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8. Juni 2007

GdP: Sauerei – Spezialkräfte der Bundespolizei mit verschimmeltem Essen versorgt!

Heiligendamm./Hilden. Unerträgliche Zustände bei Verpflegung und Unterkunft der eingesetzten Polizeikräfte beim G8 Gipfel! Die Bundespolizisten beim G-8-Gipfel sind wütend.

Während sich in Heiligendamm die Regierungschefs der G8 Länder von Sternekoch Tilmann Hahn in seinem Team leckere Speisen zaubern lassen, wird Spezialkräften der Bundespolizei, die seit Tagen und fast ununterbrochen im Einsatz sind, mehrfach verschimmeltes Essen vorgesetzt. Mehrere Beschwerden der Beamten blieben erfolglos.

“Es ist eine absolute Sauerei, dass unseren Kolleginnen und Kollegen, die bis an die Grenzen ihrer physischen und psychischen Belastungen für die Sicherheit der G 8 Teilnehmer sorgen, nach ihrer Rückkehr aus dem Einsatz vergammeltes Essen vorgesetzt wird. Dies ist ein Skandal, der Konsequenzen nach sich ziehen muss,” so Josef Scheuring, Vorsitzender der GdP-Bezirk Bundespolizei.

Hintergrund ist, dass die Einsatzleitung KAVALA vielfach mit privaten Caterern Verträge über die Versorgung der Polizeikräfte geschlossen hat. Die vorhandenen und bereitsstehenden eigenen Einsatz-Küchen der Bundespolizei wurden hingegen kaum angefordert. “Offenbar hat man nicht begriffen, dass gefährliche Großeinsätze kein Platz zum Geschäftemachen für Private ist”, so Scheuring.
Zahlreiche Beschwerden über die Qualität und Auskömmlichkeit der Verpflegung durch private Caterer wiederholten sich beim G-8-Einsatz fast täglich.

Bezeichnend sei, so Scheuring weiter, dass dort, wo die Bundespolizei die Verpflegung selbst organisiert, diese gut ist und die Versorgung funktioniert.
Die GdP musste schon mehrfach feststellen, dass es beim Einsatz privater Caterer immer wieder große Probleme mit der Qualität gibt. Die wiederholten skandalösen Vorgänge um unzureichende und schlechte Verpflegung müssen als Signal verstanden werden, dass die Einsatzverpflegung in der Hand der Bundespolizei selbst bleiben muss.
“Eine Privatisierung der Einsatzversorgung gefährdet die Einsatzfähigkeit unserer Polizeikräfte”, so Scheuring weiter.

Auch die Unterbringung in der Damerow - Kaserne kann nur als Unzumutbar bezeichnet werden. Mehrere Polizisten müssen in Zimmern schlafen, wo nicht einmal ein Schrank vorhanden ist, wo man seine Sachen unterbringen kann.

Einträge:

Obwohl ich mich nicht mehr im aktiven Dienst befinde, verfolge ich weiterhin das Geschehen bei der Polizei
unseres Staates.
Was sich hinsichtlich der Verpflegung und der Unterbringung der eingesetzten Polizeibeamten abgespielt hat, ist eine große Sauerei und Schande für
unseren Staat. Seitens der GdP sollte unverzüglich eine öffentliche Stellungnahme unseres Bundeninnenmisters abverlangt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Olaf Beyer

Eintrag von Olaf Beyer am 8.Juni 2007


Unsere Bundespolizei will schon wieder das Rad neu erfinden! Auch bei der BundeWEHR gab und gibt es Probleme bei der Versorgung von Einsatzkräften durch private Firmen!
Eine Privatisierung um jeden Preis? Alle Behörden, welche auf Einsatzkräfte angewiesen sind, sollen diese auch durch eigene Kräfte versorgen! Der Einsatzkoch, oder eine Einsatzküche, ist Teil der Einheit- Einem privaten Küchenbetrieb, ist es egal- Hauptsache der Rubel rollt!
Hauptpersonalrat und GdP müssen diesen Unmöglichkeiten auf den Grund gehen. Auch Berichte, nach denen Einsatzkräfte nicht mit kalten Getränken oder “einer” warmen Malzeit pro Tag versorgt wurden, gehören auf die Prüfliste.
Hat die GdP den Kolleginnen und Kollegen helfen können, ihr habt doch eine sehr gute Sofortversorgung vor Ort gehabt?

Eintrag von Matthias Böckenhauer am 8.Juni 2007


Irgendwo muss man ja die Kosten wieder einsparen. Da sieht man wieder mal, was die eingesetzten Kollegen unserem Staat wert sind. Wenn das nicht so traurig wäre, könnte man glatt drüber lachen.

Eintrag von Sergant am 8.Juni 2007


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

erst einmal ein großes Dankeschön an EUCH und hoffentlich ist auch einmal wieder etwas Freizeit für alle angesagt, die Rund um den STERNEKOCH im Einsatz waren.
DANKE für die aktuell eingestellten Beiträge und Kommentare, FKK (Frech, Knapp, Kunden orientiert).
Gegenüber allen anderen Bezirken der GdP und ich behaupte, auch aller anderen Berufsvertretungen, das war Spitze.

ESSEN TEIL I oder STIRB LANGSAM!

Welches Los können wir bei den nächsten Einsätzen erwarten. Wird nach dem Billigkeitsrichtlinien der EU vorher ermittelt wer uns verpflegen darf? Italienische Pizza aus NAPOLI (bei Ankunft bitte noch einmal aufwärmen) oder lieber verarbeitetes Gammelfleisch aus einem unserer südlichen ….oder steckt eine FIRMA aus dem dunklen BLOCK dahinter, die uns aus dem Gefecht setzen sollte?
Wer rund um die Uhr und bis auf wenige Ausnahmen im ständigen DAUERSTRESS ist , hat auch den Anspruch entsprechend gute Bedingungen vorzufinden. Ausreichend Getränke und ESSEN gehört dazu.
Ein Hoch einmal für unsere Einsatzköche und allen dortigen Beschäftigten, ihr seit SUPER, wurdet aber aus Managersicht und Beratern der Neuen Steuerungsmodelle, bis auf wenige Ausnahmen, nicht gebraucht. Die anderen waren BILLIGER?
Der Heilige aus DAMM

PS. Das schlechte ESSEN muss sogar den Zaun überwunden haben oder hat hier die CIA ihre HÄNDE im Spiel, denn dem wichtigsten MANN ging es auch nicht gut.
Nun könnt ihr euch vorstellen, wie schnell aus einer starken organisierten Truppe, sehr schnell ein unzufriedener kranker Haufen werden kann.
Das DING hat auch schon einen Namen:“G-8-Viren“:

Eintrag von Der Heilige aus DAMM am 8.Juni 2007


Ich erwarte von den Vertretern der Gewerkschaft, dass sie sich angesichts dieser Zustände, über die schon oft intern berichtet wurde, massiv gegen eine Verkleinerung oder gar Privatisierung der bundespolizeilichen Küchenorganisation, wie sie immer wieder diskutiert wird (Konzept “Küche neu” etc.), stemmt.
Es kann und darf nicht sein, dass wir unsere eigene gut funktionierende Logistik wegen des “Betriebswirtschaftswahns” einiger Leute verlieren. Die Bundeswehr hat es schon vorgemacht: eine Privatorganistion ist weder billiger noch besser noch sicherer!
Ich wiederhole es immer und immer wieder: wer den Staat führen will wie einen Konzern, wird Schiffbruch erleiden!

Eintrag von Jürgen Rubeck am 8.Juni 2007


Wer von uns glaubt denn im Ernst daran, dass sich an der Versorgung und Unterbringung im Einsatz zukünftig grundsätzlich etwas ändert?
Solange der gemeine “Ex-Buschist” klaglos in die dreckigste Hütte einzieht, bei deren äußerem Anblick der Landeskollege schon aus der Bewegung abdreht; solange der Bundes-Nappel sein Gummibrötchen mit Verachtung hinunterwürgt, während der richtige Polizist nebenan an der Gulaschkanone lehnt, und solange man schon froh sein darf, aus einem Einsatz nicht mit Minusstunden nach Hause zu fahren, wird sich insgesamt gar nichts ändern.
Und warum? Weil es bisher trotz allem immer noch geklappt hat und der Großteil unserer operativen Belegschaft Weltmeister im Improvisieren, Wegstecken und irgendwie-Durchwursteln ist.

Eintrag von Ackerschnacker am 8.Juni 2007


Hatten wir jemals andere Umstände was Einsatzverpflegung und - insbesondere Unterbringung - anbelangt? Haben Remonstrationen je Verbesserungen gebracht?
Fehlt grad noch, dass “Selbstverpflegung” angeordnet wird.

Aus der Ferne betrachtet, wäre wohl grösserer Einsatz der Personalräte vor Ort notwendig gewesen.
Schimmliges Essen hatten wir übrigens auch schon bei der WM.

Eintrag von Uninteressierter am 9.Juni 2007


Käfigzellen, Dauerbeleuchtung, wenig zu Essen – Die Anwälte (Republikanischer Anwaltsverein) der während des G-8-Gipfels festgenommenen Demonstranten haben wegen Freiheitsberaubung und Rechtsbeugung Anzeige gegen die Justiz erstattet. Sie sprechen von menschenunwürdiger Unterbringung ist die Rede. Sie sprechen weiterhin von „Käfighaltung“. Die Richter hätten die Käfige vor Beginn des G-8-Gipfels inspiziert und daher die Betroffenen wissentlich unter menschenunwürdigen Umständen in Haft gelassen. “Für dieses Vorgehen gibt es keinerlei Rechtsgrundlage”, erklärte eine Sprecherin vom Anwaltlichen Notdienst. “Menschen auf diese Weise in Käfigen unterzubringen, verstößt eklatant gegen die Menschenwürde. So ist es bei SPIEGEL Online (Auszugsweise) nachzulesen.

Und die Polizei?

Die Polizisten beschweren sich über teilweise schlimmste Unterbringungen (4-Bett Zimmer ohne Verdunklungsmöglichkeit, keine Schränke), teilweise miserables Essen, wenig Schlaf, viel zu lange Dienstschichten, etc.

Die Kolleginnen und Kollegen haben diese Erfahrungen nicht zum ersten Mal gemacht. Großeinsätze (z.B. CASTOR) – trotz langer Vorlaufzeiten – bringen die Schwierigkeiten mit sich.
Warum werden für Polizisten keine Hotels angemietet? Warum werden billige Caterer verpflichtet, die offensichtlich nicht in der Lage sind, den polizeilichen Anforderungen gerecht zu werden?

Es geht auch anders. Die Politiker und ihr „Gefolge“ haben sich über die Unterbringung und Verpflegung nicht beschwert. Die fast 5000 Journalisten auch nicht – oder?

In den USA schickt der zuständige Richter Paris Hilton erneut in Gefängnis. Begründung des Staatsanwalt Delgadillo: Offensichtlich liege ein “Kurzschluss” im Justizsystem vor. Er hat alles in Bewegung gesetzt, dafür zu tun, damit das Gesetz auch in diesem Fall “gleich und gerecht” angewandt wird. Er macht deutlich, dass es kein „Zwei-Klassen-Gefängnissystem“ geben darf, bei dem die Reichen und Mächtigen eine Sonderbehandlung erfahren.

Die Würde des Menschen ist UNANTASBAR. Sie zu achten ist Aufgabe jeder staatlichen Gewalt.

Dieses gilt selbstverständlich für Menschen, die sich im Gewahrsam der Polizei befinden und natürlich auch für die Polizisten.

Um eine entsprechende Aufklärung der Unterbringung und Versorgung der Polizei bei diesem Einsatz kann ich daher nur dringend und nachdrücklich ersuchen und bitten.

Roland Voss - Saarbrücken

Eintrag von Roland Voss am 9.Juni 2007


Wer sich menschenunwürdiges Essen oder eine menschenun- würdige Unterbringung als Polizeibeamter in Mitteleuropa bei der Medienpräsenz gefallen lässt, ist selbst schuld. Warum jetzt nach den Personalräten schreien? Nun ist es zu spät! Bei diesen Dingen muss man sofort reagieren. Hättet ihr einen A…. in den Hosen gehabt, so wärt ihr ins Krankenhaus oder nach Hause gegangen, oder hättet den Dienst verweigert. Anscheinend war es aber doch nicht so schlimm. Also: Weiter so Dienstherr, der Erfolg gibt Dir recht!

Eintrag von Karo1 am 15.Juni 2007


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