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15. Juni 2007

Mehr Gehalt für Sicherheitsbeschäftigte

Behördenspiegel berichtet über G9 Initiative der Gewerkschaften in den Sicherheitsbehörden des Bundes

Berlin/Hilden: Unter dem Titel “Mehr Gehalt für Sicherheitsbeschäftigte” berichtet der Behördenspiegel auf der Titelseite der Ausgabe 24. Woche: ” (BS/ckö) In einer gemeinsamen Aktion haben alle Gewerkschaften und Berufgsorganisationen im Bereich der Bundessicherheitsbehörden u.a. der Bundeswehrverband, die Gewerkschaft der Polizei, der Verband der Beschäftigten der obersten und oberen Bundesbehörden, “spürbare Anpassungen an die allgemeine Einkommensentwicklung in der Wirtschaft” gefordert. Seit Jahren verschlechterten sich die finanziellen und sozialen Rahmenbedingungen für die Beschäftigten in den Bundessicherheitsbehörden. Die Beschäftigten müssen heute mehr und länger arbeiten, sollen sich im In- und Ausland mobil zeigen und bekämen deutlich weniger Geld als früher. “Wir sind nicht bereit, das weiter hinzunehmen”, heißt es in dem Appell.

Einträge:

Hallo Jupp

Es wird auch Zeit: Bisher wurden nur die Belastungen oder Nachteile aus der Wirtschaft auf die Beamten übertragen.
Die Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit wurden jedoch nicht aus der Wirtschaft auf die Beamten übertragen oder auch nur geringfügig angeglichen. Zwar ist kein Stundenlohn bei Beamten vorhanden, sodass man die Zuschläge jeweils in % berechnen könnte, aber für Nachtarbeit 3,00 EUR/Stunde, Sonn-u.Feiertage 5,00 EUR/Stunde sowie Samstag 1,30 EUR/Stunde wären durchaus angemessen.

Was gedenkt ihr bei den Zuschlägen für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit zu ändern, bzw. eine Änderung zu fordern?

Gruß

Torsten

Eintrag von Sonntag, Torsten am 16.Juni 2007


Worte…

Mit Worten Wind machen, ist eine der üblichen Maschen im Gewerkschaftsgeschäft.

Ohne den Willen und ohne die Möglichkeit, dem auch Taten folgen zu lassen, ist das bestenfalls eine Form des Bettelns.

Das reicht nicht und das haben wir auch nicht verdient.

Eintrag von Bräunsdorf, Hans-Jürgen am 16.Juni 2007


die gewerkschaften sagen immer nur das sie mehr wollen, sollen sie doch mal ihre vorstellungen zur höhe der steigerung in zahlen ausdrücken.bei vertragsabschlüssen in der freien wirtschaft von über 2,5 prozent sollten diese nicht darunter liegen.sonst geht die gehaltsentwicklung wieder an uns vorbei. zumal der bund ja zugegeben hat das es die mehreinnahmen höher sind als erwartet.

Eintrag von ulli am 18.Juni 2007


Selbst wenn wir “nur” 1 % mehr erreichen könnten, wäre auch noch dieses “Mehr” erbettelt. So gesehen hat Kollege Bräunsdorf recht, wenn er von “Betteln” spricht. Davon noch 0,2 % Rücklage, ergibt doch eine stattliche Summe - oder habe ich mich da verrechnet?

Eintrag von ESch am 18.Juni 2007


Hallo,

ich gebe dem ulli recht. Mich würde auch langsam mal interessieren, was die GdP fordert und wann überhaupt mal was passieren soll. Was wurde bisher konkret unternommen in dieser Sache. Wenn man die Summen der Mehreinnahmen so hört und es werden ja jeden Tag höhere Summen genannt, dann wird es doch Zeit, dass unsere Gewerkschaften langsam aber sicher den Druck erhöhen und nicht einfach nur lapidar sagen “jetzt ist die Politik am Zug”. Wenn man sich auf die verlassen müsste, dann können wir ja einpacken. Also mehr Druck auf die da oben!!! Bayern ist wohl schon ein Stück weiter!!! Und drei Prozent sind drei Prozent!!!
Die müssen w i r erst einmal kriegen!!! Packen wir´s langsam mal an.

Eintrag von andiboko am 18.Juni 2007


Ich finde auch jetzt müssenen die Gewerkschaften endlich mal Taten folgen lassen.Die ganzen Kürzungen seit 2004 sind mir als 4-fachen Familienvater bis an die Substanz gegangen und die Kosten laufen weiter davon.Die schlechte Finanzlage kann als Dauerbegründung ja nicht mehr herhalten.
Also bitte tut was, die Zeit ist günstig. Wenn nicht jetzt wann dann.

Eintrag von wolle am 19.Juni 2007


Lieber Jupp,
Ihr habt m. E. den 1. “großen” Schritt in die richtige Richtung unternommen!
Allerdings mutmaße ich, dass die derzeitge Administration in Berlin weiterhin mit ihrer ignoranten Arroganz versuchen wird, uns nach wie vor an den allgemeinen Entwicklungen vorbei, zu verkaspern.
Gut, dass es dort ein paar Verantwortliche (Steinmeier, Beck etc.) gibt, die erkannt haben, wo die Stimmung des öffentlichen Dienstes, explizit bei den Sicherheitsorganen, hinschwappt!
Polemisch ausgedrückt machte es ja auch bisher mehr Sinn, immer wieder hunderte Millionen € u.a.für G 8 Gipfel, für Spanferkelessen mit Mr. Bush, Pabstbesuch etc. auszugeben, statt für all diese, welche 365 Tage jährlich, Rund um die Uhr garantieren, dass sich all diese Herschaften, aber auch die Bürgerinnen und Bürger,-noch- sicher in der Bundesrepublik fühlen können!
Die Damen und Herren sollten allerdings nicht vergessen, dass die Stimmung sicherlich auch bei den nicht gewerkschaftlich organisierten BeamtInnen, Soldaten und Richtern des Bundes ebenfalls auf dem “Nullpunkt” ist, so dass bei den nächsten Wahlen wahrscheinlich 315000 aktive Bedienstete mit den, nicht unerheblich wenigen, dazugehörigen wahlberechtigten Familienangehörigen, sowie Versorgungsempfänger, dieser Art und Weise des Umganges mit den “Staatsdienern”, nein besser:”Staatssklaven”, eine schallende Ohrfeige erteilen werden!
Allerdings hilft dieser gemeinsame Kampf der Berufsvertretungen keinem einzigen von uns, solange innerhalb der einzelnen Organisationen, Vorgesetzte, -ebenfalls-, nach “Gutsherrenart” ihre Mitarbeiter bei ALN, Beurteilungen, also im dienstlichen Umgang miteinander auf Schritt und Tritt ausbremsen und “eifersüchtig” auf die durch Druck seitens der Gewekschaften und Personalräte letztlich durch die Politik instalierten Atraktivitätsprogramme reagieren, in dem durch linke Beurteilungen und ALNe ein Weiterkommen und somit Beförderungen (=mehr Geld zum Leben)verhindern.

Durch dieses Verhalten werden ebenfalls, jährlich tausendfach, betroffene Menschen gleichfalls in Existenznöte gebracht!
Auch diesen Herrschaften welche permanent vergessen, auf wessen Rücken sie selbst Karriere machen, sollte man verdeutlichen, dass man nicht mehr weiter bereit ist, sich von diesen mit immer neuen Schikanen und gleichzeitig provozierenden Sprüchen vorführen zu lassen.

Ich bin sicher Ihr werdet das nun auf Grund Deiner / Eurer gemeinsamen Initiative erreichte -politische- Gewicht, in “allen angesprochenen Problemfeldern” im Sinne aller Beschäftigen in die Waagschalen werfen!
Unsere Unterstützung ist Euch gewiss!

Ich erwarte, durch Euren gemeinsamen Druck für uns alle minimum eine 4 vor dem Komma!

Setzt Euch im Übrigen für die Wiedereinsetzung der Ruhegehaltsfähigkeit der Zulagen ( bei uns Polizeizulagen ein!!!), stellt konkrete Forderungen, lasst nicht nach, wie die “Wadelabeißer zu agieren, stetige Stiche tun denen langfristig auch weh, publiziert auf Teufel komm raus, nutzt die Logistik der “Y-Truppe, d. h. des Bundeswehrverbandes!!!”
Setzt Euch dafür ein, dass Dienstaltersstufen, so lange diese noch existent sind, angepasst werden (s. A 10), denn auch hier ist dank der o. g. Beurteilungsmentalität zwischenzeitlich die Situation eingetreten, dass in allen anderen höheren Statusgruppen munter erhöht wird, nur nicht bei den “Atraktivitäts - POKen”, hier schauen hunderte Kollegen in die Röhre!
Wenn die Wirtschaft brummt, wir aber über 1 Jahrzehnt die Kürzungs- und Verzichtnummer zu ertragen hatten, ist es an der Zeit, all das wieder einzufordern, um was man uns in dieser langen Zeit der “Entbehrungen” betrogen hat.

Im Übrigen, Jupp, wolltest DU Dich, trotz Deines übervollen Terminkalenders nicht mal bei mir melden?

Grüsse aus Frankfurt/M sendet DIR / Euch
Martin Popp

Eintrag von Martin am 19.Juni 2007


Zum Eintrag von ESch am 18.Juni 2007:

Die 0,2 % für die Versorgungsrücklage brauchst Du in Deiner Rechnung nicht abzuziehen !!

Durch das Versorgungsänderungsgesetz 2001 wurde die Versorgungsrücklage für die auf den 31. Dezember 2002 folgenden acht Bezügeanpassungen ausgesetzt.

Wenn Du `mal nachschaust, wieviele Bezügeanpassungen wir seit 2003 bekommen haben,
wirst Du feststellen, daß es erst 3 (04/2003, 04/2004 + 08/2004) waren !!

Wenn es in dem gleichen Tempo wie in den letzten Jahren weitergeht,
s. h. nur alle 4 Jahre eine lineare Erhöhung, brauchen wir die nächsten 20 Jahre
nichts zur Versorgungsrücklage beitragen.

Ist doch toll, oder ? ;-))

Gruß
Thomas

Eintrag von Thomas am 20.Juni 2007


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