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31. Januar 2007

GdP: Auslandsdienstverpflichtung für die Bundespolizei ist unakzeptabel und unnötig

auslandseinsatze.jpgDie Bundespolizistinnen und Bundespolizisten haben in den zurückliegenden Jahren,
alle Anforderungen für internationale Polizeieinsätze prompt und ausschließlich mit Freiwilligen erfüllt. (Bild: Quelle DW- World.de )

„Dabei ist besonders hervorzuheben, dass die Bundespolizei den Großteil der Polizistinnen und Polizisten, die für Deutschland in internationalen Polizeikontingenten eingesetzt sind, stellt“. Das stellte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, Josef Scheuring ( 53 ), in Berlin fest.

Für diesen vorbildlichen Einsatz hätten die Bundespolizistinnen und Bundespolizisten Lob und Anerkennung ihres Bundesinnenministers verdient. Dieser droht jetzt aber an Stelle dessen mit einer Dienstverpflichtung für Auslandseinsätze.

„ Wir lehnen eine solche gesetzliche Dienstverpflichtung kategorisch ab. Die hochproblematischen Auslandseinsätze können nicht durch zwangsversetzte Bundespolizistinnen und Bundespolizisten abgedeckt werden. Das ist vollkommener Unsinn“, so Scheuring weiter.

Die personellen Probleme die derzeit bei der Aufstellung einer Auslandshundertschaft in Gifhorn bestehen, entspringen nicht aus der mangelnden Bereitschaft der Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei, Auslandseinsätze überhaupt durchzuführen.

Vielmehr ist der Grund für die Inakzeptanz in einem völlig verfehlten Konzept für die Aufstellung dieser Hundertschaft zu suchen.

Die GdP und die in Auslandseinsätzen erfahrenen Polizeispezialisten haben dieses Konzept von Anfang an als unzureichend und nicht praktikabel kritisiert.

Siehe auch GdP Presseschau, Kölner Stadtanzeiger, vom 29.01.07, Interwiev mit Konrad Freiberg.

Einträge:

Es wird immer schlimmer!

Der Dienstherr sieht seine “Untergebenen” nur noch als Arbeitssklaven.

Wie soll das noch weitergehen?

Immer mehr Arbeit, und immer schlechtere Bezahlung?

Eintrag von Altbeamter am 29.Januar 2007


Hallo Kolleginnen und Kollegen !

Ich behaupte mal ganz frech, das es genug Kollegen und Kolleginnen gibt, die freiwillig ins Ausland gehen wollen bzw. wollten!

Diejenigen die wollten, hat man nicht gelassen. Entweder scheiterte es an dem schon fast an Perfektionismus angrenzenden Englisch – Kenntnissen, oder aber dem so genannten Körpermaßindex.

Wenn der Dienstherr die Anforderungen für einen Auslandseinsatz so hoch schraubt, dann muss er sich anschließend nicht wundern, wenn er nicht genügend Leute zusammen bekommt.

Und jetzt wird unverfroren eine Zwangsverpflichtung angestrebt? Da passt doch etwas nicht zusammen.

Bestimmt ist nicht jeder“ PVB „ für Auslandeinsätze geeignet. Wer aber die englische Sprache so einigermaßen beherrscht und nicht gerade durch seine füllige Körpermasse fast schon „ unbeweglich „ ist, der sollte auch die Chance bekommen ins Ausland gehen zu können.

Erst einmal würde ich die Voraussetzungen enorm herunterschrauben, um genügend Freiwillige zu finden, bevor ich allein erziehende Mütter/ Väter, Beamte die pflegebedürftige Angehörige haben, etc., per Gesetz ins Ausland zu schicken.

Wer zur Bundeswehr gegangen ist oder aber auch noch gehen wird dem ist bewusst, dass er im Ausland eingesetzt werden kann.

Wer aber zur Bundespolizei gegangen ist, dem ist bewusst, dass er bundesweit eingesetzt werden kann. ..PUNKT …….

PS : An die „GDP „

Danke, das Ihr so schnell auf den Zeitungsartikelletzte Woche im „Generalanzeiger Bonn“, anlässlich des Neujahrsempfanges des BPOLP West, und der Rede des Herrn Präsidenten Seeger bezüglich dieses Themas reagiert habt.
( **Augen Zwicker *** )

Es grüsst: ….Birgit

Eintrag von Birgit am 29.Januar 2007


Sehr geehrter Herr Schäuble,
sie sind doch Ehemann und Vater von vier Kindern. Ich frage ich mich, was ihre Lieben davon gehalten hätten, wenn sie für 1 Jahr ins Ausland gegangen wären und die Familie zuhause gelassen hätten? Mein Ehepartner und ich sind beide Polizeibeamte und haben einen schulpflichtigen Sohn. Damit wir beide dem Dienstherrn “Vollzeit” zur Verfügung stehen, kostet uns die Betreuung unseres Sohnes an einer Ganztagsschule schon 100 Euro. Nicht auszudenken, was für Kosten entständen, wenn einer von uns ins Ausland müsste. Es war mir bei meiner Einstellung im Bundesgrenzschutz (Bundespolizei) bewusst, dass ich bundesweit eingesetzt werden kann, aber von einer Verpflichtung ins Ausland zu gehen, war nie die Rede. Abschließend kann ich nur noch mal wiederholen was meine Vorgängerin geschrieben hat. Es gibt/gab genug Freiwillige (in meiner DG alleine 3 Kollegen), die man wegen eines zu hohen BMI (Bodymassindex) und fehlender Englischkenntnisse (damit meine ich keine Grundkenntnisse) nicht gelassen hat.

Eintrag von Carmen am 30.Januar 2007


Sehr geehrte Carmen,

Was willst Du uns mit dem ersten Absatz sagen?
Sind dir 100 € für die ganztägliche Betreuung Deines Kindes zuviel? Wo doch die Vorteile überwiegen. Vor allen Dingen bei dem Sachstand das 2 Elternteile, also beide, voll arbeiten gehen und ein super Geld mit nach Hause bringen. Das ist in meinen Augen jammern auf hohem Niveau was bei diesem Thema absolut nichts zu suchen hat.

Zu der Sache mit der Auslandsverwendung bin ich der Hoffnung das unserem Inneminister endlich mal jemand sagt wie der Hase in der Bundespolizei läuft. Da ja gerade die Kollegen der Bundespolizei die in den letzten zwanzig Jahren im Auftrag des Herren im Ausland unterwegs waren ihren Mann gestanden haben und es sicherlich auch weiter tun werden. Jedoch sollte man nicht ausser Acht lassen das es sich immer um Freiwillige gehandelt hat. Und liebe Kollegen sein wir doch mal ehrlich… Nur ein freiwilliger Kollege ist auch in der Bundespolizei ein motivierter Kollege. Da sind wir aber wieder bei der Sache mit jammern auf hohem Niveau….

Gruß

Eintrag von Oliver am 30.Januar 2007


Hallo Gehts noch? Die Bundeswehr für die Innere Sicherheit einsetzen wollen und dafür die Polizei ins Ausland schicken? Ebenfalls soll der lslamisten Terror bekämpft werden und gleichzeitig deutsche Terroristen begnadigt werden?

Verkehrte Welt…

Eintrag von Mimo am 30.Januar 2007


Hallo Kolleginnen und Kollegen!

Die Problematik mit dem körperlichen Voraussetzungen und den geforderten Englischkenntnissen ist ja schon oft genug angesprochen worden. Die Freiwilligkeit der Kollegen ist sicherlich vorhanden. Doch bei all dieser Problematik wurde noch nie die Fürsorgepflicht des Dienstherrn angesprochen. Die Strukturen z.B. im HOD-Progranmm sind stark antiquiriert. Ich nenne nur mal ein Beispiel: Ein Dokumentenberater wird in seiner Verwendungszeit in einem schwierigen Land z.B. Nigeria ermöglicht, zwischendurch in die Heimat zurückzukehren , um dann mit vollen Kräften wieder seine Arbeit fern der Heimat aufzunehmen. Ein lediger Beamter im HOD-Programm hat ohne Murren eine 11 monatige ” Präsenzpflicht ” einzuhalten. Bei Verstößen gegen diese Präsenzpflicht steht eine vorzeitige Ablösung im Raum.
Eine Anerkennung der Auslandseinsätze könnte man doch durch eine Dienstzeitanrechnung, z.B. frühere Pensionierung, lukrativ gestalten.

Gruß

Eintrag von Henrik am 30.Januar 2007


Was der Altbeamte sagt ist richtig. Rund 15 % weniger Lohn mit allen Kürzungen in den letzten Jahren - dann die Sprüche von unserem obersten Dienstherrn bezüglich Besoldung - jetzt dieser Blödsinn - dann die Reform in BND Manier über die Bühne gezogen - sollten wir vielleicht gar 45 Std arbeiten, dann entstünde auch keine Mehrarbeit mehr. So am Rande bemerkt. Was will ich mit 1,25 Euro DUZ am Wochenende - wo es in der Industrie zwischen 60-120 % mehr Aufschlag gibt. Es reicht - und zwar schon lange!!! Lasst euch doch mal ausrechnen was euch im Alter bleibt. Auch die Einmalzahlungen prellen uns um tausende Euros auf längere Sicht gesehen. Aber jeder macht das Spiel mit.
Zum Glück mache ich meinen Job gerne und bin hochmotiviert in der Sache - aber ansonsten - Wählen gehen. Wen denn??!!!

Eintrag von Klartext am 30.Januar 2007


Lieber Oliver,
es hat mit jammern überhaupt nichts zu tun! Uns geht es finanziell nicht schlecht! Eben weil wir beide arbeiten! Ich weiß nicht ob du Kinder hast, aber meiner Ansicht nach ist man doch heute gezwungen, das beide Elternteile arbeiten gehen.
Erhöhung der wöchent. Arbeitszeiten, Kürzungen beim Gehalt und Streichung von Sonderzulagen etc…Es geht mir viel mehr darum aufzuzeigen, was es für eine Familie bedeuten könnte, wenn ein Partner für lange Zeit ins Ausland gehen MUSS!

Und jetzt noch was zu deiner Aussage “nur ein Freiwilliger sei bei der Bundespolizei ein motivierter Beamter”!

Blödsinn, auf ganzer Linie!!!

Ich bin hochmotiviert und mache meinen Job sehr gerne. Mit Leib und Seele Polizistin (aber in Deutschland)!!!

Eintrag von Carmen am 30.Januar 2007


@ Klartext !!!

Lieber Kollege !!! Du sprichst mir aus der Seele. Leider gibt es in unserer Bananenrepublik noch nicht so viele Kollegen, die genauso denken wie wir !!! Manchen geht es anscheinend immer noch viel zu gut. Das Maß ist übervoll !!! Es ist die Zeit gekommen, sich gegen die bereits vollzogenen und zukünftigen Kürzungen zu wehren. Man muss der Politik aufzeigen, dass wir Polizeibeamte und keine willenlose SKLAVEN sind. Die Sklaverei wurde vor Jahrhunderten abgeschafft und wird seit ein paar Jahren in Deutschland wierder praktiziert. Unglaublich aber wahr !!!

In diesem Sinne

Bundesbakki

Eintrag von Bundesbakki am 30.Januar 2007


Bist Du nicht willig…..! Wie oben schon geschrieben mangelt es wohl nicht an Freiwilligen für Auslandseinsätze. Wenn man sich natürlich vollkommen konzeptlos aus dem Fenster lehnt und seitens der Politik munter und fleißig Bundeswehr und Polizeibeamte für Auslandseinsätze in allen Krisenregionen anbietet, wundert es mich nicht, dass dieser Vorschlag jetzt aus den Reihen der Politiker auf den Tisch kommt.
Diesen Damen und Herren sei nur gesagt, dass sich die Situation vor Ort doch anders darstellt, als sie bei einem eintägigen Betreuungsbesuch wahrgenommen wird.
Die angestrebte Verfahrensweise wird dem Ansehen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland aus meiner Sicht eher schaden als nützen.
Fakt ist, dass aus manigfaltigen Gründen nicht jeder PVB für eine solche Aufgabe geeignet ist. Der Eine, weil er es schlicht und einfach nicht will und der Andere, weil er sich der Situation im Krisengebiet nicht gewachsen fühlt.
Zu hoffen bleibt dann nur, dass aus dem daraus resultierenden Verhalten dann lediglich das Ansehen der Bundesrepublik Schaden nimmt und nicht die Gesundheit/das Leben von Kollegen.
Ich gehe mal davon aus, dass mit Auslandseinsätzen nicht die “Bikini-Streife auf Mallorca” gemeint ist.

Also dann, fleißig die Koffer gepackt!!!!

Gruß

AB

Eintrag von AB am 30.Januar 2007


Hallo Kollegen,

es gibt vielleicht ein Mittel, Herrn Schäuble Beine zu machen. Jede Kollegin, jeder Kollege muss seinem zuständigen Abgeordneten einen bitterbösen Brief schreiben und auf die Mißstände hinweisen. Wenn dies 30000 Angehörige der BPOL machen, zeigts vielleicht Wirkung. Auch ein Hinweis auf die nächsten Wahlen hilft vielleicht.
Meckern alleine hilft niemandem, es müssen Taten folgen.
In diesem Sinne.

Eintrag von DocHolliday am 30.Januar 2007


Erzwungene Auslandsverwendung?

Die Soldaten hat bei der Neukonzeption zum Einsatz der Bundeswehr im Ausland niemand gefragt.

Es wurde nicht einmal juristisch einwandfrei geklärt, ob die Bundeswehr das gemäß unserer Verfassung überhaupt darf (Grundgesetz: der Bund stellt Streitkräfte auf zur Verteidigung..).

Schaut Euch die Behandlung der Verletzten an, von der Verorgung der Hinterbliebenen bei “im Einsatz verstorbenen” Soldaten braucht man da gar nicht zu reden.

Soldaten haben sehr eingeschränkte Grundrechte und - wie wir - kein Streikrecht.
Das hat einmal geklappt, also warum sollte es nicht nochmal laufen?

Also ist es an uns, Ihnen klar zu machen, dass dieser Weg ein Irrweg ist.

Eintrag von Bräunsdorf; Hans-Jürgen am 31.Januar 2007


Hallo Carmen…

Meine Aussage bezüglich der Freiwilligkeit ist vielleicht ein wenig Falsch gewählt… Also versuche ich es Dir näher zu Erläutern:

Was ich in meiner Zeit beim BGS und jetzt der Bundespolizei miterlebt habe ist schon Lustig! Solange jeder an seinem Herd arbeitet oder Dienst versieht ist er im großen und ganzen Motiviert. Geht es aber darum eine Verwendung fern des Herdes wahr zu nehmen, reduziert sich die Motivation auf ein Mindestmaß…. Beziehungsweise artet in Dauerkrankschreibungen aus…
Diese Aussage trifft sicherlich nicht auf jeden PVB in der Bundespolizei zu aber ein großer Teil sollte bei eigener objektiver Betrachtung der Dinge mal in sich gehen….

Aber es ist in der heutigen Zeit ja auch einfacher rum zu heulen als wie in sachlichen Disskusionen die Sachen zu erörtern… Siehe jegliche private oder dienstliche Foren im Bezug auf Polizei… hier Bundespolizei….

Und ja ich habe ein Kind… Und ja ich werde sicherlich NICHT freiwillig in´s Ausland gehen… Jedoch bin ich der Meinung das die hier geschriebenen Worte umsonst sind.. Da diese Auslandsverwendung so sicherlich nicht durch alle Instanzen gehen wird!!!!

Gruß

Eintrag von Oliver am 31.Januar 2007


Mahlzeit,

welch ein schönes Thema! Wenn der BMI uns die Verpflichtung einer Auslandsverwendung auferlegt wird er endlich die Bundeswehr für die innere Sicherheit einsetzen können! Seine Beweggründe kann ich allerdiings nicht nachvollziehen.

Ich selbst war im ersten Bosnien-Kontingent und habe drei Verwendungen als HOD gemacht; Einer vierten Verwendung als HOD wurde seitens des BMI (im Jahr ´99), trotz guter Beurteilung und direkter Anforderung durch den Botschafter meiner letzten Verwendung, nicht zugestimmt.

Meiner Ansicht nach wäre so manch Kollege bereit eine Auslandsverwendung zu machen, wenn ein Lediger die gleichen Rechte hätte wie ein verheirateter Kollege (z.B.Heimflüge), wenn die Modalitäten im Vorfeld bekannt wären (z.B. Auslandsverwendungszuschlag) und die Verfügungen nicht erst eine Woche vor der geplanten Ausreise auf den Tisch kommt.

Es wird mit Sicherheit auch einige Kollegen geben die ihren Dienst gerne in der sogenannten Auslandshundertschaft verrichten würden, aber welcher Familienvater z.B. aus dem Standort Bayreuth geht freiwillig für eine 7-9 Stelle nach Gifhorn. Zentraler konnte man den Standort ja nicht wählen.

Der Minister wäre gut beraten sein Ohr etwas mehr der Basis zu öffnen, als nach Gutsherrenart einfach zu entscheiden.

Ich selbst gehe gerne wieder ins Ausland, aber ich möchte entscheiden wann und wohin!

Eintrag von Ole Bielenberg am 31.Januar 2007


Das passt mal wieder zu diesem Innenminister. Zuerst der Gedanke entführte Luftfahrzeuge abzuschießen. Nachdem das BVerfG dies gebremst hat, kann man ja das GG ändern, damit es funktioniert. Gleicher Gedanke um die Bundeswehr im Innern einzusetzen. Notfalls ändern wir das Grundgesetz. Neuorganisation der Bundespolizei (glücklicherweise) durch eine Indiskretion an die Öffentlichkeit und Bediensteten gelangt. Kürzung von Weihnachtsgeld, Erhöhung der Arbeitszeit. Nächster Schritt Auslandsverwendung auch gegen den Willen.
Wann bremst endlich jemand diesen Innenminister???
Gruß Markus

Eintrag von Markus Mohr am 31.Januar 2007


Eine kurze Anmerkung.
Was ist aus dem BGS/der Bundespolizei geworden??? Ein Innenminister der in einer Demokratie diktatorisch handelt. Er ordnet an und alle springen. Er kürzt: Keine Gehaltserhöhungen, sondern ab und an mal Einmalzahlungen; Urlaubsgeld weg; Kürzungen / Zuzahlungen in der Heilfürsorge. Pensionsansprüche der PVB von 75 auf knapp 72 %. Ansprüche der Witwen /Witwern von 60 auf 55 %. Anhebeung Dienstzeit von 35 Jahre auf 40 Jahre um 72 % !! zu erreichen. Weihnachtsgratifikation nicht mehr der Rede wert. 2,5 Std die Woche mehr dienen!! Demnächst Auslandsverpflichtung für jeden und dann aber nur max 3 Monate, damit keine hohen Auslandszuschläge gezahlt werden müssen, aber dafür dann bestimmt eine Zusatzversicherung fürs Ausland, damit auch Krankeiten abgedeckt sind. Was kommt noch??? Pension bestimmt auf 65%; Vielleicht 5 Urlaubstage streichen und DUZ versteuern. ZU Tage kürzen. Und vielleicht für die Heilfürsorge Versicherungsbeiträge zahlen??? Abwarten…es kommt noch knüppeldick. Die den Auslandseinsatz verweigern melden sich “Krank” und werden dann zwangspensioniert. Oder der Kollege der gezwungen wird, ins Ausland zu gehen kommt wieder und die Frau des einen oder anderen Kollegen hat das Weite gesucht. Dann ist der PVB endlich da wo der Dienstherr ihn haben will!! Viele suizide sind vorprogrammiert…
Wir wollen hoffen, dass die Regierung diesen BMI langsam bremst…
PVBB POLIDortmund

Eintrag von PVB BPOLIDortmund am 31.Januar 2007


Hallo liebe Gewerkschaftsmitglieder,

ich denke, dass es auch die Anmerkung von Ole auf den Punkt bringt. Wer sich mal das gejammer der Kolleginnen und Kollegen anhört, die jetzt um ihren Standort bei der BPOL-Reform III bangen müssen, der weiss auch, warum das Konzept einer Auslandshunderschaft mit Standort in Giffhorn nach hinten losgeht. Das liegt aber nicht an Giffhorn, sondern würde immer dann nach Hinten losgehen, wenn es einen einzigen festen Standort gibt…

Wäre es nicht besser, in jedem Amt / Abteilung einen Auslandszug / Dienstgruppe einzurichten? Einerseits könnten diese Kollegen in den Auslandseinsatz gehen, andererseits würde die Beamten, die in den regulären DGs verbleiben nicht dazu verdonnert werden, deren Arbeit mitzumachen… So ließe sich auch ein schönes Rotationsmodell einbauen: Ein Jahr ausland, ein Jahr DG. Dann stimmen auch die personellen Bedarfszahlen wieder…

Denn - machen wir uns nichts vor - neben mangelnden Sprachkenntnissen einerseits und mangelnder körperlicher Fitness andererseits - ist mangelnde dienstliche Abkömmlichkeit der dritte Grund, warum viele nicht ins Ausland gehen dürfen.

Lieber Josef, hier ist Handlungsbedarf!
Sicher ist es richtig, dass die Standortfrage im Rahmen der Osterweiterung des Schengener Clubs gestellt werden muss. Aber genauso muss die Frage gestellt werden, ob unsere inneren Strukturen und unsere feste Dienst- und Stellenplanung nicht genauso überholt ist. Dieses Beispiel zeigt deutlich: JA

Noch wird über die Reform diskutiert. Es heisst also: Schnell auf den Zug aufspringen und Auslandsdienstgruppen mit Rotation des Personals in das Konzept einbauen.

Grüsse sendet
SF

Eintrag von (SF) am 31.Januar 2007


Wir lehnen eine solche gesetzliche Dienstverpflichtung kategorisch ab. Die hochproblematischen Auslandseinsätze können nicht durch zwangsversetzte Bundespolizistinnen und Bundespo

Eintrag von Anonymous am 2.Februar 2007


Man sollte nicht gleich jede Idee in den Wind schlagen.
Ich könnte mir vorstellen, im Rahmen eines zusammenwachsenden Europas auch im Ausland Einsätze zu fahren. So wie wir es auch im Inland täglich erfüllen.
Es sollte sich jedoch auf einfache “Polizei”-Einsätz beschränken.
Ich könnte mir durchaus vorstellen, Verbandseinsätze auch in Österreich oder Holland zu leisten.
Die Rahmenbedingungen müssen allerdings passen.

Eintrag von Werner am 2.Februar 2007


Meine Meinung: unser jetziger Minister fährt den Laden voll an die Wand. Sachkenntnis und Polizeikompetenz sucht man bei ihm vergebens.
Hätten wir bloß den Otto behalten!

Eintrag von Stitch am 3.Februar 2007


Moin,

ich denke nicht, dass der “Minister für Inneres” Auslandseinsätze innerhalb der Europäischen Union meint, wenn ihm eine Dienstverpflichtung vorschwebt. Solche Einsätze wurden bereits mit Verbänden (BFHu. Bayreuth) in Davos, Schweiz, anläßlich des Welt-Wirtschafts-Gipfel gefahren (ohne eine Dienstverpflichtung).

Gemeint sind hier vielmehr die Einsätze an den internationalen Brennpunkten, beispielhaft genannt sei hier Kosovo oder der Sudan.

Die Bundesrepublik ist gegenüber den Vereinten Nationen (VN) oder der Europäischen Union Verpflichtungen eingegangen und weiß nun nicht wie sie diese erfüllen soll. Seitens der Bundesrepublik bestehen seit geraumer Zeit starke Bestrebungen einen Sitz im Sicherheitsrat der VN zu ergattern. Um den Ansprüchen gerecht zu werden muß natürlich ein gesteigertes Engagement in der internationalen Sicherheitspolitik deutlich sein. Bewerkstelligen läßt sich dies nur mit entsprechenden Kräften der Bundeswehr und der Polizei.

Bei der Bundeswehr, die inzwischen auf diversen internationalen Schauplätzen präsent ist, ist die Rotation derweil so hoch, dass die Soldaten teilweise ein halbes Jahr im Ausland tätig sind und die zweite Hälfte im Inland weilen (Spezialisierte EinsatzKräfte Marine).

In unserer Behörde ist nach drei “Missionen” erst einmal Schluß, eine Regeneration ist angesagt. Der Fürsorgegedanke des Dienstherren ist “löblich”; eine entsprechende Regenerationzeit könnte aber durchaus Einzelfall abhängig gemacht werden.
Ein weiterer Gedanke könnte ja auch sein, sich nicht auf allen Hochzeiten zu engagieren, sondern sich nur auf einige zu konzentrieren. Hierdurch wären Resourcen frei und eine Dienstverpflichtung wäre damit “ad Absurdum” geführt!

Grüsse aus der Lüneburger Heide

Eintrag von Ole Bielenberg am 5.Februar 2007


Hallo Ole..

Nur mal so am Rande und off Topic… Freut mich das Du immer noch Herr des geschliffenen Wortes und vor allen Dingen des Wortes mit Sinn bist…

ein ehmaliger Dir Untergebener

;-)

Eintrag von Oliver Ferme am 6.Februar 2007


Hallo!

Seit dem ich beim BGS/Bundespolizei (1986) bin, gibt es immer wieder Maßnahmen des BMI, worüber man sich trefflich streiten kann. Was aber in den letzten Jahren mit uns einfachen Beamten geschieht, finde ich unfassbar. Nicht nur die 16 prozentige Gehaltskürzung/41 Std/Ad hoc Reform, nein jetzt auch noch Zwangsverpflichtungen. Eine Diskussion im Forum ist sicherlich wichtig.

Aber! Was macht meine Gewerkschaft eigentlich. Ich schau mal ins benachbarte Ausland. Ich habe den Eindruck, das dort die Gewerkschaften wesentlich mehr Stärke zeigen. Wenn denen was nicht passt, wird sofort auf Regierungen Druck ausgeübt. Mit allen möglichen Mitteln. was passiert im immer korrekten Deutschland???
Selbstbeweihräucherung der Gewerkschaften allerorts. Man zeigt sich gerne fotogen mit hochrangigen Politikern, die das Treffen nach der Aufnahme gleich wieder vergessen haben.
Bei Beförderungen sich gerne nicht selbst vergessen!!
Ich bin langjähriges Gerwerkschaftsmitglied und habe die in meinen 21 Dienstjharen geleisteten Leistungen der Gewerkschaften nicht vergessen.

Meiner Meinung nach sollte eine großorganisierte Protestaktion ins Leben gerufen werden. Alle rechtsstaatlichen gewerkschaftlichen Instrumente sollten genutzt werden. Die Beamten können ja nicht streiken. was ist mit den Angestellten. Dann läuft im administrativen Teil nicht mehr viel.
Die Öffentlichkeit sollte über die Vorgänge innerhalb der Bundespolizei informiert werden.

Öffentlich wirksame Aktionen müssten der Politik deutlich machen, daß die Bundespolizisten keine Sklaven sind.

Sollte man nicht der Politik medienwirksam genauso taktisch gegenübertreten, wie sie es selber macht???

Gruß Michael

Eintrag von Michael am 7.Februar 2007


Nachgedacht:

Es bestehen Zweifel an der sozialen Kompetenz des Herrn BMI ???

Soll die BPOL nur noch aus zerrütteten Beamten, deren Ehen und Familien bestehen ???

Hat man als Bundespolizist nicht malein minimales Recht auf ein “halbwegs” geregeltes Leben ???

Deshalb sage ich, nur mit Freiwilligkeit und dem daraus reultierenden eigenem Antrieb schafft man Motivation und Ansporn zur Erreichung gemeinsamer Ziele.

Gruß an alle

Eintrag von Frusti am 14.März 2007


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