„Klare Absage an die Rente mit 67“

kopie-von-maas.jpgOb das Renteneinrittsalter auf das 67. Lebensjahr angehoben werden sollte oder nicht, ist auch für die Gewerkschaft der Polizei – und hier insbesondere den Tarifbereich betreffend – eine immer häufiger und emotional diskutierte Frage.

Klar ist, dass die geplante Erhöhung des Renteneintrittsalters an der realen Arbeitswelt weit vorbei geht und somit die katastrophalste rentenpolitische Verfehlung seit der Rentenreform der Rentenversicherung vor 50 Jahren wäre.

Eine Anhebung des Renteneintrittsalters würde eben nicht dazu führen, dass die Zahl der Erwerbstätigen unter älteren Arbeitnehmern ansteige. Es ist auch nicht erkennbar, dass sich die Chancen für ältere Arbeitnehmer/-innen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Schon jetzt gehen nicht einmal die Hälfte aller 55- bis 65-jährigen einer regulären Beschäftigung nach. Dieses hat nichts mit Arbeitsunlust zu tun, sondern mehr mit den Beschäftigungsmöglichkeiten dieser Altersgruppe auf dem Arbeitsmarkt sowie auch gesundheitlicher Einschränkungen, die während und nach einem Arbeitsreichen Leben ja nicht ausbleiben.

Es geht hier ausschließlich darum, die rentenpolitischen Verfehlungen vergangener Tage für die Zukunft bezahlbar zu machen.

Mehr Altersarmut, mehr Arbeitslosigkeit und gleichzeitig Arbeiten bis zum Umfallen für Ältere, das ist nicht nur nicht akzeptabel, sondern für alle Arbeitnehmer/-innen der Supergau im Alter.

Eine Verkürzung des wohlverdienten Ruhestandes durch die Hintertür ist für mich so keinesfalls hinnehmbar.

Ich würde mich über eine rege Diskussion und entsprechende Beiträge hier in unserem Forum sehr freuen.

Euer
Rüdiger Maas

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Themenbereich: Rente, Tarif | Drucken