bezirksvorstände eine noch engere gewerkschaftliche und politische Kooperation, die auch eine engere personalrätliche Zusammenarbeit umfassen soll.

Share

Themenbereich: Aus dem Bundesvorstand | Drucken