2. Juni 2008
Berlin. Die HĂ€ufung der Lausch- und SpĂ€hangriffe von Wirtschaftsunternehmen auf Mitarbeiter und Kunden erfordern nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) ein rasches Handeln des Gesetzgebers. GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg: âDas informationelle Selbstbestimmungsrecht und der Datenschutz geraten zunehmend durch wirtschaftliche Interessen in Gefahr. Was sich mittlerweile die Privatwirtschaft erlaubt, kĂ€me den staatlichen Sicherheitsbehörden nie in den Sinn.â
Zitat: GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg: âDas informationelle Selbstbestimmungsrecht und der Datenschutz geraten zunehmend durch wirtschaftliche Interessen in Gefahr. Was sich mittlerweile die Privatwirtschaft erlaubt, kĂ€me den staatlichen Sicherheitsbehörden nie in den Sinn.â
Dazu passt folgender Kommentar aus dem MĂŒncher Merkur:
“MĂŒnchner Merkur”:
“FĂŒr die ZurĂŒckhaltung der Bundesregierung im Telekom-Skandal gibt es zwei ErklĂ€rungen: Erstens ist der Staat noch immer gröĂter AktionĂ€r und kann kein Interesse daran haben, dem Weltkonzern durch Vorverurteilungen zu schaden. Zweitens trĂ€gt der Staat eine Mitverantwortung: Er selbst hat jene Machtstrukturen geschaffen, die so skrupellos missbraucht wurden. Die Telekom sitzt wie eine Spinne im Netz und verwaltet lĂ€ngst auch die Daten anderer Telefonkonzerne. Dass Deutschland fĂŒr GesprĂ€chsdaten eine Speicherdauer von sechs Monaten eingefĂŒhrt hat, erhöht das Risiko des Missbrauchs zusĂ€tzlich. Es wird Zeit, dass Sicherheitsbehörden und Politiker den Datenschutz nicht lĂ€nger nur als lĂ€stiges Hindernis bei der Terror-Fahndung betrachten.”
Eintrag von Beobachter am 3.Juni 2008