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19. September 2007

GdP fordert nationale Sicherheitskonferenz

einsatzkraefte_hoch_150.jpgBerlin. „Die innere Sicherheit in Deutschland muss mit all ihren Aspekten auf den PrĂŒfstand: Bedrohungslagen, KriminalitĂ€tsentwicklung, SicherheitsgefĂŒhl der BĂŒrger, Personal und Technik der Polizei. Bund und LĂ€nder sollten auf einer nationalen Sicherheitskonferenz Farbe bekennen und Konsequenzen ziehen“, schlĂ€gt der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, vor. Es helfe nicht, die Bevölkerung einem Dauerfeuer an Bedrohungsszenarien auszusetzen.


„Im schlimmsten Fall ist die Reaktion Resignation und Desinteresse“, mahnte Freiberg. Er forderte ein geschlossenes Sicherheitskonzept, dass alle Aspekte der KriminalitĂ€tsentwicklung berĂŒcksichtige.

Der Föderalismus dĂŒrfe nicht soweit gehen, so Freiberg, dass sich ein Land hinter dem anderen in Sicherheitsfragen verstecke. Je heftiger nach jedem spektakulĂ€ren Ereignis ĂŒber neue Gesetze gestritten werde, gerate die Innere Sicherheit immer mehr aus dem Blickfeld.

freiberg_portrait_hell_stern_176_quer.jpgFreiberg (Bild) erinnerte daran, dass neben der unstreitig wachsenden Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus KriminalitĂ€tsentwicklungen aus dem Ruder liefen, die das SicherheitsgefĂŒhl und die LebensqualitĂ€t der BĂŒrger tĂ€glich stĂ€rker beeintrĂ€chtigten. Freiberg: „Wachsende Angst lĂ€sst sich nicht mit Statistiken beruhigen.“ Die GewaltkriminalitĂ€t, zu der laut Freiberg auch der Rechtsextremismus gerechnet werden mĂŒsse, machten den Menschen tĂ€glich mehr und mehr zu schaffen.

Auf einer nationalen Sicherheitskonferenz sollten, so Freiberg, nicht nur Sicherheitspolitiker, sondern auch Betroffene zu Wort kommen. Freiberg: „Dazu zĂ€hlen auch Polizeibeamte aus den unterschiedlichsten Bereichen der KriminalitĂ€tsbekĂ€mpfung, der VerkehrsĂŒberwachung und des Demonstrationsgeschehens, die von ihrem dienstlichen Redeverbot befreit werden mĂŒssen, um die Situation so zu schildern, wie sie wirklich ist.“

Einträge:

Das wÀre mit Sicherheit ein guter Ansatz, um letztendlich etwas w i r k l i c h zum Besseren hin zu verÀndern!
Das wĂŒrde aber auch bedeuten, daß fĂŒr Bund und LĂ€nder zunĂ€chst mal ein sofortiger Reformstopp verhĂ€ngt werden mĂŒĂŸte.
Das wĂŒrde den immensen Vorteil bieten, daß
a) vorĂŒbergehend mal ein wenig Ruhe in die einzelnen LĂ€den kommen wĂŒrde,
b) man sich abwechslungshalber vorĂŒbergehend mal wieder um seine eigentliche Aufgabe kĂŒmmern könnte, bevor dann
c) aufeinander abgestimmte, koordinierte und vor allem dauerhafte und sinnhafte (allerdings auch eventuell grĂ¶ĂŸere als man sich heute vorstellen mag)VerĂ€nderungen im gesamten SicherheitsgefĂŒge der Bundesrepublik vorgenommen werden könnten.

Eintrag von Gerhard Medgenberg am 20.September 2007


Guter Ansatz. Aber vielleicht sollte man erst einmal mit den ZustĂ€ndigkeiten anfangen. Bestes Beispiel: Die Bahn. FĂŒr die DB AG sind wir zustĂ€ndig, fĂŒr die privaten Anbieter nicht.
Hier mĂŒĂŸte schnellst möglich gehandelt werden. Entweder der “BGS” ist fĂŒr die gesamte Bahn zustĂ€ndig oder die Sache wird wieder an die LĂ€ndern abgegeben.
Entweder alles oder gar nichts.

Eintrag von Nordlicht am 20.September 2007


Ich glaube es muss leider erst etwas passieren bis alle wach werden. Dann schreit alles, jeder weiß dann alles besser. Nach ein paar Monaten, wenn sich die Lage beruhigt hat, stellt man fest: ES HAT SICH NICHTS GETAN.

Eintrag von Frusti am 22.September 2007


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