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27. November 2007

Massive Einkommensverbesserungen gefordert

gew_gdp.jpgBerlin. “Wir wollen massive Einkommensverbesserungen“, erklärten GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg und GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne mit Blick auf die Tarifrunde 2008 für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen. Die Kolleginnen und Kollegen hätten nach jahrelanger Abkopplung von der Einkommensentwicklung in der Wirtschaft einen Anspruch auf einen kräftigen Einkommenszuwachs.

ulrich-thone-und-k-freiberg.jpgUlrich Thöne, GEW-Vorsitzender und Konrad Freiberg, Vorsitzender der GdP.
Zusätzlich müssten gemeinsam mit ver.di die Weichen gestellt werden, um die noch fehlende Entgeltordnung durchzusetzen. Anlässlich einer gemeinsamen Sitzung der Bundesvorstände der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vereinbarten die beiden DGB-Gewerkschaften, ihre Zusammenarbeit im tarif- und beamtenpolitischen Bereich weiter zu intensivieren. „Die harte Haltung der Arbeitgeber macht schon jetzt deutlich, dass sich die Öffentlichkeit auf eine heftige Tarifauseinandersetzung einstellen muss“, betonten Freiberg und Thöne.

Mehr unter: www.gdp.de

Einträge:

tach.

ich hatte mich schon an anderer stelle zur besoldungsrunde 2008 geäußert !

der deutsche bundestag hat sich vor kurzem mit den stimmen der großen koalition eine anhebung der diäten um 9,4 prozent genehmigt.

die bundespolizisten haben dagegen in den letzten jahren genug einschnitte hinnehmen müssen.

jetzt muss endlich wieder geld in die kassen der kleinen beamten fließen !

die mehrwertsteuererhöhung durften wir z.b. voll mittragen, von den dafür gesenkten arbeitslosenversicherungbeiträgen haben wir leider gar nichts.

ansonsten wurde die situation schon in einem anderen kommentar weiter unten ganz gut beschrieben.

a) die zulagen für nacht-, samstags- und sonntagsarbeit gehören verbessert

b)erhöhung der polizei- und schichtzulagen !

c)weihnachts- und urlaubsgeld müssen wieder thematisiert werden

die lokführer zeigen zur zeit das man einen langen atem und einen starken willen haben muss, um spürbare einkommenszuwächse zu erzielen.

daher mein statement:

in die besoldungsrunde 2008 darf nicht mit einer forderung unter 20 Prozent eingestiegen werden !!

mfg
kimi

kleine anekdote am rande !

BMI Pressemitteilung (Auszug):

Bundesministerium des Innern erhält Zertifikat für familienfreundliche Personalpolitik

….Bundesminister Dr. Schäuble zeigte sich erfreut über die Zertifizierung. Sie zeige, dass es das Bundesministerium des Innern mit einer familienbewussten Personalpolitik verstanden habe, sich als moderne Behörde den aktuellen familienpolitischen Herausforderungen auch im eigenen Haus zu stellen…..

ganzer text nachzulesen auf:

http://www.bmi.bund.de/Internet/Content/Nachrichten/Pressemitteilungen/2007/11/Personalpolitik.html

Eintrag von kimi am 27.November 2007


Zum Statement von kimi:

“in die besoldungsrunde 2008 darf nicht mit einer forderung unter 20 Prozent eingestiegen werden !!”

Das sehe ich nicht so!

Die Besoldungsrunde darf nicht mit einem ERGEBNIS unter 20% abgeschlossen werden, denn bei 20% wären gerade mal die realen Einkommensverluste der letzten Jahre ausgeglichen!

Im Übrigen hat die von den Gewerkschaften hoch gepriesene und von der GdP im Laufband stets wiederholte “Schließung der Gerechtigkeitslücke” zum Verfassungsbruch geführt!!!

Altersstufe 2 Besoldung A9 = 1916,09
Altersstufe 2 Besoldung A10 = 1909,76

Dies verstößt gegen die beamtenrechtlichen Grundsätze welche durch Art. 33 (5) GG geschützt sind (Stichworte: Eignung, Leistung, Befähigung, amtsangemessene Alimentation).

Um nicht falsch verstanden zu werden, die Anpassung ist längst fällig und ich gönne sie jedem Kollegen/-in welche/r von ihr profitiert, aber …

Daher auch die nächste Forderung 100% für alle, ohne jede Ausnahme und das im gesamten öffentlichen Dienst der Bundesrepublik!!!

MfG

Eintrag von Ulla am 28.November 2007


Hallo liebe Kollegen im Vorstand,

eine breite Mehrheit der Kolleginnen und Kollegen könnte sich eine deutliche Erhöhung in Form eines

Sockelbetrages !!!

vorstellen.

Die Schere der Besoldung darf nicht noch weiter auseinander gehen!

Was sind den 2 %oder 3 %. Selbst 5 % sind viel zu wenig, da dieses für die meisten Kollegen weniger als 100 Euro bedeutet.

350 Euro wären als Sockel für ALLE wäre gerade mal akzeptabel!

Liege ich da so falsch oder eher völlig richtig?

Mfg

Eintrag von First am 28.November 2007


@ kimi:

Stimmt doch, da steht doch ” auch im eigenen Haus”. Das hat doch bei denen recht gut geklappt :-)

Ansonsten bin auch ich dafür die Forderungen nicht zu niedrig anzusetzen. Wenn ich teilweise höre oder lese: … deutlich über 3 %. Da freut sich doch der Herr Minister schon, oder?
Im Ergebnis sollte wirklich das heraus kommen, was sich unsere werten Vorbilder im Bundestag auch zubilligen. Mit dem Ergebnis könnte man dann zufrieden sein. Aber ich kann mir schon vorstellen, was sich Herr Schäuble alles einfallen lässt, denn erinnert Euch: “Wer sich eine goldene Nase verdienen will, der darf nicht in den öffentlichen Dienst gehen”. Stimmt, der muss dann nämlich Politiker werden!!!
Also liebe GdP, gebt alles! Wir zählen auf Euch!

Eintrag von A.B.a.L am 28.November 2007


Na aber Hallo Kollegen (Kimi, Ulla)
Ich bin ja auch für eine deutliche Anhebung, nur, wenn Du als Gewerkschaft in der Öffentlichkeit allen Ernstes 20% und mehr forderst, was erwartest Du als Reaktion vom Steuerzahler? Das öffentliche Echo dürfte verheerend sein. Wir sind hier nicht auf einem Bazar in Antalya, da wird so verhandelt und es wird dort auch so aktzeptiert, dass die Ausgangsforderungen der Verhandlungsteilnehmer jeweils völlig utopisch sind. Die Zeit der Bescheidenheit sollte sehr wohl vorbei sein, aber so etwas macht uns nur unglaubwürdig.

Eintrag von Rabe am 28.November 2007


Kolleginnen und Kollegen,

wenn ich diese Einträge hier lese, wird mir schlicht übel. Ihr seid einfach nur schlecht. Maul aufreißen und fordern und sonst nichts!?! Wie sollen denn eurer Meinung nach diese Forderungen realisiert werden? Wer von Euch war auf den letzten Demos der GdP mit Bezug Einkommen? Wie verhaltet ihr Euch im Bezug mit euren Tarifkollegen, wenn diese für Ihre Lohnforderungen auf die Strasse gehen? Denn nur diese GdP Mitglieder können streiken und uns (Beamte) im Kampf um bessere Lohnentwicklungen unterstützen!

Wer engagiert sich für die GdP in seinem Bereich, um die Kolleginnen und Kollegen zu mobilisieren? Die Gewerkschaft der Polizei ist keine Versicherungsanstalt, die für das Wohlergehen der Beschäftigten zuständig ist. Wir alle sind die GdP und dann gibt es da noch eine ganze Menge Trittbrettfahrer! Wir und nicht „nur“ der Vorstand müssen für Verbesserungen eintreten. Der Vorstand muss hierbei organisieren und „anschließend“ verhandeln. Und dann klappt es auch mit den Forderungen.

Eine Lohnentwicklung im Polizeivollzugsdienst könnte auch die Umsetzung der zweigeteilten Laufbahn sein. Für die Beamtenschaft der Verwaltungsbeamten die generelle Abschaffung des einfachen Dienstes sowie generelle Einkommensverbesserungen um 5 %. Dass wären faire Forderungen. Alles andere ist einfach utopisch und entspricht _i_d Zeitung Niveau.

Abschließend möchte ich allen ehrenamtlich tätigen Vertrauensleuten und Vorständen für ihre gute Arbeit vor Ort und damit an der Basis danken.

Eintrag von lol am 28.November 2007


Jetzt haben es wir es schon wieder. Der Deutsche Beamtenbund fordert für den öffentlichen Dienst 5,5% Gehaltserhöhung im Gesamtvolumen. Was immer das heißen mag. Wir haben es diesem eingetragenen Verein (Heesen) zu verdanken, dass uns das Weihnachtsgeld gekürzt wurde.
Gestern wurde bekannt, dass die allgemeine Teuerungsrate bei 3% liegt, was ich persönlich für gelogen halte. Sie liegt in Wirklichkeit viel höher.Da kommt dann dieser Beamtenverein her und fordert nur 5,5 %.
Unsere Volksverdreher haben uns doch eine Steilvorlage gebeben, 9,4 %. Das müssen wir Bundespolizisten auch bekommen. Auch lese ich bei diesem Beamtenclub kein Wort über das gekürzte Weihnachtsgeld (Sonderzuwendung) und die nicht mehr ruheghaltsfähige Polizeizulage sowie das geklaute Urlaubsgeld.
Hier erwarte ich seitens der GdP und des DGB deutliche Aussagen und Forderungen.
Wir dürfen nicht streiken. Warum eigentlich nicht, das ist doch ein verbriiftes Grundrecht. Außerdem gibt es eine Sozialacharta der EU, die ein Streikrecht für Beamte in Deutschland bejaht. Auch hier wäre unsere Gewerkschaft gefordert, dies einmal zu prüfen und umzusetzen.
Wenn wir nicht streiken dürfen, warum tun es die Angestellten im ÖD nicht für uns ?
Wir wurden genug bestraft, es reicht. Mir ist ganz übel und es könnte sein, dass ich zum Arzt muss und längere Zeit krankgeschrieben werde.

Eintrag von Reiner Mischer am 28.November 2007


Lieber Kollege Scheuring,

Ich bin ja nun nicht der Einzige, der in diesem Forum die PROZENTUALEN Einkommenserhöhungen in Frage stellt. Aus meiner Sicht wäre zu diesem Thema endlich eine eindeutige Standpunkterklärung der Gewerkschaftsführung angebracht. Warum fordert die Gewerkschaftsführung prozentuale Erhöhungen, wenn sie sie vielleicht doch nicht für gerecht hält? Schließlich wird die Mehrheit der Bundespolizeiangehörigen (mD, TvÖD und teilweise gD) meiner Meinung nach benachteiligt, wenn Einkommenserhöhungen weiterhin nach Prozenten erfolgen.

Und noch mal zum Thema Abstandsgebot: Gewerkschaftlich geforderte Einkommenserhöhungen des Grundgehalts dienen meines Erachtens hauptsächlich zum finanziellen Ausgleich der ständig steigenden Lebenshaltungskosten (Ich nenne es mal Grundbedarf), wie Wohn- und Wohnnebenkosten, Energiekosten, Lebensmittel, Betreuungskosten, Fahrtkosten, Versicherungen usw.
Eine lineare Einkommenserhöhung (einheitlicher Euro-Betrag) erhöht das “Grundbedarfs-Einkommen” für alle Einkommensgruppen im selben Umfang. Das darüber liegende “frei verfügbare Einkommen” steht hierbei in Relation zum Abstand zwischen den einzelnen Einkommensgruppen. Folglich gibt es bei linearen Einkommenserhöhungen keine betragsgemäße Annäherung.
Im Gegensatz dazu steigt bei prozentualen Einkommenserhöhungen neben dem “Grundbedarfs-Einkommen” auch das “frei verfügbare Einkommen” an. Folglich vergrößert sich der betragsgemäße Abstand zwischen den einzelnen Einkommensgruppen. Wenn es dabei bleibt, wird sich das “frei verfügbare Einkommen” in den oberen Einkommensgruppen im Laufe der Zeit verdoppeln, während die unteren Einkommensgruppen jede Einkommenserhöhung zur Tilgung der Grundbedarfskosten einsetzen müssen.
Wenn dies vom Bundesverfassungsgericht so festgelegt wurde. Na ja!

Zum Abschluss: Zur Abhandlung der obigen Thematik ist es nicht wichtig wer ich bin, da ich keine persönlichen Forderungen stelle. Ich bin nur einer aus der fragenden Masse. mfg 1+1=2

Eintrag von 1+1=2 am 28.November 2007


Auch ich bin dafür, das Optimum für uns rauszuholen, wie man sicherlich aus früheren Posts entnehmen konnte. Und ich bin mir sicher, dass Jupp & Co ihr Bestes dafür geben werden.
Wenn wir solche Kollegen wie Jupp nämlich nicht hätten, wären wir nämlich noch mehr am Ar…! Ich weiss z. B. dass er am Montag Morgen in Frankfurt war, dann nach Dresden gefahren ist und in der Nacht auf Dienstag nach Rosenheim gefahren ist.

@Jupp & Co

Vielen Dank, dass ihr Euch für uns so einsetzt!

Das musste hier auch mal gesagt werden, damit insbesondere die, die meinen, dass das ein “Gaukeljob” wäre, mal wissen dass wir ohne solche Kollegen wirklich nur Leibeigene unseres Dienstherren wären!

Eintrag von Sergant am 28.November 2007


Liebe Kollegen des GdP-Vorstands, lieber Kollege Scheuring!

Dass ich Ihre Forderung nach kräftigem Einkommenszuwachs voll unterstütze, ist ja wohl das mindeste und selbstverständlich.
Aber dass sogar die Bundeskanzlerin (!!) erkannt hat, dass die Beamten und Tarifbeschäftigten als verlässliche Stabilitätsfaktoren (so hat sie sich sinngemäß geäußert) nun endlich eine deutliche Verbesserung bekommen müssen, ist schon mehr als erstaunlich, zumal ja andere Ecken und Enden dieser merkwürdigen Koalition ganz andere Töne anschlagen.
Nachzulesen sind die Äußerungen von Frau Merkel in der Süddeutschen Zeitung von gestern, 27.11.2007. Unter der Überschrift “Merkel sagt höheres Gehalt zu” schreibt Detlef Esslinger über eine Rede der Kanzlerin vor dem Gewerkschaftstag des Deutschen Beamtenbundes unter anderem folgendes: “Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes Erhöhungen ihres Einkommens in Aussicht gestellt. Man müsse die Menschen am Aufschwung teilhaben lassen und `Schritt für Schritt denen etwas zurückgeben, die sich in den vergangenen Jahren als Stabilitätselement erwiesen haben`sagte Merkel am Montag beim Gewerkschaftstag des Deutschen Beamtenbundes (DBB).”
Na, das ist doch schon ein interessanter Anfang!
Ich erinnere mich auch an eine Aussage von Peter Altmaier im Sommer vergangenen Jahres, der hier im Standort Bad
Bergzabern so ganz nebenbei fallen lies, dass man für die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes jetzt langsam mal gehaltsmäßig was tun müsse…
Ganz offensichtlich stehen die Zeichen gar nicht so schlecht.
Deshalb kommt es jetzt darauf an, mit Maß und Ziel zu verhandeln und nicht zu vergessen, dass ja schon einige im öffentlichen Dienst 9,4 Prozent Gehaltssteigerung bekommen haben…

Eintrag von Jürgen P. Rubeck am 28.November 2007


Liebe Gewerkschaften, liebe Kollegen/-innen !!!

Was dem einen Recht ist ist dem anderen billig !!!

Fakt ist:

1. Wir haben in den letzten Jahren Einkommensverluste von mindestens 15 %

2. Wir haben eine Inflation die sich bei uns tatsächlich im Geldbeutel auswirkt von fast 5% darin enthalten sind Waren aller Art des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel,Energiekosten,Benzin,Heizöl( nicht mitgerechnet langlebige Güter wie waschmaschinen,Kühlschränke o.ä.)

3. Unsere Regierung, die uns das Sparen predigt füllt sich selbst ungeniert die taschen und viele von uns wissen nicht wie sie Ihre Familien über den Monat bringen sollen

4.Eine Gehaltsforderung von unter 10% ist nach den massiven Einkommensverlusten mehr als angemessen ( selbst wenn wir diese 10 % bekommen sollten,haben wir rechnerisch immer noch nicht das Niveau von 2003 ereicht oder auch nur die aktuelle Inflation ausgeglichen)

5. Das man dem Bürger der ja keine Ahnung hat wie der Hase bei uns läuft schlecht vermitteln kann ist klar, aber von den sogennanten Beamtenprivilegien ist nichts mehr übrig und vom sicheren Job wird mein Kühlschrank nicht voll und auch bei ALDI an der Kasse werde ich damit nicht weit kommen

6. Unsere Zuschläge für Dienst zu ungünstigen Zeiten die Schichtzuschläge sind offensichtlich aus einem anderem Jahrhundert und gehören schleunigst angehoben, den als Ausgleich für die ungesunden Arbeitszeiten können sie schon lange nicht mehr gelten

Und zu guter letzt ich bin selbstverständlich bereit mit allen Kollegen und den gewerkschaft für Einkommensverbesserungen zu kämpfen sagt mir wann wo und wie, leider liest man nie etwas darüber wann demos ö.ä. laufen.

Laßt euch nicht unterkriegen

In diesem Sinne

Eintrag von Firstgate am 28.November 2007


Korrektur zu 4. ich meinte über 10% :)

Eintrag von Firstgate am 28.November 2007


Info:
Das fordert die Konkurenz:
Auf dem Gewerkschaftstag des DBB zeichnete sich eine Forderung nach sechs bis sieben Prozent mehr Einkommen ab.
Anwort:
Bundesinnenminister Dr. W. Schäuble ging in seiner Rede auf dem Gewerkschaftstag nicht auf die Forderungen ein. Er sprach sich aber für eine noch stärkere Verankerung des Leistungsprinzips im Beamtenrecht aus.
(Auszug aus meiner regionalen Tageszeitung)

Meine Fragen:
Hat die GdP (im DGB) die gleichen Vorstellungen in Bezug auf die Einkommenserhöhung wie der DBB? Wie ist die Position zum Weihnachtsgeld, DUZ-Zulagen usw.? Werdet ihr Vorschläge des BMI für eine Stärkung des Leistungsprinzip in eure Verhandlungen einfließen lassen?

Meine Position:
Eine lineare Einkommenserhöhung unter Berücksichtigung der Erhöhung von Zulagen und sonstigen Vergütungen ist die beste Lösung.

Eintrag von Frank am 28.November 2007


Eben gelesen in WELT.de

“Schäuble appelliert an Loyalität der Beamten

Der Beamtenbund fordert eine Erhöhung der Einkommen in Höhe von sieben Prozent. Doch auf dem Gewerkschaftstag ging Innenminister Wolfgang Schäuble mit keinem Wort auf diese Forderung ein. Stattdessen kündigte er eine weitere Verschärfung des Beamtenrechts an.

Wolfgang Schäuble (CDU) schlug versöhnliche Töne an. Gewerkschaft und der Arbeitgeber Staat seien zur Partnerschaft verpflichtet, sie trügen gemeinsame Verantwortung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst, sagte der Innenminister auf dem Gewerkschaftstag des Deutschen Beamtenbundes (DBB) in einer mit wenig Beifall bedachten Rede. Auf die konkrete Forderung von Beamtenbund-Chef Peter Heesen, die Einkommen der Staatsdiener 2008 bis zu sieben Prozent zu erhöhen, ging Schäuble aber mit keinem Wort ein. Kanzlerin Angela Merkel hatte am Tag zuvor noch einen Einkommenszuwachs in Aussicht gestellt………..”

Eintrag von altbeamter am 28.November 2007


In der vorweihnachtlichen Zeit darf schon mal geträumt werden, den Träumer leben länger, da sie mehr geistiges Fortune entwickeln. Man kann ja schon froh sein, dass nicht noch mehr abgezogen wird;

Eintrag von ESch am 28.November 2007


Liebe Kollegen!!

Mit Forderungen zu 20 Prozent an die Öffentlichkeit zu gehen, wäre total überzogen, bleibt doch mal auf dem Teppich, obwohl ich diese Forderung verstehen kann!
Die Ansage der Kanzlerin ist doch nur öffentlichkeitswirksames Gelaber. Glaubt Ihr im Ernst, dass wir eine 5 vor dem Komma stehen haben werden?????
Das ganze Gehäule bringt nichts, wenn die Gründe auch dafür in ausreichender Zahl vorhanden sind und in diesem Forum mehrfach benannt wurden.
Es wird folgendermaßen ablaufen (so meine Einschätzung); Die zusammengeschlossenen Gewerkschaften fordern kanpp über 5 Prozent und wir bekommen höchstens eine Drei vor dem Komma. Es wird einige Wortschlachten in der Öffentlicgkeit geben und wie in zurückliegender Zeit ist ratzfatz der Abschluss da. Alle klopfen sich auf die Schulter, gehen einen Trinken und wir sind die angeschissenen.
Ich sehe hier nur eine Möglichkeit ein besseres Ergebnis zu erzielen. Die Gewerkschaften, die Beamte und Angestellte im Bereich Hoheitsrechtlicher Aufgaben vertreten, müssen eigenständig verhandeln, analog der GDL. Ansonsten gehen wir im Wust von Verdi und DBB unter. Es ist ein Unterschied, ob ich als PVB mein Leben aufs Spiel setzte, Tag und Nacht bereit bin Einsatz zu zeigen und für Andere den Kopf hinzuhalten, oder ob ich Lehrer oder Postbote bin. So einfach ist das.
Das muss endlich mal gewürdigt werden, mit einer entsprechenden Aktion muss man die Öffentlichkeit und den Bürger sensibilisieren und ich denke er hat Verständniss dafür, denn schließlich räumen wir den Dreck auf, den Andere hinterlassen.
Es gab vor langer Zeit mal dass Modell bei der Polizei ” Arbeit nach Vorschrift”, dass muss unser Ansatz sein, um unsere Forderungen durchzusetzen, denn jeder weiß ” Arbeit nach Vorschrift” würde unseren ” Betrieb” gänzlich lahmlegen. Macht doch einfach mal keine Überstunden mehr, verseht keine Sonderdienste mehr usw.Da wird man sehen, was dabei rumkommt.
Gehaltsrunden unter der Fuchtel von VERDI oder DBB sind von vornherein zum Scheitern verurteilt, schaut doch mal, welche Parteibücher diese Herren unterm Kopfkissen liegen haben. Auch diese Herren kämpfen nur um Ihr Pöstchen und Ihre Zukunft.Schaut Euch Topmanager der Autoindustrie, der Bahn, Aufsichträte in der Wirtsachaft an, alles Politiker oder ehemalige Gewerkschaftsfunktionäre. Glaubt ihr hier kratzt eine Krähe einer Anderen ein Auge aus.!!
Unsere Gewerkschaft die GdP muss eigenständig und mit dem entsrpechenden Nachdruck verhandel.

NUR SO GEHT’S

Eintrag von Railwaycop am 28.November 2007


Bei der Frage der beabsichtigten Einkommenserhöhung sollte nicht vergessen werden, das sich die reale Einkommenssituation durch die jährlichen Eskapaden der Bundesregierung (Erhöhung der Wochenarbeitszeit, Kürzung des sog. Weihnachtsgeldes, Wegfall des Urlausbsgeldes etc.) ein realer Einkommensverlust von 10 bis 15 % jährlich zu sehen ist. Bin ja mal gespannt wie das bei dem stagnierenden Wirtschaftsaufschwung und einer vermutlichen Gehalts/Lohnerhöhung von 2,x % - im Beamtenbereich natürlich mit zeitlicher Verzögerung - ausgeglichen werden soll. Und einen Streik der Müllabfuhr kann ich nicht befürworten. Sinnvoller wäre es den Bereich des ruhenden Verkehrs sprich der OWiG zu bestreiken. Es soll ja manche Kommunen (z.B. Mannheim) geben, die sind auf diese Einnahmen dringend angewiesen.

Eintrag von Uwe am 28.November 2007


Hey, wer mehr Geld auf seinen Konto will der lässt sich einfach Abordnen. Dann habt ihr die Gehaltstufe z.B. A8+T Und das ist fast noch besser als +40%Gehalt;-)

Eintrag von Sven am 28.November 2007


Wenn sich die Damen und Herren der Politik so ungeniert die Taschen vollstopfen können, obwohl ja kein Geld da ist, dann ist es doch mehr als gerechtfertigt, wenn die Basis von der diese Damen und Herren getragen werden, doch wohl weit mehr erhalten als 330,00€.
Mit irgendwelchen Prozentwerten brauchen wir hier nicht mehr ins Rennen gehen!
Alles andere unterhalb der 330,00€ in 2008 und 329,00€ in 2009 ist mittlerweiler lächerlich.
Die Politik hat durch ihre maßlose “Selbstbedienungsmentalität” unseren Einkommenskurs festgelegt.
Wenn diese Politiker sich so derart schlecht benehmen, sich gegen jede Vernunft so unsozial ohne Rücksicht auf Verluste aus dem Staatssäckle bedienen, ist es überhaupt nicht einzusehen, dass wir nun anfangen genügsam zu sein! Warum sollten wir denn nicht, wie oben in vielen Einträgen angesprochen und begründet, auch diese fetten Einkommenszuwächse erhalten.
Es gibt keinen Grund für Genügsamkeit!
Die Masse von uns erhält nicht einmal ein “Drittel”, geschweige denn die “Hälfte” an Einkommen “nur” der DIÄTEN dieser Abgeordneten.
Die Masse der Mitarbeiter wäre nur froh, wenn diese mit ihren Familie incl. Kindergeld die “Hälfte” an Einkommen nur der DIÄTEN hätte!!!!
Die, die es am wenigsten nötig haben, bedienen sich nach herzenslust. Diejenigen welche eine gewaltige Aufbesserung ihrer Gehälter auf grund der Verteuerung der Lebenshaltungskosten bräuchten, soll es durch die “Selbstbediener” verwehrt werden!!!?
Das istein untragbarer Zustand!!!!!!

Ich hoffe sehr, dass die Gewerkschaften sich nicht unterhalb der “330,00€ Marke” über den Tisch ziehen lassen!!!

Gruß

Rainer

Eintrag von Rainer am 28.November 2007


Die Gewerkschaft sollte die kommenden Gehaltsanhebungen unbedingt linear gestalten. Wird das nicht gemacht, so klafft die soziale Schere noch weiter auseinander (was ja zurzeit überall beanstandet wird) und dann noch zu mehr Unmut, auch unter den Kollegen führen wird. Die Gehaltsabstufungen sind ja schon da und die gestiegenen Preise gelten genauso für den Polizeipräsidenten wie auch für den Polizeimeister.

Bei den Forderungen sollte man sich exakt an die Diätenerhöhung unserer Volksvertreter halten, auch für die Polizeibeamten sind die Anforderungen gestiegen und auch wir haben die letzten Jahre Einkommensverluste hinnehmen müssen. So kann auch keiner über überzogene prozentuale Forderungen schimpfen, denn es wird ja nur gefordert, was sich auch unsere Volksvertreter und unser oberster Chef der Innenminister bei den so knappen Haushaltskassen gönnten. Zudem kann auch ein Polizeibeamter aus dienstrechtlichen Gründen keine Nebenjobs wie ein Abgeordneter ausüben und es fehlen die vielen Nebenvergünstigungen, welche diese ja bekanntlich besitzen.

Also ist so eine Gehaltsforderung mehr als berechtigt!

Eintrag von Joachim am 28.November 2007


Nach langer Zeit melde ich mich mal wieder zu Wort.
Ich finde nicht das unsere Politiker überzahlt sind. Im Vergleich zur freien Wirtschaft verdienen Leute in solchen Verantwortungsbereichen mehr. Somit kann man nicht von Selbstbedienung sprechen. Nur - für uns sind die Kosten zum täglichen Leben immens gestiegen. Die Schere auch im EU Vergleich wird immer breiter. Aber ganz realistisch. Mehr wie 3-4 % werden nicht drinnen sein. Der Vorschlag von den % wegzukommen finde ich gut. Aber bitte keine Einmalzahlungen.
Was das Weihnachtsgeld betrifft. Es gibt öffentliche Institutionen, welche zuerst das WG gestrichen haben, dies aber nun aufgrund der besseren Konjunkturlage und Einnahmen auszahlen - das WG muss wieder her!!!

Eintrag von Klartext am 29.November 2007


Hallo !!

Also mit einer Gehaltserhöhung von 4,7% für 2008 und einer gleichen Gehaltserhöhung für 2009 (so wie die Bundestagsabgeordneten), damit wäre ich einverstanden.

Eintrag von Hauke am 29.November 2007


Irgend jemand faselte mal etwas von Gleichbehandlung, das muss aber jemand gewesen sein, der schlecht geträumt hatte oder weltfremd ist.
Ab Januar sieht es in meiner Dienstschicht so aus, dass Gruppenleiter und Streifenbeamte alle 100% bekommen, aber
diejenigen, die das “Tagesgeschäft” am Laufen halten DGL und Stellv.DGL weiterhin mit 92,5 % dabei sind.
Über die Stimmung und Meinung, die ab Januar vermutlich vorhanden sein wird, schweigen wir lieber!!!!
Vermutlich könnten sich auch negative Auswirkungen auf die Qualität der Arbeit und im Führungsverhalten ergeben.
Bei mir melden sich schon wieder die Magengeschwüüüühhhhre.

Eintrag von Roland am 29.November 2007


Entweder bist Du in der Besoldungsgruppe B oder Betrunken mein lieber Hauke…
Unter 330 Euro Sokelbetrag geben wir uns diesmal nicht zufrieden!!

Eintrag von WIKINGER am 29.November 2007


Zum Eintrag von Roland am 29.November 2007

Ach was….
Nur DGL und stellv. DGL halten das Tagesgeschäft am laufen… ??
KSB nur hirnlose aber steuerungsfähige PVB ????

Bei solcher Einstellung muss man sich nicht wundern, das sich Magengeschwüre in diesen Kreisen melden.

Eure DP wären ohne KSB mehr als flüssig … nämlich überflüssig

Eintrag von "verwirrtschaut" am 30.November 2007


Zum Eintrag von “verwirtschaut” vom 30.11.07:

Muss sich jetzt Roland (Eintrag 28.11.) auch noch entschuldigen? So wie man hier Sozialneid und Häme herauslesen könnte, wie auch in den Beiträgen zu den Diäten der Bundestagsabgeordneten, so wird sich die Öffentlichkeit zu Forderungen von > 20 Prozent verhalten. Oder hast Du es noch nicht erlebt, dass Dir aus Deinem Nicht-Polizei-Umfeld schon einmal Deine “Privilegien” vorgehalten hat? Wer sich selbst etwas gönnen möchte, sollte dies auch dem anderen zugestehen. Nur so erreichen wir eine gemeinsame Front um unsere Forderungen durchsetzen zu können. Es nutzt doch nur der “Gegenseite” etwas, wenn sich die Leute untereinander “zerfleischen”.

Eintrag von Rabe am 30.November 2007


Nun hat man es also endlich geschafft:

Die Basis zerfleischt sich selber. Das ist doch absolut kontraproduktiv, Kollegen. Und 100% hat ja wohl langsam aber sicher JEDER verdient.

Eintrag von Sergant am 30.November 2007


HALLO!

Mir (wie den meisten anderen auch) fehlt auf´s Jahr gerechnet über ein kompletter Monatslohn!

Der ist mir insbesondere durch den derzeitigen IM flöten gegangen!

Wer mir dann mit einer Forderung von 3-7 % an Mehr kommt, der (entschuldige bitte) kann nicht ganz frisch sein, oder hat von Haus aus soviel Asche auf der Tasche, das er eigentlich nicht merkt wie teuer das Leben (sprich Inhalt eines Einkaufwagens) inzwischen geworden ist.

Bei uns in NRW ist derzeit die höchste Inflationsrate bei den Lebenhaltungskosten seit 14 Jahren!!! Und der Staat steckt sich die damit verbundenen Steuern munter in die Tasche.
Klar kann man sich dann bei solchen Staatseinnahmen mal so 9,4% mehr gönnen…. :-(((((

Die Bahn will jetzt ihren Mitarbeiter (allen) zwischen 10 - 14 % mehr gönnen. Mitarbeiter die im Schichtdienst sind bzw Wochenende arbeiten oder höhere Verantwortung tragen sollen weit über 14% (durch Zulagen/ Sonderzuwendungen) bekommen (Rheinische Post heute).

Und da fordert man für uns einen solchen Betrag, wo wir die letzte Zeit 15 - 19 % gekürzt bekommen haben?

Sorry aber ich hoffe ich gewinne im Lotto - das ist aufgrund solcher Forderungen der Gewerkschaften wahrscheinlicher als durch solche lieben und moderaten Forderungen !!!mal mehr!!! im Geldbeutel zu haben.

Ich kann nur ein Eigenes Laufbahnverlaufsmodell wiederholt betonen, alles andere wird Kokolores

(auch die zweigeteilte Laufbahn - man schaue NRW: z.B. 55Jahre und PK - toll!!! der hätte vielleicht im mD sein Z schon auf dem Konto der Kollege)

und bringt uns nix an mehr, wetten ???!!!

Ausserdem könnt ihr euch sicher sein: An der Basis brodelt es nicht, die Suppe kocht schon über!
Wenn wieder nix (oder nur ein Mini-erfolg), als ein grosser gewerkschaftlicher Sieg verkauft wird, werden die Mitglieder:Polizisten/Angestellte/Arbeiter (bei allen Gewerkschaften) in Scharen austreten und sich anderweitig versuchen zu organisieren. Erfolgsbeispiele (Auch in direkten Verhandlungen mit IM´s d.L.) diesbezüglich gibt es zur Zeit ja.

Nichts desto trotz: Auf den Dienststellen (zumindesten bei uns) wird eine gute Arbeit Seitens der Gewerkschaften geleistet.
Vielleicht sollte die oberste Führung des öfteren Mal einen “Arbeitsmonat” weit unten (ganz weit unten und ich meine nicht nur einen Tagesbesuch!) einlegen, um an der Basis zu bleiben und nicht Politikerlike zu agieren!!!!!

Die Frustration besteht nämlich nicht nur bei uns, den vierteljährlichen Beitragszahlern, sondern auch bei den Personalvertretern der unteren Ebene!
Eben wie zur Zeit beim Volk bzgl der hochherrschaftlich (oder überheblich?) durchgeführten Politik.

Also: Glück auf!

Eintrag von Stef am 30.November 2007


Zum Eintrag von Rabe am 30.November 2007

Eine erwartete Entschuldigung meinerseits, Sozialneid oder Häme kann ich aus meinem Beitrag nicht entnehmen.
Gleichwohl entnehme ich u. a. aus dem Beitrag von = Roland am 29. November 2007 = Standesdünkel.
Ich glaube kaum, dass Du Dir ein Urteil darüber erlauben kannst, was ich mir gönnen möchte oder auch nicht.

Auch halte ich meine Argumente zu der Diätenerhöhung aufrecht.

Eintrag von "verwirrtschaut" am 30.November 2007


Eintrag von Rabe am 30.November 2007

Sozialneid oder Häme vermag ich objektiv betrachtet nicht aus den Beiträgen von “verwirtschaut” zu entnehmen. Er erwartet auch keine Entschuldigung. Seinen Beiträgen zu den Diätenerhöhungen vermag ich zwar nicht in allen Punkten teilen, sind aber bemerkenswert. Auch sein “Traum” hierzu vermag ich so zu werten, wie er auch gemeint zu sein scheint. Ich nehme es mit Humor. Nicht alles so ernst nehmen.

Eintrag von "kleinLaut" am 30.November 2007


@ Roland

Leider muss ich Dir Recht geben. Wenn ab Januar 2008 alle Mitarbeiter des mD 100% bekommen und somit besser verdienen als der DGL, dann stimmt was nicht. Den Aufstieg den ich gemacht habe, ist für mich somit ein ABSTIEG! Hier wäre die Gewerkschaft, aus der ich demnächst austreten werde, gefordert. Ich habe aber nirgends gelesen, dass die Gewerkschaft an dieser “Gerechtigkeitslücke” arbeitet.
Nicht Recht geben kann ich Dir aber mit der Aussage, dass durch den DGL und StellvDGL das Tagesgeschäft am Laufen gehalten wird. Jeder PVB ist ein Rad in unserm Verein und ohne dieses Rad würde es nicht weiter gehen. Darum sollte doch jeder seine 100%, die sicherlich auch jeder verdient, bekommen. Unverständlich ist ist für mich aber, dass der eine oder andere PVB des mD eine riesen Freude darüber hat, dass er 100% und sein Vorgesetzter 92,5% Gehalt bekommt. Da kann ich mich nur den Worten von SERGANT vom 30.11.07 anschliesen, es ist schade das sich die Basis zerfleischt, anstatt zusammen zu stehen.
Hallo Gewerkschaft - Ihr seit am Zug.

Eintrag von Dirk am 30.November 2007


Eintrag von Klartext am 29.November 2007

Es geht nicht nicht darum das Politiker überbezahlt sind im Vergleich zu den Managern oder uns. Woran möchtest du denn das Bemessen?
An den maßlos überzogenen Managergehältern doch wohl nicht.
Weiterhin wird das politische Amt nicht nur für deren Parteilobbyismus genutzt, hier werden wie sich an vielen Beispielen der Vergangenheit gezeigt hat, auch zukünftige Weichen für ein Leben nach dem Abgeordnetendarsein gestellt.

Wir haben keine freien unabhängigen Politiker. Das ist ein Wunschdenken. Wir haben in den Abgeordnetenhäusern grundsätzlich nur noch Wirtschaftsfunktionäre/Lobbyisten sitzen, welche im Sinne der Wirtschaft zu funktionieren haben.
Es wäre doch sehr interessant zu wissen, wie viele Abgeordnete wo in welchen Aufsichtsräten sitzen. Ist es nicht auch so, dass es da welche gibt, die sogar in verschiedenen Aufsichtsräten sitzen und mitbestimmen wie es laufen soll. Sie haben damit auch Einfluß auf den Aktienmarkt!
Wenn es vernünftig laufen würde, dürften sich unsere Abgeordneten in keinster Weise durch o.a. Positionen von der Wirtschaft abhängig machen. Und dann spräche doch auch nichts gegen DIÄTEN die vielleicht um die 8.000,00 bis 10.000,00€ lägen.

Es läuft nun mal nicht ehrlich und sauber!

Das Maß der Dinge in der Einkommenspolitik aller Mitarbeiter beim Bund sollte die Basis sein! Hieran sollte sich auch das Einkommen unserer Abgeordneten bemessen! Unsere Abgeordneten als Preistreiber Nummer Eins was die Lebenshaltungskosten betrifft, hat genauso bei sich slbst zu sparen wie diejenigen von denen es verlangt wird. Und wenn, dann bekommen alle die gleiche Summe,

330,00€ in 2008 und 329,00€ in 2009!!!!

Die Politik hat hier ganz klare Zeichen gesetzt. Es kann nicht sein, dass die Politik auf der einen Seite Preistreiber ist, die Lebenshaltungskosten ins Uferlose treibt, um einen sanierten Haushalt für die EU zu präsentieren, sich selbst auf die Schulter klopft und sich dann aus der Staatskasse bedient, um uns dann bei der Einkommensrunde 2008 unterhalb der Inflationsrate über den Tisch zu ziehen.

Und viele Familien wären nur froh und glücklich, die Hälfte „nur der DIÄTEN“ als Einkommen zu haben. Das gilt vorallem für diejenigen, die mit ihren Familien in den teuren Wohngegenden leben, vielleicht aus dienstlichen Gründen dort leben müssen.

Hoch lebe die Familienpolitik unseres BIM, unserer Regierung.
PS.: Ich verzichte lieber auf die Erhöhung des Kindergeldes um die lächerlichen 10,00€/Kind, da dadurch nur sämtliche Steuern durch den Gönner Staat wieder angehoben werden. da bekomme ich 10€, im Gegenzug werden mir durch Steuererhöhungen 15€/Familienmitglied wieder genommen. Das ist die Rechnung unserer Regierung!!!!

Weiterhin ist die Autobahnvingnette ein riesier Schwindel! 120€/Jahr, dafür die Senkung der Steuern auf Benzin. Da kann man doch nur noch lachen. 120€ und nach ein paar Monaten steigen die Benzinpreise, so dass die Steuersenkung dadurch wieder aufgefangen wird.
Die Verarschung nimmt kein Ende. Und eines ist auch sicher, gesenkte Steuern lassen sich wieder heben.

Eintrag von Rainer am 30.November 2007


Ein großer Dichter, war es Goethe oder Schiller, sagte einmal:
Wer von anderen immer nur Pflichten fordert und ihnen Rechte nicht gewähren möchte, muß sie dafür anständig bezahlen!

Das heißt für mich, dass in der nächsten Gehaltserhöhung, so sie denn endlich kommt, mind. das wiederzufinden ist, was uns in den letzten Jahren genommen wurde. Alles andere ist unanständig.

Eintrag von Anonymous am 30.November 2007


Hallo Verwirrtschaut!
Das Thema zu dieser Diskussion steht doch oben! Bitte lies es doch einfach noch einmal durch. Ich kenne zwar den Roland nicht, bekomme selbst schon seit langer Zeit 100%, wünsche aber Dir und Ihm die 100%, einfach nur um der Gerechtigkeit wegen. Denn es war noch niemals gerecht, dass es einen Unterschied Ost- und Westtarif bei uns gab. Die Arbeit war schon immer gleich und unterschiedliche Arbeitsproduktivität kann nun wirklich niemand ernsthaft unterstellen. Und dann können wir auch hier weiter darüber diskutieren, ob es prozentuale Erhöhungen geben soll oder nicht oder einfach nur lineare Geldbeträge. Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass er die Rolle des KSB runterreden möchte, aber wenn er schon mehr zu verantworten hat und das ist in der Rolle des DGL definitiv so, dann sollte sich das auch für ihn bei der Besoldung bemerkbar machen. Fragt doch einfach mal junge Stationsärzte in den Krankenhäusern, was sie von einem System halten, bei dem sie weniger verdienen (bekommen) als manche Krankenschwester. Bei voller Verantwortung. Ähnlich sieht es doch bei uns aus. Dabei ist es dann auch egal, ob KSB oder DGL. Die jüngeren Kollegen sch… es definitiv an. Und die werden dann auch noch länger arbeiten gehen müssen. Noch einmal: wir sollten zusammenstehen. Ansonsten werden Führungskräfte wie Roland wahrscheinlich irgendwann auch mal die Gewerkschaft verlassen. Wie stark kann denn eine Gewerkschaft verhandeln, wenn ein großer Teil der Mitarbeiter sich von ihr abwenden würde? Und so wenig DGL gibt es ja nun auch wieder nicht. Übrigens bin ich selbst ein DGL und war auch lange genug KSB um zu wissen, was hier jeder leistet. Beide, DGL und KSB leisten genug um sich die 100% verdient zu haben. Falls Roland sich noch einmal äußern würde, würde das bestimmt hilfreich sein. Nur zur Klarstellung.

Eintrag von Rabe am 30.November 2007


Um das mit dem jungen Arzt und der Krankenschwester mal auf unseren Bereich anzuwenden (@ Rabe) muss man doch nur den jungen PVB und die Angestellten (GUK) vergleichen. Da verdient der GUK aber eindeutig mehr und dass bei einer 2,5 Stunden kürzeren Wochenarbeitszeit, zwei Tagen mehr Zusatzurlaub,er bekommt Urlaubs und Weihnachtsgeld. Verantwortung und hoheitliche Aufgaben hat er auch nicht. Jeder soll gut verdienen, aber das Gehalt eines PVB gehört endlich deutlich angehoben bzw. es muss eine eigenständige Besoldung für den PVB her. Übrigens im Dezember, mit Urlaubs und Weihnachtsgeld, lacht der GUK uns alle aus.

Eintrag von Kay am 30.November 2007


Bevor mit dem Finger auf Andere, innerhalb des Kollegenkreises gezeigt wird, sollte man soviel Courage haben und seine eigene Position zu überdenken.
Hier nehme ich mich ausdrücklich nicht aus.
Wenn ich vorstehende Beiträge lese und versuche diese zu analysieren, könnte ich nur zu dem Ergebnis kommen, dass Andersdenkende, die also nicht die Meinung der hiesigen Mehrheit stützen, verunglimpft werden oder werden sollen.
Hier und da wird sogar, schaue ich in die anderen Phoren, verbaler Druck auf die Kollegin oder Kollegen ausgeübt, nur weil er sich ein Stück „Satire“ erlaubt.
Wir müssen uns nicht alle lieb haben.
Aber versuchen wird doch wenigsten das jeweilige Gegenüber, auch die Andersdenkenden, diejenigen die Ihre Meinung auch hart vortragen zu tolerieren und zu respektieren.
Liegen hier jedoch schon im Kollegenkreis die Probleme, könnte es mit der Kollegialität immer mehr „den Berg runter“ gehen, sofern diese denn überhaupt in den einzelnen Bereichen in der BPOL noch vorhanden ist.
Mangelnde oder sogar fehlende Kollegialität lässt jegliche gewerkschaftliche Arbeit schon im Ansatz zum Scheitern bringen.
Jeder von uns steht jeden Dienst-Tag in seiner jeweiligen Funktion seine Frau bzw. seinen Mann und trägt letztendlich zum Gemeinwesen BPOL bei.
Versuchen wir auch mal ohne Standesdünkel, lassen wir uns diskutieren ohne Beachtung der Hierarchie, um zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen.
Aber lasst auch die Meinung / die Argumentation des anderen gelten. Eine Demokratie lebt davon.

Eintrag von "kleinLaut" am 1.Dezember 2007


@ Eintrag von Rabe am 30.November 2007

Der Unterschied zwischen Ost- und Westtarif stand in meinem Beitrag zu keiner Zeit zur Disposition. Deiner Argumentation hierzu kann ich diesbezüglich insofern zustimmen.
Deiner Argumentation, dass derjenige der mehr zu verantworten hat, in den meisten Fällen der Jüngere (gD), damit automatisch mehr in der Lohntüte haben muss vermag ich nicht ganz teilen.
Machen wir uns die Mühe und schauen in die tägliche Praxis der freien Wirtschaft:
Mein Schwager ist Betriebsmeister und bildet vier Lehrlinge aus und hat gleichzeitig die Verantwortung für acht Gesellen, davon 3 so genannte Altgesellen. Der in Rede stehende Schwager, 29 Jahre alt oder jung, hat am Monatsende weniger in der Lohntüte als seine Altgesellen.
Die Situation die Du schilderst ist also nicht nur im Bereich der BPOL, sondern ebenso im Bereich der LaPO und ebenso in der freien Wirtschaft anzutreffen.
Ein Blick in die Gehaltstabelle wäre hilfreich.
Hier ist dann zu entnehmen, warum die geschilderte Situation so ist, wie sie ist.
Selbst wenn Ihr mich jetzt wieder versucht platt zu machen, wird jedoch zum Scheitern verurteilt sein, könnten wir wiederum auf eine Gehaltserhöhung verzichten:
Denn für das was wir an Gehalt ausgezahlt bekommen, müssen die Kolleginnen und Kollegen in der freien Wirtschaft objektiv betrachtet „lange stricken“ und das mit Masse bei harter körperlicher Arbeit.
Ich habe selbst zwei Berufe erlernt bevor ich zu BPOL kam und weiss wovon ich rede.
Mehr Objektivität und vielleicht auch Solidarität gegenüber den Kolleginnen und Kollegen in der freien Wirtschaft wäre angezeigt.
Aber die ist ja noch nicht einmal innerhalb der BPOL anzutreffen.
Denn auf diese Solidarität werden wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit angewiesen sein, wenn ich an die bevorstehenden Tarifauseinandersetzungen für den öffentlichen Dienst denke.
Denn die Politik wird mit den angeblichen Privilegien des Beamtenapparates pokern um die Kolleginnen und Kollegen der freien Wirtschaft gegen uns (z. B. „die haben einen sicheren Arbeitsplatz“) aufzuwiegeln. Wohl wissend, dass sie selbst in größeren Privilegien baden.
Ich werde aus der Gewerkschaft austreten, wenn die Gewerkschaft sich dafür einsetzen würde, damit sich einige am Standesdünkel laben können.

Dieser Verlust wäre aber für die Gewerkschaft eher zu verkraften, als wenn „Roland“ aus der Gewerkschaft austritt. Sehe ich selbstverständlich ein.

Ich danke für den
Eintrag von “kleinLaut” am 30.November 2007

Weitere Ausführungen ergehen meinerseits hierzu nicht.

Eintrag von "verwirrtschaut" am 1.Dezember 2007


@ verwirrtschaut

Es ist auch besser so, dass Du keine weiteren Ausführungen mehr machst. Mit dem Austritt aus der Gewerkschaft hast Du zu 100% recht. Ziehe es durch!!!

Eintrag von Kay am 1.Dezember 2007


Selbst wenn Ihr mich jetzt wieder versucht platt zu machen, wird jedoch zum Scheitern verurteilt sein, könnten wir wiederum auf eine Gehaltserhöhung verzichten:
Denn für das was wir an Gehalt ausgezahlt bekommen, müssen die Kolleginnen und Kollegen in der freien Wirtschaft objektiv betrachtet „lange stricken“ und das mit Masse bei harter körperlicher Arbeit.
Eintrag von “verwirrtschaut” am 1.Dezember 2007

Das stimmt subjektiv betrachtet schon. Nur machts Du hier den Denkfehler (wie übrigens viele Freunde und Bekannte von mir auch), dass Arbeit immer nur mit körperlicher Arbeit gleichgesetzt wird. D. h. wir arbeiten ja also gar nicht.

Und dass z. B. ein POM mit Frau und 2 Kindern, der in Frankfurt/ Main oder München zur Miete wohnt, auf eine Gehälterhöhung verzichten kann, da er ja nach Deiner Ansicht gegug bekommt, ist ja wohl nicht Dein Ernst!

Eintrag von Sergant am 1.Dezember 2007


Hallo Kollegen,
die einzelnen Beiträge auf dieser Seite lassen ein sehr breites Spektrum erkennen, angefangen bei Zustimmung oder Ablehnung über Vorschläge und Frust, bis hin zu angedachten Austrittsgedanken. Alles das ist an und für sich ein Spiegel unseres langsam zusammenwachsenden polizeilichen und gewerkschaftlichen Gefüges nach der Widervereinigung Deutschlands.
Eine Polizeiuniform habe ich seit 36 Jahren an, davon 28 im Schichtdienst. Der gewerkschaftlichen Arbeit ( mit oder ohne Mandat )fühle ich mich seit 1989 verpflichtet. Dieses war erst seit dem Zeitpunkt möglich, als im Bereich der Ostpolizei es nicht mehr anders ging, eine Gewerkschaft in der Polizei zuzulassen.
Ich habe mitunter eine Veranlagung zu etwas deftigen Sprüchen oder Formulierungen, dieses bitte ich zu entschuldigen.
Seit der Änderung der Besoldungsstelle ( nach Bonn )war es nicht einfach, damals für mich noch 60%, eingesetzt als Wachhabender (vergleichbar mit DGL) und Angestellter im Polizeivollzugsdienst, eine Dienstschicht zusammengesetzt aus Kollegen “unterschiedlichster Herkunft” zu einem vernünftig arbeitenden Team zusammenzufassen und zu erhalten, trotz der unterschiedlichsten Besoldung.
Aus meiner Sicht, mit Erfolg.
Langsam sollte aber eine finanzielle Benachteiligung der Kollegen, welche noch unter die 2. Besoldungsübergangsverordnung fallen endlich mal vom Tisch sein.
Hoffentlich gelingt es den Gewerkschaften diejenigen Politiker irgendwie an den Tisch zu bekommen, die in dieser Richtung den größtmöglichsten Einfluss haben.
Bemühungen in dieser Hinsicht sind erkennbar, das heist, die Vorstände Arbeiten, auch wenn nicht jedes Gespräch mit den Ergebnissen oder Bemühungen gleich erkennbar ist oder dokumentiert werden kann.
Für mich steht jedenfalls fest, ich bleibe in der Gewerkschaft, auch als Ruheständler. Es gibt für die Kollegen immer noch was zu tun.

Eintrag von Roland am 1.Dezember 2007


Danke Roland für Deinen Eintrag! Und für deine Arbeit! Wenn schon der Dienstherr Dir die 100% nicht geben will, so soll Dir wenigstens Respekt gebühren.

Eintrag von Rabe am 1.Dezember 2007


@@@ Eintrag von Kay am 1.Dezember 2007 @@@

Klagen auf hohem sozialem Niveau.

@@@ Eintrag von Sergant am 1.Dezember 2007 @@@

Kolleginnen und Kollegen der freien Wirtschaft kämpfen auch im Frankfurter Raum oder München mit ihren Familien um Ihr “überleben”. Nicht die Augen vor den Tatsachen verschliessen, die auch berücksichtigt werden müssen bzw. sollten.

@@@ Eintrag von Kay am 1.Dezember 2007 @@@

Ich werde auch weiterhin meine eigenen Gedanken machen und etsprechend argumentieren. Auch wenn ich dabei nicht die Zustimmung der Allgemeinheit habe. Blindes anpassen, wird es bei mir nicht geben.

@@@@@ Eintrag von “kleinLaut” am 1.Dezember 2007 @@@@@

SPITZE. Teile ich vorbehaltslos.

Eintrag von "verwirrtschaut" am 2.Dezember 2007


Sehr geehrte Kollegen im Vorstand.

Der Polizeidienst verlangt von uns Beamten zum einen eine erhöhte persönliche Gefährdung und zum anderen einen familienfeindlichen Schichtdienst, insbesondere Spät- und Nachtschicht) mitzutragen. Durch lange Anfahrtszeiten zu den einzelnen Dienststellen und/oder Versetzungen gibt es auch oft zusätzliche Belastungen. Die Frau oder Kinder bekommt man nur im “Vorbeigehen” zu sehen. Diesen Belastungen sind aber längst nicht alle Kollegen bzw. Kolleginnen ausgesetzt (z.Bsp. Tagdienst, krank, etc.). Damit diese Belastungen/Nachteile zumindest einigermaßen finanziell ausgeglichen werden, bei den Kollegen die diese Belastung tatsächlich auch haben und den “Polizeidienst” ausführen habe ich folgenden Vorschlag:
Erhöhung der Zulage für ungünstige Zeiten um 50 %.
Gegenfinanzierung durch Verzicht auf ein Prozentpunkt lineare Einkommenserhöhung. Ich selbst bin zu ca. 50 % im Schicht-, Normaldienst ( Verband ).

Mit freundlichen Grüßen

Christoph K.

Eintrag von Christoph Keßler am 2.Dezember 2007


Wenn ich diese ganzen zum Himmel schreienden Beiträge lese, kann ich “verwirrtschaut” nur Zustimmen:
” Klagen auf hohem Niveau!”
Welcher dieser ganzen Schreiberlinge geht denn nächstes Jahr mit auf die Straße um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen??
Ich denke mal keiner von denen, die hier so lautstark ihre Meinung vertreten! Denn da kann man sich dann als Beamter darauf berufen, das man nicht streiken “darf”, richtig?! Das dürfen dann wieder die Angestellten tun…

Bevor man sich allerdings darüber moniert, das im Angestelltenbereich noch (!) eine 39 Std. herrscht und 90% des Urlaubs-und Weihnachtsgeldes (gekoppelt) bezahlt wird, sollte man sich lieber bei den angestellten Kollegen über die Gehälter informieren!!
Wir werden bei diesem Verein sicherlich nicht reich und von den Beamtengehältern kann ich nur träumen!! Dafür würde ich auch ohne murren 41 Std. arbeiten ….Verzeihung: Dienst verrichten!

Eintrag von einer weiteren Betroffenen... am 2.Dezember 2007


@ verwirrtschaut

Bitte halte doch an Deiner Aussage fest (Beitrag 01.12.2007). Du wirst unglaubwürtig.

@ Christoph K.

Super Vorschlag, ich stimme Dir voll zu. Schichtdienst leistende brauchen endlich ordentliche Zulagen, warum sollte bekannt sein. Da aber die Verhandlungsführer im Tagdienst zu finden sind, wird es nicht dazu kommen. Schade.

Eintrag von Kay am 2.Dezember 2007


@@@ Eintrag von Sergant am 1.Dezember 2007 @@@

Kolleginnen und Kollegen der freien Wirtschaft kämpfen auch im Frankfurter Raum oder München mit ihren Familien um Ihr “überleben”. Nicht die Augen vor den Tatsachen verschliessen, die auch berücksichtigt werden müssen bzw. sollten.

Da hast Du ja völlig Recht. Man kann doch aber eine Ungerechtigkeit nicht mit einer anderen rechtfertigen! Denn genau diese Argumentation wird doch von unserem tollen Dienstherrn permanent benutzt, um uns immer mehr zu drücken!

@Christoph K.

100% Zustimmung!

Eintrag von Sergant am 2.Dezember 2007


Ich möchte auch als VB nicht mit unseren Tarifbeschäftigten tauschen. Entscheidend ist doch was auf dem Konto ankommt.Da können sich die Beamten wahrlich nicht beklagen. Viel eher Familien mit Kindern. Hier schlägt die allgemeine Teuerung besonders durch. Auf diesem Gebiet sollten die Gewerkschaften mal verstärkt agieren. Die geplante Besoldungsreform im Dienstrechtsänderungsgesetz ist ein erster Schritt (+50 € ab dem 3. Kind) es müssen aber weitere folgen.
Das Geschacher um die nächste Kindergelderhöhung ist für mich eine Farce und zeigt wie es um die vielgepriesene Kinder- und Familienfreundlichkeit unserer Politiker tatsächlich bestellt ist.

Eintrag von wolle am 3.Dezember 2007


@Sergant

Völlig richtig.

Wenn wir uns nur nach unten orientieren, dann sind wir bald bei Harz4.

Die Inflation frisst unsere Besoldung auf.

Von den schönen Sonntagsreden der Politiker, daß wir ja soo wichtig sind und soo tolle Arbeit leisten, können wir uns nichts kaufen, wenn die gleichen Politiker am Montag den Geldhahn zudrehen.

Eintrag von Altbeamter am 3.Dezember 2007


In den ganzen Beiträgen ist wirklich festzustellen, Klagen auf hohem Niveau. Selbstverständlich gtrößtenteils zu Recht.
Ich akzeptiere jedoch nicht, dass wir Beamte uns daran orientieren, dass es anderen noch schlechter geht. Dies kann kein Maßstab sein.
Fakt ist, leid tragende durch diese völlig fehlgeleitete Politik sind die Rentner, Harz IV Empfänger und die “kleinen Beamten”. Im Eintrag vom weiteren Betroffen lese ich, dass wir noch mehr auf die Straße müssen und demonstrieren sollen.
Dem kann ich nur zustimmen. Es gibt noch ein Mittel, müllt diese Volksverdreher im Bundestag mit EMails zu, jeden Tag.
Wenn das 40000 Kollegen machen, bleibt das sicher nicht ungehört. Denen muß klar gemacht werden, wie mies die Stimmung bei der BPOL ist. Es ist nicht mehhr 5 vor 12, sondern bereits 5 nach zwölf. Wir haben die Schnauze endgültig voll.

Eintrag von Reiner Mischer am 3.Dezember 2007


@@@ Eintrag von Kay am 2.Dezember 2007 @@@
Nicht aus dem Zusammenhang reissen nur weil es für Dich persönlich genehm scheint. Es ist unaufrichtig so zu verfahren.

Des weiteren:
Manchmal juckt es mir regelrecht in den Fingern, hier Dinge aus dem internen Bereich unserer Behörde zum Besten zu geben.
Verschärft ausgedrückt, im Klartext im Detail aus unserem Nähkästchen zu plaudern.
Hier möchte / würde ich nicht nur unsere Gehälter subsumieren wollen.
Frei nach dem Motto von Thomas Mann:
„Eine schmerzhafte Wahrheit ist besser als eine Lüge“.
Außenstehende würden anschließend schäumen vor Wut. Ich versuche mich (noch) selbst zu bremsen.
In der freien Wirtschaft nehmen Familienväter bis zu 150 KM für die Fahrt zum Arbeitsplatz in Kauf, damit er seiner Familie ein gewisses Niveau zum Leben erhalten oder möglich machen will.
Einige PVB unserer Behörde, verfallen, allerdings mit Ausnahmen, schon in das Wehklagen, wenn diese nicht (mehr) mit dem Fahrrad zum Dienst fahren können und das möglichst bis zur Pension.
Ich fahre knapp 100 KM (eine Fahrt) bis zu meiner Dienststelle.
In unseren Kreisen wird immer nur dann auf die Einigkeit geschworen, wenn es gierig um das haben, haben und nochmals haben geht.
Schaut man jedoch in die tägliche Praxis und Abläufe unserer Behörde, geht es wieder weiter mit dem Hauen, Treten, Kratzen, Beißen und Spucken untereinander.
Die „Giftblätter“ die intern Beurteilungen genannt werden, tragen weiteres zum vorstehenden Satz bei.
Derjenige, der nicht sofort in das gleiche Horn der Masse / Mehrheit bläst, wird als Außenseiter behandelt. Als Revoluzzer, Weltverbesserer, Dummschwätzer oder sonst wie tituliert.
Erst recht da, sobald die Hierarchie im höchstem Masse an Bedeutung gewinnt.
Auch meinem / unseren Geldbeutel innerhalb unserer Familie ist die allgemeine Teuerungsrate, die ich im Einzelnen weil Jedermann bekannt nicht aufzuzählen brauche, nicht entgangen.
Jedoch erwarte ich in den anstehenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dient nicht mehr als 3 Prozent, auch dann nicht, wenn die Tarifkommission sich an die jüngsten Diätenerhöhungen der Abgeordneten hält. Über jedes mehr würde ich mich allerdings auch freuen.
Aber ich kann von mir nicht behaupten, dass es mir wirtschaftlich so ergeht wie den 3,5 Millionen Arbeitslosen, den Sozialhilfe- oder den Harz IV Empfängern in unserer Republik.
Tut doch nicht so, als müssten wir in naher Zukunft zum Sozialamt marschieren.
Hier würde uns nur gezeigt werden, wo der Hammer hängt.
Ich möchte das mal so skizzieren:
Ein Malocher aus der freien Wirtschaft legt sich nach schwerer körperlichen Arbeit zu Hause erst einmal zur Entspannung auf die Couch.
Der „Malocher“ aus dem öffentlichen Dienst zieht es nach Feierabend erst einmal z. B. in die Muckibude oder nach dem Spätdienst vom Alter abhängig, in die Disco.
Ihr werdet zwangsläufig eines bedenken und einkalkulieren müssen:
In den anstehenden Tarifverhandlungen müssen nicht nur die zuständigen Vertreter der Tarifkommission für Verständnis, was die Vorderrungen des öffentlichen Dienstes betrifft, in der Öffentlichkeit werben. Wir werden auf die Solidarität der gesamten Bevölkerung in unserer Republik angewiesen sein. Anders werden wir nicht das Ergebnis erreichen, welches wir uns alle wünschen.
Insofern sollten einige hier in den Phoren ihren Egoismus, Arroganz, das althergebrachte Klammern am Standesdünkel und an der Hierarchie überdenken. Intern können wir ja unser Kasperletheater weiter spielen.
Damit wir uns weiterhin mehr mit uns selber beschäftigen können.

Wer geht denn letztendlich für unser Anliegen auf die Strasse ?
Das sind die Arbeiter und Angestellten des öffentlichen Dienstes, denen die anstehende Reform wiedereinmal am härtesten trifft.

Die Aussage eines Inspektionsleiters anlässlich eines Meetings / Besprechung:
„Denkt daran meine Herren des gehobenen Dienstes, der mittlere Dienst ist dafür da für Euch die Arbeit zu machen. Hier wünsche ich keine Kumpanei“, gibt mir zu denken und ist bemerkenswert.
Das ist kein Spruch aus den 80er Jahren sondern Realität des 21. Jahrhundert in unserer Behörde.

Versucht wenigstens einmal über den Rand des „Beamtentellers“ zu schauen.

Eintrag von "verwirrtschaut" am 3.Dezember 2007


Eintrag von Sergant am 2.Dezember 2007

Man kann aber trotzdem mal versuchen über den Rand des Beamtentellers zu schauen.

Eintrag von "verwirrtschaut" am 3.Dezember 2007


Eintrag von verwirrtschaut

Sorry Kollege, aber Deiner Argumentation kann ich nicht folgen. Es gab Zeiten, da wurden Beamte als Hungerleider verlacht. In der freien Wirtschaft wurde und wird erheblich
mehr verdient, natürlich immer von gleicher Ebene betrachtet. Mann kann doch einen Polizeibeamten nicht mit einem Arbeiter vergleichen. Wer das macht, vergleicht Äpfel mit Birnen. Sicherlich muss der Arbeiter körperlich mehr arbeiten. Aber er muss nicht um seine körperliche Unversehrtheit fürchten oder schlimmstenfalls mit dem Verlust seines Lebens.

Eintrag von Reiner Mischer am 3.Dezember 2007


Ich darf nur an die bayer. Polizei (und die bayer. Beamten allgemein)erinnern.

Plus 3% haben die schon, und das Weihnachtsgeld beträgt 60%, die Polizeizulage wird wieder ruhegehaltsfähig.

Die Beförderungspraxis ist auch um einiges besser als beim Bund.

Eintrag von altbeamter am 3.Dezember 2007


@@@ Eintrag von einer weiteren Betroffenen… am 2.Dezember 2007 @@@

Werte Kollegin oder werter Kollege,
ich darf Dich dahingehend korrigieren, dass ich mit “Klagen auf hohem sozialem Niveau” argumetiert habe. “Klagen auf hohem Niveau” hat eine andere Bedeutung.

Ich darf um Verständnis bitten, dass ich insofern auf die Korrektur wert legen muss.
Deinem Beitrag stimme ich unter Berücksichtigung meiner vorstehender Korrektur zu.

Mit freundlichem und kollegialem Gruss

Eintrag von "verwirrtschaut" am 3.Dezember 2007


Neuer Versuch, der erste hat wohl nicht geklappt.

Wer über den “Tellerrand” schaut stellt fest, dass es Branchen gibt (egal ob körperliche oder geistige Arbeit) in dehnen schlecht verdient wird und Branchen (Metall, Chemie und Elektro sowie Politiker und Manager) die gut bis ausgezeichnet verdienen.
Deshalb möchte ich mich als Beamter nicht immer nur mit dem sicheren Arbeitsplatz abspeisen lassen!
Wer über den “Beamtenteller” schaut, sollte vorher auf den Teller schauen. Und hier spreche ich als Verwaltungsbeamter. Ich weiß in der Bundespolizei sind wir nicht existent und werden nur bei den jährlichen Grußworten erwähnt. Trotzdem mag ich die Verallgemeinerung von “Verwirrtschaut” nicht, troz gleicher Fahrstrecke. Denn als VB werde ich nicht bei den Beförderungsrunden mit einem PVB gleichgesetzt. Auch erhalte ich keine Polizeizulage (Jedem PVB auf der Straße sei diese ausdrücklich gegönnt!) Aber etliche PVB leisten seit Jahrzehnten auch “nur” Verwaltungsarbeit in Tagschicht und werden mit Beförderungen, Attraktivitätsprogramm und Beihilfe sowie Pension mit 60 belohnt. Für meine Krankenversicherung muß ich netto über 200 € auf den Tisch packen. Falls der Ehepartner Hartz 4 bekommt (= 0€), sind weitere 200 € für die gesetzliche KV fällig, damit der Partner eine KV hat. Da unser Dienstherr nicht erlaubt in die gesetzliche KV (Familienversicherung für Ehegatten und Kinder) zu gehen bzw. dann den Arbeitgeberanteil zur KV (Beihilfe) einbehält!
Gerade als Beamter im mD bin ich auf eine kräftige Erhöhung angewiesen und dies kann für untere Besoldungsgruppen - nach all den Kürzungen - nicht nur prozentual sein.

Eintrag von Verwaltungsbeamter am 3.Dezember 2007


Eintrag von Sergant am 2.Dezember 2007

Man kann aber trotzdem mal versuchen über den Rand des Beamtentellers zu schauen.

Eintrag von “verwirrtschaut” am 3.Dezember 2007

Ich denke durchaus, dass ich das tue. Ich war auch immer bereit, meinen Beitrag zu leisten, die von “unseren Politikern” verschuldete Finanzmisere wieder zu bereinigen. Und ich denke, dass wir nun unseren Beitrag geleistet haben!

Im übrigen verweise ich auf den Beitrag des Kolegen Reiner Mischer, dem ich 100% zustimme. In dem Zusammenhang erinnere ich mich an meine Schulkollegen nach dem Abi. “Was, Du gehst zur Bundeswehr? Was, Du gehst zum BGS? Da verdient man doch nichts! Ich studiere…, danach verdiene ich mindestens das dreifache!” Genau die selben Leute sagen heute zu mir: “Was willst Du denn, Du bist ja beim Staat!” Was soll ich denn davon halten?

PS: Nicht, dass ich mißverstanden werde. Ich persönlich nage nicht am Hungertuch oder brauche nen Zweitjob. Es gibt aber Kollegen, die zumindest das letztere brauchen.

Eintrag von Sergant am 3.Dezember 2007


Wir sollten mit 8% in die Verhandlungen reingehen, zugleich Wiederherstellung des Weihnachts- und Urlaubsgeldes fordern, DuZ verdoppeln und Pension für den Vollzug bei 60, dazu wieder die Altersteilzeit. Wenn dann die Hälfte erreicht wird, handeln wir zwar wie auf einem Bazar in Antalya, wären aber denke ich, in Wirklichkeit nicht unzufrieden. Ja, wir werden es kaum wirklich schaffen können, in diesem Jahr die Verluste der letzten jahre auch nur im Entferntesten zu kompensieren. Der Dienstherr machte ja schließlich auch seine Salamitaktik. Da im Land der Neidkultur für uns kaum mehr drin sein wird, müssen wir halt über mehrere Jahre eben auch eine Salamitaktik anwenden. Ist zwar nicht unbedingt aufrichtig, aber der Neidfaktor, der schon hier in vielen Beiträgen untereinander eine Rolle spielt, der ist uns von draussen her ganz sicher. Und da können wir argumentieren wie wir wollen.

Eintrag von Rabe am 3.Dezember 2007


@@@ Eintrag von Reiner Mischer am 3.Dezember 2007 @@@
Deine dargelegte Argumentation habe ich mir auch oft genug anhören müssen. Gleichwohl gibt es auch in der freien Wirtschaft Berufe, die schlimmstenfalls das Leben des Betreffenden erfordern könnten.
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@@@ Eintrag von Verwaltungsbeamter am 3.Dezember 2007 @@@
Man kann, wenn man für sich selbst möglicherweise nur die Rosinen beansprucht alle dargelegten Argumente als Verallgemeinerungen ab tun. Das bleibt hier jedem selbst überlassen. Ich darf darauf aufmerksam machen, dass ich monatlich für meine Krankenversicherung 285.- Euro monatlich zu bezahlen habe.
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@@@ Eintrag von Sergant am 3.Dezember 2007 @@@
Die von Dir zituierten Sprüche kenne ich auch. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass wenn ich sachlich auf diese Vorhaltungen eingehe, dass Verständnis der anderen Seite für unseren Job gefördert wird bzw. werden kann. Das von mir dargelegte Ergebnis wird nicht zu erreichen sein, indem ich auf meinen Status herumreite oder auf die besonderen Gefahren hinweise, die unser Job durchaus mit sich bringt. Denn die Gefahren sind jedem klardenkenden Bürger bereits bekannt.
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Zu Beginn darf ich weiterhin darauf aufmersam machen, dass die gesamte Beamtenschaft die “geistige Arbeit” nicht für sich alleine beanspruchen kann.
Diese wird in Verbindung mit körperlicher Arbeit ebenso in einigen Berufen der freien Wirtschaft gefordert.

Meine Lebenserfahrung hat mich dahingehend überzeugt, dass keine Ziele hin zum Positiven verwirklicht werden können, indem man die Augen vor gegebenen Realitäten, wie vorstehend bereits deutlich genug meinerseits erwähnt, verschliesst.

Den vorweihnachtlichen Träumen gebe ich mich nicht hin.

Die Tarifkommission wird bei den anstehenden Tarifverhandlungen, da brauchen wir uns doch nicht selbst was vorzumachen, einen sehr, sehr schweren Stand haben und sie wird einen mit Stolperfallen belegten schweren Weg gehen müssen.
Während dieser Verhandlungen ist sie nicht nur alleine auf unserer Unterstützung angewiesen.
Diese aktiven Kolleginnen und Kollegen bedürfen immerhin und das ist das gewichtigere, auch die Unterstützung, das Verständnis und vor allem die Nachvollziehbarkeit unserer Forderungen bei der Bevölkerung in unserer Republik.
Vielleicht sogar die Unterstützung der zuständigen Gewerkschaften aus der freien Wirtschaft.

Diese Übung ist vergleichbar mit einem Spagat zwischen den Welten.

Das Auseinaderdividieren der Arbeitsnehmerschaft innerhalb und ausserhalb des öffentlichen Dienstes wird sich zukünftig immer mehr als grosser Fehler erweisen. Auch der Beamte ist letztendlich das was er auch ist:
Nur ein Arbeitnehmer.

Ich wünsche jedem verantwortlichen Aktiven in der Tarifkommission die richtige Argumentation zur rechten Zeit, die Nervenstärke, das Durchhaltevermögen und das Rückgrat welches erforderlich ist, um diese schwierigen Verhandlungen in unserem Sinne durchzustehen.

Hoffentlich wird es für uns nicht schmerzlich, wenn wir nach den Tarifverhandlungen wieder auf den Boden der Tatsachen hart aufschlagen werden.

Meinerseits ist nun wirklich alles zu diesem Thema gesagt bzw. geschrieben worden.
Gleichwohl lese ich mit.

Eintrag von "verwirrtschaut" am 3.Dezember 2007


Eintrag von Sergant am 3.Dezember 2007

Genau die Erfahrung habe ich in Gesprächen auch machen müssen. Früher warst du als Beamter für diese Leute milde ausgedrückt unterste Randgruppe. Heute bist du für diese Leute nun der Superverdiener. Ach ja, Steuern zahlen wir nach Meinung dieser Leute auch nicht.
Weiterhin hinken die Vergleiche mit der freien Wirtschaft.
Glaubt denn hier irgendeiner, dass sich Jemand in der freien Wirtschaft ernsthaft seriöse Gedanken um unsere Einkommen sowie Einkommensverluste macht.
Und warum sollten sie auch, nicht einmal die Politik hat etwas für seine Bediensteten übrig.
Warum sollte ich mir nun die Geringverdiener als Vergleich aussuchen? Das wäre Unfug!
Übrigens sind viele Berufszweige durch ihre Gewerkschaften prima vertreten.
Also brauch es hier in diesem Forum nun wirklich keine gewerkschaftliche Unterstützung durch uns für die freie Wirtschaft. Denn die haben ja gerade das Recht so zu streiken, wie sie es für richtig halten. Eben diese Stärke haben wir zur Zeit nicht. Man siehe die GDL oder andere Gewerkschaften.
Wir fallen uns lieber gegenseitig in den Rücken. Und wenn man nicht mehr weiter weis, dann wirft man den Anderen halt Neid oder Vergleichbares vor.

Nein, so leid es mir für viele Menschen ehrlich tut, aber ich setze mich hier in diesem Forum ausschließlich für die Mitarbeiter der BPOL ein.
Das bedeutet für mich auf Grund der starken Einbußen, konträr dazu die ständig steigenden Lebenshaltungs- und Energiekosten, angetrieben durch unsere Regierung und der freien Wirtschaft, höhere Einkommen zu fordern.
Entsprechend der Vorgaben durch die Politik; hier 330,00€ in 2008 und 329,00€ in 2009.
Alles darunter wäre eine Enttäuschung!

Und wer etwas gegen Einkommenssteigerungen hat, der kann ja seine Erhöhung für gute Zwecke spenden.

Und es mag sicher Menschen unter uns geben, die eine Einkommenserhöhung wie o.a. sicher gebrauchen können.
Denn jeder, bzw. jede Familie hat sich irgendwann einmal sein Umfeld aufgebaut und niemand konnte diese Verteuerung vorhersehen.

Eintrag von Rainer am 3.Dezember 2007


An dieser Stelle nochmals die Frage:

Wird es in der Einkommensrunde 2008 für den höheren Dienst mal wieder die doppelte Menge Geld geben (sprich Prozente)

oder

fangen wir mal langsam damit an, dass alle Einkommensgruppen gleich behandelt werden
(sprich Sockelbeträge)?

Eintrag von 1+1=2 am 4.Dezember 2007


Hallo Kolleginnen und Kollegen,
bringen wir das ganze doch einmal auf den Punkt.
Im öffentliche Dienst herrscht seit Jahren die gesetzliche,
duch den Dienstherrn verodnete, Armut. Mit steigender Tendenz.Wir sind von jeglicher Gehaltssteigerung abgekoppelt.
Für die anstehenden Tarifverhandlungen kann es nur mindestens eine 5 vor dem Komma heißen. Ohne wenn und aber.
Das bedeutet ohne zeitliche Verschiebung, längere Laufzeiten und fragwürdige Einmalzahlungen.
Es sind mindestens reale 5% zu fordern und das muss auch durchgesetzt werden.
Auch Beschäftigte im “öffentlichen Dienst” haben einen Anspruch auf Teilnahme an der allegemeinen Gehalts- und Wirtschaftentwicklung.
Die Aussagen man müsse mit Augenmaß in die Tarifverhandlungen gehen und nicht zuviel Fordern ist nicht anderes als “argumentative Armut und Duckmäusertum.
Es gehr auch anders der “Marburger Bund” und die “GDL” machen es unseren Gewerkschaftsvertreten vor.
Die Staatskassen sind nicht leer wie immer behauptet.
Wenn die Gewerkschaften auch zukünftig mit gleichbleibenden und evtl. sogar mit steigenden Mitgliederzahlen rechnen wollen müssen sie sich bewegen.
Ansonsten droht der totale Ausverkauf.

gez. Schutenkalli

Eintrag von "chutenkalli"Hamburger Hafen am 4.Dezember 2007


Hallo Kollegen,

was mir in diesem Forum fehlt ist eigendlich die Auskoppelung der 40000 Kollegen und Kolleginnen der BPOL aus dem bestehenden Tarifsystem. Ich hatte mal gehört, dass die GDP oder BGV sich für einen eigenständige Besoldungsordnung P für Polizei engagieren wollte. Überlegt mal, wir werden mit ca. 3 Millionen Beamte und Angestellte bundesweit in einen Topf geworfen. Das klingt nicht gut. Zu viele Nullen hinter der 3. Wenn sich der Bund aber nur um 40000 Kollegen der BPOl bemühen müsste, wäre es schon eine überschaubare Zahl.
Josef Scheuring, wie sieht es denn damit aus????
Im Übrigen hinken wir mit unseren Forderungen ja ständig hinterher. Eine Behörde die den Streik nicht als Druckmittel nutzen kann, kann auch wenig erreichen.
Ich hoffe nur, das es diesmal, (Merkel: der Aufschwung ist bei dem Bürger angekommen) auch eine 2 stellige Lohnentwicklung gibt. Und Kollegen; wir sitzen alle im selben Boot, ob mD, gD oder hD, wir hatten alle bei Einstellung die Wahl

Gruß

Eintrag von KalleButz am 4.Dezember 2007


Die GdP und alle Beamtenvertretungen sollten gut taktieren.

Gewichtige gesellschaftliche Gruppen möchten Beamtengehälter und Pensionen weiter drücken.

So z.B. die “Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft” - Bertelsmann Stiftung - mit dem Prof. Raffelhüschen, der SPD Prof. Lauterbach, der Bund der Steuerzahler und einiger Andere.

Diese Gruppen und Leute haben einen gewichtigen Einfluss auf die Politik.

Wenn es nach denen geht, wird bald jeder mD u gD Beamte froh sein, wenn er einen Zweitjob hat.

Eintrag von altbeamter am 4.Dezember 2007


@Rainer

kann die nur zustimmen und vertrete genau deine Meimung!!!

Eintrag von Grenzer am 4.Dezember 2007


Ihr dürft aber davon ausgehen, dass die Tarifkommission einen sehr, sehr schweren Stand haben wird.
Denn für die anstehenden Tarifverhandlungen sind wir mit Masse auf das Verständnis in der Bevölkerung in unserer Republik angewiesen.
Auch muss den Mitbürgerinnen und Mitbürger die Nachvollziehbarkeit für unsere Forderungen glaubwürdig dargelegt werden. Das ist sicherlich keine leichte Aufgabe für die Aktiven der GdP.
Ich lasse mich von der Überlegung leiten, dass wir uns schon dann freuen könnten, wenn als Ergebnis eine 3 vor dem Komma steht.
Der in diesem Zusammenhang diskutierte Sockelbetrag dürfte wieder einmal in das Reich der Phantasie katapultiert werden.
Sollte ein Sockelbetrag auch nur andiskutiert werden, schrecken einige Herren A 14 aufwärts aus Ihrer heilen Scheinwelt auf.

Eintrag von "verwirrtschaut" am 4.Dezember 2007


@altbeamter vom 04.12.2007

Genau, ich wäre schon froh, wenn ich einen guten Nebenjob annehmen dürfte! Zum Beispiel wie unsere obersten Bundesrichter gut bezahlte
-Beratungsgespräche über Standpunkte der Gerichte mit der Lobby- führen.
Auf unseren Bereich gemünzt, wäre dies das Gleiche, wenn ich Drittausländern - Beratung gebe, wie man Visas erschleichen kann, oder besser über die GG- kommt. So was wird bestimmt auch gut bezahlt! Gleiches Recht für Alle……leider sind mal wieder andere Leute Gleicher, als Gleich!

Eintrag von meisterkoch72 am 5.Dezember 2007


….sollte natürlich Ruhegehaltsfähigkeit der Polizeizulage heißen, obwohl die Schichtzulage zusätzlich auch nicht schlecht wäre, oder :))

Eintrag von meisterkoch72 am 5.Dezember 2007


Da der Dienstherr sich in den letzten drei Jahren vom Alimentationsprinzip verabschiedet hat. Sprich Inflationsausgleich plus einen kleinen Anteil vom Wirtschaftswachstum (sicher nicht den Höchsten) ist doch Ausdruck dafür, dass Beamte nur noch ein Kostenfaktor sind.
Sonst hätten wir auch die 39 h Woche und 60 - 90 % als Einmalzahlung.
Die Öffentlichkeit kennt die Kürzungsorgie nicht! Hier hätte ich mir über die Gewerkschaften mehr Öffentlichkeit in den Medien bzw. bei der Plakataktion gewünscht. Die GDL hat die Akzeptanz in der Öffentlichkeit auch für die Lokführer erreicht.
Der DBB geht mit dem Dientherren auf Schmusekurs und vertritt vielleicht die Interressen der Ministerialbürokratie, aber nicht die der Masse der Beamten. Um auf Augenhöhe zu kommen, bleibt nur das Streikrecht für Beamte, dass in anderen europäischen Ländern über EU-Recht möglich ist. Hier sollten die Gewerkschaften die Machbarkeit prüfen.
Vielleicht ist aber die Schmerzgrenze für viele noch nicht erreicht und wir werden in den Folgejahren so weiter wurschteln. Nur für die unteren Besoldungsgruppen wird es zu erst eng, da ihre verfügbare Masse aufgebraucht ist.

Eintrag von Verwaltungsbeamter am 5.Dezember 2007


@”verwitschaftet”

Da hast Du völlig Recht, geschenkt bekommen wir nichts! Und was die Tranzparenz für die Bevölkerung angeht, hätte man da schon viel eher was machen müssen.
Ich glaube aber auch, dass die Leute insbesondere für uns Polizeibeamte Verständnis haben, wenn man ihnen mal die Realitäten vor Augen hält.
Auch gerade deswegen ist eine eigene Polizeibesoldungsordnung mehr als überfällig!

Eintrag von Sergant am 5.Dezember 2007


Ich finde es in einigen der Beiträge hier immer wieder ernüchternd zu lesen, mit wem sich der Polizeibeamte denn alles in der freien Wirtschaft zu vergleichen hat. Nicht nur, dass dies gerne aus der Richtung von Freunde und Bekannten herangetragen wird, nein, jetzt argumentiert man sogar untereinander damit. Meine Meinung dazu ist, dass ich überhaupt niemanden sehe, mit dem ich mich vergleichen könnte. Wieso? Nicht, weil ich arrogant klingen möchte, aber ich kann niemanden in der freien Wirtschaft mit einem nur annähernd vergleichbaren Aufgabengebiet sehen, der dem eines Polizeibeamten nahe kommen könnte.

Also sollten wir das Äpfel- und Birnenspielchen einfach mal beiseite legen.

Mit der Begründung, man habe kein Geld und dem Land gehe es schlecht kann mir kein Schäuble (o. V. i. A.) mehr kommen. Genau diese Leute (wie hat er eigentlich gestimmt?) haben sich eine satte Erhöhung ihrer Gelder - selbst- genehmigt. Mit dem Argument, man habe viele Jahre keine Erhöhungen gehabt und man solle für gute Arbeit auch gutes Geld bezahlen. So weit, so gut. Genau so sehe ich dies für die Beschäftigten des Bundes auch. Nicht nur, dass man Jahre lang auf Erhöhungen verzichten musste, es wurde auch gekürzt. Und gute Arbeit liefern wir doch alle ab, oder? Deswegen sollte man sich mit seinen Forderungen genau an diesen Diätenerhöhungen orientieren. Auf die Gegenbegründungen, warum gerade dies nicht machbar ist, bin ich ja mal sehr gespannt.

Und klagen auf hohem Niveau? Ich sehe irgendwie nicht, warum wir hier zurück stecken sollten wo man sich anderweitig fleißig bedient. Das mag unfähr klingen und gierig, ist aber nicht so gemeint. Generell werden doch die Forderungen halbiert und dann zeitversetzt auch auf die Beamten übertragen. Wenn man also mit einer 5 - 7 anfängt, kommt eben nur 2.5 - 3.5 % ab 01.04. statt 01.01. dabei heraus.

Eintrag von Jens H. am 6.Dezember 2007


Ich warte immer noch auf die Liste der ganzen Damen und Herren PVB, die sich hier so kritisch äußern und unter Schmerzen nach mehr Gehalt rufen.
Wer schließt sich Anfang des Jahres den Demonstrationen von euch an???
Bin schon ganz gespannt, wer von euch mitstreikt…

Und wer es noch nicht geahnt hat: ich gehöre zu den Angestellten, die sich mit einem zusätzlichen Nebenjob über Wasser halten, denn sonst wäre an Urlaub und Auto kaum zu denken!

Ach ja, ein kleiner Zusatz noch: vor einiger Zeit hat sich mal ein Kollege (PVB) in seiner Altersteilzeit (Blockmodell) darüber beklagt, das er mit 80 % Arbeitszeit noch nicht einmal 2000 € “ausgezahlt” bekommt: Ich habe ihn des Raumes verwiesen! Von solchen Summen können wir Angestellten nur träumen. Im Angestelltenbereich klafft nämllich noch ein wesentlich grösseres Loch zwischen Leistung und Bezahlung, wenn ich das einmal wieder in Erinnerung bringen darf…

Eintrag von einer weiteren Betroffenen... am 10.Dezember 2007


Sockelbetrag, ist ok.
Schichtzulage um 50 % rauf, ist ok.
Was kommt, ist nicht ok. (sehe ich deutlich)
bitte keine Anhebung in %, gut für B-Besoldung aber nicht für A-Besoldung.
Aber die Interessen liegen halt weiter wo anders.
Für die die wenig bekommen, kommt wieder wenig raus.
Ist billiger als ein Sockelbetrag für alle.

Wünsche ich wache auf und muß feststellen, man hat mal an uns gedacht.

Eintrag von leider kein Abgeordneter am 11.Dezember 2007


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