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18. Dezember 2006

Brief des Vorsitzenden der GdP, Bezirk Bundespolizei, Josef Scheuring

jupp250.jpgBerlin/Hilden im Dezember 2006
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
das Jahr 2006 wird als Jahr in die Geschichte eingehen, in dem Deutschland der „Weltmeister der Herzen“ wurde.

Mit Eurer Arbeit während der Fußball – Weltmeisterschaft aber auch mit Eurem Einsatz für die Innere Sicherheit insgesamt, mit Eurer Professionalität, Eurer Besonnenheit und Eurer Freundlichkeit über das Jahr habt Ihr viel zum positiven Bild Deutschlands in der Welt beigetragen.

Hierfür möchten wir Euch, den Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei, der Bundesfinanzpolizei und des Bundesamtes für Güterverkehr ganz herzlich Dank sagen. Ihr habt einen ganz besonders wertvollen Beitrag für die Sicherheit und damit für unser Land insgesamt geleistet.

Sicherlich hat die vom Bundesinnenminister angekündigte Reform der Bundespolizei in den letzten Wochen viele von Euch bewegt. Einige erhoffen sich für die Zukunft effektivere Strukturen zur Bewältigung unserer Aufgaben. Andere blicken zweifelnd in die Zukunft, denn sie wissen nicht, was diese Reform ganz persönlich für sie und ihre Familien bedeutet.

Wir versprechen Euch heute, dass wir, die GdP mit unseren GdP - Personalräten alles unternehmen werden, um den Interessen unserer Kolleginnen und Kollegen in allen Bereichen gerecht zu werden.

Für Euer Vertrauen und Eure wertvolle, kritische Begleitung unserer Arbeit danken wir Euch ganz herzlich.

Wir wünschen Euch und Euren Familien ein ruhiges und erholsames Weihnachtsfest, für alle Kolleginnen und Kollegen, die zwischen den Jahren Dienst haben, eine ruhige Dienstverrichtung und viel Glück, Gesundheit und alles Gute im Jahr 2007.

Auf uns, Eure Gewerkschaft der Polizei werdet Ihr Euch auch im neuen Jahr 2007 verlassen können.

Mit herzlichen Grüßen

Josef Scheuring

Einträge:

Möchte mich mich auf diesem Weg bei meiner Gewerkschaft für Ihren Einsatz um das Wohl der Kolleginnen und Kollegen, im Jahr 2006, recht herzlich auf diesem Weg bedanken. Dass nicht alles in Erfüllung ging bzw. gehen kann, muss jedem klar sein. Ich wünsche Dir lieber Jupp und Deiner Mannschaft bei den anstehenden Verhandlungen viel Glück sowie Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit im neuen Jahr 2007. Grüßle aus Deinem Heimatland Baden Württemberg.

Eintrag von Dieter am 27.Dezember 2006


Lieber Kollege Scheuring!

Mit Interesse habe ich Euren Artikel in der GdP-Zeitschrift Ausgabe Januar 2007 betreffend “GdP fordert deutliche Steigerungen von Gehalt und Besoldung für alle Polizeibeschäftigten” gelesen.

Auf Grund der Streichungen, bzw. Kürzungen bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld halte ich eine Einkommensforderung von deutlich über 5% mehr als gerechtfertigt, jeder Abschluss unter 5% wäre nach meiner Ansicht mehr als Hohn.
Der Bogen betreffend Besoldungskürzungen und sonstiger Verschlechterungen ist völlig überspannt worden.

Zudem ist es längst überfällig, endlich eine deutliche Erhöhung bei den Zulagen durchzusetzen.
Die Polizeizulage ist seit Jahren eingefroren und bald nicht mehr ruhegehaltsfähig, zudem ist der Betrag von 127,38 € meiner Meinung nach geradezu lächerlich für das tägliche Risiko, dem wir als Streifenbeamte vor Ort täglich konfrontiert sind.
Wir an unserer Dienststelle bekommen Schichtzulage in Höhe von 23,01 €/monatlich für Dienst an Feiertagen, Sonntagen und tägliche Dienstzeiten bis 01.00 Uhr. Diese monatliche Schichtzulage sollte einmal einem Schichtarbeiter z.B. in der Autoindustrie angeboten werden. Ich bin überzeugt, dass in diesem Fall nicht mehr so viele Fahrzeuge vom Band rollen würden.
Genauso verhält es sich mit den Zahlungen bei DUZ. Zulagen an Sonn- und Feiertagen von stündlich 2,72 €, Nachts ab 20.00 Uhr von stündlich 1,28 € und sage und schreibe am Samstag ab 13.00 Uhr von 0,77 € (steuerpflichtig) sind geradezu skandalös und schreien zum Himmel. Im Mittelalter hätten wir uns für dieses Geld vermutlich noch etwas leisten können, diese Zeiten sind aber bekanntlich längst vorbei.
Und von den Standard-Dankschreiben aller mögliche Stellen für unseren Einsatz können wir unsere Familien auch nicht ernähren.

Darum meine Bitte:
Lasst Euch bei den nächsten Verhandlungen nicht über den Tisch ziehen!
Eine Gehaltserhöhung von deutlich über 5% ist unumgänglich für die Opfer, die wir erbracht haben.
Vergesst aber bitte nicht die vorab genannten “Zulagen”, eine Erhöhung beispielsweise beim DUZ von jeweils mindestens 100% ist meiner Meinung nach in der heutigen Zeit mehr als angebracht.

Ich glaube, dass es bei der Bundespolizei eine Vielzahl von Kolleginnen und Kollegen gibt, die meine Meinung teilen.

Ich hoffe, Ihr könnt den Politikern klar machen, dass der Bogen betreffend unserer Lohneinbußen völlig überspannt wurde und jetzt sofort gegengesteuert werden muss.

Ich wünsche Euch hierzu viel Glück und danke hiermit für Eure Bemühungen.

Eintrag von Norbert am 1.Januar 2007


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