11. Juli 2007
Eine kleine Gruppe einflussreicher Bürokraten im Bundesinnenministerium plant, entgegen dem ausdrücklichen Rat von Polizeiexperten die Reiterstaffel der Bundespolizei in Berlin abzuschaffen.
Dabei hat sich die Reiterstaffel in polizeilichen Einsätzen bewährt und wird sowohl von Polizeipraktikern als auch von den Bürgerinnen und Bürgern Berlins geschätzt.
Beigefügt Aufruf der GdP Kreisgruppe Berlin mit Unterschriftenliste
Aufruf der GdP KG Berlin
Unterschriftenliste
Was ist Ihre Meinung dazu? Unter “Umfrage” in der rechten Leiste unserer Webseite können Sie für den Erhalt der Reiterstaffel abstimmen!–>
Werte Leserschaft,
unbestritten wird sich die BPOL-Reiterstaffel in entsprechenden Einsätzen bewährt haben. Dennoch kann für diese Einheit nichts anderes festzustellen sein, als für die vielen anderen nunmehr aufzulösenden Einheiten. Ohne die Arbeit der Gewerkschaften in ein negatives Licht zu stellen, erweckt sich doch der Eindruck, als würde man gezielt nur die Interessen besonders ausgewählter Referenzeinheiten mit dem entsprechenden Nachdruck vertreten.
Ich warte bis heute auf die fachliche Begründung der sagenumwobenen Projektgruppe, warum meine Dienststelle künftig entbehrlich erscheint. Die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Gesamtreform sowie der entsprechenden Entscheidungsgrundlagen wird wohl nie beantwortet werden.
In Zeiten, in denen höhere Führungskräfte leere Durchhalteparolen proklamieren und in gewissen Ebenen bereits lebhaft inoffizielle Personalverschiebungen stattfinden, gibt es eine Menge Kollegen, die ganz privilegfrei versuchen, den Dienstbetrieb aufrecht zu halten und sich fragen, wie dies mit künftigen Strukturen alles zu bewerkstelligen sein wird.
Mein Vertrauen in eine Organisation, die sehenden Augens ganze Heerscharen zur innerlichen Kündigung treibt, die Leitbilder und Führungsgrundsätze in die Ausführungsebene verbannt und die fachliche Kompetenz in die Fesseln politischer Machterhaltung und persönlicher Statusbefriedigung legt, beginnt zu schrumpfen.
Liebe Gewerkschaften. Ihr habt bewiesen, dass ihr diesem Treiben bei allen guten Vorsätzen bis auf Einzelaktionen nichts entgegen zu stellen habt. Darum verbleibt mir nur, allen Kolleginnen uns Kollegen viel Glück zu wünschen.
Eintrag von Erfahrungsopfer am 6.Juli 2007
Ich bin der Meinung das die Reiterstaffel erhalten bleiben sollte. wir haben sie schon beim rechten treffen in halbe (brandenburg) gebraucht sowie bei zahlreichen fussballeinsätzen. wem tut es außer den politikern weh die staffel zu erhalten. natürlich kosten pferde ne menge geld, aber da müssen die politiker mal ein paar jahre auf eine diätenerhöhung verzichten das mit es finanziert werden kann. der bund schmeißt anderen viel mehr geld in den rachen.
Eintrag von Steffen Werner am 6.Juli 2007
Liebe Kollegen der GdP
So geht man nicht mit Menschen und Tieren um, erst verspricht der Inspekteur des BGS den Kollegen eine positive Zukunft in einer modernen Polizei und lockt diese mit den Dienstpferden in den BGS. Bei nächster Gelegenheit finden dann einige wenige im BMI das die Entscheidung des damaligen BMI Otto Schily jetzt korrigiert werden könnte und tun alles um die Reiterstaffel in ein schlechtes Licht zu stellen und ineffizient arbeiten zu lassen. Sie verbieten das neue Dienstpferde angekauft werden dürfen, so dass der Dienstpferdebestand überaltert und zu teuer wird. Jede positive Darstellung der Dienstleistung der Reiterstaffel wird unterdrückt. Alles wird unternommen das die Reiterstaffel der Bundespolizei teuer und nicht effizient Erscheinen.
Um die Kolleginnen und Kollegen kümmern sich diese Entscheidungsträger nicht, sie halten es nicht einmal für nötig den Beschäftigten ihre Entscheidung mitzuteilen, dass können die Beschäftigten nur in der Zeitung lesen.
Das mühsam aufgebaute Vertrauen in die Bundespolizei beginnt zu Bröckeln und die Kolleginnen und Kollegen fragen sich warum sie zum BGS / Bundespolizei wechseln sollten, wenn hier das gleiche passiert wie in der Landespolizei Berlin.
Die Kolleginnen und Kollegen der Reiterstaffel der Bundespolizei haben jedenfalls alles in ihren Kräften stehende getan, auch unter Vernachlässigung ihrer persönlichen Interessen, um mit den ihnen zur Verfügung gestellten Einsatzmitteln (alte und kranke Dienstpferde) die Aufgaben in der Bundespolizei zu erfüllen.
Ich möchte mich auf diesem Wege bei allen Funktionsträgern in der GdP bedanken, die den hohen Einsatzwert der Reiterstaffel in der Bundespolizei auch bei den politisch Verantwortlichen vertreten und die Kolleginnen und Kollegen der Reiterstaffel der Bundespolizei solidarisch unterstützen.
Bernd Nitsch
Eintrag von Bernd Nitsch am 6.Juli 2007
Ich bin für den Erhalt der Reiterstaffel, weil Sie sich in polizeilichen Einsätzen bewährt hat.Denke schon, dass Sie gebraucht wird.
Eintrag von Ralf.Brockhaus am 6.Juli 2007
Ist die Reiterstaffel nicht auch eine operative Einheit ???
Ich dachte die Reform wollte Potenzial auf die Straße bringen und nicht demontieren. Da sieht man mal was Bürokraten von der Meinung der Experten halten - siehe Reform III -
Standort Rosenheim
Standort Hünfeld
Standort Gifhorn u. v. m.
was Schilly aufbaute - wird von Schäuble demontiert
das nennt man effizient
Eintrag von christoffte am 6.Juli 2007
Ich sehe das alles etwas anders und bin kein großer Beführworter der Reiterstaffel. Wenn man das aus dem Blickwinkel unsere Aufgaben als Sonderpolizei sieht, dann sind die Aufgaben (fast) auch ohne Pferde erfüllbar.
Z.B. Zaunstreife am Flughafen kann man auch mit dem Bulli machen und ist wesentlich flexibler. Genauso im Bahnbereich. Ein Pferd hat immer nur einen gewissen Einsatzradius, denn irgendwann muss es ja wieder zum Fahrzeug/Pferdeanhänger. Was Demos betrifft, müßte dann die Reiterstaffel ja auch vom Bundesland angefordert werden (und bezahlt werden) und Fußballeinsätze sind in unserem Aufgabenbereich in den Zügen/Bahnhöfen (da wird es eng mit Pferd und Platz). Die Vor- und Nachbereitung eines Pferdes und dann noch in ein Einsatzgebiet fahren, nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Das können wohl die Pferdekenner bestätigen.
Und wenn der Dienstherr (vielleicht auch auf Druck des Bundesrechnungshofs oder wem auch immer) hier die Reiterstaffel in Bezug zu unseren Aufgaben überprüft, bzw.in Frage stellt, ist das ok (das sehe ich auch aus dem Blick als Steuerzahler).
In der Bevölkerung hat so eine Reiterstaffel natürlich ein hohes Ansehen.
Eintrag von PVB am 6.Juli 2007
Wer das “Einsatzmittel” Pferd abschaffen will, hat sicherlich noch nie vor einem solchen gestanden….!!
Der Einsatzwert von Dienstpferden ist unschätzbar, allerdings schreiben sie keine Berichte und Anzeigen für die Statistik und führen kein KLR, QM oder sonstige schwachsinnigen Listen.
Das dürfte ihnen nun zum Verhängnis werden.
Werden also auch bald unsere Diensthunde ein ähnliches Schicksal erleben müssen ?
Leider werden hier Bürokraten (allen voran BMI Schäuble) entscheiden, die vom polizeilichen Alltag absolut keine Ahnung haben.
Ganz zu scheigen von der Verar….e der Berliner Kollegen die mit ihren Pferden dem “Versprechen” des BMI gefolgt sind.
Aber für die “Kostenersparnis” gibts für diese Bürokraten einen tollen NEUBAU ! für das “Superpräsidium” in Potsdam, wo auch die Abteilung Bundespolizei des BMI einziehen wird……..
MfG
kimi
Eintrag von kimi am 6.Juli 2007
Ich sehe zwar nicht unbedingt den sittlichen Nährwert einer zentralistischen Reiterstaffel, die auf Grund der Entfernung nicht im ganzen Bundesgebiet eingesetzt werden kann, aber unsere obersten Dienstherren haben genug rationalisiert.
ES IST GENUG!
Wie schon andere Kollegen hier und an anderer Stelle bemerkt haben: Spart endlich mal bei Euch, liebe Politiker. Wir haben genug Opfer gebracht. Seit 2004 keine Gehaltserhöhung, geschweige denn, eine Anpassung. 41 Std. - Woche, Streichung des Weihnachtsgeldes (wobei dieses eh schon nur noch eine Pharse war) und des Urlaubgeldes. Leistungsprämien/zulagen gibt es scheinbar nur noch noch für Ja - Sager und genehme Personen.
Und im Gegenzug habt Ihr uns den Euro mit seiner ganzen Preistreiberei gebracht und noch mehr Dienste und Einsätze.
Muss erst wieder ein 11. September oder ähnliches passieren, damit sie merken, dass wir für eine vernünftige Sicherheit in Deutschland stehen?
Eintrag von Michael Pistner am 6.Juli 2007
Schaut doch nur mal nach NRW. Dort wurde vor einigen Jahren die Reiterstaffel aus Kostengründen abgeschafft.
Jetzt soll sie wieder aufgebaut werden.
Es dauert mit Sicherheit Jahre, das verlorene Know How aufzuholen, geeignete Pferde zu finden und auszubilden.
Bis zur Einsatzfähigkeit einer neuen Staffel entstehen erhebliche Kosten, die bei Weiterbestehen der damaligen Einheit nicht angefallen wären.
Ich habe den Eindruck, dass hier seitens der Politik nach “Gutsherrenart” entschieden wird. Je nach Stimmungsbild in der Öffentlichkeit und nach persönlicher Neigung der Verantwortlichen.
Ich bin Diensthundführer und weiß aus Erfahrung wie schwer es ist, einem Haushälter die Kosten für ein solches Einsatzmittel zu begründen.
Ich denke aber, dass die Gesundheit und die körperliche Unversehrtheit der Kollegen, die in den immer gewaltbetonteren Auseinandersetzungen aufs Spiel gesetzt wird, nicht mit haushaltspolitischem Kalkül aufgewogen werden kann.
Gerd Hollwedel
BPOLI Bremen
Eintrag von Gerd Hollwedel am 6.Juli 2007
Moin,
bei allem Verständnis was ich Pferdeliebhabern entgegenbringe…………. wenn ich mal den ” dünnen ” Aufgabenbereich der Bundespolizei durchforste, will mir einfach nix einfallen, wozu ich die Pfrdestaffel benötige. Ok, vielleicht für unwegsames Gelände an der grünen Grenze aber dann ist die Pferdestaffel in Berlin wohl falsch aufeghoben sonder gehört vielmehr in den Bereich einer BPOLI mit entsprechendem Bereich.
Insgesamt war das doch eher ein ” Spielzeug ” des ehem. BMI Schily.
Der Gedanke, die Reiterstaffel für die Länder vorzuhalten, wäre wohl auch zu weit her geholt.
Auch wenn ich jetzt Prügel beziehe………… Ich könnte durchaus mit der Abschaffung leben, zumal der Etat für wichtigeres verwendet werden könnte.
Gruß
Bernd
Eintrag von Bernd Möller am 6.Juli 2007
Also ich wüsste da andere Bereiche die taktisch gar nichts bringen und auch erhalten werden. ( Orchester )
Zu meinen Vorschreibern : Die Reiterstaffel wird auch an der Grenze eingesetzt und beim Castor haben die Pferde einen riesen Vorteil.
Klar kostet es Geld aber das kosten wir doch alle.Da kann man ja Angst bekommen demnächst auch “abgeschafft” zu werden.
Sind die Pferde erst der Anfang ?
Ausserdem ist es ja noch nicht solange her , das die Pferde übernommen wurden und nach relativ kurzer Zeit will man sie dann abschaffen.
Da scheinen im BMI einigen Leuten wohl die Visionen zu fehlen , die man ja von den “Untergebenen” abverlangt.
Ich habe bei der Abstimmung für den Erhalt gestimmt.Ich glaube das man die Reiter auch in der Hauptstadt sehr gut gebrauchen kann und gleichzeitig noch eine gute Öffenlichkeitsarbeit leisten kann. ( z.Bsp. Aussenstreifen an den Schutzobjekten )
Bernd Möller : Deswegen bezieht man doch keine Prügel , wir leben doch in einem Rechtsstaat. :)
Gruß Geppi
Eintrag von René -Geppi- Gebbert am 7.Juli 2007
Ob in den Länderpolizeien oder in der Bundespolizei, ich bin der Meinung, eine Reiterstaffel ist ein unverzichtbarer Bestandteil. Sicher gibt es Einsatzbereiche in denen ein Dienstpferd wenig sinnvoll ist, aber in unzähligen Bereichen erscheint es als unverzichtbar und geländegängiges Einsatmittel. Auch der Aktionsradius eines Dienstpferdes ist durchaus sehr beachtlich, und mit dem Menschen nicht vergleichbar. Ich denke eher, daß die Einsatzmöglichkeiten bei der Bundespolizei noch längst nicht ausgeschöpft sind, weil viel Unsicherheit und Unkenntnis über daß Einsatzmittel
PFERD
besteht. Andere Europäische Staaten, und darüber hinaus haben diese Möglichkeiten längst für sich erkannt. Ich möchte hier nur zwei Beispiele anführen.
Die Stadt New-York hat vor wenigen Jahren ihren Dienstpferdebestand auf 125 ausgebaut, und zum Vergleich Asabeidschan hält im Grenzpolizeilichen Bereich 600 Dienstpferde vor. Und daß wo wir uns national und international nur mit den besten Vergleichen??
Ich denke, daß die drittgrößte Volkswirtschaft dieser Welt eine Reiterstaffel in der Bundeshauptstadt braucht.
DENN AN DEN FINANZIELLEN MITTELN LIEGT ES WOHL EHER NICHT!!
Zum Abschluss möchte ich noch sagen, das wir nicht nur dafür verantwortlich sind, was wir tun, sondern auch dafür, was wir nicht tun.
Dengel
Eintrag von dengel am 8.Juli 2007
Ich habe ansich nichts mit der Bundespolizei zu tun, jedoch empfinde ich die Diskusionen um die Reiterstaffel, die übrigens nicht die erste ist als sehr belastend. Seitdem ich denken kann, ist die Reiterstaffel ein Bestandteil und ein Magnet von Berlin. Warum darf Polizei nicht auch einmal symphatisch und Volksnah sein. Warum wird in Diskusionen die Reiterstaffel als unnütz, kostenintensiv und nicht flexibel dargestellt????? Wenn der Bürger nur halb soviel im Fernseh sieht, wo die Reiterstaffel eingesetzt wird, dann sieht er auch, daß sie unabkömmlich und unersetzbar sind. Ein Fussballspiel, ein Castor Transport, Staatsbesuche und und und wären wohl mit einem Bully oder gar Fahrrad nicht zu meistern. Ich mag hier nicht darüber sprechen, wie viele dann ohne Job wären, und eventuell in Sparten hinein gesteckt werden wo sie niemals hin wollten, doch sollte man sich darüber Gedanken machen, was die Bundespolizei mit ihren Dienstpferden schon für uns getan hat, und auch immer loyal waren und mit Sicherheit auch sein werden, wenn man sie nicht weg rationalisiert!!
Und dies auf Kosten weniger, die den lieben langen Tag nur Zahlen jonglieren, und anderen ihre Arbeit schlecht rechnen. Ich hoffe, das dieses Thema genauso populär wird wie unser Eisbär Knut.
BERLINER UND AUCH BRANDENBURGER RAFFT EUCH ERNEUT AUF, UND KÄMPFT UM DIE REITERSTAFFEL BERLIN!!!
Valesca, Marvin und Julian
Eintrag von Anonymous am 8.Juli 2007
was heißt prügel beziehen? das hat auch nichts mit pferdeliebhabern zu tun!
ich komme aus dem äußersten südwesten der republik und ich war bei einigen einsätzen froh die pferdestaffel neben oder bei mir zu haben. die frauen und männer einschl ihrer pferde verstehen ihr handwerk!
und den etat den könnten wir locker bei unseren bwl-managern einsparen!
es grüßt aus wild wild west
heinz
Eintrag von heinz am 8.Juli 2007
Hallo PVB, ich respektiere Deine Meinung, aber ich muss Dir sagen, dass man diverse Streifen nämlich nicht mit einem Bulli bewältigen kann (z.B. CASTOR, G 8 usw.). Das Pferd kann da eingesetzt werden, wo die Technik versagt - und davon haben wir in der Bundespolizei ja reichlich, weil man sich nicht vernünftig informiert!
Na klar kann ich keine Pferde auf dem Bahnhof einsetzen, wohl aber an den Bahnstrecken und da führt nicht immer eine Strasse entlang! Wenn mann die Pferdestaffel jetzt abschafft, wird man es bitter bereuen und in einigen Jahren wird der Ruf nach einer Staffel wieder laut!
Öffentlichkeitsarbeit wird doch ganz groß geschrieben! Warum nicht Prävention und Öffentlichkeitsarbeit miteinander verknüpfen?
Frage: Brauchen wir in Zukunft noch mehrere Orchester? Die Musiker sind nicht mal günstig - Nichts gegen diese Kollegen, aber Ihr seid doch Profimusiker und teilweise keine Polizisten! Und wenn, müsste man über die Polizeizulage diskutieren!
Wollte Herr Schäuble mit seiner Reform nicht weit mehr PVB auf die Strasse bringen? Er sollte die ganzen Stabsbereiche auflösen, welche nur Statistiken verwalten - dass hat nichts mit Polizeiarbeit zu tun und kann man den Bürger auch nicht verkaufen!
Genauso sollte man ganz schnell das Kaiserverhalten einiger Kollegen aus dem hD unterdrücken! Warum brauchen die eigene Fahrdienste - das Geld wird an so vielen Stellen nur so raus geworfen - die kleinen Dienststellen müssen sogar auf ihr Papier verzichten, Streifenfahrten werden auf bestimmte KM begrenzt! (keine Geldmittel) Wer soll das bitte noch verstehen? Das erklärt mal den Kollegen der Reiterstaffel, von denen ja einige von der Lapo Berlin zur Bundespolizei gewechselt sind! Wofür, um wieder verar… zu werden!
Eintrag von Opfer 07 am 8.Juli 2007
Ich will nicht, dass die Reiterstaffel abgeschafft wird. Denken Sie doch einfach mal an die Polizisten und an deren Familie. Die Pferde sind außerdem eine großer Bereicherung für das Volk.
Eintrag von Anonymous am 9.Juli 2007
Teure Tornadoflüge während des G 8 Gipfels durch die Bundeswehr mit immens hohen Kosten; da ist ein Eurocopter im Einsatz wohl eine Billignummer.
Von diesen Geld könnte man sich mehrere Reiterstaffeln bei der Bundespolizei für die bundespolizeiliche Aufgabenwahrnehmung einsetzen.
Da drehen nicht nur Bürokraten am Abschalthebel und rechnen wider besseres Wissen die Reiterstaffel tot. Sondern dahinter stehen auch politische Intressen und bekannte Ansichten einiger maßgeblicher Vertreter der politischen Kaste zu grundlegenden Fragen der inneren Sicherheit. Das ist auch ein Reformziel!
Eintrag von André Bibo am 9.Juli 2007
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sich für die Reiterstaffel der Bundespolizei einzusetzen - lohnt sich in jedem Fall !! Polizeipferde sind ein aussergewöhnlich gutes Einsatzmittel - auch in der Bundespolizei. Ob beispielsweise im Castoreinsatz - wohlgemerkt auch dort in eigener Zuständigkeit - ob das im Bereich der Grenzfahndung - wohlgemerkt im eigenen Zuständigkeitsbereich - oder im bahnpolizeilichen Aufgabenbereich, die Polizeireiter haben ihren Job immer glänzend gemacht.
Das sie dabei so ganz nebenbei auch noch repräsentativ die Bundespolizei vertreten, gönnen wir uns doch als nicht alltäglichen Nebeneffekt.
So ist es auch gestattet und durchaus wünschenswert, wenn unsere Polizeireiter bei Staatsbesuchen hoch zu Ross beim Bundeskanzleramt oder dem Bundespräsidialamt Objektschutzstreife reiten.
Viele Kolleginnen und Kollegen waren skeptisch als es hiess - der (damalige) BGS übernimmt die Reiterstaffel des Landes Berlin. Diejenigen, die mit unsere Reiterstaffel in einem gemeinsamen Einsatz waren oder sie in einem Einsatz gesehen haben, die sind - so glaube ich - sogar ein wenig stolz, dass die Bundespolizei eine Reiterstaffel hat.
Leider ist es so wie Bernd Nitsch schon kommentierte, wenn Öffentlichkeitsarbeit bezüglich der Reiterstaffel unterbunden wird und die erfolgreiche Polizeiarbeit keine Aussenwirkung erzielt, dann ist das gewolltes Totschweigen.
Der Blick zu den Länderpolizeien ist ausdrücklich erlaubt, denn dann müssten auch die Verantwortlichen des BMI erkennen, eine Reiterstaffel ist mehr als nur ein Einsatzmittel - Polizeireiter und -reiterinnen sind Repräsentanten der Polizei, sie fordern auf zum Hinschauen, vermitteln das Gefühl von Sicherheit und sind gleichzeitig eine Institution, bei der es leicht gelingt Kontakt mit der Polizei aufzunehmen.
Also: Hände weg von der Reiterstaffel der Bundespolizei !!
Den Kolleginnen und Kollegen der Reiterstaffel - ich meine in erster Linie die, die damals den Schritt von der Polizei Berlin in den “BGS” gewagt haben - ist ein hohes Lob ob ihrer Loyalität gegenüber ihrem Beruf als Polizistin und Polizist ( und damit gegenüber allen Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei, die mit der Reiterstaffel wie auch immer Dienst versehen ) nachzusagen.
Wer sich im ständigigen Auf und AB zwischen Auflösung / Nichtauflösung der Staffel bewegen muss, sich dabei dennoch nicht unterkriegen lässt und weiter für die Sache kämpft, die haben nicht nur unseren absoluten Respekt verdient sondern auch unsere Unterstützung !!
Mit freundlichen Grüssen
Jürgen Stark
Eintrag von Jürgen Stark am 9.Juli 2007
Ohne Zweifel, die Reiterstaffel ist ein sinnvolles und bewährtes Einsatzmittel. Und ich begrüße die Aktion der GdP zu deren Erhalt.
Aber nicht nur in diesem Bereich der Bundespolizei wird auf dem Rücken der Mitarbeiter rationalisiert auf Teufel komm raus. So sind auch die Mitarbeiter im Verwaltungsdienst betroffen (Ausgliederung der Besoldung ins BVA). Hierzu konnte ich bisher keine öffentlichen Aktionen der GdP finden.
Verantwortliche der GdP, setzen sie sich für alle Mitarbeiter ein, denn nur so können alle gemeinsam, ob Vollzug oder Verwaltung, für eine sichere Bundesrepublik Deutschland in Zukunft ihren Dienst leisten.
Mfg
D. Liebewirth (PVB)
Eintrag von D. Liebewirth am 11.Juli 2007
Wie wäre es wenn man das Schreiben der KG Bundespolizeiamt Berlin hier mit einstellt.
Es handelt sich um ein Anschreiben sowie einer Unterschriftenliste zum Erhalt /Fortbestand der Reiterstaffel.
Wäre doch schön wenn es bundesweit verteilt wird und die Herren im BMI sehen das sich nicht nur die Berliner um die Reiterstaffel sorgen.
Gruß Geppi
Eintrag von René -Geppi- Gebbert am 11.Juli 2007
Edit: Sehe gerade es wurde eingestellt !
Also Jungs und Mädels ladet es euch runter und lasst es unterschreiben.
Gruß Geppi
Eintrag von René -Geppi- Gebbert am 11.Juli 2007
Werte Leserinnen und Leser,
wer sind diese Berater, die, die Abschaffung der Bundespolzeireitertsaffel planmäßig vorbereiteten und unserem Bundesinnennminister einzureden versuchen.
Ich frage mich nur warum? Polizeitaktsiche,Polizeirelevante Elemente? Leider Fehlanzeige.
Ich möchte mit unseren PolizeireiterInnen, egal ob Bundesland oder Bund, gemeinsam unseren Auftrag zur inneren Sicherheit unserer Bundesrepublik unter menschenwürdigen Bedingungen leisten.
Wir haben sehr hochbezahlte Beamtinnen und Beamte in unserer Solidargemeinschaft, von denen ich bisher noch nichts gehört habe. Ist es denen egal, oder sind diese Mitglieder unserer Solidargemeinschaft vielleicht die Verursacher oder Verhinderer?
Irgendwann kommt alles auf den Tisch oder in die „Presse“.
Bis zum Wochenende, dann gibt es einen Pferderundumschlag und haltet die Hufe nicht zu hoch!
Danke sagt ED
Eintrag von Danke sagt ED am 11.Juli 2007
Ich weiß nicht was ich von der Aussage “Sonderpolizei” in der Argumentation des PVB halten soll. Ewig gestrig, oder was?
Gerade bei den nun wirklich vielfältigen “orginären” Aufgaben der BUNDESPOLIZEI, ist das Einsatzmittel Polizeipferd, wie im Beitrag von Jürgen Stark -nicht abschließend- aufgezählt, ein hervorragendes polizeiliches /-taktisches Instrument.
Wie von anderer Stelle bereits erwähnt, wird so viel Geld in dieser Republik für Schwachsinn (z. B.: Millionen € für das sicherste Spanferkelessen der Welt aller Zeiten, mit Mr. Bush) aber auch Steuergelder für polizeiliche Großeinsätze wie den Pabstbesuch (hiefür hätte man sehr vielen sozial schwachen im Rahmen der kirchlich probagierten Nächstenliebe Gutes tun können), aber auch den unfruchtbaren Selbstbeweihräucherungs -G 8 Gipfel- ausgegeben, dass es mir absolut unverständlich ist an ein paar lächerlichen hundert tausend € jährlich
für den Erhalt, somit Neuanschaffungen von Pferden, Ausbildung und damit den Bestand dieser bewährten polizeilichen Einheit der BPOL sicher zu stellen.
Rotstift schwingende, profilneurotische, sesselfurzende Ministerialbeamte, was fällt Euch als nächstes ein?
Vorschlag:
Kürzt Euch Eure Ministerialzulagen weg, dann kann man ohne Sorgen in der künftigen Struktur der BPOL mehrere Reiterstaffeln aufstellen.
Im Gegensatz zu Euch machen die nämlich im Sicherheitsgefüge der Bundesrepublik Sinn!
Lasst die Finger weg von alt bewährtem, sinnvollen innerhalb der Polizei.
Schafft endlich die Zuschüsse für Eure Reisen zwischen Wohnort Großraum Bonn und Berlin ab. Dienstort ist doch wohl Berlin, oder?
Setzt den Rotstift da an, wo es Sinn macht, bei Euren ineffizienten, für den Steuerzahler nicht nach vollziehbaren Wasserköpfen!
Die KollegInnen der BPOL - Reiterstaffel seien versichert, dass wie das Abstimmungsergebnis der bisherigen Befragung eindeutig belegt, die Mehrheit von uns sind für den Erhalt Eurer Organisation und wir stehen an Eurer Seite!
In diesem Sinne liebe Grüße
Martin
Eintrag von Martin am 12.Juli 2007
Ich hoffe jemand der mit der Entscheidung befasst ist liest sich das alles auf dieser Seite hier auch durch.
Ich glaube kaum dass es nur finanzielle Gründe gibt.
In einer Zeit, in der anderswo Roboter auf den Straßen ausprobiert werden, mag für manche eine Reiterstaffel antiquiert wirken. Es ist jedoch gerade auch eine Frage des Stils, in welcher Form man sich nach außen darstellt. Ein Polizist auf einem Pferd, oder sehr gern auch eine Polizistin, ist einfach etwas besonderes.
Hinzu kommen die wirklich greifbaren praktischen Einsatzvorteile, auch wenn die Einsatzmöglichkeiten nicht so breit sein sollten.
Ich verstehe nicht wie man all das ignorieren kann und über eine Abschaffung nachdenkt. Ich kann mir kaum vorstellen das Kosten der wirkliche Grund sind. Da hat eher jemand etwas nicht verstanden.
Eintrag von anonym am 12.Juli 2007
Zitat Martin: “”"”Ich weiß nicht was ich von der Aussage “Sonderpolizei” in der Argumentation des PVB halten soll. Ewig gestrig, oder was?”"”"
Und mein Kommentar dazu:
Hm, Martin, ich habe nun knapp 20 Dienstjahre beim BGS/BPOL, habe div. Reformen mitgemacht, war im Schichtdienst und in fast allen Aufgabenbereiche abgeordnet worden. So gesehen kenne ich langsam den Laden und werde auch, wie du, mal etwas emotional schreiben.
Ich gehöre wohl eher nicht zu den gestrigen, sondern weiß wie wir arbeiten und wie der föderale Polizeistaat funktioniert. Ich kenne das Gerangel um Zuständigkeiten/Aufgaben zw uns und den Ländern u.s.w.und wünschte mir mit meinen (einigermaßen) gesunden Polizeiverstand lieber heute als morgen bessere (Politische-) Lösungen im Polizeialltag. Es würde alles effektiver/besser laufen, man würde Kosten sparen und von dem Geld könnte man die PVB besser bezahlen und die Ausrüstung verbessern. Im Kollegenkreis haben wir uns zu diesem Thema schon den Mund fusselig geredet.
Aber wie sieht es real aus ? Wir als Bundespolizei (sorry, ja, man kann auch Sonderpolizei sagen !) gehören zu einer riesigen, bürokratischen, unbeweglichen, unpersönlichen Bundesbehörde. Wir werden z.T. von Polizeiführern geleitet, die vorher BWL, Psychologie usw. studiert haben und keine Ahnung von Polizeiarbeit haben. Zwar kochen die Lapos auch nur mit Wasser, aber meine Erfahrung hat gezeigt, dass es dort etwas sozialer und polizeilicher zugeht.
Oder: ich bekomme gegen Unterschrift eine Antikorruptionsbroschüre in die Hand gedrückt, und sehe unseren Leiter der BPOL-Abteilng im BMI, wie er mir weiß machen will, dass ich nicht mal einen gebrauchten Kugelschreiber annehmen darf. Laut FOCUS läuft gegen ihn aber ein Verfahren (Stichwort: die A380 Reise nach Hongkong). Unser Bundesinnenminister setzt überall Schwerpunkte (BW Einsatz im Inland usw.), aber was hat er für die BPOL geleistet ?
Somit, Martin, weiß ich, was hier abgeht. Und manchmal bewundere ich z.B. Jupp, Jörg R. und Martin S.vom HPR, dass sie noch die Kraft haben, unsere Interessen im BMI zu vertreten. Das ist bestimmt nicht leicht !
Ups, bin jetzt wohl etwas vom Thema abgekommen, aber meine Meinung steht immer noch, wie oben beschrieben, dass ich die Reiterstaffel für die Bundespolizei nicht für nötig halte, ok, zumindest nicht in diesem großen Umfang. Das Geld sollte in andere Bereiche der BPOL fließen. Übrigens mein Arbeitsplatz/Computer hat die Geschwindigkeit eines Analoganschlußes, da die BPOL kein Geld für nee große Bandbreite hat. Man kann sagen, dass ich 1/4 meiner Dienstzeit vorm Computer sitze und mir so meine Gedanken mache……und warte, dass die Kiste weiterläuft.
Und das mit den 600 Pferden in Osteuropa oder Polizeipferde in NY sind ja nun keine Argumente. Auf uns bezogen, ist Deutschland bald von einer Schengenbinnengrenze umgeben, wo wir keine Streifen an der grünen Grenze mehr brauchen und in der ganzen Stadt Berlin sind wir nun (noch) nicht zuständig.
Ich sehe aber ein, dass Berlin als Hauptstadt eine Reiterstaffel braucht, aber wohl eher bei der Lapo !!! Da gibt es ein großes Betätigungsfeld, z.B. ganze Regierungsviertel, Parkanlagen, Grunewald usw.
Ich halte es auch für völlig legitim, dass die meisten hier nicht meiner Meinung sind. Ist halt so in einer Demokratie.
Wir sollten uns aber jetzt konzentrieren auf die ganz wichtigen Dinge, also mehr Gehalt, keine Verlängerung der Lebensarbeitszeit, bessere (und keine schlechteren) Heilfürsorgebedingungen usw.!!!!!! Das hat Michael Pistner hier z.T. oben schon gut beschrieben.
So gesehen hast du, Martin, schon recht, dass das Geld in vielen Bereichen verschwendet wird. Das interessiert da oben aber keinen (leider).
Wünsche ein schönes Wochenende.
Eintrag von PVB am 12.Juli 2007
Warum soll man sich eigentlich aufregen. Wir als Polizisten wissen was wir für Hilfen für nützlich finden, ob Hund, ob Pferd. Die jenigen, die zu besagten Tagen, wie z.B. der 1.5. oder zum Castor oder zu diversen Fußballeinsätzen oder wie zuletzt am 02.06.2007 in Rostock, gemütlich ihren Tag auf dem Sofa verbringen sind es, die darüber entscheiden mit welchem Rüstzeug wir für die gewollte Ordnung und Sicherheit sorgen. Und glaubt mir denen ist es scheiß egal, solange es nicht ihre persönlichen Interessen angeht. Wir können noch so viele Argumente anbringen, es nützt nichts.
Wenn aber nur fünf Politiker z.B. die Patenschaft eines der Pferde übernommen hätten, ich glaube dann würde ich nicht hier am Rechner sitzen.
- Wir müssen vielleicht auch mal über die Bande spielen! -
Gruß Jörg
Eintrag von Jörg Günther am 12.Juli 2007
Hallo Jörg,
die Idee mit den Patenschaften finde ich Klasse!!!!
Vieleicht sollten wir als GdP Politiker oder Prominente oder auch Schulklassen auffordern sich um eine Patenschaft für ein Dienstpferd der Bundespolizei beim Bundesinnenminister zu bewerben.
Gruß Bernd Nitsch
Eintrag von Bernd Nitsch am 13.Juli 2007
Ich mag Tiere sehr. Bin aber im dienstlichen Bereich eindeutig gegen den Erhalt der Reiterstaffel. Wir sind Jahrzehnte ohne dieses sehr teure Einsatzmittel ausgekommen. Im Rahmen der ständigen Überprüfung der Ausgaben sollten die Mittel sinnvoller eingesetzt werden als für den Erhalt dieser von geringem Einsatzwert (gemessen am finaziellen Aufwand) geprägten Truppe. Schon die Übernahme von der Landespolizei Berlin war nach meiner Meinung ein Fehler.
Eintrag von gerd am 13.Juli 2007
Die Reiterstaffel sollte auf jeden Fall erhalten werden.
Wie von meinen Vorrednern schon korrekt bemerkt wurde,ist der Einsatzwert der Reiterstaffel nicht zu verachten.
Aber die Reiterstaffel hat auch einen repräsentativen Zweck für unsere Behörde. Und eine Einheit zu haben die repräsentative Zwecke mit Einsatzwert in einem verbindet, die sollte man erhalten.
Obwohl man sicher auch ganz toll mit mit den diversen Musikorchestern in den Einsatz ziehen könnte.
Eintrag von Molly am 14.Juli 2007
Hallöchen!
Erstmal sollte man nicht vergessen, dass wir Hauptstadt sind und da gehört eine Reiterstaffel einfach dazu.
Als Kind habe ich mich immer gefreut, wenn ich berittene Polizisten mit ihren schönen grossen Pferden begegnet bin.
Heute sieht man sie eher seltener, da sie bewusst von der Öffentlichkeit ferngehalten werden. Dadurch geraten sie bei einigen Berlinern in Vergessenheit! Meiner Meinung nach ist das auch so gewollt…
Wenn man nun noch bedenkt, dass ein Polizeipferd ca. 1,70m gross ist (gemeint ist hiermit die Widerristhöhe und nicht die des Kopfes!!!), zwischen 600kg und 800kg schwer ist und sogar 50km/h bringen kann, bietet es sehr gute Grundlagen, das Pferd als Einsatzmittel einzusetzen! Die Einsatzmöglichkeit eines Polizeipferdes ist doch nun wirklich gross und vielseitig!
Dummerweise entscheiden nur Meschen ohne Fachkompetenzen (hinsichtlich Pferd und Reiter) über Sinn und Unsinn der Reiterstaffel. Sehr traurig!
Ausserdem will die Polizei doch “Dein Frend und Helfer” sein-mit einem Pferd als Einsatzmittel kommen sich Polizist und Bürger einfach näher.
Aber es gibt noch viele Berliner, die ihre Reiterstaffel nicht vergessen haben! Und wir werden kämpfen!!!!
Eintrag von Anonymous am 14.Juli 2007
Natürlich sollte die Reiterstaffel erhalten bleiben! Ich denke, der Einsatzwert einer solchen Einrichtung, egal ob in Bundes- oder Landeshand, dürfte wohl unbestritten sein. Man kann nun durchaus die Frage stellen, ob eine derartige Einrichtung für den Bund zwingend erforderlich ist.Diese Frage hätte man sich aber auch schon vor der Übernahme stellen können. Unanständig ist es aber, wie geschehen, die Einrichtung zu übernehmen , um dann wenige Jahre später wundersamerweise zu bemerken, daß das ja Geld kostet…..
Man hat hier, wie bei der “Reform” insgesamt, das Gefühl, daß vieles lediglich aus einem überzogenen Aktionismus heraus geschieht, dessen einziger Sinn darin zu bestehen scheint, in immer schnellerem Rhytmus mit “Innovationen” auf den Markt zu kommen und so im Gespräch zu bleiben. Mit dem Totschlagargument “Kostenersparnis” läßt sich denn auch nahezu jede Hirnflatulenz transportieren. Hat eigentlich schonmal jemand darüber nachgedacht, wie hoch man die Kosten beziffern könnte, die durch unnötigen Aktionismus und damit verbundenen Motivationsschwund der Mitarbeiter auf allen Ebenen entstehen?
Eintrag von Gerhard Medgenberg am 16.Juli 2007
Lieber PVB, schon mal richtig über den Tellerrand geblickt?
“Auch bei den LaPoen wird nach gutsherrenart, besser Feudalherrscherart von oben nach unten regiert”.
Die KollegInnen dort werden bei Verwaltungsreformen in Schwerpunkte versetzt, ohne Rücksicht auf das (persönlich und soziale) Umfeld, über 10.000 Stellen in den letzten Jahren gestrichen, 1000e kV geplant.
Vorteilannahme, Korruption, ja sogar versuchte Erpressung gibts da ebenfalls.
In Berlin wurden bei der LaPo im alten Jahr z. B. hochrangige Beamte vom Dienst suspendiert, weil Sie Veranstaltern mit Nachteilen drohten, sollten sie nicht in den Vorteil von Vergünstigungen kommen.
Schau auf den Filz in Sachsen………….alles nur Beispielhaft!
Anonymität und Kälte bei den zuständigen IMern und der Ihnen hörigen Präsidneten und den (von diesen wiederum karriereabhängigen/-geilen) Polizeiführern im Zusammenhang mit Menschenführung sind dort, genau wie bei der BPOL, an der Tagesordnung!
Unterhalte Dich mal mit den PVBInnen der LaPo, besuche mal die Homepages der verschiedenen GdP - Landesbezirke der LaPoen.(HE, BY, NRW, BW………..).
Und ich bewundere jeden Mandatsträger innerhalb des GdP - Bezirkes Bundespolizei und der Personalräte, aber auch innerhalb der Landespolizeien, denn jeder kämpft innerhalb seines Bereiches im Interesse für alle Polizeibeschäftigten dieser Republik, oftmals gegen Windmühlen.
Also lasse ich die Bezeichnung Sonderpolizei für die BPOL schon deshalb, nach wie vor nicht gelten.
Im Übrigen bin ich so lange wie Jupp Scheuring PVB und habe an seiner Seite, zusammen mit anderen KollegInnen, gewerkschaftlich und personalrätlich schon manche Stäuße im Sinne der Beschäftiggten auf örtlicher Ebene gegen Dienstelle, Präsidium etc. ausgefochten als weiß ich wovon ich rede.
Vor allem haben wir über unzählige Jahre, Seite an Seite, Rücken an Rücken für, die den Fakten entsprechende,
Namesgebung, für die BUNDESPOLIZEI gekämpft.
Die vorhandenen er-/ bekannten Verkrustungen, in vielen Teilen “noch” zu ändernden Führungsstrukturen und den unzulänglichkeiten aller in Führungsverantwortung stets im Hinterkopf und dagegen angehend.
Die BPOL ist, was die polizeilichen Erfolge angeht, trotz der bekannten Reformwut mancher vormaliger BIMer ( 3 an der Zahl in 14 Jahren!!!) und hiermit jedes mal einhergehenden riesigen Problemen für die Schachfiguren-PVB, Dank der nicht tot zu quälenden Motivation der
Kollegenschaft, hervorragend aufgestellt!
Und auch gerade deshalb, ob ihrer großartigen polizeilichen Erfolge bei den manigfaltigsten bisher durchgeführten originären, aber auch anderen Einsätzen, sollten wir uns schultern und alle den Erhalt der “REITERSTAFFEL der BPOL” gerade weil der Grundstock dieser Einheit aus dem Land Berlin mit Zusagen angeworben / übernommen wurde, einfordern.
L G
Martin
Eintrag von Martin am 18.Juli 2007
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
eigentlich hatte ich erwartet, dass hier etwas abgeht, was diese Bundesrepublik noch nicht erlebt hat. Anstatt zu klotzen wird hier gekleckert. Ist das auch woanders so?
Aber worum geht es hier. G.M. hat es wunderbar kommentiert und es gibt nichts hinzuzufügen. Es ist nicht mehr eine Bundespolizeireiterstaffel, es betrifft die gesamte Polizei in Deutschland. Ob Berlin, Brandenburg, Sachsen, usw., überall ist es an der TO Kosten einzusparen.
PERSONALKOSTEN!
Ansprechen und Unterschriftensammlungen in der Bevölkerung vom Normalbürger, weit ab von Berlin, haben für die Gesamtsituation ein Interesse geweckt, das ich so nicht erwartet hätte.
Ich nenne hier ein Beispiel, von 22 Befragten haben sich sofort 20 für den Erhalt und keine weitere Reduzierung unserer Polizei (Bundespolizeireiterstaffel) ausgesprochen. Polizei auf die Straße bevor etwas passiert, das wünschen sich unserer Steuerzahler.
Der NICHTUNBEKANNTE
Eintrag von Der NICHTUNBEKANNTE am 19.Juli 2007
Lieber PVB eine Bitte noch, bitte nicht Karotten mit Rüben verwechseln, denn:
“Das mit den 600 Pferden in Osteuropa oder auf die Anzahl von 125 aufgestockten Polizeipferden in NY” stammt nicht von mir sondern ist aus dem Kommentar von “dengel am 8.Juli 2007″
Nichts für ungut, lieben Gruß
Martin
Eintrag von Martin am 20.Juli 2007
Reiterstaffeln gehören in Länderhand
Schön, man kann die geliebten Vierbeiner vielseitig einsetzen, zum Beispiel bei Demos, Fußballereignissen, etc.
Dumm nur, daß dies üblicherweise in der Hauptsache
von den Kollegen der Landespolizeien geleistet wird.
Die BPOL wird da eher als Juniorpartner eingespannt.
Unsere Hausaufgaben machen wir im Normalfall ohne Reitpferde.
Die Nummer in Berlin ist zwar für die ewig klamme Hauptstadt positiv und für die KollegInnen der Reiterstaffel ist es sicher schön, ein elitäres Hobby zum Beruf machen zu dürfen…
Aber haben wir nicht viele andere unterfinanzierte Bereiche, die Haushaltmittel dringend gebrauchen könnten?
Eintrag von Bräunsdorf, Hans-Jürgen am 20.Juli 2007
Keine Bange Martin ! Ich habe Karotten nicht mit Rüben verwechselt. Ich habe einfach einen emotionalen “Rundumschlag” Kommentar geschrieben und den “Dengel” mit reingenommen.
Sorry, wenn es hier mißverständlich war !
Ansonsten sind unsere Meinungen ja nicht soooo weit auseinander.
Gruß
Eintrag von PVB am 24.Juli 2007
Hallo liebe Kollegen,
als Angehöriger der Reiterstaffel Danke ich Euch erstmal für Eure Unterstützung und Anteilnahme. Natürlich ist es auch legitim die Reiterstaffel zugunsten einer vermeintlichen Verbessung der Ausstattung der BPOL nicht zu unterstützen, aber glaubt hier wirklich jemand die ca. 900.000 EURO/jährlich würden den BPOL-Etat in nennenswerter Weise etwas nützen. Es wird immer viel von den “hohen” Kosten der Pferde gesprochen. Ich behaupte das Gegenteil. Man spart durch die Abschaffung der Reiterstaffel nichts. Z.B. bei der Unterstützung im Bahnbereich bei Herthaspielen wird durch die Reiter der Vorplatz in der Abstromphase gesichert, um ein Nachströmen von tausenden Fans auf den Bahnhofsbereich zu verhindern - i.d.R. reichen hier 6-8 Pferde. Dazu würden bei Fußkräften wohl die doppelte Menge nicht ausreichen. Wenn man jetzt bedenkt, dass ein Pferd die Std. weniger als 10,-, der PVB aber mehr als 30,- EURO kostet rechnet sich die Sache. Es geht nicht allein um die Reiterstaffel, sondern darum das man uns für dumm verkaufen will. Mit dem Erhalt unserer Einheit unterstützt Ihr nicht nur die Reiterstaffel, sondern dauch ie Leistungsfähigkeit der BPOL insgesamt!
Unterstützt uns weiterhin. Für Eurer diesbezügliches Engagement sagen wir Euch ein kollegiales DANKESCHÖN. Hoffentlich sehen wir uns wieder im Einsatzraum mit Mensch und Tier!
P.S. Übrigens das große Einsparvolumen des Landes Berlin durch Abschaffung der Reiterstaffel gab es dort auch nicht, als man zwei Jahre später fragte , wo die gesparten Millionen geblieben sind. Die Kollegen der LaPo haben sie jedenfalls nie in ihrer Ausstattung zu spüren bekommen.
Eintrag von Tommy am 2.August 2007
Gerlinde & Frank Hebing
Bocholt, den 19.07.2007
BOCHOLT
http://www.frank-guitars.de
Sehr geehrte Damen und Herren,
am Wochenende habe ich eine E-Mail erhalten, die mich und meine Frau sehr betroffen machte.
Die Bundespolizeireiterstaffel soll abgeschafft werden. Nun zu meinem Erlebnis.
Erst vor einer Woche waren wir erstmals in der Hauptstadt zu Gast und haben einen ausgedehnten Spaziergang (nach Besichtigung vom Fernsehturm,
Brandenburger Tor und Rund um das KaDeWe) im Wald unternommen. Ich bin immer noch sehr verwundert, wie grün und waldreich Berlin ist. Während des Spazierganges sind wir einer Polizistin und einem Polizisten auf Pferden begegnet und hatten natürlich eine Frage; „Wie komme ich zum S-Bahhof Grunewald“.
Es war ein sehr bewegender und attraktiver Anblick und sie konnten uns auch wieder auf den richtigen Weg geleiten. Damit trennten sich unsere Wege und
auch unser Kurztripp in die Hauptstadt neigte sich dem Ende.
Warum schreiben wir diese Zeilen und treten für den Erhalt der Reiterstaffel ein.
Die Situation des öffentlichen Dienstes ist in ganz Deutschland beschämend.
Wenn wir noch vor zwanzig Jahren die gesamte Beamtenschaft in die Wüste gesandt hätten, hat sich unsere Meinung erheblich geändert. Wenn wir durch
Bekannte erfahren müssen, dass es in den letzten 10 Jahren über 7000 Polizeibeschäftigte weniger in Deutschland gibt, dann auch noch diese Bilder
vom Gipfel sehen, wo Polizisten wehrlos Chaoten ausgesetzt sind, dann gibt es mir und meinen Bekannten zu denken. Wir zahlen und werden auch weiterhin unsere Steuern entrichten. Aber eines möchten wir, wir möchten in einer sicheren Umgebund wohnen und auch einmal wieder Polizisten auf der Straße sehen. Wenn erst etwas passiert ist, dann brauche wir auch keine Polizei
mehr.
Wir werden hier weit weg von Berlin auch Unterschriften sammeln und Ihnen diese zusenden und hoffen einen kleinen Beitrag für den Erhalt der Reiterstaffel und der Gesamtsituation zu leisten.
Frank Hebing Gitarrenbau
Eintrag von Gerlinde&Frank Hebing am 2.August 2007
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich habe heute schon wieder von der Familie Hebing aus Bocholt Post bekommen, da haut’s mich einfach um.
Weit ab von Berlin nehmen sie sich die Zeit, Unterschriften für den Erhalt der Reiterstaffel in Berlin und auch der Geamtsituation der Polizei zu sammeln. Anlass war ein Erlebnis in Berlin und natürlich von mir das Anliegen diese Aktion zu unterstützen.
Ich kann mich nur für diese Initiative bedanken. Und irgendwie beruhigt es mich doch, dass Bundesbürger mit Ihrer Unterschrift sich zu unserer POLIZEI bekennen.
In der Zwischenzeit haben sich viele für den Erhalt unserer Reiterstaffel ausgesprochen und uns diese Unterschriftenlisten über Bekannte und Post zugesandt.
Persönlich werde ich alle Rücksendungen bestätigen und mich für das große Herz unserer Mitmenschen für IHRE POLIZEI bedanken.
Wenn jeder unserer Mitglieder so aktiv sein würde, könnten wir hochgerechnet,locker die 500.000 schaffen.
Schon jetzt ein großes Dankeschön
MISTER ED
Eintrag von MISTER ED am 2.August 2007
Hallo.
Bei all den Aussagen zur Wichtigkeit der Reiterstaffel und ihrem hohen Einsatzwert fällt mir persönlich nicht all zu viel ein.
Betrachten wir es doch mal realistisch.
Ein Einsatz am Olympiastadion in Berlin, wo werden die PolReiter eingestzt?
Richtig, im öffentlichen Straßenland, der Zuständigkeit der Landespolizei Berlin.
Ein High Risk Einsatz, was verhindern unsere Reiter da?
Nichts währe wohl zu hart ausgedrückt, trifft aber den Kern.
Mit anderen Worten, die Reiterstaffel ist als Sympatieträger in der Bevöklerung sehr wichtig.
Als Einsatzmittel in der Zuständigkeit der BPOL denke ich, sind sie allerdings nicht notwendig. Gerade vor dem Hintergrund der uns bevorstehenden Reform, in der ganze Präsidien aufgelöst werden, nur um beim größten anzufangen, von den gestrichenen Insektionen mal ganz zu schweigen. Wer macht für diese Standort Unterschriftenaktionen?
Richtig, niemand.
Denkt nur mal drüber nach.
MfG
Mario
Eintrag von mario am 8.August 2007
Bezugnehmend auf meinen Vorredener kann ich nur sagen, dass ich den Einsatz von Dienstpferden am O-Stadion als durchaus sinnvoll erachte. Es ist wohl richtig, dass die Pferde hauptsächlich im öff. Straßenland verwendet werden.
Aber sie unterstützen auch die Kolleginnen und Kollegen beim Verschließen der Tore des Bhf.
Desweiteren werden diverse Fangruppen vom Bhf bis zum
Stadionbereich durch Hundertschaften und die Reiter des Bundes begleitet und die FKB´s man möge es kaum für möglich halten, trauen sich doch sogar ins Stadion…. und das ohne Zuständigkeit. Ich erachte es als sehr
wertvoll div. Aufklärungskomponenten schon vor dem Bhf.
zu verwenden um zeitgerecht auf bevorstehende Lagen
reagieren zu können!
Zu den High Risk Flügen gäbe es ähnliches zu entgegnen…!
Und wenn die Kollegen der Reiterstaffel in ihrer Freizeit für den Erhalt dieser Einheit Unterschriften sammeln, zeugt das doch lediglich von Kampfgeist!
Ich denke, dass man sich nicht immer in sein Schicksal
erbegen sollte, sondern versuchen sollte es zu erzwingen!
An dieser Stelle ein Dankeschön an alle die die Reiterstaffel hilfreich unterstützen!
Desweiteren gibt es auch noch diverse andere Einsatzfelder, wie z.B. Castortransport, G8, Streckenschutz an unzugänglichen Bahnabschnitten,
Präsenzstreifen an den Bundesobjekten, Grenzstreifen mit
Bezug auf Verbesserung von Kontaken zur Bevölkerung…..
Also komme ich hier zum Schluss, dass die Reiterstaffel
des Bundes als Unterstützungseinheit durchaus ein sinnvolles Einsatzmittel darstellt!
MfG Alex
Eintrag von Alex am 21.August 2007
Tradition ist Tradition, ich finde wenn wir die Reiterstaffel abschaffen sollten, warum nicht gleich auch die Wasserwerfer? Eine Hauptstadt ohne Reiterstaffel? So was hab ich noch nie gesehen. Ich finde es gehört dazu so was zuhaben, und Mensch und Tier zusammen im Namen des Gesetzes. Ich fände es schade unsere Reiterstaffel abzuschaffen, weil es mir Merkwürdig vorkommen würde wenn ich durch den Tiergarten oder Grunewald laufen würde und mir Normalen Polizisten ohne Tier begegnen würde.
Eintrag von David am 20.November 2007