GdP: Rahmenbedingungen bei AuslandseinsÀtzen deutlich verbessern
“Die, durch die Bundesregierung beabsichtigte Ăbertragung von polizeilichen Aufgaben des Botschafterschutzes in Krisengebieten vom Bundeskriminalamt auf die Bundespolizei muĂ dazu fĂŒhren, dass die Rahmenbedingungen fĂŒr polizeiliche AuslandseinsĂ€tze in Krisengebieten insgesamt deutlich verbessert werden.” Das fordert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, Josef Scheuring (55) in Berlin. ” Die Bundesrepublik Deutschland ist fĂŒr diesen Aufgabenbereich nicht ausreichend gut aufgestellt. Deutschland braucht ein zentrales, sich auf polizeiliche AuslandseinsĂ€tze konzentrierendes, polizeiliches FĂŒhrungs- und Lagezentrum.
Dort muss auch stĂ€ndig eine Fortschreibung von polizeilichen Sicherheitsanalysen in Krisengebieten vorgenommen werden um gegebenenfalls schnelle Entscheidungen, auch bis zum RĂŒckzug aus den Gebieten treffen zu können”, so Scheuring. Weiter muss die Vor- und vor allem auch die Nachbereitung der eingesetzten Polizistinnen - und Polizisten ausgebaut und professionalisiert werden. Zudem ist es nach Auffassung der GdP erforderlich, endlich auch ausreichend Planstellen fĂŒr diese, stĂ€ndig zuwachsende Aufgabe zu schaffen, so die GdP.
Die Bundespolizei hat derzeit mehr als 400 PolizeibeschĂ€ftigte im Ausland eingesetzt. “Die Bundespolizei hat das geeignete Personal um diese wichtige Aufgabe im Ausland zu leisten. Die, die sich dafĂŒr zur VerfĂŒgung stellen haben aber ein Anrecht darauf, dass alles getan wird, um sie zu schĂŒtzen und diese Arbeit noch aushaltbar zu machen. Auch dann ist die Arbeit in diesen Bereichen immer noch gefĂ€hrlich genug. Und es darf nicht dazu kommen, dass durch zunehmende EinsĂ€tze im Ausland die Sicherheitsaufgaben im Inland, an den Bahnhöfen und FlughĂ€fen durch zu wenig Personal vernachlĂ€ssigt wird”, so Scheuring.
