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21. April 2008

GdP zu Konsequenzen aus internem Ermittlungspapier: Festgestellter Personalbedarf nicht durch Schwächung anderer Aufgaben decken

gdp_zum_thema.jpgBerlin. Die dringend notwendigen Konsequenzen, die nach dem internen Bericht über die Ermittlungen der Sauerland-Bomber gezogen werden müssen, dürften nicht auf Kosten des bestehenden Personals gehen, warnt die Gewerkschaft der Polizei (GdP). GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: „Wenn die Innenminister- und senatoren auf ihrer Konferenz in Bad Saarow zu der richtigen Schlussfolgerung gelangt sind, dass insbesondere die für die Observation zuständigen mobilen Kontrollgruppen (MEK) verstärkt werden müssen, kann das zwangsläufig nur durch zusätzliches Personal geschehen. Absichten einiger Bundesländer, dies durch Umschichtungen zu bewerkstelligen, erteilen wir eine klare Absage.“
Es könne nicht sein, so der GdP-Vorsitzende, dass der zur Terrorismusbekämpfung dringend notwendige, personelle Mehrbedarf beispielsweise den Streifendienst belaste.

freiberg_portrait_hell_stern_176_quer.jpgFreiberg: „Personelle Löcher zu stopfen, indem man in anderen Kriminalitätsbereichen Leute abzieht, wird sich bitter rächen. Die dann zu erwartenden Anstiege von Straftaten im Bereich der Straßen- und Gewaltkriminalität sind den Bürgerinnen und Bürgern nicht zuzumuten.

Freiberg begrüßte indes die von den Innenministern verabredeten organisatorischen Verbesserungen zur Bewältigung länderübergreifender Fahndungslagen. Dennoch, so der GdP-Vorsitzende, sei allein mit Organisation, der offensichtliche Personalbedarf der Polizei nicht zu kompensieren.

Einträge:

Gruss an sämtliche GdP- Funktionäre.

Ihr habt es heutzutage nicht leicht. Denn die Politik interessiert sich nicht mehr für uns liebe Ordnungshüter. Daher alle Achtung für Eure Initiativen.

Ich bin seit mehr als 10 Jahren im Streifendienst und noch nie war die Personaldecke so schwach und weit und breit keine Verstärkung in Sicht.

Ich mache meinen Beruf wirklich sehr gerne und würde mich immer wieder für diesen Beruf entscheiden. Dennoch schockiert mich die Kälte und scheinbare Igoranz, welche uns Polizisten aus der politischen Welt entgegentritt.

Wir sollen den Bürger schützen. Gefahren abwehren, Straftaten verfolgen. Im Gegenzug tragen wir

- Pistolenholster aus der Wild-West-Zeit
- Funkgeräte, welche nur piepsen und rauschen (Ein Lob auf meinen Handy-Flatrate-Vertrag)
- bedienen Tagebuchsysteme, die komplizierter wie Bestellprogramme beim Otto-Versand sind,

- bekommen Unterziehwesten, die den Atem rauben
- werden mit der Note 1 nicht befördert
- Sollen emitteln, aber haben nicht mal einen Internetzugang
und so vieles vieles mehr.

Terrorismusbekämpfung? Leute, wir haben derzeit nicht einmal genug Leute um aktuelle Strafanzeigen zu bearbeiten. Terminals wachsen, Fluggastzahlen explodieren. Unsere Personaldecke sinkt jedoch. Und niemand reagiert.

Und wers nicht glaubt, den lade ich gerne zu einer gemeinsamen Streife ein. Aber Vorsicht, zu Essen gibts den ganzen Tag nicht.

Eintrag von Urkundenfahnder am 22.April 2008


Hallo Urkundenfahnder!
Sehr gut geschrieben, verstehe ich voll und ganz und teile auch diese Meinung und Forderungen. Doch leider interessiert das niemand, noch nicht. Auch hier reagieren die Verantwortlichen wie so oft viel zu spät. Ein Dilemma und trauriger wie bei einer Beisetzung.

Eintrag von ESch am 22.April 2008


genau!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
auffällig jedoch ist, dass die mandatsträger aller ebenen plötzlich beginnen ihre prallen füllhörner über die brave wählerschaft zu ergiesen. frag´ mich bloß`woher plötzlich die wundersamen milliarden nach den bankenpleiten herkommen! sollte der verbliebene rest von ausgepressten steuerzahlern auch für polizeibeamte bestimmt sein? -der beamte hat doch keine entlassungssorgen und verdient sooooooo gut! na dann mal los! -nach münchen und an die “billige südgrenze” in
bayern!

gruß
kowalsky

Eintrag von kowalsky am 22.April 2008


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