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24. Juli 2007

Zahlen zur Neuorganisation der Bundespolizei

gebaeude-bmipropertydefaultjpeg.jpgDas Bundesministerium des Innern (Bild) hat der Gewerkschaft der Polizei in der Zwischenzeit auf Nachfrage mitgeteilt, dass die veröffentlichen Stärke - Zahlen einen Zwischenstand im laufenden Entscheidungsprozess zur Neuorganisation darstellen und nicht zur Veröffentlichung freigegeben waren.

Das ändert nichts daran, dass dieses Zahlenmaterial zu einer weiteren, massiven Verärgerung und zu großen Irritationen bei den Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei geführt hat.

Das gilt für viele, unkommentierte und so nicht nachvollziehbare Festlegungen in diesem Papier. Ich will dazu nur drei Beispiele geben:

Die Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei fragen u. a., warum nach diesem Papier

  • das zukünftige Präsidium der Bundespolizei über 500 Mitarbeiter mehr haben wird, als die bisherigen fünf Präsidien und die jetzige Bundespolizeidirektion derzeit zusammen haben,

(erklärtes Ziel von Minister Schäuble war es, die Bundespolizei zu „verschlanken“)

  • die zukünftige Bundesbereitschaftspolizeiorganisation zukünftig mehr als 1.000 Beschäftigte weniger hat, als die derzeitige Organisation,

(Minister Schäuble hat erklärt, die Bundesbereitschaftspolizei bleibt in ihrer Stärke erhalten)

  • die zukünftigen Inspektionen Kriminalitätsbekämpfung in Berlin/Brandenburg, in Mitteldeutschland und am Flughafen Frankfurt/Main gegenüber ihrer heutigen Stärke teilweise deutlich reduziert werden.

(Minister Schäuble hat erklärt, er wolle die operativen Bereiche der Bundespolizei stärken)

Diese und andere Festlegungen in diesem Papier stehen klar im Widerspruch zu den, von Minister Schäuble vorgegebenen Zielen der Neuorganisation. Die Standortentscheidungen zur Neuorganisation wurde den Betroffenen bis heute nicht erklärt und die Entscheidungen entsprechen (zumindest ausweislich des versandten Stärke – Papiers) nicht den politischen Vorgaben.

Es ist vollkommen unakzeptabel, dass Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei auf solche Grundlagen ihre derzeitigen Arbeitsplätze an ihren jetzigen Dienststellen verlieren sollen. Ein so geführter Neuorganisationsprozess ist des Umgangs mit den Beschäftigten in der Bundespolizei unwürdig. So geht man nicht mit Menschen um.
Dieses Verfahren kann nicht die Unterstützung der Gewerkschaft der Polizei finden.

Wir haben das heute dem Bundesminister des Innern in einem Schreiben mitgeteilt. Der Bundespolizei – Hauptpersonalrat wird sich in seiner Sitzung 30. 7. – 2.8.2007 ebenfalls mit diesem Vorgang beschäftigen und wir werden Gespräche mit den anderen, in der Bundespolizei vertretenen Gewerkschaften und Berufsverbänden aufnehmen und möglichst weiter mit „einer Stimme“ die Interessen der Beschäftigten der Bundespolizei in diesem Prozess zu wahren.

Einträge:

Habe mich lange mit eigenen Kommentaren zurückgehalten, vieles ist auch schon von anderen an dieser Stelle zu Recht und zutreffend benannt worden: fehlende Transparenz, Verfahren nach Gutsherrenart, mangelnde Sachkompetenz etc.
Dem ist nicht viel Neues beizusteuern. Meine bisherigen Erfahrungen - u.a. auch bei anderen Dienstherren - bestätigen sich offensichtlich wieder einmal: solange eine Reform sozusagen von oben herab über die Beschäftigten gestülpt wird und nicht von der “Basis” mit initiiert wird, bzw. deren Erfahrungen und Kenntnisse nicht genutzt werden (z.B. in Form einer ausgewogenen Besetzung von Kommissionen etc.) kann man ruhigen Gewissens davon ausgehen, daß sich nur mal wieder jemand “ein Denkmal setzen” will. Wären die Entscheidungsträger von ihrer Idee wirklich überzeugt, könnte man zudem erwarten, daß alle Details und Zahlen längst bekannt wären und man eine Diskussion mit den Bechäftigten nicht scheuen würde.
So bleibt nur die leise Hoffnung, daß möglichst bald Butter bei die Fische kommt! Das wäre nicht zuletzt deshalb hilfreich, weil wir a) die uns eingebrockte Suppe auslöffeln müssen und b) von uns erwartet wird, daß wir das neue Konzept nahtlos und ohne Qualitätsverluste umsetzen müssen.

Eintrag von Dauerreformierter am 26.Juli 2007


Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
leider wurden mehrere Einträge von heute aus technischen Gründen gelöscht.
Sorry, aber könnt Ihr diese Einträge noch einmal schicken?
Kommt auch nicht mehr vor.
Der Verwalter

Eintrag von Verwalter am 26.Juli 2007


Um hier noch etwas zu drehen erachte ich es echt für notwendig sich mit den anderen Gewrkschaften an einen Tisch zu setzten. Egal ob BGV -BPolG -Bdk ich denke nur mit gebündelter Macht kann man noch etwas im derzeitigen Kurs des BMI korrigieren.
jochen

Eintrag von jochen am 26.Juli 2007


Eigentlich wird nur einmal mehr deutlich, wie kopflos (man könnte auch sagen: ohne Hand und Fuß) unser BMI diese “Reform” angeht.Umso wichtiger ist es, daß die Gewerkschaft sich deutlich(!) zu Worte meldet! Ihr habt ja zwischenzeitlich offenbar selbst erkannt, daß moderate Worte von unserem Gegenpart als Aufforderung zum “Weiter wie bisher” mißverstanden werden. Gut so! (Aber nicht wieder löschen wie letzte Woche….)
Als “unter aller Sau” kann man nur die Informationspolitik sowie die absolut nicht vorhandene Transparenz bezeichnen. Daß hierbei auch gewählte Gremien, allen voran der HPR, nicht ausgenommen werden, spricht eine eigene Sprache.
Aber mal ehrlich: hat eigentlich nach dem “furiosen Start” mit einer Lüge im letzten November irgendjemand etwas anderes erwartet?
Als unbedingt richtig empfinde ich es auch, daß die einzelnen Berufsvertretungen in diesem Falle gemeinsam vorgehen sollten!
Machen wir Dampf bzw. Opposition, auch und vor allem in der Öffentlichkeit!

Eintrag von Gerhard Medgenberg am 26.Juli 2007


Das alles riecht ganz stark nach ……. na, was wohl:

EIN STREIK MUSS HER! ALLES LAHMLEGEN!!!

Eintrag von Cobban am 26.Juli 2007


Vor ein paar Tagen hätte ich über Deine Polemik noch gelacht lieber Cobban. Mittlerweile werd ich nachdenklich!

Eintrag von Elbmündung am 26.Juli 2007


Hallo Kolleginnen und Kollegen,

bei uns in Frankfurt(Oder) ist die Stimmung total mies. Als Polizist, Gewerkschafter und Personalrat hab ich die Schnauze gestrichen voll. Immer solche gestückelten Hiobsbotschaften.

Irgend so ein Penner veröffentlicht Zahlen die m.E. gar nicht haltbar sind.

Die Kolleginnen und Kollegen stürzen sich drauf in der Hoffnung zu erfahren “Bleib ich oder muss ich gehen?”

Viele glauben sogar den ODP in der Hand zu haben. Mensch, wo soll das noch hinführen? Das Maß ist, denke ich, schon lange voll!!

Nimmt man die kurzzeitig veröffentlichten Zahlen, wird bei uns tierisch abgebaut (ca. 700 Beschäftigte an der Ostbrandenburgischen Grenze müssen gehen).

Die Kolleginnen, Kollegen und Ihre Famillien müssen sich neuen Herrausforderungen stellen.

Kann das normal sein?

In Sachsen bei der Bundespolizei sieht es sogar noch schlimmer aus.

Klar, Schengenbeitritt Polen und Tschechien
= Personalabbau!

Doch in solchen Größenordnungen kann das nicht gut sein.

Reviere im Amtsbereich FF mit 17 oder 30 PVB, wie sieht denn da der Dienst aus.

Ich denke Frau Merkel sollte sich mal langsam auch um die Innenpolitik kümmern, und nicht bloß in der Welt umherfliegen.

Des Weiteren sollte man auch über eine Ablösung des BMI nachdenken um vielleicht schlimmeres zu verhindern

Gruß aus FF

Eintrag von Lars Wendland am 26.Juli 2007


Streik? Das ist es ja, was es unseren Großkopferten so leicht macht, die Beamten dürfen das nicht und machen es dann auch nicht. Dienst nach Vorschrift? Gilt schon fast als Aufforderung zur Arbeitsverweigerung, geht also auch nicht. Was haben wir dann für Druckmittel - ohne die es ja wohl nicht mehr zu gehen scheint - gegenüber unserem Dienstherrn? Genau, nichts. Ein bisschen Trillerpfeife vor dem Rathaus, wenn interessierts?
Die feiste und freche Art der letzten Jahre seitens der Politik (siehe unsere finanziellen Einschnitte) wird so weiter gehen, was kümmerts einen BMI, was mit “Einzelschicksalen” passiert, wo er sich doch sein Denkmal verwirklichen will?
Für die KollegInnen sehe ich schwere Zeiten kommen, wenn sie reisen müssen. Aber Hauptsache wir sind loyal und mobil und lassen uns weiter für sinkende Löhne verheizen wie kürzlich zum G8. Dann ist ja alles rund und gesund und unser BMI kann weiter beruhigt die Bürgerrechte abbauen….

Eintrag von Jens H. am 26.Juli 2007


Werte Kolleginnen und Kollegen,

das die Umorganisation vom Grundsatz her richtig ist, wird wohl kaum bestritten. Ich habe im November 07 geglaubt “Endlich ein Schritt in die richtige Richtung, mal ein guter Ansatz die Organisation vorzugeben und im Anschluß mit Leben zu erfüllen. Das verhindert zum großen Teil das große Zerreden!” Alles wird gut habe ich gedacht. Die Entwicklung, insbesondere die nicht vorhandene Informationspolitik unseres Dienstherren in den vergangenen Monaten, lässt mich glauben, dass mich der Minister nicht mag. Warum? Ich weiß es nicht! Meines Wissens habe ich ihm nichts schlimmes getan. Oder doch? Was ist los mit dem Mann? Ach was jammere ich rum, “In meiner Wohnung bin ich auch der Chef und stelle meine Möbeln hin wo ich will!”

Eintrag von Sirronbinhood am 27.Juli 2007


Hallo Lars,

Recht hast`e. Meine Meinung dazu: Praxis ist das Kriterium der Wahrheit. Wir werden sehen, dass die so uns bekannte Reform nicht funktionieren wird. Ich denke das können wir aus polizeifachlicher Sicht schon beurteilen. Für den Raum Mitteldeutschland wird eine komplette Inspektion Kriminalitätsbekämpfung abgezogen. Dem Wähler wird aber verkauft, dass es mehr PolizistInnen auf der Straße geben soll. D.h. Vollprofis in Sachen Fahndung und Ermittlung, werden in Zukunft auf den Bahnhöfen in Uniform zu sehen sein. Das ist die Antwort auf den Kofferbomben in Köln = Reform III.
Polizeiarbeit wird aber eben nicht mehr nur in Uniform auf der Straße gemacht. Dafür ist unser Gegenüber viel zu clever.

Aber das schlimmste dabei ist, dass hier dem Volk mit der Reform Sicherheit vorgegaukelt wird und in Wirklichkeit macht sie in Bezug auf die aktuelle Sicherheitslage und auch für die Zukunft wenig Sinn.

Gruß Jörg

Eintrag von Jörg am 27.Juli 2007


@Elbmündung am 26.Juli 2007
@Jens H. am 26.Juli 2007

Leute, ihr denkt darüber nach, dass ihr (wir, die Beamten) nicht streiken dürfen?
Dann müßt ihr auch in den Kontext dieses Streikverbotes das setzen, was das Streikverbot ausmacht!

Und da der Umgang mit den Beamten diesem Kontext schon seit den Abgeordnetendiätengesetzen Mitte der 90er Jahre (die Diäten stiegen zuvor Prozentual genauso stark wie die Beamtenbezüge) nicht mehr entspricht - wir mußten REALE GEHALTSKÜRZUNGEN hinnehmen!! - warum sollten wir uns noch an ein Streikverbot halten ?????

Soll ich dafür, dass mir die Kehle durchgeschnitten wird auch vorher noch artig DANKE sagen, sonst tut es noch mehr weh, oder was?

Eintrag von Cobban am 27.Juli 2007


Taktisch macht das unser BMI schon gut. Er gibt den neuen Direktionleitern gleich eine wichtige Aufgabe: Leiter der Arbeitsstäbe.
Die kneiffen natürlich die Backen zusammen und setzen alles so um, wie es gewünscht wird. Man will ja seinen ersten Auftrag gut erfüllen und sich bewähren.
Und wieder keiner aus der ersten Führungsebene ist da, der fundiert und kompentent gegen diesen Schwachsinn remonstriert.
BMI: Was wollt ihr denn, es klappt doch alles wunderbar.

Eintrag von Frusti am 27.Juli 2007


„Läche und sei froh, es könnte schlimmer kommen.
Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer !“

So ähnlich geht es wohl zur Zeit den meisten Beschäftigten in der Bundespolizei, mit jeder Neuveröffentlichung über die Reform III und ihr ihr damit unmittelbar verbundenes dienstliches Schicksal.

Da antwortet die Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion, dass man lieber die Masse der Beschäftigten der BPOL im mittleren Dienst belassen will um sie nicht zu überfordern und demtentsprechend ihre Gesundheit zu schützen.
Im gleichen Zug tritt man aber eine Reform-Lawine los, die viele PVB (samt ihren Familien) in die teuren Ballungsräume der Bundesrepublik zwingen will.

Statt einer ordentlichen Aufbesserung der Besoldung, schickt man den Beschäftigten lieber (preußisch korrekt gegen Empfangsbekenntnis) ein Schreiben das ihm versichert man in einem besonders korruptionsgefährdeten Bereich (KSB) zu arbeiten und wie man sich davor „schützen“ kann…….

Da werden Kleinst-Reviere gegründet mit teilweise 20 und weniger Beschäftigten. In Landshut sind es wohl gar nur 11 PVB. Wie soll den da ein ordentlicher Dienstbetrieb ablaufen können ? Als nächstes wird man uns wohl offenbaren, dass man aufgrund dieser geringen Stärken sich „leider“ vom 5-Dienstgruppen-Modell verabschieden muß und bundesweit ein BSM-Modell eingeführt wird……
Andere Reviere gehören dagegen zu 170km entfernten Inspektionen, obwohl in direkter Nachbarschaft (50km) auch eine zu finden gewesen wäre. Das verstehe wer will.

Mit jeder Reform trifft es die KollegenInnen härter. So wurden in den letzten Jahren die Einstellungszahlen immer sehr klein gehalten, nachdem die Übernahme nach 8 bis 12 Dienstjahren zu den Länderpolizeien (je nach Bundesland) nicht mehr sein durfte.
In Folge dessen nahm der Atersdurchschnitt in der Bundespolizei (BGS) zu. Gab es in der ersten Reform noch mit Masse Kollegen in der Altergruppe der Anfang 20jährigen, so befinden sich in dieser Reform jetzt ein Großteil der Betroffenen in der Mitte ihres Lebens, sind aber im Einzeldienst die Jüngsten !!
Als Beispiel: Der jüngste Kollege meiner Dienstgruppe ist z.B. 35 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder mit eigenem Haus. Einen ledigen Kollegen ohne Familie gibt es in unserer Dienststelle gar nicht. Also, egal wen es trifft, es wird immer hart.

Nach den bis jetzt vorliegenden Zahlen werden auf den Flächendienststellen die „Wasserköpfe“ zwar abgeschnitten, aber dafür gibts keinen PVB mehr auf der Straße.
Bei einigen, jetzt schon zu kleinen Dienststellen, wird im Gegenteil sogar noch Personal abgezogen !!
Es ist also absehbar das man diese Dienstorte, analog der Pferdestaffel in Berlin, totlaufen lassen möchte.
Man gibt ihnen einfach so wenig Personal, dass sie ihren gesetztlichen Auftrag gar nicht mehr richtig wahrnehmen können, und stellt sie dann nach einiger Zeit in Frage und löst sie dann in wenigen Jahren auf.

Dem Bürger wird dabei vorgemacht die Bundespolizei würde sich nicht aus der Fläche zurückziehen. Aber genau das passiert gerade.

Der Bürger kann / muß das nicht durchblicken. Aber das unsere „Volksverräter“… äh ?… „Volksvertreter“ im Bundestag schön vor dieser Wahrheit die Augen verschließen ist einfach nur frech. Immer alles schön durchwinken um die eigene Parteikarriere nicht zu gefährden. Ein guter Parteisoldat ! Glückwunsch.

Es wird Zeit, dass wieder ein Wettbewerb um das Personal erfolgt. Die Zeit der Sklavenhaltung von Polizeibeamten gehört beendet. Dazu ist es zum Beispiel dringend erforderlich, dass sich wieder jeder PVB bei jeder Polizei (des Landes) bewerben kann, und wenn diese ihn wollen, darf er bei seinem alten Dienstherrn kündigen und sich OHNE Wartezeit bei seinem neuen Dienstherrn einstellen lassen.

Dann könnte man z.B. für eine MKÜ der BPOL in einer Großstadt auch bei allen Landespolizeien ausschreiben. Vielleicht ist das für den ein oder anderen der dort als Verkehrspolizist versauert eine Option. Im Gegenzug müsste ein PVB der BPOL aus der Fläche nicht sein Haus und Familie aufgeben.
Natürlich hätte die BPOL einen Ansturm von „Fahnenflüchtigen“ zu befürchten, es würde aber endlich mal offenbaren wie es um die Motivation der Mitarbeiter steht, die alle 7-8 Jahre eine tiefgreifende Reform durchleben müssen bei rückläufigen Einkommen.

Dazu gehört aber auch, dass die Gewerkschaften in der BPOL wirklich gemeinsame Sache machen und endlich den Schmusekurs mit dem BMI beenden.
Offenbar gibt es da nach jahrelanger Zusammenarbeit mit dem BMI zu enge Verbindungen, als das man sich trauen würde mit öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen das BMI bloß zu stellen.
Statt dessen immer wieder „Kamingespräche“ mit Politikern hinter verschlossenen Türen. Da wird dann zum Ruhigstellen etwas versprochen, was man eigentlich gar nicht einhalten will.

Wie hier schön öfter erwähnt, habe ich dieses „Wattebäuschen“ werfen satt.

Wacht endlich auf und alamiert die Öffentlichkeit was hier wirklich abgeht !!!

Wenn nicht jetzt, wann dann …….???

MfG
kimi

Eintrag von kimi am 27.Juli 2007


so wie sirrobinhood habe ich es auch gesehen, und genau so fühle ich mich auch derzeit.

Eintrag von Andreas Küster am 27.Juli 2007


………ähnlich wie bei der Tour de FARCE:
“Ich dachte wir stehen am Abgrund, doch “WIR” sind schon einen Schritt weiter!”

Kopf hoch ;-)
Gruß McBite

Eintrag von McBite am 27.Juli 2007


Sehr geehrtes BMI und für die Reform verantwortliche KollegInnen… Ich glaube, Ihr habt die Ernsthaftigkeit der Lage verkannt!

Wohl sah ich das Gute und lobte es, doch ich folgte dem Schlechteren!

Eintrag von Magic G am 27.Juli 2007


Jau Kimi, hau drauf! Du sprichst mir irgendwie ausm Herzen. Die BPOL soll in der Fläche gestärkt werden, GELÄCHTER!!!!!!
Dieser Ausspruch aus dem BMI ist ja wohl der größte Hohn, den ich je gehört habe. Ich habe schon die Reform II als Opfer durchgestanden, aber was jetzt passiert geht auf keine Kuhhaut. Im Ruhrgebiet, wo ständig der Baum brennt, wird nach Abschluss der Reform wohl jede Inspektion mit weniger Perosnal auskommen müssen als vorher. Das ist jedenfalls nach Stand der Zahlen die durch die Personalräte bekannt geworden sind. Ich weiss nicht, ob es an anderen Brennpunkten auch so sein wird, aber dieses Beispiel zeigt mir, dass die Fläche dem BMI ziemlich schnuppe ist.

Friesische Grüße

Eintrag von FRIESE am 28.Juli 2007


Habe echt keine Lust mehr auf diesen Haufen von BPOL, und das obwohl ich erst seit wenigen Jahren dabei bin. Wo soll das denn nur hinführen, wenn ich als junger PVB schon keine Lust mehr an der Arbeit habe?

Naja .. macht weiter so, ihr da oben im BMI
GLÜCKWÜNSCH … so wird was ganz großes aus der BUNDESPOLIZEI *lach-oder-doch-lieber-heul*

Eintrag von jungem PVB am 28.Juli 2007


„Läche und sei froh, es könnte schlimmer kommen.
Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer !“
Eintrag von kimi am 27.Juli 2007

Eigentlich wollte ich nichts mehr dazu schreiben, weil Deinem Eintrag nichts mehr hinzuzufügen ist und ich weder meine eigenen noch die registrierten Empfindungen der Kolleginnen und Kollegen besser hätte ausdrücken können.

Ergänzend nur noch mal folgendes: Man kommt sich zunehmend verarscht vor, wenn man sich vor Augen hält, mit welchem Anspruch die “Reform” losgetreten wurde: Stärkung der Basis und Verschlankung der Führungsstrukturen.
Auch wenn es nur Zahlenspiele waren: 500 Nasen mehr im Superpräsidium als bei den vormaligen Präsidien und BPOLDir sprechen eine deutliche Sprache.
Man darf sich bereits jetzt fragen mit welchen Segnungen dieses Führungsorgan die nachgeordneten Dienststellen beglücken wird bzw. wer in den wunderbar verschlankten Strukturen bei den BPOLIen oder noch besser bei den Revieren diesen Führungsorganen zuarbeiten soll. - Schattenstrukturen sind vorprogrammiert!
Überhaupt wir dieser “Vorbereitung von Führungsentscheidungen” mittlerweile ein Wert beigemessen, die ihr nicht zusteht. Man muß sich ja wirklich fragen wie wir in vergangenen Zeiten nur damit leben konnte, daß im GSE selbst die Dienststellenleiter im mD angesiedelt waren, wir nicht auf die “Unterstützung” von Controlling, KLR, Evaluierung und sonstigem Mangement-Neusprech zurückgreifen konnten…?… - Ich wage einfach mal die Behauptung: zumindest besser als heute! (Jaja, ich weiß, Opa erzählt aus dem Krieg….)
Und noch etwas: Wir sollten als Gewerkschaft dringend unsere Öffentlichkeitsarbeit überdenken! Klar, gemessen an den Problemen der Arbeitnehmer in der sogenannten freien Wirtschaft stehen wir noch recht gut da, was jedoch nichts daran ändert, daß unsere Probleme auch die Allgemeinheit betreffen und durch eine solche Politik letztendlich auch Kohle ohne Ende versenkt wird!
Jedes geplante Regenwasserrückhaltebecken in Kleinkleckerdorf erzeugt ein größeres Medienecho als diese “Reform”! Warum?
Spiegel, Stern, Focus, wo seid Ihr?

Eintrag von Gerhard Medgenberg am 28.Juli 2007


Die Regierung (BMI) hat leider einen großen Vorteil; Sie regieren ein deutsches Volk. In so einer Situation wie wir uns gerade befinden, wünschte ich mir ein französischer Polizist zu sein. Wenn dort z.B. die Studenten mit den Verantwortlichen ein Problem haben, dann gehen die Rentner mit auf die Straße und solange bis sie etwas erreicht haben.

DIESE SOLIDARITÄT VERMISSE ICH HIER.

Die Grundstruktur der Neuorganisation steht doch schon fest. Wann gehen wir auf die Staße und zeigen dem Volk das es um ihren Arsch geht.
Aber das deutsche Volk ist geduldig, bis zu einem gewissen Punkt, dann aber auch gründlich - auch eine deutsche Tugend. Wir wissen doch worum es geht. Wir müssen das dem Volk klarmachen das Schwarz/Rot innenpolitisch vesagt. Damit dann der Denkzettel 2009 kommt. Und das mit “SICHERHEIT”.

Eintrag von Jörg am 28.Juli 2007


Hallo zusammen,

Cobban schrieb am 26.07., dass ein Streik her muss.
Ich meine, er hat Recht.
Ich haette nie geglaubt, dass ich so etwas mal sagen, schreiben oder denken wuerde.
Aber jedesmal, wenn man einen Sumpf trocken legen will, beauftragt man die Froesche damit.
Meine Loyaliteaet gilt den Menschen, die in der BRD leben.
Eine Regierung, die das Berufsbeamtentum insbesondere bei der Polzei mit Lehnsherrschaft verwechselt, kann sich auf diese Grundsaetze nicht berufen und diese von uns abfordern.
Das GG und BBG zeigt eine klare historische Struktur, in der der/die Beamte/in ein Buendnis auf gegenseitige Treue mit dem Dienstherren mit Rechten und Pflichten eingeht.
Da dies nunmehr offensichtlich de facto und durch konkludentes Handeln einseitig gekuendigt wurde, z.B. dass auch die oberste Fuehrung gemaess Erlasslage nicht nach dem KFS handelt und somit permanent gegen das BBG verstoesst und eine Remonstration derer, die primaer verantwortlich waeren unterbleibt, erkenne ich keinen Grund nicht zu streiken.
Das Streikverbrot tritt dort zurueck, wo Kern und Zweck des Berufsbeamtentums an sich duch Handlungen der politischen Fuehrung ad absurdum gefuehrt werden.
Meine Intension und Vorschlag waere:

1.
Nach vorheriger Pruefung durch einen Juristen oder Rechtsberater:
Beschraenkter und vorangekuendigter Streik im Objektschutz in Berlin unter Aufrechterhaltung der anderen gesetzlichen Aufgaben der BPoL (Aber bitte wenn die grossen Demos in Berlin angemeldet sind und nicht am Wochenende, wenn kein MdB anwesend ist) und unter Gewaehrung von Rechtsschutz gegen die teilnehmenden Kollegen.
2.
Eingeschraenkte Weigerung zur Leistung von Ueberstunden durch enormen Leistungsabfall und Eintreten von Gesundheitsbeeintraechtigungen nach der geplanten Regelarbeitszeit ( Pflicht zur Gesunderhaltung ?!) waehrend des Einsatzes und unter der Voraussetzung, dass keine Gefahr fuer Leib und Leben Dritter besteht.
3.
Antraege auf Einleitung von Disziplinarverfahren gegen politische Beamte des BMI wg. Verstoss gegen das BBG,

Was denkt ihr ?!

M.f.G.

Eintrag von A.S.K. am 28.Juli 2007


Ich sag nur eins sollten die so weiter machn brauchen die sich nicht zu wundern warum es Inspektionen gibt mit einem Krankenstand von 20% ! Langsam habe ich kein Bock mehr alle 2 jahre umzuziehen und mich verarschen zu lassen !

Eintrag von ghosti am 28.Juli 2007


Liebe Kollegen und Kolleginnen,
da wir keine Hilfe von unseren hörigen Polizeiführern zu erwarten haben, streiken dürfen wir auch nicht und die Macht unserer Gewerkschaften ist wohl auch eingeschränkt, bleibt uns nur die Hilfe der Presse. Fokus und Spiegel berichten leider immer nur mit kleinen Artikel. Man müsste diesen Magazinen mal die Machenschaften und Hintergründe dieser Reform III aufzeigen, vielleicht springen die darauf an. Hat den niemand Beziehungen zu einem größeren Politmagazin und kann die mal ein bischen nutzen?

Eintrag von frusti am 28.Juli 2007


Ich greife die Intention von A.S.K. auf und stelle hiermit den Antrag, über einen möglichen “Streik” abzustimmen. Es wird Zeit, dass WIR das Zepter in die Hand nehmen! Der “Dienstherr” hat meiner Meinung nach gegen geltendes Recht verstoßen und das Vertrauensverhältnis ist gestört. Ich habe eine Dienstvereinbarung unterschrieben, indem sich auch der “Dienstherr” zu etwas verpflichtet. Diesen Vertrag hat er gebrochen, somit ist er gekündigt!
Ich erwarte, dass der Vorschlag von ALLEN Gewerkschaften aufgegriffen wird, und bitte, lasst nicht wieder erst Wochen und Monate vergehen. Lasst uns handeln! Und zwar jetzt!

Eintrag von Christian B. am 28.Juli 2007


Den Verfassern von Beiträgen zu “STREIK” kann ich nur beipflichten:Die Politiker halten sich schon lange nicht mehr an die “amtsangemessene Alimentation”. Über 30 einzelne Maßnahmen sind es, die unsere Situation in den letzten Jahren verschlechtert haben und einige “Hämmer” stehen noch aus. Warum sollen wir uns an die Treuepflicht halten, wenn die doch nur schamlos ausgenutzt wird. Schluß mit Trillerpfeifen und Transparenten: STREIK OHNE WENN UND ABER!!!

Eintrag von Karo1 am 29.Juli 2007


Streik ist quatsch. Was soll das bringen? Die Erfahrung zeigt doch das sich damit die Leute in der Regierung nicht beeindrucken lassen. Und selbst wenn, setzen die ihre Ziele danach hintenrum durch.Hier hilft nur die Überzeugungsarbeit- dazu muß ein Bündniss aller Intressenvertreter her. Richtig finde ich das sich die Kanzlerin mal um die Sorgen im eigenen Land kümmern soll. Dazu vermisse ich bisher jedes Statment. Wir müssen unsere Politiker schützen- aber wer schützt uns vor DENEN ? Gruß Jochen- Einigkeit macht stark und Sinn!

Eintrag von jochen am 30.Juli 2007


Ja, so sieht das aus mit einer neuen Reform. Im November 2006 verkündet und ich glaube, dass dort schon alles feststand. Der Rest ist eine Scheinbeteilgung. Es zeigt sich halt einmal mehr: LUZ - “Lächeln und zahlen”. Schlimmer ist, dass einem als Gewerkschafter und Personalvertreter dermaßen Steine in den Weg gelegt werden. Wir warten von einer neuen Hiobsbotschaft auf die nächste. Agieren, Antworten, Fragen und was noch alles dazu gehört nicht möglich. Respekt Herr Dr. Hanning!!

Eintrag von Micha am 30.Juli 2007


@A.S.K. am 28.Juli 2007
@Christian B. am 28.Juli 2007

Ich erkläre mich hiermit mit dem Anträgen von A.S.K. & Christian B. solidarisch! Nur über einen “Streik” werden wir noch in der Lage sein, dass Allerschlimmste zu verhindern!
Es wird Zeit, dass WIR das Zepter in die Hand nehmen! Der “Dienstherr” und zwar nicht nur im Bund sondern auch in den Ländern, hat meiner Meinung nach gegen geltendes Recht verstoßen und das Vertrauensverhältnis ist zerstört.
Die von uns seinerzeit unterschriebene Dienstvereinbarungen, indem sich auch die “Dienstherren” zu etwas verpflichteten, wurden von diesen einseitig gravierend verändert und somit gekündigt.
Warum sollten wir uns somit noch an ihn gebunden fühlen?

Ich erwarte, dass der Vorschlag von ALLEN Gewerkschaften aufgegriffen wir! Und das diese den “Dienstherren” deutlich machen, dass es nicht “5 vor 12″ sondern “30 Sekunden vor 12″ ist und der Countdown läuft!!!!!
Lasst uns handeln! Und zwar jetzt!

Die Anstrengungen laufen ganz offensichtlich auf die im Jahr 2003 ausgegebenen Parolen hinaus, dass Berufsbeamtentum gem. Art. 33 GG gänzlich abzuschaffen!

Video-Text-Meldungen aus 2003 aber a.a.O. und immer noch aktuell!

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Seite 124 ARD-Text 07.12.03 11:25:54

Tagesschau

NRW will Berufsbeamtentum abschaffen

Nordrhein-Westfalen hat einen Vorstoß zum Abschaffung des Berufsbeamtentums angekündigt. Nach einem Bericht des Berliner “Tagesspiegel” arbeitet die Landesregierung an einem Entwurf,
der von den sozialdemokratisch regierten
Ländern unterstützt wird.

In dem Papier soll es um eine Änderung des Artikel 33 Grundgesetz gehen. Das Land wolle dadurch ein einheitliches Dienstrecht für Beamte und Angestellte
schaffen, schreibt das Blatt.

Innenminister Schily will am Mittwoch mit Vertretern des Beamtenbundes und der Parteien erstmals über Reformen im öffentlichen Dienst beraten.

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Seite 133 ZDF-Text So 07.12.03 11:37:30

ZDF-Text heute - Nachrichten

Nordrhein-Westfalen will Berufsbeamtentum abschaffen

Wenige Tage vor einem Spitzentreffen zur Reform des öffentlichen Dienstes hat das Land Nordrhein-Westfalen einen Vorstoß zur Abschaffung des Berufsbeamtentums angekündigt. Mitte kommenden
Jahres werde das Bundesland eine Initiative zur Änderung des Artikel 33 starten, sagte Riotte, Beauftragter für die Reform des öffentlichen Dienstes, dem “Tagesspiegel am Sonntag”.

Ein entsprechender Entwurf werde von der Landesregierung geprüft. Ziel sei es, das Berufsbeamtentum abzuschaffen und ein einheitliches Dienstrecht für Beamte und Angestellte zu schaffen.

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Eintrag von Cobban am 30.Juli 2007


Behumst auf der ganzen Linie ! Erst Weihnachtsgeld gekürzt ,dann Urlaubsgeld gestrichen ,dann wieder 40 bzw. 41 Stunden in der Woche und nun diese absolute sozial verträgliche Reform . toll !!! Das hätte man sich nicht mit den Kohlekumpels im Ruhrpott nur annähernd erlaubt oder ? Man denke nur an die steuerliche Subvesion ” Kohlepfennig ” diesen zu streichen . Das BMI hält sich nicht an ihre eigenen Vorgaben ect. - das dürfte unsere Position als Beamte ,doch wirklich in der Frage nach streikrecht stärken oder ? Bis jetzt sind wir nicht die Gewinner gewesen .

Eintrag von akm-ovp am 30.Juli 2007


Liebe PVB´s,
ich fühle sicherlich mit euch und die neuorganisation wird euch arg durcheinander werfen. Was soll ich dazu sagen? Schicksal? Pech? Sicherlich die falschen Antworten. Aber das ist das Leid eines Beamten, immer damit zu rechnen, dass man versetzt wird oder andere einschnitte hinnehmen muß.
Aber denkt hier vielleicht einmal an die zivilen Kollegen?
In der Verwaltung, im technischen Bereich? Ach ja, da gibt es tatsächlich noch die Arbeiter beim Bund! Leidiges Thema!
Brauchen wir die eigentlich? Ich glaube nicht. Aber den PVB
möchte ich sehen, wenn es heißt: So, Möbel schleppen, Lampen reparieren, Dienstfahrzeuge waschen usw.
Es fragt keiner, was mit denen passiert. Eben ein leidliches Thema.
Ich schlage vor, Herrn Dr.Schäuble aktiv am Arbeitsalltag
eines Arbeiters ( vielleicht die, der Hofkolonne? ) teilhaben zu lassen. Das erforderliche Pflegepersonal werden wir schon irgendwoher organisieren können.

Eintrag von Jogi am 18.August 2007


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