GdP: Auslandsdienstverpflichtung für die Bundespolizei ist unakzeptabel und unnötig

auslandseinsatze.jpgDie Bundespolizistinnen und Bundespolizisten haben in den zurückliegenden Jahren,
alle Anforderungen für internationale Polizeieinsätze prompt und ausschließlich mit Freiwilligen erfüllt. (Bild: Quelle DW- World.de )

„Dabei ist besonders hervorzuheben, dass die Bundespolizei den Großteil der Polizistinnen und Polizisten, die für Deutschland in internationalen Polizeikontingenten eingesetzt sind, stellt“. Das stellte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, Josef Scheuring ( 53 ), in Berlin fest.

Für diesen vorbildlichen Einsatz hätten die Bundespolizistinnen und Bundespolizisten Lob und Anerkennung ihres Bundesinnenministers verdient. Dieser droht jetzt aber an Stelle dessen mit einer Dienstverpflichtung für Auslandseinsätze.

„ Wir lehnen eine solche gesetzliche Dienstverpflichtung kategorisch ab. Die hochproblematischen Auslandseinsätze können nicht durch zwangsversetzte Bundespolizistinnen und Bundespolizisten abgedeckt werden. Das ist vollkommener Unsinn“, so Scheuring weiter.

Die personellen Probleme die derzeit bei der Aufstellung einer Auslandshundertschaft in Gifhorn bestehen, entspringen nicht aus der mangelnden Bereitschaft der Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei, Auslandseinsätze überhaupt durchzuführen.

Vielmehr ist der Grund für die Inakzeptanz in einem völlig verfehlten Konzept für die Aufstellung dieser Hundertschaft zu suchen.

Die GdP und die in Auslandseinsätzen erfahrenen Polizeispezialisten haben dieses Konzept von Anfang an als unzureichend und nicht praktikabel kritisiert.

Siehe auch GdP Presseschau, Kölner Stadtanzeiger, vom 29.01.07, Interwiev mit Konrad Freiberg.

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Themenbereich: Allgemein, Auslandseinsätze | Drucken