16. Oktober 2007
“Offen Grenzen ja - keine Freifahrt fĂŒr Terror und KriminalitĂ€t” dazu hatte die Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, am 16. Oktober 2007 nach Frankfurt/Oder eingeladen. Vor drei Fernsehteams, Hörfunk und der schreibenden Presse stellten die Vertreter der Gewerkschaft der Polizei Josef Scheuring, JĂŒrgen Stark, Lars Wendland (Bundespolizei ) und Michael Peckmann (GDP - Brandenburg) fest, dass der Wegfall der Grenzkontrollen zu den neuen BeitrittslĂ€ndern zum jetzigen Zeitpunkt und ohne die entsprechenden AusgleichsmaĂnahmen zu massiven Sicherheitsproblemen in Brandenburg und in Deutschland insgesamt fĂŒhren werde.
Die Situation werde dadurch noch verschĂ€rft, dass neben der Bundespolizei auch die Polizei des Landes Brandenburg beabsichtige, massiv Personal in der Region abzubauen. “Aus allen Erfahrungen, auch aus dem Wegfall der Grenzkontrollen an den Westgrenzen 1990 mĂŒssen wir davon ausgehen, dass die illegale Migration mit allen ihren kriminellen Folgeerscheinungen wie Drogenschmuggel, Waffenhandel und Prostitution ĂŒber die dann offenen Grenzen wieder deutlich ansteigen wird.
Offene Grenzen werden auch die RĂŒckzugs - und VorbereitungsrĂ€ume fĂŒr terroristische AnschlĂ€ge sein und damit die Terrorgefahr in Deutschland erhöhen”, so Josef Scheuring. Die GdP fordert den Bundesinnenminister auf, die Bundespolizei nicht jetzt, wie im neuen ODP beabsichtigt abzubauen, sondern abzuwarten, wie sich die Lage an dieser, nach wie vor problematischen Grenze entwickele.
Das gelte sowohl fĂŒr die dort eingesetzten BeschĂ€ftigten im Polizei. Verwaltungs - und Tarifbereich als auch fĂŒr die Dienststellen - und Organisationsstruktur. “Wir erwarten einforderbare und belastbare Zukunftsperspektiven und Planungssicherheit fĂŒr unsere Kolleginnen und Kollegen in diesem Bereich ĂŒber die nĂ€chsten Jahre. Wer fĂŒr Sicherheit in Deutschland stehe und damit auch den Rechtsextremen nicht politische in die HĂ€nde spielen wolle, mĂŒsse dafĂŒr sorgen, dass die Bundespolizei mit einer deutlich höherne StĂ€rke als im ODP abgebildet, die nĂ€chsten Jahre an der deutsch - polnischen Grenze in Brandenburg prĂ€sent bleibe, so Scheuring.
Intensiver und interessierter Zuhörer bei der Pressekonferenz: der OberbĂŒrgermeister der Stadt Frankfurt (Oder), Herr Patzelt
Fotos: R.Sch.
rbbaktuell
MĂ€rkische OderzeitungÂ
Auszug MĂ€rkische Oderzeitung 17.10.2007:
Der polnische Grenzschutz teilt die BefĂŒrchtungen der deutschen Kollegen. “Wir rechnen damit, dass sich in Polen lebende FlĂŒchtlinge nach dem Wegfall der Kontrollen Richtung Deutschland aufmachen”, sagte der Sprecher der Grenzschutzabteilung Lebuser Land, Andrzej Kaminskie. Die Landespolizei Brandenburg sei fĂŒr solch eine Entwicklung nicht gewappnet, betonte Michael Peckmann von der GdP. “Auch bei uns wird Personal abgebaut”, begrĂŒndete er seine EinschĂ€tzung.
Ich denke das bedarf keiner weiteren Worte!
GruĂ Lars
Eintrag von Lars Wendland am 17.Oktober 2007
Ich freue mich, das in dieser Richtung etwas geschieht.
Aber wir mĂŒssen weiter machen und die Steuerzahler/Ăffentlichkeit vor diesem REFORMMURKS warnen.
Eintrag von S.K. aus FF z.Zt. in DK am 17.Oktober 2007
Ich weiĂ nicht, warum jetzt alle aus den Wolken fallen wegen dem Wegfall der Grenzkontrollen im Osten ?! War doch klar, das der Tag X mal kommt.
Es wird nun mal eine von der Politik gewollte EU-Binnengrenze und man kann ja nun den osteuropĂ€ischen EU-Staaten nicht einfach vorwerfen, dass alles schlechte von dort nach Deutschland kommt. Die neuen SchengenlĂ€nder in Osteuropa werden den gleichen Kontrollstandard haben, wie alle anderen auch. Da sind wohl der Schwerpunkt eher die EU-Mittelmeerstaaten und die FlĂŒchtlingsmassen, die ĂŒber die Alpen nach Norden kommen.
FĂŒr uns von der BPOL geht es doch hauptsĂ€chlich nur um die unerl. Einreise/Schleusung (unsere Hauptaufgabe !) und da ist z.Zt. wohl mehr los im SĂŒden der Republik als an der Ostgrenze.
Und im VerhĂ€ltinis zu anderen EU-NachbarlĂ€ndern sind wir von der BPOL mit unserer “wichtigesten” Aufgabe “Grenschutz” viel zu personalintensiv aufgestellt.
Eintrag von Nordler am 18.Oktober 2007
Lars Wendland und Josef Scheuring haben einen besonderen Dank verdient. Sie haben durch ihr Engagement das Problem exakt benannt.
Wir hÀtten auch erwarten können, dass die dienstlich Verantwortlichen dieses getan hÀtten.
Nun bleibt abzuwarten, ob sich noch etwas zum besseren verÀndert.
Eintrag von First am 18.Oktober 2007
@ Nordler
NOCH ist im SĂŒden mehr los, was unerl. Einreise und Schleusung angeht, da an der Ostgrenze zur Zeit stĂ€rker kntrolliert wird als im SĂŒden., ist die Einreise vom SĂŒden her natĂŒrlich zur Zeit noch wesintlich einfacher. Das wird sich dann aber sicher Ă€ndern, wenn an der Ostgrenze die Kontrollen wegfallen.
Eintrag von Nico am 19.Oktober 2007
Unter diesem Link ist der Fernsehbeitrag des RBB:
http://www.rbb-online.de/_/includes/multimediakonsole/mmkonsole_jsp/key=multimedia__6560842.html
GruĂ Lars
Eintrag von Lars Wendland am 20.Oktober 2007