GdP fordert nationale Sicherheitskonferenz
Berlin. âDie innere Sicherheit in Deutschland muss mit all ihren Aspekten auf den PrĂŒfstand: Bedrohungslagen, KriminalitĂ€tsentwicklung, SicherheitsgefĂŒhl der BĂŒrger, Personal und Technik der Polizei. Bund und LĂ€nder sollten auf einer nationalen Sicherheitskonferenz Farbe bekennen und Konsequenzen ziehenâ, schlĂ€gt der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, vor. Es helfe nicht, die Bevölkerung einem Dauerfeuer an Bedrohungsszenarien auszusetzen.
âIm schlimmsten Fall ist die Reaktion Resignation und Desinteresseâ, mahnte Freiberg. Er forderte ein geschlossenes Sicherheitskonzept, dass alle Aspekte der KriminalitĂ€tsentwicklung berĂŒcksichtige.
Der Föderalismus dĂŒrfe nicht soweit gehen, so Freiberg, dass sich ein Land hinter dem anderen in Sicherheitsfragen verstecke. Je heftiger nach jedem spektakulĂ€ren Ereignis ĂŒber neue Gesetze gestritten werde, gerate die Innere Sicherheit immer mehr aus dem Blickfeld.
Freiberg (Bild) erinnerte daran, dass neben der unstreitig wachsenden Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus KriminalitĂ€tsentwicklungen aus dem Ruder liefen, die das SicherheitsgefĂŒhl und die LebensqualitĂ€t der BĂŒrger tĂ€glich stĂ€rker beeintrĂ€chtigten. Freiberg: âWachsende Angst lĂ€sst sich nicht mit Statistiken beruhigen.â Die GewaltkriminalitĂ€t, zu der laut Freiberg auch der Rechtsextremismus gerechnet werden mĂŒsse, machten den Menschen tĂ€glich mehr und mehr zu schaffen.
Auf einer nationalen Sicherheitskonferenz sollten, so Freiberg, nicht nur Sicherheitspolitiker, sondern auch Betroffene zu Wort kommen. Freiberg: âDazu zĂ€hlen auch Polizeibeamte aus den unterschiedlichsten Bereichen der KriminalitĂ€tsbekĂ€mpfung, der VerkehrsĂŒberwachung und des Demonstrationsgeschehens, die von ihrem dienstlichen Redeverbot befreit werden mĂŒssen, um die Situation so zu schildern, wie sie wirklich ist.â
