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10. Juni 2007

G 8 Gipfel: Kolleginnen und Kollegen leisteten zum Teil ĂŒbermenschliches

Rostock. Der in der deutschen Nachkriegsgeschichte grĂ¶ĂŸte Einsatz ging nach EinschĂ€tzung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) personell und physisch an die Grenzen der Polizei. „Mit ĂŒbermenschlicher Kraftanstrengung und unter kaum vertretbaren Belastungen haben unsere Beamtinnen und Beamten die Sicherheit des Gipfels gewĂ€hrleistet“, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Konrad Freiberg am Freitag in Rostock.

kfreiberg-neu.jpg„Meine Kolleginnen und Kollegen waren zum Teil ĂŒber 30 Stunden ununterbrochen im Einsatz. Noch am Donnerstag wurden die letzten Reserven der BundeslĂ€nder mobilisiert, um die Lage zu entlasten.“ Dennoch sei es der Polizei gelungen, die Sicherheit der StaatsgĂ€ste zu garantieren, friedliche Demonstrationen zu ermöglichen und gut organisierte kriminelle GewalttĂ€ter letztlich in ihre Schranken zu weisen. „Wir haben immer davor gewarnt, die Polizei kaputt zu sparen. Der G8-Einsatz hat gezeigt, dass wir kurz davor stehen. Nur dem persönlichen Engagement jeder einzelnen Kollegin und jedes einzelnen Kollegen ist es zu verdanken, dass dieser Großeinsatz noch beherrscht werden konnte. Die hohe Zahl der Verletzten macht uns betroffen.“

Die Innenministerkonferenz, so forderte Freiberg, solle den G8-Einsatz grĂŒndlich aufarbeiten. „Die Unterbringung der KrĂ€fte und auch die Versorgung mit Essen und Trinken wiesen zum Teil erhebliche und nicht zu akzeptierende MĂ€ngel auf. Wer bei einem solchen Einsatz ĂŒber 16 Stunden keine warme Mahlzeit in den Magen bekommt, ist kurz davor, die Brocken hinzuwerfen“, sagte Freiberg.

keine-gewalt.jpgFreiberg forderte die Politik auf, wĂ€hrend eines solch schwierigen Einsatzes auf jegliche Einmischung zu verzichten. Freiberg: „Unsere erfahrenen EinsatzkrĂ€fte wissen am besten, wie friedliche Demonstrationen zu schĂŒtzen und kriminelle GewalttĂ€ter aus dem Verkehr zu ziehen sind. Da soll man auf die Praktiker vertrauen. Das Deeskalationsprinzip ist im ĂŒbrigen Grundlage jeglichen polizeilichen Handelns. Es findet aber seine Grenzen dort, wo schwere Straftaten vorbereitet oder begangen werden.“

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