16. Juni 2008
Der Gewerkschaft der Polizei liegt in der Zwischenzeit ein Schreiben des Bundespolizeipräsidiums Postdam, Az.: 72 - 1610 00 vom 10. Juni 2008 vor, in dem das Präsidium beim Bundesministerium des Innern die Verschiebung des Regelbeurteilungsstichtages 01.10.2008 um ein Jahr beantragt. Die im Schreiben aufgeführten Gründe für die Verschiebung der Regelbeurteilung sind für die Gewerkschaft der Polizei so nicht nachvollziehbar und engen die Rechte der betroffenen Kolleginnen und Kollegen in der Bundespolizei ein. Die zuständige Personalvertretung wurde bisher nicht beteiligt und ist nicht im Verteiler des Schreibens aufgeführt.
Eine Verschiebung des Regelbeurteilungsstichtages unterliegt gem. § 76 Abs.2 Nr. 3 BPersVG der Mitbestimmung des Bundespolizei - Hauptpersonalrates. “Bisher liegen uns keine Kenntnisse vor ob das Bundesministerium des Innern dem Antrag des Präsidiums folgen wird. Sollte dies der Fall sein und das dazu erforderliche Mitbestimmungsverfahren eingeleitet werden, wird der Bundespolizei - Hauptpersonalrat die Rechte der Beschäftigten der Bundespolizei entscheidend in das Verfahren einbringen. Der bisher geschaffene Vorgang jedenfalls wird dem Anspruch der Beschäftigten der Bundespolizei und ihren Personalvertretungen auf rechtzeitige Information und offene Kommunikation in keiner Weise gerecht. Für uns gilt weiter der rechtlich festgelegte Regelbeurteilungsstichtag 01.10.2008 für die Beurteilungen in der Bundespolizei” so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei. (Bild)
Das ist schon der Hammer, dass diese Sachen schon ewig in der Gerüchteküche kreisen und erst am 10.06. soll ein Schreiben rausgegangen sein. Da stimmt doch was hinten und vorne nicht?!
Eintrag von meisterkoch72 am 16.Juni 2008
Liebe GdP und liebe Mitglieder des Hauptpersonalrates,
bitte setzt euch dafür ein, dass dies nicht so geschieht!
Wir haben ein Recht auf eine Regelbeurteilung 2008. Bei der Reform wird davon gesprochen, dass ausgeschriebene Posten nach Leistung besetzt werden. Insofern haben wir auch ein Recht auf die Regelbeurteilung 2008. Diese ist Spiegelbild des aktuellen Leistungstandes.
Alle Beamte, die sich im letzten Jahr so richtig ins Zeug gelegt haben, werden dadurch die Aussetzung extrem benachteiligt. Besonders diejenige , die im Juli knapp bei den geplanten Beförderung knapp vorbeirutschen.
Liebe Gdp, und HPR, ich zähle auf euch. Bitte setzt euch dafür ein, dass es auch im Jahre 2008 eine Regelbeurteilung gibt.
Vorab besten Dank.
Eintrag von Urkundenfahner am 16.Juni 2008
Also wenn das durch geht lach ich mich schlapp. Wird wahrscheinlich auch aus technischen Gründen sein. Werden wir eigentlich nur noch ……??? Ich kann das ebenfalls nicht verstehen wie man einen solchen Antrag stellen kann. Meine BITTE: Ablehnen!!!!
Eintrag von Südpreusse am 16.Juni 2008
Ich warte auf den Tag, an dem etwas Vernünftiges aus dem “Superpräsidium” kommt. So langsam sollte den Herren das ganze Chaos, das sie verursacht haben, bewusst werden.
Die Ignoranz und Arroganz gegenüber den Menschen scheint keine Grenzen mehr zu kennen.
Jupp, ich kann Euch nur die Daumen drücken, dass wenigstens Ihr den Überblick behaltet!
Eintrag von captain future am 16.Juni 2008
“Das Leitbild stellt einen verbindlichen, verpflichtend wirkenden Handlungsrahmen dar, der das Denken, Handeln und Verhalten aller Angehörigen der BPOL - ohne Ansehen der Person und deren Status - auf die optimale Erfüllung der
gesetzlichen Aufgaben ausrichtet.”
Quelle:
A r b e i t s b l a t t
FHB Studienbereich
Polizeiführungswissenschaften - F ü h r u n g s l e h r e
Stand: 06/2008
Inhalt / Thema: Neue Steuerungselemente
“Wir erreichen
unsere Ziele
nur mit gut
informierten
Mitarbeitern”
“Wir gewährleisten
Transparenz
durch offene
Kommunikation”
“Menschlichkeit
und vorbildliches
Verhalten schaffen
gegenseitiges
Vertrauen”
Quelle:
Leitbild für die Bundespolizei
Beim Abgleich der Kernaussagen der o. a. Zitate und des obigen Artikels kommt mir irgendetwas faul vor. Ich komme bloß nicht drauf, was genau. Kann mir jemand helfen?
Eintrag von 6+9=15 am 16.Juni 2008
…ist schon klar: jetzt geht denen die Muffe, daß Stellenbesetzungen zum Zeitpunkt, sagen wir mal: August, jederzeit angreifbar wären mit dem Argument, daß eine neue Beurteilung unmittelbar bevorstehe und sich insofern ja die Reihenfolge ändern könnte…
Tja, vorher denken wäre schon nicht schlecht gewesen!
W i l l das eigentlich niemand einsehen, daß, neben dem Widersinn dieses “Reformkonzeptes” als solchem in erster Linie der vollkommen unrealistische Zeitplan Schuld an der Misere ist?
Aber nur weiter so: bald haben wir den Karren auf allen Ebenen dermaßen in den Dreck gefahren, daß ein Innehalten oder gar ein (Teil-)Zurück gar nicht mehr möglich sein wird! Da bekommt doch die alte Lübeck-Weißheit eine ganz neue Bedeutung: “Wenn schon Scheiße, dann mit Schwung!
Eintrag von Gerhard Medgenberg am 16.Juni 2008
Diese Bundespolizei ist nur noch Krank! Mein Reformwille ist die Auflösung dieser Behörde!
Eintrag von ziegenpeter am 16.Juni 2008
Hallo Ziegenpeter,
ich gebe dir vollkommen Recht. Doch das interessiert eigentlich niemanden - oder kannst du mir nur 1 Person nennen?
Eintrag von ESch am 16.Juni 2008
Hallo Ziegenpeter und ESch
ich kann euch einige sagen, du kannst sie aber alle selber nachlesen….
1.präsident
2.vizepräsident
3.vizepräsident
und
und
und
kann sie alle garnicht aufzählen, die jetzt schon auf ihren dienstposten befördert wurden.
dazu kommen dann noch etliche aus dem bereich des riesigen
personalratsbereich!!!!
was sollen die alle nach der auflösung der bundespolizei machen???
etwa arbeiten??
und dann noch schichtdienst
gruß
flughafenpolizist aus ratzeburg(und das stimmt ab 10.07.2008)
Eintrag von flughafenpolizist am 16.Juni 2008
Man wird sich in Zukunft noch gerne an die heutige Zeit erinnern. Besser wird es nicht mehr. Das ist noch lange nicht das Ende aller Peinlichkeiten. Diese Feststellung kann man auch auf viele andere Berufe übertragen. Konsequenzen werden wie immer erst dann gezogen, wenn es zu spät ist. Die Verantwortlichen sind wie immer auch dann nicht mehr zu greifen, da sie sich die Taschen voll gemacht und die Treppe raufgefallen sind.
Jeder muß sehen wie er für sich das Beste herausholt. Leider. Der Teamgeist bleibt auf der Strecke.
Eintrag von Streik am 16.Juni 2008
Hi ziegenpeter!
Stimme Dir voll und ganz zu. Die einzige richtige Reform wäre diese “Polizei” aufzulösen.
Eine solche Unzufriedenheit wie sie derzeit herrscht, ist schon fast beängstigent.
Meiner Meinung nach, wird die Bundespolizei durch die “Herren” in Potsdam jetzt vollends kapput gemacht.
Das es dieses Jahr keine Beurteilung geben soll, nach Wunsch des Präsidiums, wird die Motivation der Mitarbeiter, besonders im mD, noch weiter sinken lassen.
Ich finde es nur noch zum ko…. wie man mit uns umgeht.
Jeglichen Respekt für die oberste Führung in der Bundespolizei habe ich verloren.
Eintrag von EPHK am 16.Juni 2008
Tja, dann bin ich wohl jemand, der dem Präsidium zur Seite steht. Aber nicht aufgrund der guten Arbeitsleistung des Präsidiums, vielmehr ergeben sich aufgrund der Reform massive Probleme bei den Beuteilungszuständigkeiten der neu geschaffenen Inspektionen. So ist vielen Erstbeurteilern nicht bekannt, wen sie beurteilen sollen. Dienstgruppenleiter sind teilweise erst jetzt Dienstgruppen zugeordnet worden. Ein Kennenlernen der Kollegen ist aufgrund der großen Entfernungen kaum möglich, auch sind unterschiedliche Dienstpläne in den “Alt”-Dienststellen nicht gerade förderlich dabei. Und ich möchte den Aufschrei erleben: Der will mich beurteilen, der war ja noch nicht einmal auf dem Revier. Weiterhin ist der Beurteilungserlass bzw. die Anlage 1 bis dato nicht geändert worden. Ich kann den Unmut verstehen, aber die anstehende Klagewelle bei einer Regelbeurteilung im Herbst wird immens sein. Und diese Angst ist wohl größer
Eintrag von Ein Erstbeurteiler am 16.Juni 2008
Selbst mir, der immer der Meinung war, das wir allen Beteiligten der Reform eine Chance geben sollen, sich zu beweisen und ihre Fähigkeiten, eine effiziente Polizei aufzubauen, schwindet das Vertrauen. Immer mehr komme ich zum Entschluss, das viel zu viele wursteln, Entscheidungen nicht überdacht sind und im Nachgang jemand gesucht wird, der die Scherben wegschafft.
Ich hoffe, daß die Gewerkschaften dem ein wenig gegensteuern können. Aber bitte, macht den Scherbenhaufen mit irgendwelchen unüberlegten Anträgen nicht noch größer.
Es grüßt ein mittlerweile arg Enttäuschter
Michael B.
Eintrag von Michael B. am 17.Juni 2008
@Erstbeurteiler:
Die Reform ist ja auch fast so überraschend gekommen wie Weihnachten und Neujahr! Über diese Probleme hätte man sich früh genug Gedanken machen können.Jetzt werden die Probleme auf dem Rücken aller Mitarbeiter gemacht.
Lieber Jupp, setzt Euch bitte dafür ein daß es bei der RB 2008 bleibt!
Eintrag von Tom am 17.Juni 2008
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich wundere mich, wie sehr sich an den Beurteilungen geklammert wird. Welchen Sinn machen eigentlich Beurteilungen. Diese Frage stellen sich jedes Jahr zig Kolleginnen und Kollegen - aber auch Erst und Zweitbeurteiler.
Bei genauer Beleuchtung ist schnell feststellbar, dass das System der Beurteilung in Gänze zu hinterfragen ist.
Ich bin der tiefen und festen Überzeugung, dass Beurteilungen abgeschafft gehörfen. Wir brauchen sie nicht.
Der personalwirtschaftliche Aufwand, der immer und immer wieder betrieben wird, und der Nutzen, der darin zu sehen ist, stehen in keinem vertretbaren Verhältnis.
Es gibt andere Möglichkeiten Auswahlentscheidungen zu treffen oder Rangfolgen aufzustellen.
Insoweit vertrete ich die Meinung, dass durch die geplante Aussetzung der RB Runde 2008 hierüber nach gedacht werden sollte.
Euer First
Eintrag von First am 17.Juni 2008
Sehr geehrter “Ein Erstbeurteiler”,
man könnte den Eindruck gewinnen, dass sich die persönliche Leistung tatsächlich in irgendeiner Form auf die Beurteilung auswirkt, liest man Ihre Zeilen.
Das ist sicher erfreulich für Ihre Dienststelle und sollte als Beispiel für andere Dienststellen dienen.
Leider ist es, zumindest im Verwaltungsbereich doch so, dass es gerade nicht die qualitative und quantitaive Leistung, sowie die intellektuelle Befähigung sind, die zählen und bewertet werden, sondern in erster Linie die Schicht Vasiline, mit der sich der zu Bewertende die Unterarme eingeschmiert hat.
Gut, man kann es auch “soziale Kompetenz” nennen, ich nenne es anders.
Dies und natürlich die vorgegebene Quote sorgen für ein System, dass zu viel Unmut führt.
Die Einführung und Überwachung verbindlicher sog. “Zielvereinbarungen” könnte hier Abhilfe schaffen und der ohnmächtigen Hilflosigkeit der Menschen, die auf Vasiline allergisch reagieren, vorbeugen.
Andererseits scheint es aber auch viele Erstbeurteiler zu geben, zu denen Sie augenscheinlich und glücklicherweise nicht gehören, welche Vasiline an und in ihrem wichtigsten Körperteil täglich zu schätzen wissen.
Eintrag von NODROG12 am 17.Juni 2008
Was ist dann mit den Kollegen, die 2007 die Aufstiegsausbildung abgeschlossen haben und seitdem ohne aktuellen Leistungsnachweis und nach den neuen Plänen, auch ohne Regelbeurteilung rumlaufen?
Kein AL/ keine Beurteilung = keine Bewerbungsmöglichkeit
Das kann ja lustig werden…
Eintrag von Chaos am 17.Juni 2008
@ First
Deine Meinung ist völlig oK und nach zu vollziehen.
Es kommt aber noch besser!
Wer will denn jetzt eine Beurteilung? Nur diejenigen, die noch etwas von ihren alten - oder neuen Chefs zu erwarten haben.
Alle die, die in den Startaufstellungen der Dirketionen waren, brauchen eine Beurteilung, damit sie bei der Bewerbung zum Zuge kommen - oder?
Wenn jetzt beurteilt wird, wird doch der Mauchelei Tür und Tor geöffnet.
Daher bin ich der Meinung, dass die RB 08 ausgesetzt werden muss. Es gibt gar keine andere Wahl.
Also GdP - Stimmt dem Antrag auf Aussetzung der Beurteilung zu, damit auch die anderen, die nicht in der Startaufstellung waren eine Chance haben.
Danke und Gruß Mauschel
Eintrag von Mauschel am 17.Juni 2008
Hallöchen zusammen,
ist schon lustig wieviele Kollegen es gibt, die immer noch glauben, dass unsere Beurteilungen was mit Leistungseinschätung zu tun hat. In den vergangenen mindestens 5 Jahren geht es doch ohnehin in den jährlichen Beurteilungsrunden nur noch darum zu dokumentieren wer die dunkelste Braunfärbung vom Kopf bis zu den Schultern (oder noch tiefer) hat.
Ob Beurteilungsrunde ja oder nein ist mir völlig egal. Wer in der Verwaltung mD unserer Firma arbeitet kann mit 9 oder 3 beurteilt werden, das Ergebnis ist seit 10 Jahren immer das gleiche.Also was soll der Scheiß.
Eintrag von G.H. am 17.Juni 2008
Hallo Kollegen,
Nachtigall ich hör dir tapsen …
Bis zum 01.10.08 ist die Setzung mit Sicherheit nicht abgeschlossen.
Dann sollen Eignung Leistung und Befähigung neu festgestellt werden.
Ist doch klar, wer dann zum Zuge kommt.
Das hat nichts mit Sozial zu tun.
Ich glaube es wäre viel besser, wenn wir uns auf die Setzung und nicht auf eine neue Beurteilungsrunde konzentrieren.
Lass doch die Beurteilungen ausfallen.
Eintrag von HP am 17.Juni 2008
War mir irgendwie klar, dass das so kommt. Man kann ja jetzt vorftrefflich über Sinn oder Unsinn von Beurteilungen streiten oder ob man sie dieses mal ausfallen lassen sollte oder nicht.
Nur ist das jetzt wieder ein super Beispiel für die völlige Unproffesionalität der obersten Führung unserer modernen, prozeßoptimierten, evaluierten,… Bundespolizei. Ich kann darüber fast schon herzhaft lachen.
Wenn wir an der Basis so unseren Dienst verrichten würden, würden wahrscheinlich heute noch aus dem Januar 2006 ankommende Seeleute auf die Ausstellung ihrer AV´s warten!
ES IST UNGLAUBLICH, WELCHE PFEIFEN HIER AM RUDER SIND!!! DIE WÄREN BEI UNS SCHON LÄNGST IN IRGENDEINEM AKTENKELLER VERSCHWUNDEN!!!
Das musste einfach mal gesagt werden, obwohl es sicherlich auch nichts bringen wird!
Eintrag von Sergant am 17.Juni 2008
Ich sehe es wie Mauschel und HP. Unser Beurteilungssystem ist nicht objektiv. Eine RB 2008 würde dem Ganzen die Krone aufsetzen. Also den Antrag vom Präsidium in die notwendige Beteiligung geben und ein Aussetzen TRANSPERENT und für ALLE ernsthaft überdenken.
Eintrag von Frank Fischer am 17.Juni 2008
Hallo!
Also wenn die Beurteilungen ausfallen sollten und Kollegen von der Ostgrenze 0 Sozialpunkte haben, wird die Motivation folgender massen fallen. Die sagen sich, ob ich jetzt noch was mach oder nicht, zwangsversetzt werde ich eh und mein derzeitiger 1.Beurteiler kann nichts dagegen machen. So wird die Krankenrate steigen und steigen und den Kollegen wird es egal sein. Keine Beurteilungen und nächstes Jahr eh irgendwo in der BRD verstreut.
Deswegen finde ich die Beurteilungen für die Beamten die pünktlich, ordentlich und evtl auch ein bisschen fleissig sind für wichtig!
Eintrag von Zwangsversetzt am 17.Juni 2008
Obwohl ich (letztes Jahr befördert, in dem folgenden AL um 3 Noten abgesenkt und bei der diesjährigen Beurteilung berechtigte Hoffnungen um Anhebung) selbst von einer Aussetzung nicht gerade positiv betroffen wäre, bin ich für eine Aussetzung, da m. E. nur so weitgehend ausgeschlossen werden kann, dass durch “Gefälligkeitsbeurteilungen” versucht wird, die Chancen Einzelner bei den kommenden Dienstpostenausschreibungen zu beeinflussen.
Nachteile bei bevorstehenden Beförderung vermag ich auch nicht zu erkennen.
Da keiner in der Beurteilungsnote heraufgesetzt wird und die Kollegen mit den Bestnoten großteils bereits befördert wurden, sind bei den kommenden Beförderungen nicht ganz so hohe Anforderungen zu erfüllen.
S. h. es können auch Kollegen, die nicht die Spitzennote erhalten haben (dieses Jahr aber vielleicht bekommen hätten), befördert werden.
Dass die Krankenrate durch Verschiebung der Beurteilung steigen soll, möchte ich stark anzweifeln.
Wer sich mit solchen Gedanken (Krankschreibung aus “Rache”) trägt, für den mag die Aussetzung der Beurteilungsrunde als persönliche Rechtfertigung dienen.
Jedoch finden solche “Kollegen” immer einen Grund, um ihr Verhalten, mit dem sie nicht den Dienstherrn, sondern andere Kollegen und ggf. sich selbst schädigen, zu rechtfertigen.
Nun ja, das muß aber jeder mit sich selbst abmachen!
Gruß
Thomas
Eintrag von Thomas am 18.Juni 2008
Hallo Ihr Lieben,
es beginnt sich zu rächen, dass diejenigen Kolleginnen und Kollegen, die bereits ausbefördert sind, durch eine gute Beurteilung nichts mehr zu erwarten hatten und deshalb nach den erfolgten Beförderungen durch ihre Vorgestzten nach unten gefallen sind. Davon kann sich so schnell keiner mehr erholen um dann noch nach dem Motto >Eignung, >Leistung und >Befähigung Ansprüche auf neu ausgeschriebene Dienstposten anzumelden oder ggf. auf einen solchen gesetzt zu werden.
Eintrag von noName am 18.Juni 2008
Zu First und NODROG12 17.06.07
Ich gebe euch vollkommen recht! Beurteilungen gehören abgeschafft. Was machen die für einen Sinn? Sie sind eh quotiert und daher nicht aussagekräftig. Außer den Vaselinfetischisten gibt es ja auch noch andere Kriterien: Jemand der nur überwiegend gute Beamte hat (soll ja auf Grund Berufszufriedenheit, Teamarbeit und Kollegialität auch noch in der BPOL geben bzw. vor der jetzigen Neuorganisation gegeben haben) muss auf Grund der Quote die Hälfte schlechter beurteilen, als er sie sieht. Andere wiederum heben vielleicht selbst nicht so qualifizierte Mitarbeiter in die Quote, um nicht bei den Beförderungen leer auszugehen bzw. um diese Auszuschöpfen. Wo ist da der Sinn bzw. die Gerechtigkeit?
Zu Mauschel 17.06.08 und Thomas 18.06.08
Mit den Kollegen der BPOLD-Startaufstellung gebe ich Mauschel vollkommen recht aber da gibt es auch noch andere Spezies die betroffen sind (hatte ich auch auf zwei anderen Themenbereichen schon eingestellt, nur für diejenigen die sie noch nicht kennen, hier noch einmal erwähnt):
A) Der Pechvogel: Sorry für alle die Kollegen die schon seit Jahren zu den Quotenopfern gehören oder zwischen der letzten Regelbeurteilung und dem letzten ALN befördert wurden und auf Grund dessen die Note zunächst mal angeglichen werden musste, ihr seit leider im Schritt I. nicht konkurrenzfähig! Auch du Thomas!
B) Der Glückspilz: Glückwunsch an alle die erst nach dem 01.10.2007 befördert wurden, somit einen höherdotierte Dienstposten übertragen bekamen und nun, mit der immer noch stehenden guten Note durch die gesamte Neuorganisation schwimmen (weil die nächste Beurteilungsrunde ja ausgesetzt werden soll) Ihr seit die großen Gewinner dieser Reform!
C) Der Mistkäfer=Vaselinefetischist: Genauso wie diejenigen, die es geschafft haben sich durch die Nähe zu ihrem Chef eine entsprechende Note “verdient” zu haben und somit ihrem alten=neuen Chef immer noch den Kaffe kochen dürfen.
D) Die Bienen: Zuletzt diejenigen die tatsächlich auf Grund ihrer LEB eine entsprechende Beurteilung erhielten. Ob ihr es schafft, die Mistkäfer auszustechen, wage ich zu bezweifeln (also immer fleißig weiter Honig produzieren, damit andere davon profitieren)
Warum also geht man nicht hin und geht nach Prüfung der obligatorischen und fakultativen Anforderungsmerkmale nach den Sozialkriterien? Jemand der dann den Posten zieht wird auch entsprechend motiviert sein, da er ja nicht aus seinem sozialen Gefüge gerissen wird und der Dienstherr hat keinen bzw. zunächst evtl. einen geringen Qualitätsverlust, da der Bewerber ja alle Anforderungsprofile erfüllt und somit auch geeignet ist für diesen Dienstposten.
Das würde auch verhindern, dass der junge, dynamische, alleinstehende Kollege aus irgendwo in Deutschland den alteingesessenen, lebensälteren, mit berufstätiger Ehefrau (da das Beamtengehalt alleine nicht mehr aussreicht die Kosten für Auto, Gas, Strom, Lebensmittel usw. zu bezahlten), schulpflichtigen Kindern, Eigenheim usw. aussticht, nur weil sich der neue DP evtl. in einer schönen Region befindet wo er eh schon mal Urlaub gemacht hat und es ihm dort gut gefallen hat!
(Sozialverträglich?! Wohl eher sozial fraglich!)
Eintrag von Spacecop am 18.Juni 2008
Wie 01.10.2008 ??? Ich habe noch nicht einmal meinen ALN vom 01.10.2007 erhalten !!!
Eintrag von Verwaltungsbeamter am 18.Juni 2008
Hallo,
ich habe auch 2007 den 3-jährigen Aufstieg beendet und würde stark bennachteiligt werden, wenn ich keine Beurteilung 2008 erhalten würde. Ich würde in keiner Liste geführt werden. Bitte von einem GDP-Vertreter um eine Antwort. Danke. Gruß Thomas
Eintrag von Thomas am 18.Juni 2008
In meiner DG befindet sich ein Kollege der bei Aussetzen der Regelbeurteilung in den s.g. Altersstrafraum fallen würde.
Wie möchte man jemanden erklären, der über 40 Dienstjahre auf dem Buckel hat, das er durch die Reform nun auf sein ruhegehaltsfähiges “Z” verzichten muß.
Welche Reaktion hier von den Betroffenen zu erwarten ist brauche ich wohl niemanden darlegen.
Eintrag von BaPo m.D. am 19.Juni 2008
Das “Z” ist nicht ruhegehaltsfähig
Eintrag von Chef am 19.Juni 2008
Zitat von “Chef”:
“Das “Z” ist nicht ruhegehaltsfähig ”
Wer erzählt denn so etwas????
Das “Z” ist eine Amtszulage, gilt als Bestandteil des Grundgehaltes und ist damit gem. $ 42 (2) BesG unwiderruflich und ruhegehaltsfähig!!
Gruß
Thomas
Eintrag von Thomas am 19.Juni 2008
Zitat von BaPo m.D.
“Wie möchte man jemanden erklären, der über 40 Dienstjahre auf dem Buckel hat, das er durch die Reform nun auf sein ruhegehaltsfähiges “Z” verzichten muß.”
Das der Kollege ggf. sein “Z” nicht erhält ist nicht Schuld der Reform,
sondern “Dusseligkeit” seiner Vorgesetzten oder ungenügender dienstlicher Leistungen in der Vergangenheit.
Vermutlich sind sich einige Beurteiler über die Trageweit von Beurteilungen garnicht bewußt.
Die denken vielleicht, dies ja bekommt “er” eine 6 und nächstes Jhr ist die Note vergessen.
Falsch!! Wenn es eine Beurteilung ist, hängt es einem mittlerweile bis zu 4 Jahrem “an den Hacken”.
Dementsprechend muß “ich”, wenn “ich” älteren Kollegen vor der Pensionierung noch eine ruhegehaltsfähige Ernennung zukommen lassen möchte, rechtzeitig mit der Ausführung “meiner” Plaung beginnen und nicht versuchen, es auf den “Tag genau” zu regeln.
Die Schuld liegt also nicht bei den Ausführenden der Reform, sondern bei den unmittelbaren Vorgesetzten!!
Gruß
Thomas
Eintrag von Thomas am 19.Juni 2008
Viele Grüsse an alle Schreibenden! Ich bin selbst Erstbeurteiler, führe PFG und stelle in diesen Gesprächen auch das übersteigerte Anspruchsdenken fest, welches hier durch einige auch vertreten und propagiert wird. Ist ja auch eine Gewerkschaftsseite! Und wo diese Vertreter stehen, meist im unrealistischen und fordernden Bereich, jenseits des Leistungsgedankens, ist einer Vielzahl des gD klar! Jetzt soll also jeder sein “Z” bekommen, und wenn nicht, sind eben die Vorgesetzten “dusselig”.
Eintrag von Cobra am 20.Juni 2008
@Verwaltungsbeamter am 18.Juni 2008
Du bist nicht allein, ich habe meinen ALN 2007 auch noch nicht.
Werde gegen die “Rangliste”, wenn sie denn kommt wohl klagen müssen, vielleicht wird dann wer wach!
Grüße
Eintrag von Sidewinder am 20.Juni 2008
Hallo an Alle!
Ich bin der Meinung, dass hier jeder ein Funken Wahrheit ausspricht!
Das Problem ist aber, was ist wohl der richtige Weg??
Meine Feststellungen, auch bei dem Einsatz EM 2008 gehen dahin, dass überall eine Menge Frust geschoben wird. Den angekündigten Absichten “Mehr Beamte auf die Straße”, sind noch keine Taten gefolgt. Wer will es uns verdenken, wenn nur noch Mißtrauen nach oben getragen wird.
Gut ist, dass wenn meine Informationen stimme, letzte Woche wieder einige Beamte des höherem Dienstes befördert wurden.
Bei dieser Behörde werden halt ALLE gleich behandelt!!!!!!
Eintrag von seba.heinz am 21.Juni 2008
Das sind nun (m.E.) die Auswüchse der “schmeichelhaften” Erhöhung die die Kollegen bekommen haben!
Danke Wolfgang,
Danke Deutschland!!!
Eintrag von Magic G am 22.Juni 2008
Zum Eintrag von Cobra!
Dieses von Dir genannte übersteigerte Anspruchsdenken ist ja nicht nur im mD vorhanden.
Im gD möchte doch auch keiner mit uneingeschränkter Laufbahnbefähigung als POK in den Ruhestand gehen.
Es gibt nur 2 Beförderungsmöglichkeiten im mD und die Amtszulage. Ich werde nie verstehen warum man sich damit so schwer tut.
Im gD regt sich doch auch keiner über die “Regelbeförderungen” auf. Bin selbst mit Note 6 POK geworden.
Der PHK ist doch auch nur eine Frage der Zeit.
Eintrag von Worker am 22.Juni 2008
Der PHK ist doch auch nur eine Frage der Zeit.
Eintrag von Worker am 22.Juni 2008
Diese Zeiten sind rum, mein Guter!
Eintrag von Sergant am 22.Juni 2008
Hallo Kolleginnen und Kollegen,
Im mD regt man (1. und 2. Beurteiler) auf, wenn alle ihr Endamt erreichen wollen. Ich finde, es ist völlig legitim, dass jeder seine „Z“ erreichen – und diese auch ruhegehaltsfähig erreichen soll!
Leider ist es so, dass im Einzeldienst zahlreiche PM nicht POM werden, da die Wertigkeiten nicht ausreichen und viel zu viele Wertigkeiten in die Verbände gehen.
Es sei daran erinnert, dass jeder im mD „mindestens“ einen A8 Dienstposten hat.
Die Kollegen die ihr Endamt erreichen wollen und mit 9 beurteilt sind, haben vielfach auch „Pech“ gehabt. Warum? Weil zu wenig Wertigkeiten vorhanden sind. Leider!
Insofern macht es nur Sinn, das Attraktivitätsprogramm weiter auszubauen.
Einfachere Übergänge vom mD in den gD. Die Altersgrenze muss deutlich runter! Lebensältere Kollegen (nach meiner Meinung ab 55 Jahre) sollten „prüfungsfrei in den gD übergeleitet werden.
Das wäre m.M. mehr als gerecht und würde „Luft“ nach unten bringen.
Übrigens: Soweit mir bekannt ist zählt das Leistungsprinzip im hD nicht – oder irgendwie anders. Da ist nämlich für jeden !!! Polizeirat eine Wertigkeit A14 (also POR) vorhanden. Es wird ja auch jeder nach einer Wartefrist (i.d.R. weniger als 2 Jahre) POR.
Sprechen wir von Gerechtigkeit?
Ich meine, unsere Arbeit ist MEHR WERT!
Eintrag von First am 23.Juni 2008
Leute, Leute …
was könnt ihr euch aufregen über Beurteilungen.
Bin seit über 10 Jahren (+3) auf derselben Note (Eckmann). Ich reg mich über gar nichts mehr auf. Sollte die Beurteilung ausfallen oder stattfinden kenn ich meine Note bereits: (10 Jahre +4) = Eckmann.
Damit war doch zu rechnen, dass die Beurteilungen ausgesetzt werden.
Gruss an alle POM a.L.
Eintrag von POM auf Lebenszeit am 25.Juni 2008
Leute, Leute …
was könnt ihr euch aufregen über Beurteilungen.
Bin seit über 10 Jahren (+3) auf derselben Note (Eckmann). Ich reg mich über gar nichts mehr auf. Sollte die Beurteilung ausfallen oder stattfinden kenn ich meine Note bereits: (10 Jahre +4) = Eckmann.
Damit war doch zu rechnen, dass die Beurteilungen ausgesetzt werden.
Gruss an alle POM a.L.
Eintrag von POM auf Lebenszeit
Willkommen im Club! Das Arschkriechen geht weiter. Und nicht vergessen: Wer kriecht kann nicht stolpern…..
Eintrag von Da Woop am 29.Juni 2008
@ToM:
Genau! Zustimmung.
Wir sind ja Weltmeister in der Lage-BEURTEILUNG! Die Politik macht es vor (Verschiebung Gesetzgebungsverfahren)- die Verwaltung macht´s nach (Verschiebung Regelbeurteilung).
Auf geht´s - bis zur nächsten Evaluation 2010!
Wir werden alle älter- das Interesse an Beurteilungen weicht der Frustation! Unser Firmen-Managment gibt sich wirklich alle Mühe für das Prädikat Chaos-Firma. Nix ist so gewiß wie die Ungewißheit.
Übrigens- war alles schon mal da- diese “Wellenbewegungen” bei Verlängerung von Beurteilungszeiträumen!
Ich hab´in meinen Akten eine Beurteilung die umfasst den Zeitraum 1994-1998…!
viele Grüße
Kowalsky
Eintrag von kowalsky am 30.Juni 2008