G 9 – Initiative aller Gewerkschaften und Berufsorganisationen im Bereich der Bundessicherheitsbehörden gibt gemeinsame Erklärung ab

jupp250.jpgLiebe Kolleginnen und Kollegen,

nachfolgende Presseerklärung der G9, vom heutigen Tag, möchten wir euch hiermit zur Kenntnis geben.

„Diese Organisationen die alle organisierten Beschäftigten der Bundeswehr, der Bundespolizei, des Zolls, des Bundeskriminalamtes, des Bundesamtes für Verfassungsschutz und des Bundesnachrichtendienstes und damit 260.000 der insgesamt 315 000 aktiven Soldaten und Beamten sowie die dort eingesetzten Tarifbeschäftigten vertreten, geben das erste Mal seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland eine gemeinsame Erklärung ab.
Die Erklärung der Initiative ist der Auftakt zu weiteren, öffentlichkeitswirksamen Aktionen und Protesten, um der Bundesregierung und dem Bundesinnenminister Schäuble deutlich zu machen, dass die Beschäftigten der Sicherheitsbehörden des Bundes nicht mehr bereit sind, den sozial rücksichtslosen und arroganten Umgang durch die Bundesregierung hinzunehmen.“

Josef Scheuring

Gemeinsame Presseerklärung der G9 vom 25.04.07

Wir vertreten die Beschäftigten der Bundeswehr, der Bundespolizei, des Zolls, des Bundeskriminalamtes, des Bundesamtes für Verfassungsschutz und des Bundesnachrichtendienstes.

260.000 der insgesamt 315.000 aktiven Soldaten und Beamten sowie ein großer Teil der Tarifbeschäftigten des Bundes sind in den von uns vertretenen Behörden und Organisationen beschäftigt.

Für die äußere und innere Sicherheit sind unsere Kolleginnen und Kollegen in vielen Teilen der Welt und in Deutschland zur Terrorbekämpfung und im Kampf gegen Kriminalität Tag und Nacht unter ständig schwieriger werdenden Bedingungen im Einsatz. Sie stellen auch die zur Erhaltung der Infrastruktur unserer Gesellschaft notwendigen Staatseinnahmen sicher.

Im Gegenzug hat die Bundesregierung die finanziellen und sozialen Rahmenbedingungen unserer Kolleginnen und Kollegen dramatisch verschlechtert. Die Beschäftigten im Bereich der Bundessicherheitsbehörden , die zu großen Teilen aus den unteren und mittleren Einkommensgruppen bezahlt werden, müssen heute mehr und länger arbeiten, sollen sich im In- und Ausland mobil zeigen und bekommen dafür deutlich weniger Geld als früher. Nicht wenige werden dadurch in Existenznöte gebracht.

Wir sind nicht bereit, dies weiter hinzunehmen. Wir wehren uns!
Wir erwarten von der Bundesregierung und von den Regierungsparteien CDU/CSU und SPD dass sie endlich wieder Verantwortung für alle Beschäftigten in den Sicherheitsbereichen des Bundes zeigen.

Wir fordern für unsere Kolleginnen und Kollegen strukturelle Verbesserungen und spürbare Anpassungen an die allgemeine Einkommensentwicklung in der Wirtschaft.

Wir fordern die Politik auf, den entstandenen, massiven Vertrauensverlust unserer Kolleginnen und Kollegen in die Bundesregierung durch klare politische Entscheidungen zu stoppen.

Eine Politik die bewusst verantwortet, dass die Beschäftigten der Bundessicherheitsbehörden dem Bund die Gefolgschaft versagen, ist eine für unser Land hoch unverantwortliche Politik.

Damit muss Schluss sein!

Bundeswehrverband, Bernhard Gertz, Vors.,
Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, Josef Scheuring, Vors.,
Deutsche Zoll – und Finanzgewerkschaft, Klaus H. Leprich, Vors.,
Verband der Beschäftigten der obersten und oberen Bundesbehörden, Hans Ulrich Benra, stellv. Bundesvorsitzender,
Bundespolizeigewerkschaft, Knut Paul, Vors.,
Deutsche Polizeigewerkschaft, Fachverband Bundespolizei, Hans-Joachim Zastrow, Vors.,
Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundeskriminalamt, Jürgen Vorbeck, Vors,.
Ver.di, Wolfgang Brunner, Bundesverwaltung,
Bund Deutscher Kriminalbeamter, Verband Bund, Maik Hövelmeier, Vorstand
Verband der Beamten der Bundeswehr, Wolfram Kamm, Vors..

symbol_pdf.gif G9 gemeinsame Erklärung

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