Faktorisierung der Arbeit zu unregelmäßigen Zeiten – Politik nimmt Vorschläge der GdP auf

Innenpolitiker der CDU/CSU aber auch der F.D.P und der Partei „DIE LINKE“ haben inzwischen die Forderung der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, die Arbeit zu unregelmäßigen Zeiten in der Bundespolizei und den Vollzugsbereichen des Zolls zu faktorisieren und bei der Lebensarbeitszeit zu berücksichtigen, aufgenommen. „Wir haben dadurch die Chance, in das laufende Gesetzgebungsverfahren zum Dienstrechtsneuregelungsgesetz doch noch eine Sonderregelung für diesen Personenkreis einzubringen“, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, in Berlin. Die GdP hat vorgeschlagen, die Arbeit zu unregelmäßigen Zeiten mit dem Faktor 1,1 zu bewerten. Damit würden 10 Jahre Arbeit zu diesen Zeiten zu einer Reduzierung der Lebensarbeitszeit um 1 Jahr führen. Wer 20 Jahre solcher Zeiten nachweisen kann, könnte damit auch weiterhin mit 60 Jahren in Pension gehen. Wer dreißig Jahre derart gearbeitet hat, könnte bereits mit 59 Jahren abschlagfrei in Pension gehen. Der CDU – Innenexperte Clemens Binninger sagte dazu: „Die CDU/CSU – Bundestagsfraktion hält eine solche Regelung für angemessen und kann sich auch die Reduzierung der Lebensarbeitzeit unter das 60. Lebensjahr, wie von der GdP vorgeschlagen, vorstellen“.

“ Die Anerkennung der belastenden Arbeit zu unregelmäßigen Zeiten ist eine Frage der Gerechtigkeit und damit für uns zentral wichtig. Ich werde in den nächsten Tagen in dieser Frage zusammen mit dem GdP – Bundesvorsitzenden Konrad Freiberg noch einmal ein Gespräch mit dem stellvertretendem SPD – Fraktionsvorsitzenden Fritz Rudolf Körper führen um auch dort die politische Zustimmung für diese Entwicklung zu sichern“ so Josef Scheuring.

Schreiben von Gilsela Pitz, MdB, F.D.P.

Schreiben von Petra Pau, MdB, Die Linke

Share

Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken