Warnstreiks erfolgreich angelaufen!

Düsseldorf/Hamburg/Hannover/Stuttgart/Köln. Seit 2.30 haben Beschäftigte an den deutschen Flughäfen und in vielen Warnstreik1anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes die Arbeit niedergelegt. Auch die Tarifbeschäftigten der Bundespolizei haben sich an den Warnstreiks beteiligt. Mit diesen Warnstreikaktionen wollen wir einen Tag vor der nächsten Verhandlungsrunde in Potsdam ein deutliches Zeichen setzen, dass das sogenannte Verhandlungsangebot der öffentlichen Arbeitgeber für uns nicht verhandelbar ist.

An allen Flughäfen hieß es in den frühen Morgenstunden: Nichts geht mehr! Trotz zum Teil eisiger Kälte waren unsere ddorf_warnstreik5.JPGKolleginnen und Kollegen hoch motiviert.
Kein Wunder, denn alle sind sichtlich empört über die unnachgiebige Haltung der öffentlichen Arbeitgeber. Gerade noch haben sich die Bundestagsabgeordneten ihr eigenes Gehalt um 9,4 Prozent erhöht. Kurze Zeit später sind dieselben Menschen der Meinung, dass es für die kleinen Leute, die im Schichtdienst für Sicherheit in unserem Lande sorgen, nicht mehr reicht. Hier wird Wasser gepredigt und Sekt getrunken, so die durchgängige Auffassung der Kolleginnen und Kollegen.

kopie-von-drei.jpgMehr Kohle heißt die Parole – Genug gespart. Dass ist das Signal, dass wir von den Flughäfen nach Potsdam an die nächste Verhandlungsrunde senden!

Und alle Flieger stehen still, wenn es die GdP so will!

Hannover Warnstreik1Warnstreik in Hannover. Bei eisigen Temperaturen, die an das Verhandlungsgebaren der öffentlichen Arbeitgeber erinnerte, haben Kolleginnen und Kollegen des Flughafens Hannover und der Bundespolizei für fünf Stunden den Flugverkehr zu 100 % lahm gelegt.

Und gerade in Hannover tat das weh, findet doch hier gerade die weltgrößte Computermesse, die CEBIT, statt.

Entsprechend groß war auch das Medieninteresse und Kollege Jörg Radek vom GdP-Bundesvorstand war begehrter Interviewpartner.

streik-hannover-4.JPGDie berechtigten Tarifforderungen wurden dann noch in einem beeindruckenden Demonstrationszug durch die Flughafengebäude unterstrichen, wo auch mancher Fluggast großes Verständnis für die gewerkschaftlichen Forderungen ausdrückte.

Dieser Warnstreik machte eindrucksvoll deutlich, dass die Mobilisierung für mögliche flächendeckende Streiks für die Gewerkschaften kein Problem wäre.

Wir sind bereit!

Stuttgart: Mehr Kohle heißt die Parole – Genug gespart. Dieses deutliche Signal, wurde auch vom Flughafen Stuttgart nach Potsdam an die nächste Verhandlungsrunde gesendet!

kopie-von-warnstreik-stuttgart007_edited.jpgTrotz widriger Witterung und Temperaturen unter null demonstrierten hunderte Kolleginnen und Kollegen von Ver.di, unterstützt von zahlreichen Kolleginnen und Kollegen der GdP – KG Stuttgart, ihren festen Willen sich nicht schon wieder zum Sparschwein der Nation machen zu lassen.

kopie-von-img_5326.jpgDas machte der stellvertretende Vorsitzende der KG Stuttgart, Peter Wilhelm, in seiner Rede vor den Streikenden eindrucksvoll deutlich. „Die Zeit der Bescheidenheit ist vorbei – nun sind die Kolleginnen und Kollegen des öffentlichen Dienstes dran, die die Jahre zuvor mit vielen Einbußen leben mussten, einen kräftigen Schluck aus Pulle zu nehmen“.

kopie-von-warnstreik-stuttgart012_edited.jpgNach seiner mit viel Zustimmung und Beifall bedachten Rede war er stellvertretend für die Kolleginnen und Kollegen der GdP gern gesehener Gesprächspartner für die zahlreich angereisten Medienvertreter.

Auch das Signal aus Stuttgart an die Arbeitgeber war deutlich: Mit uns nicht – auch wir sind bereit.

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Themenbereich: Tarif | Drucken