Aus Ad-Hoc-News.de, 01.08.2007: Polizeigewerkschaft kritisiert Sicherheitskonzept der Bahn

Ein Jahr nach den misslungenen Kofferbomben-Anschlägen beklagt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) gravierende Mängel im Sicherheitskonzept der Deutschen Bahn. Es sei „lange nicht genug passiert“ sagte der Vorsitzende des GdP-Bundespolizei-Bezirks, Josef Scheuring, am Mittwochabend dem Radiosender SWR1. Die Bahn habe „sehr bescheidenen Beitrag“ zur Verbesserung der Sicherheit in Zügen und Bahnhöfen geleistet. Baden-Baden (ddp). Ein Jahr nach den misslungenen Kofferbomben-Anschlägen beklagt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) gravierende Mängel im Sicherheitskonzept der Deutschen Bahn. Es sei „lange nicht genug passsiert“, sagte der Vorsitzende des GdP-Bundespolizei-Bezirks, Josef Scheuring, am Mittwochabend dem Radiosender SWR1. Die Bahn habe „sehr bescheidenen Beitrag“ zur Verbesserung der Sicherheit in Zügen und Bahnhöfen geleistet. Lediglich 300 Sicherheits-Mitarbeiter seien seit dem Anschlagsversuch Ende Juli 2006 zusätzlich bei der Bahn eingestellt worden. Dies entspreche nur 50 zusätzlichen Sicherheitskräften pro Schicht. „Das ist so gut wie nichts. Das ist ein Placebo, nicht mehr“, kritisierte Scheuring. „Da war der Bahn der Börsengang wohl wichtiger als die Sicherheit“, fügte der GdP-Vertreter hinzu. Nach seinen Worten reicht das Personal nicht einmal aus, um die neu installierten Vidiokameras zu überwachen. Auch die von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, CDU, angekündigte Aufstockung der Bundespolizei in Bahnhöfen sei bisher nicht umgesetzt, monierte Scheuring. ddp/jas/

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