Politik absurd – Frühpensionierungen bei der Bundeswehr, Lebensarbeitszeitverlängerung bei der Bundespolizei

bundeswehr.gifBerlin/Hilden, den 26. März 2007: Während sich der in Afghanistan eingesetzte Hauptfeldwebel der Bundeswehr nach einer Meldung der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ bald darauf einstellen kann mit 50 Jahren in den Ruhestand zu gehen, muss der dort zur gleichen Zeit eingesetzte, gleich bezahlte Polizeiobermeister der Bundespolizei damit rechnen, zukünftig deutlich über seinem 60. Lebensjahr hinaus arbeiten zu müssen.
„ Es ist kaum zu glauben, dass diese vollkommen unterschiedlichen Zielrichtungen von ein und der selben Bundesregierung zu verantworten sind“, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei in Berlin.
„ Wir haben großes Verständnis dafür, dass die Berufssoldaten bei den erst jüngst durch den Wehrbeauftragten dargestellten Zuständen in der Bundeswehr ihren Beruf so schnell wie möglich hinter sich lassen möchten. Kein Verständnis haben wir allerdings dafür, dass die Kolleginnen und Kolleginnen der Bundespolizei bei vergleichbaren Belastungen immer länger arbeiten sollen“, so Scheuring.
Wenn der Frust der Soldatinnen und Soldaten der Grund für ihre Frühpensionierung ist, dann fordern wir in der gleichen Weise Frühpensionierungen für die Bundespolizei. Nach Jahren mit Einkommensabsenkungen und gleichzeitiger Erhöhung der Arbeitzeit und des Arbeitsdrucks ist der Frust bei der Bundespolizei genau so groß wie bei der Bundeswehr, so die Gewerkschaft der Polizei.

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Themenbereich: Besoldung, Rente | Drucken