GdP-Kundgebung vor dem Bundeskriminalamt

Freiberg: Keine weiteren Einkommenseinbußen mehr
BKA Kundgebung 1Wiesbaden. Mit einer demonstrativen Warnstreikaktion quittierten heute Beschäftigte des Bundeskriminalamtes, aus mehreren Bundesländern angereiste Polizeibeschäftigte und Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei die sture Haltung der Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde für Bund und Kommunen. ws_bka5.jpgDer GdP-Bundesvorsitzende Konrad Freiberg unterstrich in seiner Rede vor den rund 700 Teilnehmern der Kundgebung erneut die Forderung der Gewerkschaften: „8 Prozent mehr, mindestens aber 200 Euro“. Freiberg (Bild): „Was uns die Arbeitgeber bisher angeboten haben, ist eine Frechheit! Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sind nicht mehr bereit, weitere konrad-freiberg-am-rednerpult.jpgEinkommenseinbußen hinzunehmen. Es sei „Schluss mit der Bescheidenheit!“.
Jürgen Vorbeck, Vorsitzender des GdP-Bezirks BKA, sprach zu Beginn der GdP-Aktion von einem „deutlichen Signal an die Arbeitgeber“. Die Beschäftigten hätten es satt, permanent von der Einkommensentwicklung anderer Berufsgruppen abgekoppelt zu werden und vom wirtschaftlichen Aufschwung ausgeschlossen zu sein.

ws_bka3.jpgFreiberg warf den Arbeitgebern vor, mit ihrem „so gennanten Angebot“ von 2,5% in diesem Jahr und 0,4% im nächsten Jahr bei gleichzeitiger Erhöhung der Wochenarbeitszeit „zu täuschen und tarnen“. Dies habe zu einer Solidarisierung der Beschäftigten, ob Beamter oder Tarifbeschäftigter, geführt: „Was wir in dieser Tarifauseinandersetzung nicht erreichen, holen wir auch an anderer Stelle nicht mehr rein. Weder in den Ländern, noch bei den Beamtinnen und Beamten.“ Erfreut zeigte er sich über die große Unterstützung in der Kollegenschaft. Auch in der Öffentlichkeit und den Medien sei eine positive Haltung gegenüber den Forderungen der Gewerkschaften festzustellen.

ws_bka4.jpgDer GdP-Vorsitzende verwies zudem auf die kürzlich vom Bundestag verabschiedete 9,4 prozentige Erhöhung der Abgeordneten-Diäten. Er empfahl den Abgeordneten, sich über den schweren Dienst der Polizei vor Ort zu informieren und Dienste mitzumachen: „Dann würden sie auch mehr Verständnis für die Situation der Beschäftigten der Polizei und für die Belastung des Berufes aufbringen.“

Pressestimmen:

Osnabrücker Nachrichten

Junge Welt

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