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31. März 2008

Arbeitgeber haben verbessertes Angebot vorgelegt

Seit 09.00 Uhr haben die öffentlichen Arbeitgeber und die Gewerkschaften Ver.di, GdP und GEW zusammen mit der Tarifunion des DBB die Verhandlungen in Potsdam wieder aufgenommen. Die Arbeitgeber haben inzwischen ein verbessertes Angebot vorgelegt.  

Einträge:

Hallo Jupp,

so wie es nun aussieht wird im Tarif bei der Arbeitszeitverlängerung den belastungsintensiven Berufen Rechnung getragen (u.a. Schichtdienst). Man sollte dem BMI mal deutlich machen. dass auch Beamte Menschen sind. Die Arbeitszeiterhöhung bei den Beamten hat doch hauptsächlich die Schichtdienstleistenden getroffen. Der Tagdienst bleibt pro Tag etwas länger, der Schichtdienst kommt einmal mehr im Monat zum Dienst. Vielen Dank auch. Ich hoffe die Wochenarbeitszeit wird auch bei den Beamten im Schichtdienst bzw. im Polizeidienst wieder reduziert. Setzt Euch bitte dafür ein!!!

Eintrag von Michael am 31.März 2008


Schade dass man nirgends lesen kann, wie genau dieses “verbesserte Angebot” aussehen soll. Mulmig wird mir nur bei der Aussage von Bsirske, “alle hätten Kröten schlucken müssen”…

Welche Kröten sind das nun? Bestimmt Arbeitszeitverlängerung und eine Dauer von 2 Jahren, damit ja auch nicht der schöne (…) Wahlkampf 2009 “gestört” werden könnte vom unteren Pöbel.

Wie die Übernahme dann im Beamtenbereich aussieht, die ja schon 40/41 Stunden arbeiten, nun, da geht noch was, 42 oder 42,5 Stunden die Woche, das wird dann wieder zwischen Tür und Angel eingeführt wie damals die Geschichte mit dem Weihnacht- und Urlaubsgeld sowie der 40 Stunden Woche. Also den Rest Weihnachtsgeld wird man dann auch noch kürzen (Reform ist teurer als gewünscht und das Extrageld für die Angestellten muss ja auch erwirtschaftet werden) und die Erhöhung wird dann wie so oft verspätet gezahlt.

Dann liebe Leute fühle ich mich völlig verarxxxt, vom IM sowieso und dann auch noch von den Arbeitnehmer Verhandlungsführer.

Eintrag von Jens H. am 31.März 2008


Mein weiterer Verbleib in der Gewerkschaft hängt vom verhandelten Tarifergebnis ab. Wenn eine entsprechende linearen Erhöhung kompensiert wird durch Einmalzahlungen, bin ich raus!

Eintrag von EAV-geschädigter Beamter am 31.März 2008


Was ist mit den Beamten ?
Man hört und liest darüber nichts, auch von Seiten der GdP nicht.
Es muss mit in den Abschluss, dass dieser auch o h n e
Zeitverzögerung auf die Beamten angewandt wird.
Warum sollen die Stufen am 9 aufwärts nicht in den “Genuss”
einer Einmalzahlung kommen ?
Ab A 13 könnte ich das ja noch verstehen, aber gerecht ist das auch nicht. Hier wäre eine Abstufung gerecht und nicht wieder mit dem Rasenmäher kürzen.
Ich habe einfach die Schnauze voll. Es reicht.

Eintrag von Reiner Mischer am 31.März 2008


Lieber Michael,
zur Arbeitszeiterhöhung im Bereich der Bundespolizeien werde ich bereits am 07. April 2008 bei einer Anhörung im Deutschen Bundestag deutlich Stellung nehmen. Die besonderen Belastungen aus dem Schichtdienst und anderen, wechselnden Arbeitszeiten sind in den heutigen Arbeitsregelungen in keiner Weise angemessen berücksichtigt. Zudem erarbeiten wir derzeit ein Forderungspaket zur allgemeinen Verbesserung der Situation der Kolleginnen und Kollegen, die zu wechselnden Zeiten arbeiten müssen. Dort ist neben einer deutlichen Verbesserung von DUZ - Zahlungen auch die Reduzierung der Arbeitszeit Schwerpunkt. Dieses Forderungspaket wollen wir bereits auf unserer Bezirksvorstandssitzung 14./15. April 2008 beschließen und dann über die Fraktionen in den Deutschen Bundestag einbringen.
Lieber Jens,
wenn uns ein Ergebnis vorliegt das unsere Mitglieder akzeptieren können, dann ist dieses Ergebnis ohne jegliche Abstriche für die Beamten zu übernehmen. Wie vorstehend beschrieben, geht es bei den Beamten nicht um weitere Arbeitszeiterhöhungen sondern dort muss die Arbeitszeit schon aus Gründen der besonderen Belastung aber auch aus Gründen der Gleichbehandlung reduziert werden.
Herzliche Grüsse
Jupp Scheuring

Eintrag von Josef Scheuring am 31.März 2008


Hallo Jupp,

es freut mich zu lesen, dass endlich ein Vorstoß in Richtung DUZ gemacht wird. Die bisherigen Zahlungen entsprechen in keinster Weise einem äquivalenten Ausgleich zu den erbrachten besonderen Belastungen, insbesondere den gesundheitlichen, eines Schichtdienstleistenden.

Was jedoch Anhörungen im Deutschen Bundestag bringen, haben wir nicht zuletzt erst bei der Anhörung zur Neuorganisation der Bundespolizei erleben müssen.
Vielleicht läuft es ja diesmal besser. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zum Schluss.

Eintrag von POMK am 31.März 2008


Hallo Josef, ich hoffe das ist eine Ente: Zitat
Weiter Unterschiede für Ost und West
Wie die Deutsche Presse-Agentur dpa am Montag nach eigenen Angaben aus Verhandlungskreisen in Potsdam erfuhr, soll die Anhebung im Westen rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres erfolgen und im Osten zum 1. April.

Wo bleibt da der Gleichheitsgrundsatz??? Sind wir Ostdeutschen mal wieder Deutsche zweiter Klasse?? Wie gesagt, ich hoffe das ist nur eine Ente und ein vorzeitiger Aprilscherz.

Gruß Jochen

Eintrag von jochen am 31.März 2008


In den letzten Jahren war ich sehr pessimistisch was euere Arbeit anbetrifft. Aber langsam glaube ich, das ihr wieder an der Basis angekommen seid. Deinen Zeilen oben ist nichts hinzuzufügen. Weiter so.

Eintrag von Klartext am 31.März 2008


Klingt schon mal sehr vielversprechend, ich bin optimistischer als noch vor ein paar Wochen. Weiter so!

Ich lese, das nur mal am Rande, bei all den “Nebenkriegsschauplätzen” wie DUZ aber leider noch nichts vom “Stiefkind” KrimB der Bundespolizei.
Wenn nicht jetzt, so sollte es dennoch bitte an anderer Stelle auch angegangen werden, dass eine Anpassung erfolgt:
zum einen im Bereich Entschädigung für Tragen von Zivilkleidung für gD: diese gibt es schlichtweg nicht, obwohl wir jeden Tag in zivil arbeiten. Begründung, wir hätten dafür die Entschädigung, die wir über die LHD geltend machen können, ist Humbug, da es dort keine Zivilkleidung gibt. Also bitte hier einen Angleich an den mD angehen.
Zum anderen die Einführung einer Zulage für MFEen, da diese mittlerweile das Pendant zu den MEKs der Länder sind (Teilnahme MEK-Grundlehrgänge, identische Tätigkeitsfelder, sehr hoher Spezialiserungsgrad, wöchentlich
unregelmäßige und nicht planbare Dienst- und Einsatzzeiten etc.).
Auch hier spart der Bund gerne, wo er nicht sparen dürfte.

Aber jetzt erst einmal die Tarifsache durchkriegen, ich drücke euch die Daumen.

Eintrag von Flat32 am 31.März 2008


Hoffentlich sind es nicht wieder die kleinen Einkommensgruppen im Tarif- bzw. Beamtenbereich die die größten Kröten “fressen” müssen.
Von diesen Kröten sind die laufenden Erhöhungen und Teuerungsraten nämlich nicht zu bezahlen.
Besteht eigentlich noch die Forderung nach einer eigenen Polizei-Besoldungstabelle?

Eintrag von BaPo m.D. am 31.März 2008


5,1 % im Jahr 2008 und noch einmal 2,9 % im Jahr 2009 und noch 50 Euro drauf für die unteren Einkommen. Wenn das so kommt, habt ihr einen richtig guten Job gemacht.
Ich hätte Euch das jedenfalls nicht zugetraut.
Jetzt hoffe ich auf Bestätigung.
Gruß
Michael

Eintrag von Christian M. am 31.März 2008


Ist das ein neues Angebot der Arbeitgeber??
Oder ist das deine Wunschvorstellung Michael??
Wenn das ein neues Angebot wäre könnte ich damit Leben!
MFG

Eintrag von KSB am 31.März 2008


Ich halte den Abschluss auch für beide Seiten akzeptabel, man will immer mehr, muß aber auch einfach mal zufrieden sein. Ich bitte ergänzend zu meinen Vorgängern darum, das Thema Arbeitszeit nochmal anzugehen, die derzeitige Arbeitszeitbelastung an Schwerpunktdienststellen geht wirklich an die Substanz und krank machen will ich nicht.
Anmerkung: DIe Kollegen von der KrimB tun mir nicht wirklich leid, sorry…

Eintrag von Matze M. am 31.März 2008


Laut Internet, http://www.ard.de hat es bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst offenbar einen Durchbruch gegeben.. “Es liegt ein Ergebnis vor”, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske in Potsdam.

Bsirske gab sich optimistisch, auch wenn “alle Beteiligten Kröten schlucken” müssten.
Die Verhandlungsergebnisse müssen am Vormittag noch von den Tarifkommissionen der Gewerkschaften und den Mitgliedern der kommunalen Arbeitgeber gebilligt werden.

Nach Angaben eines VERDI-Sprechers geht es um eine durchschnittliche Lohnerhöhung um 5,1 Prozent in diesem Jahr. Diese Erhöhung sehe der Entwurf der Tarifeinigung rückwirkend ab dem 1. Januar vor.
Zum 1. Januar 2009 solle es eine weitere Lohnerhöhung um 2,9 Prozent geben.

Nach knapp 12 Wochen sind die Tarifverhandlungen, nachdem die Seite der Arbeitgeber die Tarifparteien wegen derer Unfähigkeit zur Suche/Findung eines Kompromisses in die Schlichtung gedrängt haben, beendet worden.
Über das Ergebnis und Qualität des ausgehandelten Kompromiss lässt sich streithaft diskutieren insbesondere dann, wenn man berücksichtigt, dass die auseinanderklaffende Schere des sozialen Gefüges und innerhalb der Besoldungsstufen der Gruppen der Hierarchie in die Diskussion mit einfließen lässt.
Beides steht nicht mehr in einem gesunden Verhältnis zueinander.

Wie schon oft in der Vergangenheit war der geforderte Sockelbetrag schneller vom Tisch gewischt, bevor man sich überhaupt die Zeit genommen hat hierüber
ernsthaft zu diskutieren.
Die Dummen die deswegen in die Röhre schauen wieder einmal die, die schon heute den Euro mehrfach umdrehen müssen bevor er ausgegeben werden kann und/oder zigmal überlegen müssen, ob die beabsichtigte und notwendige Anschaffung nicht doch noch weiter hinaus gezögert werden kann.
Wieder einmal können diejenigen Luftsprünge machen, die am meisten von einer prozentualen Erhöhung ihrer Löhne bzw. Gehälter profitieren.
Nämlich die, die in der Vergangenheit auch ohne eine solche Erhöhung schon fett, luxuriös und damit sehr gut leben konnten.
Wenn schon die Gewerkschaften die Kluft im angesprochenen sozialen Bereich, auf die im Übrigen schon mehrfach in den einzelnen Beiträgen hingewiesen wurde, nicht mehr erkennen wollen, wer denn dann?
Die etablierten Parteien im Bundestag bestimmt nicht mehr.
Hierüber hilft auch die beabsichtigte Einmalzahlungen nicht hinweg.
Zugegeben: Sie ist allerdings besser, als nichts.

@@@ Für die Beamtinnen und Beamten kommt die Gehaltserhöhung natürlich zum wiederholten Male zeitverzögert um bis zu 3 Monate plus (X) @@@

Somit stimmt für diese Kolleginnen und Kollegen das Gesamtergebnis des Kompromisses unter dem Strich nicht mehr, weil bei dieser Verfahrensweise als Ergebnis logischerweise weniger herauskommt.
Insofern ist das Gesamtergebnis auch nur Makulatur.

Pappi oder Mammi ist auf eine zusätzliche Nebenbeschäftigung angewiesen, sofern diese denn vom Dienstherrn genehmigt wird.
Sollte keine Genehmigung seitens des Dienstherrn vorliegen, winkt mit einem Lächeln im Gesicht der Disziplinarvorgesetzte mit der Einleitungsverfügung für ein Disziplinarverfahren wegen erwähntem Grund.

@@ Vergleich:
Teile der Arbeitgeberseite innerhalb der Tarifkommission genehmigten sich eine Diätenerhöhung von 9,6% und baden weiter in ihren Privilegien.
Ferner sitzen Einige in den Aufsichträten der DAX-Unternehmen und füllen sich hier zusätzlich ihre Taschen.
Auch gehen sie „anderen Nebenbeschäftigungen“ nach, ohne das sie vorher einer Genehmigung zum Beispiel durch den Präsidenten des Bundestages bedürfen.

Die Korruption ist natürlich nur in der Beamtenschaft zu befürchten.

Lege ich die Härte, die Zähigkeit, den Durchhaltewillen, das Verhandlungsgeschick und die Einigkeit der Mitglieder der Gewerkschaft der Lokführer (GdL) mit in die Waagschale, vermag ich hier unter dem Strich ein besseres Gesamtergebnis für die Lokführer erkennen.

In den folgenden Tarifverhandlungen rege ich für die Tarifkommission an:

@ Einen Sockelbetrag in Höhe von 250.-€ endlich konsequent durchzusetzen
@ Erhöhung der DÜZ und Schichtzulage
@ Die Wiedereinführung der Ruhegehaltsfähigkeit der Polizeizulage
@ Für Schichtdienstleistende keine Arbeitszeitverlängerung und mit 60 Jahren in Pension. Dies zumindest für den Kollegenkreis die mehrere Jahre bereits Schichtdienst geleistet haben.

Die Kolleginnen und Kollegen die Schichtdienst leisten, opfern dem Dienstherrn und dem Bürger letztendlich ihre Gesundheit.
Dies fängt nicht selten bereits mit erheblichen Schlafstörungen, Gereiztheit bis hin zum aggressiven Verhalten an.
Auch sollte jeden Schichtdienstleistenden eine regelmäßige Kur, zum Beispiel nach 5 Jahren, zugestanden werden.
Dafür Streichung der Leistungsprämien, die nur Gift für das allgemeine Betriebsklima innerhalb einer Behörde sind. Von Ausgewogenheit und Objektivität hinsichtlich deren Auszahlung kann nicht die Rede sein. Nicht umsonst wird die diesbezügliche Transparenz seitens des Dienstvorgesetzten / Dienstherrn nicht gewährt.

Gleichwohl gilt mein Dank der Tarifkommission, die den Samstag und den Sonntag, fernab von ihren Familien, Bekannten- und Freundeskreis diesen Kompromiss errungen haben.
Mit diesem Kompromiss kann wohl jeder von uns (noch) leben; die Kröte muß geschluckt werden…..

Eintrag von "verwirrtschaut" am 31.März 2008


So wie ich das rauslese bekommen die Tarifbeschäftigten 5,1 %. Der öffentliche Dienst und das sind wir aber nur 3,1 %. Für die Tarifbeschäftigten ist es ok. Aber warum müssen die Beamten immer die Deppen sein.

Eintrag von Klartext am 31.März 2008


Die Zahlen laufen derzeit in den Medien.
Gruß
Michael

Eintrag von Michael am 31.März 2008


Ich denke (hoffe), da alle Kolleginnen und Kollegen im TVÖD (Bund) im Osten inzwischen übergeleitet sind (

Eintrag von POMK am 31.März 2008


@Klartext

Weil wir schon immer die Deppen waren & sein werden.
Uns kann man doch alles zumuten ohne große Gegenwehr zu erwarten. Deshalb!

Warten wir einmal ab was unter dem Strich wirklich für die Beamtenschaft herauskommt.
Die Hoffnungen würde ich aber nicht zu hoch schrauben.

Eintrag von BaPo m.D. am 31.März 2008


Komme noch mal neu:

Also ich hoffe, dass beim Bund für alle das Gleiche gilt.

Zu den Zahlen:
Zu den Beamten wurde noch nichts gesagt.

Alles weiter habe ich so verstanden, dass für alle 3,1% + 50 EUR gelten. Dadurch profitieren die kleineren Gehälter etwas mehr als bei 5,1 % (reine Mathematik).

Beispiele:
2000 EUR + 3,1% (62 EUR) + 50 EUR = 2112 EUR
2000 EUR + 5,1% (102 EUR) = 2102 EUR

3000 EUR + 3,1% (93 EUR) + 50 EUR = 3143 EUR
3000 EUR + 5,1% (153 EUR) = 3153 EUR

Alles klar?

Eintrag von POMK am 31.März 2008


Grundsätzlich: besser als nichts der Abschluss, mag er denn so kommen. Aber:
Erster großer Fehler, die Laufzeit über zwei Jahre. Somit fehlt uns jegliche Möglichkeit im Wahlkampf für 2009 noch etwas zu machen.

Zweiter großer Fehler, wieso dürfen sich unsere Bundespolitiker für zwei Jahre 9,4 % in die Tasche schaufeln und bei uns kommt wesentlich weniger dabei rum? Das wäre die Basis gewesen, an der man sich hätte orientieren müssen.

Dritter großer Fehler, die Arbeitszeiterhöhung auf 39 Stunden (vermutlich nur für einige Bereiche), denn eine Stunde Mehrarbeit wird seitens der Arbeitgeber mit 2,6% veranschlagt. Eine halbe Stunde würde also 1,3% bedeuten, die von den Beschäftigten selbst erarbeitet werden muss und somit keine „echte“ Erhöhung darstellt.

Vierter großer Fehler, die Zusammenlegung der Tarifverhandlungen mit den Kommunen, die wesentlich blanker in den Taschen sind, als der Bund. Somit muss man sich denen anpassen, bzw. könnte der Kompromiss doch noch platzen, weil nicht bezahlbar. Auf der Streikseite macht es natürlich mehr Sinn, wenn auch die Kommunen mit einbezogen werden, aber einen Nachholbedarf kann ich in dem jetzigen Abschluss nicht erkennen. Alleine die Inflation ist dieses Jahr schon wieder auf über drei Prozent angestiegen, da wird das Geld schneller wieder aufgefressen, als es in unseren Geldbörsen ankommt.

Ein Bundespolitiker kann sich in diesem Jahr auf ca. 330 Euro monatlich mehr freuen, damit könnte ich natürlich auch etliche Preissteigerungen abfangen, aber von solchen Zuwächsen können wir ja nur träumen. Der Sockelbetrag hätte höher sein müssen.

Und was davon für die Beamten „übrig bleibt“, daran wage ich erst gar nicht zu denken. Die „kleinen Überraschungen“ kommen dann später wieder per Gesetzt durch die Hintertür, aber das hatte ich ja bereits geschrieben. Jupp, nichts für ungut, aber wir haben keine Möglichkeit zu Streiken und deswegen wird man uns wieder unterbuttern, dass sind die Beobachtungen, die ich in den letzten Jahren gemacht habe.

Eintrag von Jens H. am 31.März 2008


Hallo Jens,
natürlich hätte es mehr sein können. Das ist immer so. Aber mal ehrlich, wenn ich Dir vor den Verhandlungen gesagt hätte, im Januar 2009 hast Du insgesamt 8 % mehr in der Tasche als heute, hättest Du mir das abgenommen? Die Tarifbeschäftigten des Bundes arbeiten im übrigen bereits heute 39 Stunden und die Beamtinnen und Beamten des Bundes 41 Stunden. Wir haben also keinen Bedarf der Arbeitszeitangleichung nach oben sondern zumindest bei den Beamten einen Bedarf nach unten anzugleichen. Und wir haben deutlichen Bedarf, das Ergebnis inhaltsgleich für die Beamten zu übernehmen. Daran muss jetzt zügig gearbeitet werden.
Herzliche Grüsse
Jupp Scheuring

Eintrag von Josef Scheuring am 31.März 2008


Hallo Jupp,
ich werde - als Bundespolizeibeamter - also im Januar 2009 8% mehr Gehalt in der Tasche haben, als noch im Januar 2008 ?
Die Botschaft hör ich wohl - allein: mir fehlt der Glaube.
Aber ich irre mich gerne :-)

Eintrag von Hexer am 31.März 2008


Hallo Kollege Scheuring,
vor den Tarifverhandlungen forderte die Arbeitnehmerseite eine massive Einkommenssteigerung (8 %, 200 Euro) von der Arbeitgeberseite. Mehr nicht!!!
Dann bringt die Arbeitgeberseite den Punkt der wöchentlichen Arbeitszeitverlängerung ins Spiel.
Das Wort Arbeitszeitverlängerung löst bei der Arbeitnehmerseite Ängste aus. Da die Arbeitnehmerseite das nicht will und dies auch den Mitgliedern schlecht verkaufen kann, fängt man an, Kompromisse (” … alle müssen Kröten schlucken.”) zu machen. Schon wird das hochgepriesene Ziel gesenkt und gefragt: “Hättest du bei Beginn der Verhandlungen an das jetzt Erreichte geglaubt?”
Ich bin enttäuscht.
Man hätte die Forderungen noch höher schrauben müssen, dann hätte man wahrscheinlich das geforderte Ziel erreicht.
Was ist aus den wichtigsten Argumenten
a)Diätenerhöhung und
b)Wahlen 2009 geworden???
Vielleicht kann die Arbeitnehmerseite noch etwas für die Mitarbeiter im Beamtenbereich herausholen, wenn die wöchentliche Arbeitszeit im Schichtbetrieb gesenkt und die DUZ massiv erhöht werden.
Viele Grüße

Eintrag von Frank am 31.März 2008


Hallo Jupp.

Die ganze Prozentrechnerei ist für mich eine Milchmädchenrechnung. Warum? Nun, das Angebot der Arbeitgeber wurde in den Medien völlig anders argumentiert als es in Wirklichkeit rein rechnerisch ausgesehen hat. Und Du argumentierst ähnlich um die Zahl zu hübschen, nämlich fast 8% wurden erreicht, die 8, die ja auch seitens der anderen Verhandlungsführer der Arbeitnehmerseite angeführt wurde. Ich bekomme das Gefühl man möchte hier die 8 auf jeden Fall im Raume stehen haben. 1 Prozent jedes Jahr sind auch irgendwo irgendwann 10%, aber der Weg dorthin ist ja das Problem.

Wenn ich ehrlich sein darf: Ich bin da ganz „frech“ von 8% für ein (!) Jahr ausgegangen, und ich denke, es geht vielen anderen auch so. Also habe ich nicht wirklich 8% in der Tasche sondern nur 4% für jedes Kalenderjahr. Genauso wurde es teilweise falsch wieder gegeben, die Bundespolitik hätte sich 9,4% einverleibt. Für zwei Jahre ja, aber das ein oder andere „kleinere“ Detail wird zur eigenen Argumentation gerne mal weg gelassen, je nachdem, was man damit erreichen möchte. Und die Preise steigen, keiner weiß, was 2009 kommt. Da die Laufzeit auf zwei Jahre auszudehnen halte ich persönlich für falsch, weil das Druckmittel „Bundestagswahl“ ganz andere Spielräume geöffnet hätte.

Stellen wir 9,4% und 8% (wenn es denn 8 sind) gegenüber, und ich rede mal für die Kollegen im Bund, ist das schon eine Frechheit, was sich der Herr Dr. Schäuble und seine Truppe geleistet haben. Ja, die Kommunen, ich weiß, aber dazu hatte ich schon weiter oben etwas geschrieben.

Das mag kleinlich klingen, aber das muss es auch. Ich glaube 330 Euro im Monat mehr zu haben wie ein Herr Dr. Schäuble ist ein ganz anderes Kaliber, was an Prozentrechnereien völlig vorbei geht. Deswegen wäre der Sockelbetrag so wichtig gewesen.

Und wenn der Bund Geld hat, Milliarden für marode Banken auszugeben, dann hat man wohl auch noch etwas für uns übrig. Nach den Verlusten der letzten Jahre, die ganz klar im zweistelligen Prozentbereich liegen, ist das für mich kein „Nachholen“, sondern nur ein „Mithalten“ mit der Inflation.

Eintrag von Jens H. am 31.März 2008


Hallo Josef,

hoffentlich wird der Abschluss auch so übernommen, nicht das ein Herr im BMI der Meinung ist 2,5 % reichen völlig aus, da die Beamten jaaa sooooo viele andere Vorzüge haben. Wäre ja nichts neues.

Ich bin guter Dinger, wie immer bei dem Laden, hoffentlich werde ich nicht einmal mehr enttäuscht.

Eintrag von Streetworker am 31.März 2008


Hallo Jupp,

ich finde das Ergebnis besser als ich es noch vor ein paar Wochen erwartet habe. Niemand kann ernsthaft geglaubt haben, dass es nicht irgendwo einen Kompromiss geben musste. Aber meine Frage ist eine andere: Wie wird der Fahrplan mit den Beamten sein? Gibt es da irgendwelche Terminabsprachen wann über uns verhandelt wird? Wie geht es weiter? Vielleicht kannst Du uns kurz über das weitere Prozedere informieren. Im Voraus vielen Dank für Deine INFO!

Gruß aus Koblenz

Eintrag von andiboko am 31.März 2008


Hallo,
wie so oft,hätte es mehr sein können. Wenn man die Diäten der Politiker betrachtet, verstehe ich den Unterschied nicht,aber dazu gäbe es ja ein ganz einfaches Modell: Abkehr von der linearen Erhöhung, hin zum kompletten Sockelbetrag für Politiker, Angestellte und Beamte. Was spricht denn dagegen? Und ich bin mir sicher, die Einsicht, Geld zu sparen, würde vielen Leuten leichter fallen, wenn man nicht das Gefühl bekäme, nicht als Einzigster betroffen zu sein. Und die Erhöhungen würden mit Sicherheit völlig problemlos verabschiedet werden. In diesem Spiel würde nur eine Seite verlieren: die Gewerkschaft. Und deshalb wird dies wohl nur eine Vision bleiben. Schade eigentlich. Oder was meint die Mehrheit hier?

Eintrag von Marco W am 31.März 2008


Hallo Jupp,

dann Frage die Herren Politiker (wenn welche da sind) doch mal, warum Bundespolizisten bis 60 arbeiten müssen und Berufunteroffiziere nur bis 55. Auch wir haben einen Beruf der streßbelegt ist durch Schichtdienst. Nicht nur die Bw darf nicht überaltern, wie dort begründet wird, auch ist unser Beruf körperlich anstrendend, Auslandseinsätze gibt es auch.
Wird das eigentlich im Fernsehen übertragen?

Gruß

Eintrag von EPOM am 1.April 2008


wir dürfen nicht vergessen.nächstes jahr (2009) sind wahlen.alles ist ein politikum.
ich glaub noch nicht so recht an die vereinbarungen.das sehe ich erst dann,wenn es tatsächlich umgesetzt wird.

danke trotzdem der gewerkschaft für die unterstützung in potsdam.

Eintrag von marxengels am 14.April 2008


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