GdP zum Verfassungsschutzbericht 2007
Besorgnis erregende Ausbreitung des Rechtsextremismus hinter bĂŒrgerlicher Maske
Berlin. Die BekĂ€mpfung des islamistischen Terrorismus hat nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) fĂŒr die deutschen Sicherheitsbehörden nach wie vor oberste PrioritĂ€t. GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg: âDer jĂŒngste Bericht des Bundesamtes fĂŒr Verfassungsschutz weist mit Recht darauf hin, dass die gröĂte Bedrohung weiterhin vom islamistischen Terrorismus ausgeht. Gleichzeitig macht mir aber die Ausbreitung des Rechtsextremismus hinter der Maske der BĂŒrgerlichkeit groĂe Sorgen.â
Wenn sich, so der GdP-Vorsitzende, Rechtsextremisten verstĂ€rkt in Sozialberatung, Nachhilfeangeboten und bei der Organisation von Jugendfreizeit-AktivitĂ€ten engagierten und dort Menschen auf ihre Seite zögen, sei das mit polizeilichen Mitteln nicht zu bekĂ€mpfen, sondern bedĂŒrfe dringend einer anderen Sozial- und Jugendpolitik.
Auch wenn die Anzahl der Gewaltdelikte, die von extremen Linken und Rechten verĂŒbt wurden, nahezu konstant geblieben sei, stelle die Polizei nach Worten des GdP-Vorsitzenden hier eine zunehmende Brutalisierung und Fanatisierung fest. Freiberg: âFast die HĂ€lfte der Gewalttaten von Rechts- und Linksextremen richten sich gegeneinander, doch die Polizei steht dabei in der Mitte. Auf die EinsatzkrĂ€fte, das haben die Mai-Krawalle in Hamburg gezeigt, ist von beiden Seiten ohne RĂŒcksicht auf Leben und Gesundheit eingedroschen worden.â
