Einkommensrunde in der Sackgasse

02e6.gifMit Warnstreiks Bewegung in Verhandlungen bringen

BERLIN. Warnstreiks sollen nach Planungen der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Bewegung in die festgefahrene Einkommensrunde für die Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes beim Bund und bei den Kommunen bringen. GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg: „Die dritte Runde der Einkommensverhandlungen am Montag und Dienstag hat deutlich gemacht, dass die Arbeitgeber ihre Politik des Reallohnverlustes bei gleichzeitiger Arbeitszeitverlängerung fortsetzen wollen.
Kerstin Philipp, im Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstand zuständig für Tarifpolitik und Mitglied der Verhandlungskommission: „Das vorgelegte Verhandlungsangebot ist eine Mogelpackung, die eine Einkommenssteigerung von 5 v.H. vorgaukelt, tatsächlich aber die massiven Einkommensverluste, Arbeitszeitverlängerung und Aufgabenverdichtung der vergangenen Jahre fortsetzt. Die Gewerkschaft der Polizei ist gemeinsam mit dem Verhandlungsführer ver.di am Dienstag in die Vorbereitungen für Warnstreiks eingetreten.“
GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: „Wir planen Aktionen beim Bundeskriminalamt, mit der Bundespolizei und in einigen ausgewählten Ortspolizeibehörden. Dort sitzen Beschäftigte der Polizei, denen das Streikrecht zur Verfügung steht, an den Schaltstellen der polizeilichen Infrastruktur.“
Freiberg trifft am Mittwoch am Düsseldorfer Flughafen ein, wo er gemeinsam mit dem Vorsitzenden des GdP-Bezirks Bundespolizei, Josef Scheuring, den dort Beschäftigten der Fluggastkontrollen aus den Gesprächen mit den öffentlichen Arbeitgebern berichten wird. Freiberg: „Die Kolleginnen und Kollegen, die täglich stundenlang unter großem Druck mit höchster Aufmerksamkeit die Sicherheit der Fluggäste gewährleisten sollen, sind empört von der Haltung der Arbeitgeber.“

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Themenbereich: Tarif | Drucken