11. Mai 2008
Die beabsichtige Lebensarbeitszeitverlängerung für die Beschäftigten der Bundespolizeien war Thema eines Gespräches der GdP - Vertreter Josef Scheuring, Jörg Radek und Martin Schmitt mit den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD - Bundestagsfraktion Fritz Rudolf Körper am achtem Mai 2008 in Berlin.
Die Gewerkschaftsvertreter machten dabei deutlich, dass sie die Lebensarbeitszeitverlängerung insgesamt für falsch halten. Für diejenigen allerdings, die wesentliche Teile ihres Arbeitslebens zu unregelmäßigen Zeiten arbeiten, sei die heutige Regelarbeitszeit schon hoch belastend und jegliche Verlängerung unakzeptabel. Die Belastung dieser Personengruppe sei im übrigen durch die einseitige Erhöhung der Wochenarbeitszeit in den zurückliegenden Jahren schon einmal deutlich verschärft worden. Dies gelte sowohl für die Polizeien des Bundes als auch für den vollzugsbereich des Zolls.
Fritz Rudolf Körper nahm diese Argumentation auf und sagte zu, die SPD - Bundestagsfraktion werde sich für eine Berücksichtigung der besonderen Belastungen durch unregelmäßige Arbeitszeiten bei der Festlegung der besonderen Lebensarbeitszeiten einsetzen. Dies müsse allerdings durch Nachweise nachvollziehbar sein.
Die GdP schlug dem SPD - Vertreter vor, eine Faktorisierung der Arbeitszeiten zu unregelmäßigen Zeiten einzurichten die dazu führe, dass derjenige, der die Hälfte seine Lebensarbeitszeit zu unregelmäßige Zeiten gearbeitet habe, auch zukünftig mit 60 Jahren in den Ruhestand gehen könne. Für denjenigen bzw, diejenige die deutlich mehr solcher Zeiten vorzuweisen hätten müßte eine Ruhestandsversetzung auch schon unterhalb von 60, abgesenkt bis zum 58. Lebensjahr möglich sein.
” Nach den Aussagen des CDU - Innenpolitikers Clemens Binninger und der jetztigen Aussage des SPD - Innenpolitikers Fritz Rudolf Körper bin ich zuversichtlich, dass es uns gelingen wird im Dienstrechtsneuregelungsgesetz eine verträgliche Regelung für die Kolleginnen und Kollegen, die zu unregelmäßigen Zeiten arbeiten müssen, durchzusetzen”, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei.
gut wenn da mal was rüberkommt.
unsere politiker sollen einfach mal nach europa schauen,
da geht keine polizei mit 60 in den ruhestand.
einfach mal vergleichen und dann angleichen.
wenn es denen in ihr konzept passt, schauen sie ja auch
nach europa und wenn es nur zur begründung gebraucht wird.
steuern hoch, begründung sind in europa immer noch im unteren bereich.
pvd über 60 und dann fußballbegleitung ????
kann doch sein, dass dann die fans die begleitkräfte in den zug helfen — oder ?????????
ich glaube das ich gelesen habe, dass mdb peter struck im jahr 2007 gesagt hat mit der spd gibt es keine verlängerung der lebensarbeitszeit für pvb im schichtdienst.
bitte dran bleiben und beim wort nehmen.
danke für eure gute arbeit
Eintrag von ossi oder wessi am 12.Mai 2008
Warum keine Angleichung an die Berufsunteroffiziere der Bundeswehr. Dort ist mit 55 jahren Schluß.
Eintrag von EPOM am 14.Mai 2008
Ich kann mich nur wiederholen:
- generelles Ruhestandsalter 60 Jahre, denn auch die soge-
nannten “Tagesdienstler” haben in der Masse mal Schiht-
dienst geleistet
- pro Jahrzehnt Schichtdienst 1 Jahr weniger Dienstzeit
- Erhöhung des Erholungsurlaubes für Schichtdienstler um
4 Tage
- Regelmäßige Rehabilitationen für alle
Utopisch diese Vorstellung? Nein. Ich finde, dass es angemessen ist!
Eintrag von Günter Rohde am 16.Mai 2008
Wenn jetzt dabei rumkommt, dass Beamte, die den größten Teil ihres Arbeitsleben im Schichtdienst verbracht haben, weiterhin mit 60 in den Ruhestand gehen dürfen, na dann Gute Nacht.
Ich weiß, mir wird dann wieder erzählt, dass ich besser gestellt werde. Leider wird aber nur der Tagesdienstler schlechter gestellt und für den Schichtdienstler ändert sich dann gar nichts.
Das Spiel kenne ich schon von der Wochenarbeitszeit. Mann, wieviel besser wurden da Beamte mit Kindern gestellt, vorrausgesetzt sie bekommen auch das Kindergeld überwiesen, müssen sie nur noch 40 Stunden arbeiten, genau wie früher. Toll und Danke werte Politik.
Ich würde mir da einen Anrechnungsfaktor wünschen. Frei nach dem Motto: Für jedes Jahr Schichtdienst bekommt die/der Beamte 1,xx Jahre Dienstzeit angerechnet.
Hab gehört, weiß ja nicht ob es stimmt, es soll Länder geben, da liegt ein solcher Faktor bei 1,5.
Wäre doch mal was meine lieben Politiker. Das wäre eine echte Anerkennung für den harten Polizeidienst und ihr könntet euch eure Dankesschreiben zum Jahresende sparen und damit gleich die Umwelt schützen. ;-)
Eintrag von thomas am 17.Mai 2008
Hallo,
ich durfte eine Argumentation zu diesem Thema live erleben. Die Worte waren fast wie oben, stolz wurde verkündet, die Gewerkschaft fordert: “Beschäftigte der BPOL” und die “Belastung durch lange Zeiten der Schichtarbeit müssen zu einer verringerten Lebensarbeitszeit führen”.
Da dacht ich doch glatt, es sind mal wirklich alle Beschäftigten gemeint, aber nein, auf Nachfrage, die GuK naürlich nicht.
Wenn die mal in Rente gehen, haben die auch 25 Jahre Schicht geschoben beim Bund, vielleicht auch vorher schon, je nach altem Beruf, Schichtarbeit geleistet.
Enttäuschend, wie hier mal wieder gleich schlechte Arbeitsbedingungen unterschiedlich stark wahrgenommen werden und sich nicht für alle Betroffenen gleich eingesetzt wird. Die Anwendung der geforderten Regelung auf vielleicht höchstens 1000 Beschäftigte mehr, macht den Staat nun auch nicht pleiter als er schon ist.
Ich grüße alle, die nicht so gleich sind wie die Gleicheren.
Eintrag von Ungleiche am 1.August 2008
Hallo,
muß da mal eine Frage fragen: Wie ist eigentlich der Stand der Dinge, gehe ich erst mit 60 in Pension oder früher bzw. soll ich nun zu den Feldjägern der Bw wechseln. Nach meinem Kenntnisstand gehen dort Berufsunteroffiziere mit 55 Jahren in den Ruhestand. Ich denke unser Beruf ist ebenso anstengend, körperlich wie geistig, auch ist die Belastung im Umfeld familie usw. die gleiche.
Und Politiker reden immer schön, aber mal was konkret bewegen, das geht nicht.
Gruß
Eintrag von EPOM am 19.August 2008