Gewerkschaft der Polizei : Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter der Bundespolizei gefährdet !

gGrenzübergang Breitenau / BAB 17
Die Eröffnung eines weiteren Bauabschnitts der Autobahn Dresden /Prag umfasst auch die Inbetriebnahme des Autobahngrenzübergangs Breitenau nach Tschechien.


Obwohl baubehördlich abgenommen überwiegen nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei – Bezirk Bundespolizei immer noch erhebliche Mängel, die die Sicherheit der Mitarbeiter der Bundespolizei und der anderen Sicherheitsbehörden beeinträchtigen.
Da ist zum Beispiel das architektonisch bewundernswerte Designer-Dach ( es könnte auch in Portugal oder Spanien als Sonnenschutz dienen ) das weder Schutz vor Wind noch vor Regen oder Schnee bietet. Siehe Bild.
Der Grenzübergang in Breitenau
Die Einwendungen der zuständigen Personalvertretung in Chemnitz wurden insofern beachtet, dass der unbedingt notwendige und zusätzlich anzubringende Wetterschutz erst im Januar 2007 installiert wird. Lt. Behördenangaben fällt Regen und Schnee im Allgemeinen senkrecht vom Himmel und bei Windstärken von 3 und mehr werden Regen, Schnee und feiner Niesel ohnehin durch die gesamte Fahrbahnüberdachung geweht.
Fehlende Fußgängerüberwege („Zebrastreifen“) im gesamten Bereich der Abfertigungsanlage lassen das Überqueren der Fahrbahnen von Beschäftigten und Reisenden zum Hindernislauf werden.
Es sind kaum Stellflächen für PKW – Kontrollen vorhanden und beeinträchtigen nicht nur den Kontrollvorgang an sich, sondern erschweren auch die erforderliche Eigensicherung der eingesetzten Kräfte. Ebenso entsprechen die Kontrollkabinen für die Abfertigung von LKW nicht dem gewünschten Sicherheitsstandard. So sind die Zugänge zu den Kabinen auf den falschen Seiten angebracht und verhindern damit ein schnelles Verlassen bei einem erforderlichen Zugriff.
„Dieser Grenzübergang ist ein Provisorium und soll nach der Entscheidung der EU-Innenminister bereits im Januar 2008 wieder zurückgebaut werden, dann sollen die Grenzkontrollen an der deutsch/tschechischen Grenze entfallen. Das bedeutet aber keinesfalls, dass die Sicherheits- und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter der Bundespolizei hinten anstehen dürfen. Wir fordern eine generelle Überprüfung des Sicherheitskonzepts und die Beseitigung aller Gefährdungspunkte für die Beschäftigten der Polizei an diesem Autobahnübergang“ so Jürgen Stark, Mitglied im Vorstand der GdP – Bezirk Bundespolizei.


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