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9. Juni 2007

GdP: Jetzt ist die Politik am Zug

jupp250.jpgMit beeindruckendem Einsatz und bis an die Grenze der persönlichen Leistungsfähigkeit gehend, hat die deutsche Polizei ihre Arbeit beim G 8 Gipfel getan. Die Kolleginnen und Kollegen aus den Bundesländern, der Bundespolizei und der ebenfalls eingesetzten Bundesfinanzpolizei haben einen beeindruckenden Job gemacht und dafür Respekt und Anerkennung von der deutschen Bevölkerung und auch international erhalten.
Josef Scheuring dazu: “Wir erwarten jetzt auch Respekt von der Politik”!

Wir fordern die Bundesregierung auf
- die eingesetzten Kräfte angemessen zu vergüten. Das kann bei diesem Einsatz nur heißen, dass die komplette Einsatzzeit 1 zu 1 vergütet wird.

- unsere Kolleginnen und Kollegen nach Jahren ohne jeglichen Lohnzuwachs und gleichzeitigem Einkommensverlust endlich wieder angemessen, im gleichen Maß wie in der Privatwirtschaft an der Einkommensentwicklung teilhaben zu lassen.

- die Erfahrungen, die gerade jetzt beim G 8 – Einsatz gemacht wurden, auszuwerten und konsequent Schlüsse daraus zu ziehen. Das heißt im Ergebnis, dass die Bereitschaftspolizeikomponente in Deutschland ausgebaut und die Versorgungs – und Unterstützungseinheiten in der Bundespolizei nicht abgebaut werden. Diese Ergebnisse müssen jetzt in die Entscheidungen zur Neuorganisation der Bundespolizei einfließen.

- endlich anzuerkennen, dass die spezialpolizeiliche Arbeit der Bundesfinanzpolizei ohne wenn und aber Polizeiarbeit ist.

- dafür zu sorgen, dass die Führungs – und Entscheidungswege bei länderübergreifenden Großeinsätzen klar definiert werden und die Fehler, die beim G 8 Einsatz die eingesetzte Polizei belastet haben, nicht mehr vorkommen.

Politiker jetzt seid ihr am Zug, wir werden euch diesmal nicht aus der Verantwortung entlassen.

Einträge:

Lieber Jupp,

es wäre wünschenswert, doch zeigt meine Erfahrung, dass man bei der Bundespolizei Nichts erwarten darf. Auch in diesem Fall. Wie schon bei der WM 2006 und der EM 2000, oder den CASTOR-Einsätzen, haben alle Polizeibeamte einen super Job gemacht, tausende von Überstunden geleistet, ihre Familien nicht gesehen und immer wieder hochmotiviert unser Land nach innen und außen vertreten.
Als Dank gab es wie immer nur einen verteilten Mitarbeiterbrief des BMI!!!!!
Dann werden wir in höchsten Tönen gelobt. Geht es aber um unser Einkommen, um Weihnachtsgeld oder DUZ, so sind wir nur lästiges Pack, was nur nach mehr Geld schreit!
So ist es!!! In zwei Wochen interessiert sich niemand mehr in der Politik dafür, wie hart die 12 Stundendienste, und länger, bei diesem G8 Gipfel waren. Es interessiert dann nicht mehr, dass tausende Polizeibeamte wochenlang von ihren Familien getrennt waren! Es interessiert dann nicht, dass hunderte Polizeibeamte verletzt (sogar schwer) wurden!
Nein, das ist dann wieder unwichtig. Man will uns aber die Heilfürsorge nehmen. Und an die Anpassung des Weihnachtegeldes denkt auch niemand! Wozu auch? Der Beamte ist doch sowieso immer bereit für den Einsatz und gehorcht aufs Wort!
Wenn Politiker wie Herr Ströbele (Grün) selber gegen das Demoverbot am Schutzzaun in Heiligendamm verstoßen, was kann ich dann noch von dieser Politik als Polizeibeamter erwarten!?? (Dolchstöße?)

Ja, wir haben unsern JOB gemacht, pflichtbewußt und motiviert, wie jeden Tag, aber erwarten sollten wir nichts.

Alle jetzigen Lobesgesänge sind doch nur Augenwischerei!!!

Ich grüße alle verletzten PVB und deren Familien und wünsche baldige vollständige Genesung (hoffentlich mit Unterstützung des Dienstherrn!)

Andreas

Eintrag von Andreas Mangiacapra am 12.Juni 2007


Die Forderungen sind vollkommen richtig.

Wer einen G8-Gipfel organisieren will und nicht für eine angemessene Unterbringung und Verpflegung sorgen kann ist fehl am Platz und gehört abgelöst.

Außerdem sind die Veränderungen in den Unterstützungseinheiten bei den Abteilungen falsch.
Die Veränderung bei den Technischen Einsatzdiensten in den Abteilungen ohne TEHu bedeutet eine Degradierung der Kolleginnen und Kollegen gegenüber der bisherigen Aufgabenwahrnehmung. Man wird keine Beamtinnen und Beamten finden die nur noch für Absperren und Beleuchten bei den Teds bleiben wollen.
Ebenso wird dies mit den bisherigen A/O-Einheiten passieren. Wer will, aus diesem Personenkreis, zukünftig nur noch Aufklärung machen? Keiner.

Des Weiteren führt die Verteilung der Hundertschaften (TEHu, BFHu und EHu) auf die einzelnen Abteilungen wie seitens des BMI vorgesehen dazu, dass man in einigen Jahren über die sogenannten “kleinen” Abteilung wieder diskutieren wird.

Auch gehört die WaWe-/SW-Einheit zu einer Abteilung.

Meine Forderung lautet deshalb, alle Abteilungen müssen eine gleiche Organisationsstruktur haben. Darüber hinaus sind in den sogenannten Schwerpunktbereichen Berlin und Ruhrgebiet mehrere Einsatzhundertschaften gerechtfertigt.
Nur damit ist gewährleistet, dass die verbleibenden Abteilungen in dem ihnen vorgesehenen Einsatzraum (Region) auch selbstverantwortlich ihre Aufgaben wahrnehmen können.

Eintrag von Guido am 12.Juni 2007


Du sprichst mir aus der Seele Andreas! Besser hätte ich meinen Unmut nicht kundtun können.

Am Nachmittag des üblen Samstages habe ich den Ströbele auf N-TV gesehen, wo er sich Lauthals über die völlig überzogene Polizeipräsenz beschwerte. Zitat von diesem Mann:” Da ist in Berlin wohl jemand durchgedreht.”
Am Abend lagen einige der Kollegen verletzt am Boden…
Im Nachgang dieses “Blutsamstages” sollte meine Gewerkschaft ihre Einstellung zum Thema Gummigeschoße noch einmal überdenken. Wenn es zu solchen Straftaten kommt, die unser Leib und Leben angreifen, wünsche ich mir doch Kollegen die über die geeigneten Mittel verfügen um mich, im wahrsten Sinne des Wortes, zu Retten und die Agressoren auf Abstand halten.

Wollte mich eigentlich nicht verzetteln, den Beitrag von Andreas hätte ich auch schreiben können.

Eintrag von WIKINGER am 12.Juni 2007


Ich dem Andreas nur 100% zustimmen ohne etwas hinzuzufügen.

Eintrag von rhfm am 13.Juni 2007


zur kenntnis:

Wen es interessiert zum 01.10.2007 gibt es eine Erhöhung der Besoldung von 3 %.
Hier die Pressemitteilung der Staatskanzlei!

Bayerische Staatskanzlei
Pressemitteilung
./.
Telefon: (089) 21 65 - 2291 e-mail: pressestelle(at)stk.bayern.de Franz-Josef-Strauß-Ring 1
Telefax: (089) 21 65 - 2114 Internet: http://www.bayern.de 80539 München
«Empfängerhinweis»
Nr : 2 1 0
München, 12. Juni 2007
Spitzengespräch in der Staatskanzlei: Bayerische Beamte bekommen
drei Prozent mehr Gehalt ab 1. Oktober / Stoiber: „Anerkennung für
die gute Arbeit unserer Beamten“ / Habermann: „Bundesweit
einmaliges Ergebnis“
Die Beamten des Freistaats Bayern und die Versorgungsempfänger
bekommen ab 1. Oktober 2007 eine lineare Besoldungserhöhung von drei
Prozent. Beamtenfamilien erhalten zusätzlich ab 1. Oktober eine Erhöhung
des Familienzuschlags um jeweils 50,- Euro für das dritte und jedes weitere
Kind. Dies ist das Ergebnis eines Spitzengesprächs von Ministerpräsident
Dr. Edmund Stoiber und Finanzminister Prof. Dr. Kurt Faltlhauser mit dem
Vorstand des Bayerischen Beamtenbundes unter Führung des
Vorsitzenden Rolf Habermann.
Stoiber: „Die Beamten haben in den vergangenen Jahren der geringen
Steuereinnahmen und der Konsolidierung erhebliche Beiträge geleistet,
zum Beispiel mit der 42-Stunden-Woche und dem Verzicht auf
Besoldungserhöhungen seit über drei Jahren. Es ist mir auch ein
persönliches Anliegen, dass die Normalisierung der Steuereinnahmen auch
bei den Beamten ankommt und der Freistaat Bayern ihre Leistungen
anerkennt. Das haben unsere Beamten für ihre gute Arbeit verdient.“
Der Vorsitzende des Bayerischen Beamtenbundes Rolf Habermann freute
sich in einer ersten Stellungnahme über das „bundesweit einmalige
Ergebnis für die bayerischen Beamtinnen und Beamten“. Habermann: „Ich
- 2 -
bin sehr zufrieden, dass der Einsatz der bayerischen Beamtinnen und
Beamten von ihrem Dienstherrn auf diese Weise anerkannt wird. Dieses
bundesweit einmalige Ergebnis ist ein Signal des Ministerpräsidenten für
die Leistungen der bayerischen Beamten, mit dem Bayern eine klare
Benchmark in ganz Deutschland setzt.“
Rainer Haselbeck
Pressesprecher der Bayerischen Staatskanzlei++++

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wenn das mal kein ansatz ist!

Eintrag von BeDo am 13.Juni 2007


Bayern ist nicht Bund. Föderalismusreform!

Eintrag von Altbeamter am 15.Juni 2007


Bravo Andreas,
besser kann man unsere Situation nicht beschreiben, genau so ist es.

Glückwunsch den bayerischen Kollegen, wenigstens dort geht was. Da können wir beim Bund lange warten!

Eintrag von Karo1 am 15.Juni 2007


Also 3% mehr Lohn finde ich jetzt nicht so die Welt, nach den ganzen Einsparungen der letzten Jahre.
Aber so weit hat uns der Dienstherr schon gebracht, dass wir mittlerweile mit Almosen zufrieden wären.

Eintrag von chriko am 17.Juni 2007


Genau anschauen…

Wir haben die 41-Stunden-Woche. Die 1 Stunde mehr bei den bayrischen Kollegen entspricht grob etwa 2 % des Gehaltes.

Verbleibt 1% Erhöhung!

Eintrag von Bräunsdorf; Hans-Jürgen am 18.Juni 2007


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