31. Juli 2008
Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirk Bundespolizei
Dieser Beitrag wurde auch in der Deutschen Polizei - Bezirksjournal Bundespolizei 8/2008 veröffentlicht.
Die neu organisierte Bundespolizei hat ihre ersten 100 Tage hinter sich gebracht. Neue Präsidenten und Vizepräsidenten wurden ernannt und in ihre Ämter eingeführt. Wir haben ein neues Präsidium und auch neue Direktionen erhalten. Und jetzt beanspruchen wir auch ein neues Denken: einen neuen Geist in der Bundespolizei! Unsere Erwartungshaltung an die neue Bundespolizei ist klar: Wir wollen, dass der wichtige Beitrag der Bundespolizei für die Sicherheit unseres Landes und weltweit in Offenheit, Ehrlichkeit und Akzeptanz miteinander geleistet wird. Wir wollen eine starke und zukunftsorientierte Bundespolizei mit gut informierten und engagierten Mitarbeitern. – Das gilt für die gesamte Bundespolizei und das gilt besonders auch in Zeiten von Organisationsänderungen.
Die „reale Bundespolizeiwelt“ dieser Tage ist leider eine andere!
Wo ist der offene Umgang miteinander beim ersten Ausschreibungsverfahren zur personellen Umsetzung der Bundespolizei zu finden?
Geht man offen miteinander um, indem man Setzlisten ohne Wissen der „Gesetzten“ fertigt und diese dann, ohne Beteiligung der zuständigen Personalvertretungen, in die Organisation einfließen lässt?
Ist es richtig, dass Vertreter der Direktionen zusammen mit dem Präsidium festlegen und schließlich beim Bundesministerium des Innern beantragen, das Recht der Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei auf eine Beurteilung zum 1. Oktober 2008 auf den 1. Oktober 2009 zu verschieben, ohne die Betroffenen diesbezüglich auch nur im Ansatz zu beteiligen?
Und wie wird der Prozess der personellen Umsetzung der Neuorganisation durch Kommunikation nach Innen begleitet? Fragen über Fragen – und wo bleiben die Antworten? Insgesamt muss hierzu festgestellt werden: Fehlanzeige! Und Personalwirtschaft wird auch noch als „geheime Kommandosache“ begriffen. – So etwas hat in der Bundespolizei nichts zu suchen! Macht euch endlich auf und sorgt für Transparenz!
Beantwortet auch endlich die vielen Fragen, die unsere Beschäftigten in allen Bereichen der Bundespolizei in diesen Wochen bewegen.
Sagt den Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei, wo sich diese Polizei in den nächsten Jahren hin entwickelt und wo sich die zukünftigen Aufgabenschwerpunkte der Bundespolizei auslösen werden.
Macht eine vorausschauende Personalpolitik, die das Personal dort einstellt, ausbildet und einsetzt, wo es zukünftig auch gebraucht wird.
Setzt euch für Aus- und Fortbildungsstrukturen ein, die unsere Bundespolizei im Bereich der beruflichen Entwicklung nicht noch weiter von den Entwicklungen in den Polizeien der Länder abhängt.
Macht die Bundespolizei besonders auch unter Berücksichtigung der Demografie für die Zukunft als Arbeitgeber wettbewerbsfähig.
Baut innerdienstliche Bürokratie ab und sorgt nicht für immer noch mehr bürokratische Nachweislast – ausschließlich nach Innen –.
Lasst uns nicht in statistischer Selbstbefriedigung ersaufen und begreift, dass die Herstellung von Innerer Sicherheit eben nicht mit der Produktion von Schuhen vergleichbar ist.
Setzt euch ab von Verhaltensweisen, die schon in der Vergangenheit nicht funktionierten und unsere polizeiliche Arbeit nur gehemmt haben.
Fangt jetzt endlich an, für die Menschen in der Bundespolizei spürbar positiv nach vorne zu denken und zu arbeiten.
Zeigt, dass wir eine wirkliche Neuorganisation in der Bundespolizei haben. Wir brauchen nicht nur neue Schilder an den Dienstgebäuden; - nein, wir brauchen ein neues Denken in den Köpfen.
Es ist Zeit für Veränderung: Fangt endlich damit an!
Moin,
wie an anderer Stelle bereits geschrieben, Reformziel erreicht d.h. Alle im B Bereich sind ernannt, h.D bis A 16
zum großen Teil auch ruhig befördert.
An der Basis gut funktionierende Strukturen zerstört- Arbeit und Aufgaben im administrativen Bereich auf unvorbereitete Kollegen abgeschichtet, die auch noch in Zukunft ohne adäquaten Dienstposten mehr Arbeit zur schlechteren Besoldung/Bezahlung machen sollen.
Am heutigen Tage ist der Monat 5 nach Start der Reform verstrichen, wir stehen vor einem unbeschreiblichen Scherbenhaufen, viele ahnen immer noch nicht wie Katastrophal einige Bereiche nach der personellen Umsetzung laufen werden (falls sie überhaupt laufen),
die Stimmung ist im 3. Kellergeschoß und keine Aussicht auf Besserung, wir diskutieren dieselben Probleme wie vor 5 Monaten und können sie leider aus eigener Kraft nicht lösen.
Es sollen Exel Tabellen für die Abarbeitung der Bewerbungen zu Hilfe genommen werden, diese sind nicht Mitbestimmungspflichtig, somit ist sowohl für die Betroffenen als auch für die Personalvertretungen die Transparenz (Leit(d)bild)ad absurdum geführt.
Liebe Führung der Bundespolizei und auch Herr Minister Dr. Schäuble nehmen sie endlich den Kopf aus dem Sand, den ihnen ihre direkten Mit/- und Zuarbeiter immer wieder aufhäufen, gehen sie mit dem wertvollsten das sie haben, den Mitarbeitern, wie im von ihnen immer wieder gern strapazierten Leitbild um, finden sie Lösungen zu dem von ihnen angerichteten Reform Chaos, geben sie den Mitarbeitern Perspektiven.
Wenn wir und alle anderen Kollegen an der Basis solch ein desaströses Arbeitergebnis abliefern würden, der disziplinare Bereich würde, wie die Reform, aus dem Ruder laufen.
Zentralisierung hat schon in dem vor ca. 18 Jahren aufgelöstem zweiten Deutschland maßgeblich zum Ende beigetragen, das dauerte 40 Jahre - ihr schafft das mit diesem Engagement wesentlich schneller mit der Bundespolizei.
Kostenneutral, diesen Begriff habe ich in den letzten 5 Monaten völlig neu definieren müssen, ist aber nicht mehr kompatibel mit z.B. Wikipedia.
Verschlankung und Effizienz sowie mehr PVB auf die Straße?
Glauben sie wirklich was sie da von sich geben?
In meinem Bereich arbeiten ca. 20 PVB und TB, wie soll ich diese Menschen noch motivieren (darin bin ich eigentlich nicht schlecht, sagen andere)?
Was soll ich ihnen Antworten?
Was kann ich ihnen noch raten und Hilfestellung geben wennn selbst aus dem dienstl. Bereich keine klaren Antworten kommen und auch aus den Reihen der Personalvertretungen und der Gewerkschaften dies mit viel Kopfschütteln begleitet wird.
Und weiterhin fröhliche Reform.
Es grüßt
Eintrag von rollo am 31.Juli 2008
gut gebrüllt, ……….
aber was will man von einer behörde erwarten, die uns das leit(d)bild predigen, aber selber das papier missachten wie terroristen die menschenwürde.
war ja nur mal was zum nachdenen.
guten abend da drauusen - wo immer ihr auch bald seit
Eintrag von ete am 31.Juli 2008
bitte oben bei “nachdenen” noch ein -k- zudenken.
(furchbar diese hitze im klimatisierten dienstraum)
Eintrag von ete am 31.Juli 2008
das kopfschütteln über die führung dieser behörde wird beim zusammentreffen mit anderen polizeien in der täglichen polizeiarbeit immer häufiger durch ein bemitleidswertes lächeln ergänzt.
diese reform wird spätestens dann scheitern, wenn der steuerzahler erkennt, wie diese “dienstleister am bürger” durch ihr von oben angeordnetes chaos unnötige kosten (folgekosten) verursachen. ineffiziente behörden sind teuer!
zieht man jetzt nicht rechtzeitig die notbremse, wird das öffentliche interesse an unserer behörde über kurz oder lang nach oben schnellen.
leider ist anzunehmen, dass der tausendfache protest, der ruf nach transparenz, verläßlichkeit, vertrauen, vorausschauendes handeln, übernahme von verantwortung, planbarkeit, bei den ignoranten erneut abprallt.
dann kann nur noch ein entsprechend ausgeübtes demokratisches wahlrecht einen personalwechsel in dieser behörde auslösen.
gruß
kowalsky
Eintrag von kowalsky am 31.Juli 2008
Wieso sollten die Herren denn neu denken ? Es läuft doch alles wie “geschmiert”! Die wichtigsten Köpfe wurden befördert, dazu eine “fette Gehaltserhöhung” für alle! Was brauchen wir da noch Transparenz, wir sollen uns doch keine Gedanken machen, wir werden doch geführt! Lassen wir uns überraschen was noch aus der Wundertüte kommt. Man braucht doch nur ein bischen Glück! Die Produktion läuft doch immer noch prima! Danke KLR! Die Zahlen lassen grüssen!
Der Mensch zählt nicht mehr!
Eintrag von kontrolldruck am 31.Juli 2008
Veränderungen gibt es genügend, fragt sich nur in welcher Weise????
Etwa in der Form das noch mehr als vor dem 01.03.08 für die Statistik gearbeitet wird?
Das die Mitarbeiter noch mehr als vor dem 01.03.08 in Ungwissenheit gehalten werden???
Ich glaub wenn es so weitergeht und die Leute verheizt werden werden sich die Folgen automatisch ergeben und in was für einer Form kann sich jeder denken, aber sicher nicht zum Guten der Firma.
Aber wer kann ohne “Rückrat ” schon gehen, ohne Rückrat kriecht man am “Boden”.
Eintrag von f aus dem süden am 31.Juli 2008
Guten Abend allerseits,
ich würde mir wünschen, das vor dem offensichtlichen Chaosweg den unser lieber BMI sich da für uns augedacht hat, die Mitarbeiter (Ich meine alle, Beamte und TVÖD) endlich mal auf den Tisch hauen und sagen “STOP, bis hierhin und nicht weiter!!”
Ich denke das sich da auch mal die Gewerkschaften an sich (so viel sie auch hinter den Kulissen tuen) mal Feingefühl zeigen und uns Mitarbeitern der Bundespolizei (die sie ja schließlich auch mit einem netten Häppchen unserers “reichhaltigen” Salärs finazieren) auch mal die hier geforderte Offenheit an den Tag legen. Zeigt uns doch mal was Ihr tut um die sich z.Zt. anhäufenden Ungerechtigkeiten anzuprangern!! Setzt Euch doch mal an einen Tisch, GdP, BGV, DPolG und wie sie alle heißen!! Redet mal miteinander!! Springt über Euren Schatten legt das Parteibuch mal für diese Reform aus der Hand. Es geht um uns alle!!!! Da sind die freigestellten Funkionäre aller Parteien von betroffen. Nur wenn die sonst so zerstrittenen Parteien mal ausnahmsweise an einem Strang ziehen könnt Ihr was bewegen.
Liebe GdP, ich weiß das die anderen Gewerkschaften sich gerne mit den Erfolgen der GdP sonnen (siehe Tarifverträge) springt doch mal über Euren Schatten und setzt Euch doch mal zusammen, schreibt alle Misstände auf und geht dann mal geschlossen zum BMI hin und redet mit verbündeter Kraft mit unserem Herrn aller Reusen!!
Es kommt die Zeit da wird sich der “kleine” Mitarbeiter fragen:
” Nun bin ich umgesetzt - dass wollte ich nicht, mir erklärt keiner warum, weder Gewerkschaft noch Dienstherr. Am Dienstherr lässt sich schwer was ändern, an einer Gewerkschaft schon.
Ich orakel mal ein bisschen, bei gestiegenen “Lohnnebenkosten” muss der “kleine” Mann sparen um sich den Weg zum DIenst überhaupt noch leisten zu können!!! Was wird dann wohl als einer der ersten Posten auf seinem Ausgabenzettel gestrichen??????
Eine Gewerkschaft die Offenheit und Transparenz fordert, sie jedoch auch nur teilweise gegenüber seinen Mitgliedern hat und die Parteibuch über Erfolge stellen könnte…..
Liebe Autoren, kriegt keinen Schreck, dieses könnte ein Zenario für die Zukunft sein. Handelt jetzt!!!!
Auf meiner Dienststelle gibt es bereits mehrer Kollegen die z.Zt. schon so verfahren. Bis jetzt sind es keine GdP Mitglieder aber man sollte dieses Szenario doch im Auge behalten!!!!
Ich hoffe das Ihr Euch mal mit allen zusammensetzt und dann als Gewerkschaftler aller Parteien mit einer Stimme zum BMI geht und sprecht: “So nicht, die Kollegen und Kolleginnen der Bundespolizei lassen sich dieses NICHT mehr gefallen!!!!!!! Die Sklaverei gehört nicht in eine moderne Polizei wie die unsere. Lieber BMI tu was oder du kannst den Laden schließen und auflösen!!!!! So geht es nicht!!!!!!!!!!!!
Eintrag von U181 am 31.Juli 2008
hallo u181 und alle kollegen!
ein gewerkschaftsaustritt, noch dazu aus der gdp, wäre in dieser verfahrenen situation das dümmste was man tun könnte!
für die zukünftig geforderte “geballte kraft” am runden tisch benötigen die gewerkschaften, allen voran die gdp, jede unterstützung der basis!
gruß
kowalsky
Eintrag von kowalsky am 1.August 2008
Ich zitiere mal:
Die neu organisierte Bundespolizei hat ihre ersten 100 Tage hinter sich gebracht. Neue Präsidenten und Vizepräsidenten wurden ernannt und in ihre Ämter eingeführt. Wir haben ein neues Präsidium und auch neue Direktionen erhalten. Und jetzt beanspruchen wir auch ein neues Denken: einen neuen Geist in der Bundespolizei! Unsere Erwartungshaltung an die neue Bundespolizei ist klar: Wir wollen, dass der wichtige Beitrag der Bundespolizei für die Sicherheit unseres Landes und weltweit in Offenheit, Ehrlichkeit und Akzeptanz miteinander geleistet wird. Wir wollen eine starke und zukunftsorientierte Bundespolizei mit gut informierten und engagierten Mitarbeitern. – Das gilt für die gesamte Bundespolizei und das gilt besonders auch in Zeiten von Organisationsänderungen.
Die „reale Bundespolizeiwelt“ dieser Tage ist leider eine andere!
Gut gesprochen(geschrieben)
Es geht langfristig nicht nur um die Abwickelung dieser “Reform”.
Es ist langsam mal dringend an der Zeit etwas für die, wie es so schön im Wirtschaftsleben heißt, die Unternehmenskultur zu tun. Mitarbeiter die sich wohl fühlen und Stolz auf ihre Behörde sind können und wollen auch mehr oder gleichbleibend viel leisten.
Die Unternehmenskultur nimmt aber rasant ab. Ein Miteinander gibts nicht mehr, verursacht durch mangelnde Transparenz und Führungsmängel bis hinab in die Dienstgruppen.
Wir brauchen uns doch garnicht so groß über das von oben angerichtete Chaos auslassen wenn selbst auf Insepktionsebene die gleichen Fehler im kleinen gemacht werden.
Die rasant fortschreitende Entmündigung des operativen Bereich im mD und auch die mangelnde Handlungsfreiheit im unteren Sektor des gD nimmt Ausmasse an die einem die Luft zum atmen raubt.
Schon zur Preussenzeit wurde die Auftragstaktik in der Armee eingeführt während in der BuPo die Befehlstaktik überhand nimmt.
Man will uns das Ziel zeigen aber auch den präzisen Weg dorthin. Natürlich wird der Weg zum Ziel vom “Generalstab” am grünen Tisch bestimmt. Ohne Rücksicht ob das überhaupt praktikabel ist. Was dabei im Einsatztaktischen herauskommt ist oft so fragwürdig das man sich als ausführendes Organ tatsächlich fragt ob man das Ziel nicht nur sehen will sondern auch erreichen.Durch die Inflation an Bürokratismus und “kleine Könige” ist ein efizentes Arbeiten nahezu nicht mehr möglich. Die wenigen, kostbaren Kräfte werden einfach nur noch für sinnfremde Einsätze verbraten.
Auch wenn einige es aus gewissen Positionen des gD und hD nicht glauben wollen. Die operativen Kräfte des mD und gD sind durchaus in der Lage ihr Gehirn zu gebrauchen und sind auch bei ihren Massnahmen Rechts-und Handlungssicher.
Dieses ewige Bevormunden von oben, nur um sich als Chef zu präsentieren, nimmt bedenkliche Ausmasse an.
Dies ist aber ein Teil der fehlenden Unternehmenskultur und setzt sich halt bis ganz nach oben fort und hat deshalb, wie ich meine, durchaus auch etwas mit diesem Thema zu tun wenn es darum geht “einen neuen Geist” zu fordern.
Gruß
Eintrag von Herr A. am 1.August 2008
Gut gebrüllt Löwe Herr A.
Nicht das jemand denkt, das dies eine Einzelmeinung darstellt. Ich teile diese Meinung in dem Kommentar uneingeschränkt.
Eintrag von Michael1 am 1.August 2008
Hallo Mitstreiter,
derzeit ist wohl egal was für einen Beitrag Jupp Scheuring auf unserer Seite stellt, der schwelende und oft schon brennende Unmut der Kollegen geht bei jedem Thema in die gleiche Richtung der eingestellten Beiträgeder Kollegen…
Wenn ich in diesem Forum lese finde ich kaum positive Einträge, da sich bis auf wenige Verantwortliche in der GDP wohl kaum jemand unsere Einträge durchlesen wird, wage ich mal zu bezweifeln, ob diese Plattform, für die Unmutsäußerungen der zurecht gefrusteten Kollegen, die Richtige ist…!
Natürlich bin ich froh über die Möglichkeit meine Meinung zu bestimmten Themen darlegen zu können, zur Zeit potenziert das Lesen der Beiträge aber eher meinen Frust im Dienst, weil ich aus allen Bereichen und allen Ebenen
die gleichen Probleme bzw. den desolaten Umgang mit den Mitarbeitern der Bundespolizei vernehme…!
Zur Zeit hält mich noch unsere “fürstliche” Alimentierung in der Spur, weil die kommt ja, egal wie ich meinen Dienst versehe ;-), ob das der Sinn meines beruflichen Daseins ist?!
Wir haben derzeit übrigens PMA`s mD zum Praktikum. Die bekommen ja aus allen Bereichen( Bahn, Luft, Schutz,Grenze…) bei ihren Rundläufen mit wie die Stimmung ist. Ich hab mich mit ihnen unterhalten zur laufenden Reform sowie auch zu ihren beruflichen Aussichten, es gibt nicht wenige
die ihren Schritt zur BPOL zu gehen kritisch hinterfragen…!
Sie sind ja schon son bischen die Zukunft der BPOL, aber was ich von denen höre läßt mich nicht gut in eben diese Zukunft schauen! Zitat eines PMA:
” Wir erwarten nichts, dann können wir auch nicht enttäuscht werden “!…
Als GDP-Vertrauensmann bedanke ich mich bei Jupp Scheuring,
das er immer wieder mit seinen Einträgen zeigt, dass die GDP ( durch ihn Vertreten ) sich allen Themenkomplexen stellt und auch bei sehr kritischen Einträgen die Objektivität bewahrt.
Zum Schluß der Vorschlag eines Kollegen. Die Verantwortlichen im BMI könnten doch mal für 14 Tage eine Telefonhotline für die Fragen zur Reform und allgemeine Äußerungen zur Feststellung des derzeitigen “Betriebsklimas” in der Bundespolizei schalten
(Bitte nich mit PK z.A.`s oder PK´s zu besetzen, nichts für ungut an diesen Kollegenkreis ;-) )!
Nach 2 Stunden wär die Hotline wohl ” unfein” überlastet…!
Für alle eine schönes WE und haltet durch, besser wirds wohl nicht!
gruß
Bluestar
Eintrag von Bluestar am 1.August 2008
…Wahre Worte der Vorredner allenthalben!
Ich denke auch, daß die Probleme so vielschichtig geworden sind, daß es dringendst geboten wäre, die Notbremse reinzuhauen!
Weiß man in der Chefetage überhaupt, was hier mittlerweile angerichtet wird? Weiß der BMI, daß die ausgehandelten Dienstvereinbarungen ausgehebelt werden? Weiß er, daß allerorten die mit dem Einführungserlaß verbundene Dienstortgarantie unterlaufen wird? Weiß er, daß die Übergangsregelungen hinsichtlich der vorläufigen Beibehaltung von Führungsstrukturen bis zum Schengenbeitritt der Schweiz nicht eingehalten werden?
Fragen über Fragen. Wer nun allerdings daraus den Personalvertretungen bzw. den Gewerkschaften einen Strick drehen will, dem sei entgegengehalten, daß ich garnicht wissen möchte, wie die Verhältnisse ohne die Vereinbarung diesbezüglicher Regeln ausgesehen hätten. (Stichwort auch hier z.B. Dienstortgarantie bis zur personalwirtschaftlichen Umsetzung)
So langsam kommt allerdings auch der Glaube abhanden, daß man tatsächlich etwas gegen die wahrlich chaotischen Zustände überhaupt unternehmen will. Keine erkennbare Linie, kein Vorschlag ist zu dämlich, um ihn nicht eventuell zumindest in einen “Probelauf” münden zu lassen. Vor ein paar Wochen kursierte hier allen Ernstes der Vorschlag ,die Zusammenarbeit mit der Landespolizei auf eine neue Grundlage zu stellen, nämlich dergestalt, daß jede Dienstgruppe die Zusammenarbeit mit jeweils einer Polizeidirektion übernimmt…. ; gut, da hat die Notbremse gewirkt und es gab keinen Modellversuch, aber ansonsten frage ich mich schon: Wo ist der Aufschrei? Sowohl an der Basis als auch der Personalvertretungen als auch gegenüber der jeweils vorgesetzten Ebene?
Stattdessen jagt eine Projektgruppe die nächste, werden reihenweise Konzepte (mein Vorschlag für das Unwort des Jahres!) entworfen, die kein Mensch braucht und der Laden geht Stück für Stück vor die Hunde!
Wir waren mal richtig gut! - Ich würde sagen, so bis Mitte der 90er. Vor der Reform II.(Zumindest kann ich das für den Bereich des ehemaligen GSE behaupten, über den Rest will ich mir kein Urteil anmaßen)
- Jaja, ich weiß, Opa erzählt wieder vom Krieg…..
Zumindest war die Organisationsform wohl gut genug, um sie den neuen Bundesländern überzustülpen und das , insgesamt gesehen, wohl auch innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens.
Und das ganze auch noch ohne Prozesssteuerung!
Ich versuche mir lieber nicht auszumalen, wie das unter den heutigen Voraussetzungen ausgesehen hätte……
Und nach der offiziellen Lesart ist alles in Butter! (Und auf diese Weise wird die Unglaubwürdigkeit jeglicher offizieller Aussagen ja noch zementiert)
Wenn ich z. B. auf der Homepage einer Direktion anlässlich eines Dienstbesuches des Abteilungsleiters lese:” An der Reform gibt es keinen Zweifel” , frage ich mich schon was das soll….
- Obwohl, die Aussage als solche stimmt ja sogar: ich denke mal, für mindestens 90% der Belegschaft gibt es keinen Zweifel, nämlich daran, daß es selten bis nie einen derartig verkorksten Reformversuch in der Bundesrepublik gegeben hat.
Auch hier die Frage: Wo bleibt der Aufschrei? Liebe Leute, wir in den Kreisgruppenvorständen müssen uns diese Fragen zur Zeit öfter anhören.
- Zu Recht, wie ich finde!
Insofern schätze ich es auch sehr, daß hier seitens der Gewerkschaftsführung einmal deutliche Worte gefunden wurden.
Oder sollten doch die Recht behalten, die vor einiger Zeit den Spruch in Umlauf brachten, die höheren Etagen seien von einer Sekte unterwandert, deren vorrangiges Ziel es sei, die Bundespolizei handlungsunfähig zu machen …..
Fall es an dem wäre, hätten die mittlerweile allen Grund, die Sektkorken knallen zu lassen!
Eintrag von Gerhard Medgenberg am 1.August 2008
hallo gerhard,
ich liebe deinen artikel - besonders aber dein abschluss!
jetzt wo die wissen, das wir es wissen - kommen bestimmt bald werbeflyer.
gruss ete
Eintrag von ete am 1.August 2008
“Wir waren mal richtig gut! - Ich würde sagen, so bis Mitte der 90er. Vor der Reform II.(Zumindest kann ich das für den Bereich des ehemaligen GSE behaupten, über den Rest will ich mir kein Urteil anmaßen)
- Jaja, ich weiß, Opa erzählt wieder vom Krieg…..”
Stimmt nicht ganz, ich denke so bis 2005 von da ab gehts nur noch Berg ab!
Eine große Aktie daran hat leider auch die GdP. Alle tun plötzlich überrascht wie besch…. sich die Reform auf das Personal - auch auf den gD- auswirkt. Dabei ist das alles nicht neu, kennt Ihr doch von früher:
Motivation-was soll das sein? Wissen en und können das über Jahre gewachsen ist wird einfach in den Müll geworfen.
O-Ton eines hD: dann bilden wir halt neu aus, dauert zwar
aber immerhin.
Hier hilft nur ein Zusammenschluß aller Gewerkschaften.
Solange jede für sich wurschtelt und sich an ihren “Erfolgen” berauscht bringt das nichts.
So sieht es aus Jupp.
Gruß eines Aufgelösten
Eintrag von jochen am 1.August 2008
Bundespolizei wie Schäuble sie mag!
sie arbeitet bei Nacht
sie arbeitet bei Tag
sie ist auch nicht schlecht
doch nichts macht sie recht
der mittlere Dienst ist nicht so intelligent
weil er immer der Beförderung hinterher rennt
er kann nichts dafür
von oben gewollt ist diese Kür
der gehobene Dienst ist da schon näher dran
weil er eben alles kann
ganz zu schweigen von den güldenen Sternen
die strahlen egal um was es geht
die gehen immer ihren Weg
ein schönes Spielzeug für den Minister
zuhause in seiner Sand Kiste
aufgeteilt in Kasten die kleinen Figuren
funktionieren sie wie aufgezognene Uhren
doch genau wie diese Uhren
werden sie nicht gewartet und gepflegt
bleiben sie stehen
wer weiß wo`s dann langgeht
ein Loblied auf das BMI
mit all den schlauen Köpfen
reformiert euch zu Grunde
vielleicht könnt ihr ja noch mehr Kohle abschöpfen
Eintrag von sunny crocket am 1.August 2008
Guten Abend,
die Beiträge hier offenbaren mittlerweile ein interessantes Phänomen. Die Kritik an der sogenannten Neuorganisation nimmt in seiner Dauerhaftigkeit langsam evolutionäre Entwicklungserscheinungen an. Wo anfänglich der einfache kritische Kommentar stand, erscheinen die “Lobpreisungen” an den Dienstherren nunmehr in literaisch wertvollem Gewande. Hut ab!
Ich denke, diese Erscheinung sollte unbedingt Aufnahme in die einschlägigen Studienpläne finden. Dort wären sie in schöner Gesellschaft mit vielerlei hübschen Organisations- und Führungstheorien, deren praktische Bedeutung an der Pforte zu St. Hubertus leider bis zur Unkenntlichkeit verblasst.
Als Beamter mit dem augenscheinlichen Makel eines gesunden Menschenverstandes und etwas Organisationswissen ausgestattet, sah ich, wie viele andere Kollegen auch, bereits nach den ersten Verlautbarungen dunkle Wolken über den Bupo-Himmel aufziehen. So war spätestens nach Bekanngabe der in einem ministerialen Nebenzimmer schnell zusammen geschriebenen Dienststellenstruktur klar, dass das Vorhaben von vornherein zum Scheitern verurteilt war.
Mittlerweile sind die Defizite derart offenkundig geworden, dass man tatsächlich anfängt, nach einem Sinn im Meer der Sinnlosigkeit zu forschen. In meinen zum heutigen Tage vermehrt auftretenden Phasen tiefster Demotivation, haben sich daher folgende Thesen verfestigt, die ich nicht vorenthalten will:
1. Die Bundespolizei wird in einigen Jahren eine neue Aufgabenstruktur bekommen, sodass man die derzeitige Neuorganisation nur als Zwischenschritt betrachten kann. Ich mutmaße, dass man sich mindestens der bahnpolizeilichen Aufgabe zu Gunsten der Länder sowie einem höheren internationalen Engagement entledigen wird.
2. Die Beschäftigten des mD und des gD spielen in den ministerialen Planspielen überhaupt keine Rolle. Einzig den höheren Dienst muss man umwerben, um die Vorhaben überhaupt realisieren zu können.
3. Moderne Managementmethoden werden nur zum Schein installiert. Die Verfahren und Mittel dienen einzig dem Zweck, die politische Interpretation von öffenlicher Sicherheit zu bedienen.
Die Liste wäre sicher noch zu erweitern, am Ende steht jedoch immer die Erkenntnis, dass der Prozess nicht mehr aufzuhalten ist. Alle Mühen in Ehren, aber ich mutmaße, dass es nichts bringen wird.
Gute Nacht
Eintrag von Joe Gerner am 1.August 2008
Vorweg, obwohl persönlich Betroffener bin ich kein grundsätzlicher Gegner dieser Reform.
Aber Ziel einer Reform sind Veränderungen, die zu Verbesserungen bestehender Verhältnisse führen und
nicht diese von Anfang an miserabel und diletantisch ausgeführte Pleiten,Pech und Pannen-Show.
Das Gesetzgebungsverfahren zog sich, der Reformstart musste verschoben werden und die Umsetzung der lang ersehnten Dienstvereinbarung gerät bereits in der 1. Phase ins Straucheln…
Der größte Fehler aber ist die gänzlich unterlassene Beteiligung und mangelhafte Transparenz der Mitarbeiter und die sich daraus zwangsläufig ergebene fehlende “breite” Akzeptanz. Das, liebe Reform-Verantwortliche, wird sich noch auf Jahre bitter rächen, das miteinander Arbeiten in der Bundespolizei lähmen und damit den Erfolg dieser Reform unnötigerweise erschweren.
“Uns” nicht mitzunehmen war keine gute Idee.
Eintrag von stonie am 1.August 2008
Was ist nun mit dem Zusammenschluss der Sicherheitsgewerkschaften ( G9) ? Ist die nach der Besoldungsrunde wieder eingeschlafen? MAN HÖRT UND LIEST DARÜBER GAR NICHTS MEHR!
Wann äussert sich mal jemand darüber!?
Eintrag von meisterkoch72 am 2.August 2008
Zitat:
Weiß man in der Chefetage überhaupt, was hier mittlerweile angerichtet wird?
Natürlich weiß man da Bescheid.
Aber wer schlachtet schon seine Kuh die ihm Milch gibt.
Sollten sich die “Generalstäbler der OHL” hinstellen und sagen lieber Herr Minister wir habe totale Scheiße gebaut?
Das ist es doch wo die ganze Republik drann krankt, an egoistichem Karrieredenken nach dem Motto nach uns die Sinnflut.Ob in Vorständen von Unternhemen oder Behörden, mitnehmen was möglich ist und den Bürger oder Mitarbeiter mit Worthülsen mundtot machen.
Dazu der hohle Pathos von der modernen,bürgerorientierten leistungsfähigen Wahnsinnspolizei.
Wer interssiert sich denn überhaupt für den Bürger für den wir eigentlich da sein sollten außer den uniformierten an der Hauptkampflinie?
Man braucht sich ja nur einmal in seinen benachbarten Behörden umhören welch furuiosen Ruf unsere Generäle dort besitzen.
Ich muss mich manchmal echt schämen das ich der BuPo angehöre wenn ich als kleiner dummer mD wieder versuche ein bischen mehr Sympathie für uns wiederherszustellen wenn ich irgendwo mit anderen Behörden zusammentreffe.
Und das tolle ist, ich darf es ja eigentlich noch nicht einmal weil mir ja inoffiziel das Sprechen mit z.B. einem hD vom Land untersagt ist da ich nicht dem Offizierskorp angehöre.
Und trotzdem bin ich gerne dabei und mache meinen Dienst gerne. Eine sozial und dienstlich homogene Dienstgruppe und Insepektion kann einem schon viel von dem Frust und der Perpektivenlosigkeit die man so hat nehmen.
Was das angeht bin ich sehr zufrieden mit meinen Kollegen und möchte sie auch nicht vermissen.Die Kolleginen und Kollegen mit denen ich jeden Tag zusammentreffe sind ganz großartige Menschen und das wahre Kapital dieser Behörde.
Wenn man dieses Kapital ordentlich Verwaltet und Pflegt würde es zu einer großen Gewinnmaximierung führen.
Aber dafür müsste der von Jupp geforderte “neue Geist” erstmal einkehren. Das wird aber eine große Illusion bleiben weil dieser Geist nur von oben nach unten gefördert und gesäht werden kann und da sehe ich schwarz da es dafür charismatische Persönlichkeiten in der obersten Führung bedarf.
Durch die Restauration des wilhelminisch,bismarkschen Führungsstills im BMI ist es aber vermutlich ausgeschlossen das eine solche Persönlichkeit sich mal verselbstständigen darf um positive Akzente zu setzen.
Eintrag von Herr A. am 2.August 2008
Propaganda könnte man das nennen, was “von oben” verkauft wird. Andere würde es als “gute Werbung” bezeichnen, aber eines ist es sicherlich nicht: Die Wahrheit! Leitbild hin oder her, von diesem hört und sieht man doch nur noch was wenn man den Aufstieg anstrebt. Und eines hat dieses Leitbild nie, die oberen Etagen erreicht. Nach Zwangsteilnahmen bei der Einführung und harter Leidenszeit in einer unbelehrbaren Behörde ist es krank nach langer Krankheit sanft entschlafen, ruhe in Frieden.
Man könnte kotzen wenn man sich im Intranet so umsieht. Ich mag die Infos nicht mehr lesen, weil sie eben nicht die Realität darstellen. Der Traum, dass unsere Gewerkschaften sich mal ohne wenn und aber, ohne “ich hab`s erfunden” zusammen raufen und mit einer Zunge sprechen, diesen Traum habe ich aufgegeben. In einer Firma, in der das Recht des Stärkeren mehr zählt kann man sich nicht mehr identifizieren. Wobei, unsere nach immer mehr Wirtschaftlichkeit (welche Hohn bei der Reform von kostenneutral zu reden) und Effizients gierende Behörde sich doch einfach nur den weiter zunehmenden rauen Ton der freien Wirtschaft aneignet. Was die können, können wir doch auch, wird man sich hier leise denken.
Der Weg den Mitarbeiter als Menschen und nicht als Funktion und Kostenfaktor zu betrachten, diesen Weg haben wir schon lange verlassen. Auch bei uns. Jeder ist nur noch mit sich selber beschäftigt. Das freut den Spitzbuben. Wenn man hören darf, dass Statistiken im Osten, dort wo die Kriminalität nach der Grenzöffnung offenbar weit angestiegen ist, milde ausgedrückt “geschönt” werden, da verliert man als Mitglied dieser Behörde vollends den Glauben. Ich, ein Teil davon??
Das Geld kommt trotzdem. Stimmt. Zum Glück. Ich möchte nicht wissen was hier los wäre, sollte es anders laufen. Aber ein Umdenken ist gefragt. Richtig. Wie kann es angesichts einer kommenden Klimaveränderung sein, dass wir immer noch eine Reisefirma sind? Ist da nicht auch ein Umdenken angesichts extrem verteuerter Energie angesagt? Können wir uns das noch leisten, nicht nur finanziell gesehen?
Wenn ich mir das geringe Interesse der Abgeordneten in Berlin zum Thema Bundespolizeireform ansehe wundert es mich nicht, dass sie lieblos und hingepfuscht umgesetzt wird. Am Volk und am Mitarbeiter vorbei.
Eintrag von Jens H. am 2.August 2008
Dem Eintrag von “rollo” am 31.07.08 ist nichs mehr hinzuzufügen.
Ich persönlich denke, dass die Reform nur ein weiterer Schritt ist um die Bundespolizei aufzulösen bzw. langfristig den Einzeldienst an die LaPo abzugeben und nur die BePo beim Bund zu belassen.
Jörn
Eintrag von Jörn am 2.August 2008
Hi Sunny Crocket
Dem ist nichts hinzu zufügen!!!
Hättest Dichter werden sollen, dann hätten du dir nicht an tun brauchen. Aber Recht hast du…
Grüße aus dem hohen Norden…
Eintrag von IM Marathon am 2.August 2008
Neue Präsidenten und Vizepräsidenten wurden ernannt und in ihre Ämter eingeführt.
Mehr hat sich seit 6 Monaten (!) nicht getan, ausser dass alles schlechter geworden ist. Keiner weiß mehr, wer für was zuständig bzw. verantwortlich ist. Strukturen, die sich über Jahre gebildet haben, wurden mit einem Schlage vernichtet. Fachkompetenz, die in vielen Bereichen unbestreitbar vorhanden war, wurde einfach so wegrationalisiert.
Momentan sieht es doch so aus, dass jeder nur noch vor sich hin wurschtelt und keiner so richtig weiß wie es weitergeht. Mehr Beamte auf die Straße/ in die Box bzw. “an die Front”? - Ich könnte glatt darüber lachen, wenn´s nicht so traurig wäre. Zur Zeit ist doch unser Verein zu 90 % der Dienstzeit mit sich selber beschäftigt anstatt den Dienst am Bürger (Oh heutzutage sagt man wohl eher am Kunden.)zu verrichten.
Immer mehr schwachsinnige Statistiken, Erlasse, Verfügungen usw. Und wer wirklich polizeilich arbeiten will, bekommt Steine in den Weg gelegt. Manchmal hat man auch den Eindruck, dass einige unserer “Manager” gar nicht wissen, was das überhaupt ist!
Evaluieren, prozeßoptimieren, modernisieren, KLRisieren (upps ist ja schon wieder Geschichte), kick off - Veranstaltungen abhalten,…. ist ja auch viel wichtiger und ergiebiger!
DANKE, Herr Minister und Co!!!
Früher habe ich übrigens über die Verschwörungstheoretiker immer gelächelt! Mittlerweile tue ich das nicht mehr.
Man könnte wirklich den Eindruck gewinnen,
DASS UNSER VEREIN MIT GEWALT KAPUTT GEAMACHT WERDEN SOLL!
Ich denke, diesen Eindruck habe nicht nur ich!
Eintrag von Sergant am 2.August 2008
@ kowalsky
NATÜRLICH ist der Austritt aus der Gewerkschaft, insbesondere der GdP der völlig falsche Weg. Ich habe auch nur mal ein bischen orakelt und die Meinung einiger Mitglieder meiner DG zusammengefasst. Als VL weiß ich wie wichtig eine funktionierende Gewerkschaft in diesen Tagen ist. Es galt mal der GdP Spruch “Gemeinsam Stark” dieses ist in den Reformtagen wie heute und wahrscheinlich auch in der Zukunft unabdingbar. Es heißt aber auch das die Gewerkschaften egal welcher Partei sich nun mal zusammensetzten sollten und dem Herrn BMI und seinem Berliner Saustall ganz kraftig FubAk (Furchtbar böse A… voll kriegen) geben. Nur dann kann vielleicht mal ein Ruck durch diese unsere oberste Behörde sprich auch beim Dienstherrn gehen.
@ Herr A., Bluestar und Gerhard
Ihr habt absolut recht in Euren Statements!!!!
Eintrag von U181 am 2.August 2008
Hallo Zusammen,
wenn ich alle Beiträge der letzten Zeit lese, stelle ich fest, und das ist auch mein persönliches Empfinden, dass die Sorgen und vor allen Dingen die Wut und der Zorn über die Verantwortlichen der Bundespolizei von Stunde zu Stunde größer wird. Die besch…Zustände in unserem “Laden” sind egal ob Nord oder Süd, ob Ost und West gleich. Ich denke, dass 95 % dieser Meinung sind. Mich würde nur interessieren, was die restlichen 5 % so denken. Kann mir mal einer sagen, ob unsere obersten Verantwortlichen oder auch unser BMI dieses Forum liest bzw. ihnen es vorgetragen wird und vor allen Dingen was diese Leute zu den Problemen aber auch zu den sehr guten Lösungsvorschlägen sagen ?
Über Antworten, speziell aus Berlin/Potsdam bin ich gespannt.
Eintrag von cuk am 2.August 2008
Bei der Diskussion im Kollegenkreis ist uns eine ganz neue Theorie gekommen:
“Ironiemodusan”
Wir wurden von ausländischen Geheimdiensten unterwandert, denen es gelungen ist, ein geheimes Papier “Neuorganisation Bundespolizei” ins BMI einzschleusen. Ziel des in Geheimdienstkreisen “Operation Liquidation Police” genannten Konzepts ist es, gut funktionierende Polizeistrukturen zu zerschlagen, um die innere Sicherheit nachhaltig und dauerhaft zu gefährden. Die Operation der Geheimdienste läuft voll nach Plan. Die Präsenz der Polizei auf der Straße ist rückläufig, weil sich immer mehr mit Statistiken befasst wird. Die Aufgriffszahlen gehen rapide zurück. Fernziel des “Geheimdiensttrojaners” ist es, bei der Polizei völlige Stagnation zu erreichen, d.h. Selbstverwaltung ohne Außenwirkung.
“Ironiemodusaus”
Jetzt aber mal im Ernst, könnte es nicht so sein … ???
Eintrag von Dirk am 3.August 2008
@ Crocket
Schäuble ist die Bundespolizei doch egal, sonst hätte er im neuen Präsidium schon längst den Stecker gezogen, um den dortigen Karrierekindergarten aufzulösen.
Gruß Tubbs
PS: Kann doch nicht zu Deiner Hochzeit kommen - sorry!
Eintrag von ricardo tubbs am 3.August 2008
Ja, es ist wahr. Sehr vieles ist schlecht oder garnicht geregelt. Die Kolleginnen und Kollegen sind zu Recht unzufrieden.
“Denen da oben” scheint nicht klar zu sein, dass nur zufriedene Mitarbeiter gute Mitarbeiter sind.
Es ist schade, dass Gewerkschaftskräfte sinnlos verpuffen, weil sich andere Gewerkschaften, sofern es überhaupt welche sind, nutzlos mit der GdP aufreiben.
Um wirklich stark zu sein, bedarf es nur e i n e r Gewrkschaft für die Polizei. Dann könnte nur mit einer Stimme gesprochen und gehandelt werden.
Ich finde es auch nicht in Ordnung, dass sich andere mit den Ergenossen, die ausschließlich die GdP erzielt hat, rühmen.
Der IM und seine Helfershelfer lachen sich ins Fäustchen.
Die nächste Reform wird die Auflösung der Bundespolizei sein. Ob dann allerdings alles besser wird ? Ich habe da erhebliche Zweifel.
Immerhin sind es die Kollegen vor Ort, die eine erfolgreiche Arbeit abliefern. Das wird offensichtlich vergessen.
Also GdP, BVG und wie sie alle heißen. Setzt Euch an einen Tisch und schliesst Euch zu einer Gewerkschaft für die gesamte Polizei in Deutschland zusammen.
Greift endlich die Thematik des Streikrechtes für Beamte auf.
Ich bin es leid, mich gegen Dinge kaum wehren zu können.
Packt es endlich an, es gibt noch sehr viel zu tun.
Eintrag von Reiner Mischer am 3.August 2008
Sorry, es muss natürlich heissen, mit den … Ergebnissen und nicht Ergenossen.
Eintrag von Reiner Mischer am 3.August 2008
warum reicht die gdp nicht mal klage in brüssel ein und läßt überprüfen ob das streikrecht nicht auch für pol beamte gilt.
alles andere was hier als erfolg gefeiert wird ist ein witz!!
Eintrag von Naschmann am 3.August 2008
an die gdp!
nimmt euch noch jemand wahr?
weiß der führungsbereich und das bmi das es euch gibt?
keine kritik an euch!
aber sollte irgendwer die gdp kennen nimmt er sie augenscheinlich nicht mehr wahr.
polizeidienst für den bürger.
welcher “manager” kann denn eine polizeiliche Tätikeit
bewerten?
kosten, statistiken, pläne am grünen Tisch laufen keine Streife!
polizeiführungskräfte wo seid ihr?
stellt euch hinter eure beamten und stärkt ihnen den rücken!
es sei denn die Bupo geht denn bach komplett runter, dann gebt es aber bitte bekannt.
Eintrag von sunny crocket am 4.August 2008
Kann jemand den Inhalt der Schreiben der vielen Betroffenen mit ihren wahrlich frustrierenden, jedoch zumindest im Kern wahren Aussagen, nicht mal an´s BMI schicken? Wenn ich wüsste das es möglich ist alles zu kopieren und dann an die Verantwortlichen Ministralen zu senden, würde ich es glatt tun. Denn eines ist klar: Dort weiß man nichts von Sorgen und Nöten an der Basis, weil spätestens ab Inspektionsleiter (hD)die Informationskette abreist und “Alles Klar, keine Probleme” gemeldet wird!!
Eintrag von Nocheiner am 4.August 2008
Wenn die Firmen in der freien “sozialen” Marktwirtschaft in den Führungsetagen so arbeiten würden wie unsere Führung zur Zeit, dann hätten wir schon 17 000 000 Arbeitslose. Keiner weiß mehr wer was macht, wer wofür zuständig ist, aber immer mehr Beamte verschwinden in den „Amtsstuben“. Wichtig ist zur Zeit nur, dass die oberen „Führungspersonen“ sich ihre Gehaltsstufe erhöhen, immer neue Amtsbezeichnungen erfinden und diese natürlich auch schön kräftig mit Gehalt ausstatten. Die Bundespolizei kommt mir langsam wie ein „Selbstbedienungsladen“ für Führungspersonal vor. Wie es den „kleinen“ Beamten in der „Kampflinie“ geht haben diese hohen Beamten schon vergessen oder sie wollen es vergessen!!
GDP: Schließt Euch mit allen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes zusammen und geht gegen diese Machenschaften vor!!! Nur so könnt Ihr dafür Sorge tragen, dass wieder Gerechtigkeit in unseren „Laden“ einzieht.
Eintrag von älterer Beamter am 4.August 2008
“Ich persönlich denke, dass die Reform nur ein weiterer Schritt ist um die Bundespolizei aufzulösen bzw. langfristig den Einzeldienst an die LaPo abzugeben und nur die BePo beim Bund zu belassen.
Jörn ”
@ jörn
das wäre doch der bringer, würde heißen für viele die heimatnahe Verwendung auf einmal möglich!!! Viel würden sich freuen, nicht nur Polizei zu heißen sondern auch Polizeiarbeit zu leisten!!
Wird nur einen Haken haben, die Länder wollen uns nicht, sie haben auch kein Geld!!!
Gruß aus West
U181
Eintrag von U181 am 5.August 2008
@Wird nur einen Haken haben, die Länder wollen uns nicht, sie haben auch kein Geld!!!
Gruß aus West
U181
Denke ich nicht, dass es da ein Problem geben wird. Diese Kosten wird alle schön der Bund übernehmen,wie bei der Telekom oder der Bahn etc. Es wird irgendwann nicht mehr eingestellt, dann wartet man ab bis alle in Pension sind und in 50 Jahren hat sich dieses “Problem” auch erleigt.
Wenn man wollte, hätte man schon Aufgabengebiete für uns, die auch unserer “Natur” (Angelegeheiten Ausländer betreffend) entsprechen. Man könnte zum Beispiel in die Ausländerbehörden als Kontrollbeamte integriert werden, da die sowiso kein Personal haben….na ja ist aber bei unserer Multi-Kulti-Regierung nicht erwünscht, daher ist wohl die Auflösung besser! Ich sehne sie herbei :-)
Eintrag von meisterkoch72 am 6.August 2008
Nur ein Beispiel, wie auf der obersten Ebene unserer Organisation gearbeitet wird - und was dann weiter unten dabei herauskommt:
Der Minister schreibt in seinem ersten Brief zur Neuorganisation sinngemäß, es komme darauf an, Stabs- und Verwaltungsstrukturen abzubauen, um 1000 (!) PVB mehr “auf die Straße” zu bekommen.
So weit so gut.
Nun geht eine Arbeitsgruppe der Bundespolizei ans Werk und entwirft eine Organisation, bei der die örtlichen Verwaltungen aufgelöst werden, bei der Beschaffungsverfahren in Potsdam zentralisiert werden, bei der aus fünf Präsidenten 11 oder 12 oder 13 werden, nebst Vizepräsidenten, bei der Werkstätten aus Abteilungen herausgelöst und Potsdam unterstellt werden, IuK-Einheiten ebenso - nur um dann doch wieder auf den (eigentlich ja gar nicht mehr vorhandenen) Servicebereich der Abteilungen angewiesen zu werden, bei der Inspektionen zusammengefasst werden, um den hD unterzubringen, nur um dann wieder Polizeireviere aufmachen zu müssen, um die Präsenz in der Fläche nicht zu verlieren - bei der schlicht so ziemlich alles falsch gemacht wird, was man falsch machen kann, was insbesondere die Beschäftigten betrifft.
Aber, so sagte es ein STaatssekretär - ich habe es selbst gehört - die Politik halte sich da erst mal raus…
So: und wo bitte sind jetzt die 1000 PVB, die zusätzlich für den operativen Dienst gewonnen werden sollten?
Hat man die jetzt dadurch gewonnen, dass man die Verwaltungsstrukturen zerschlagen und die zivilen Mitarbeiter vera… hat? Wie bitte?
Oder hat man etwa dadurch etwas gewonnen, dass für alles und jedes Fitzelchen des logistischen Bereiches jetzt die Übermutter in Potsdam zuständig ist - die aber ja noch gar keine Leute hat?
Aber, keine Sorge: in zwei Jahren (ab wann eigentlich) soll das ganze ja “evaluiert” werden. Von wem denn? Der alte Bundestag ist bis dahin Geschichte, 2009 sind Wahlen.
Die eigenen Organisationsverantwortlichen werden ja wohl kaum ihren neu eroberten Ast absägen, auf dem sie gelandet sind.
Und die Beschäftigten werden mit einer “Sozialsoße” übergossen, damit sie ruhig bleiben…
Das ist aber nicht typisch Bundespolizei - es ist überall in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft so.
Alles wird gut und nur nicht aufmucken oder gar emotional werden - cool bleiben und gut finden, was von oben als gut verordnet wird!!
Ein neuer Geist?
Mein Vorschlag: weniger Managergesülze, mehr Herzensbildung (altmodisches Wort, ich weiß).
Weniger Technokratie, mehr klare Worte.
Weniger sozialistischer Zentralismus - mehr demokratische Unternehmenskultur!
Ich könnte noch seitenweise weiterschreiben, aber ihr wisst ja selber Bescheid…
Eintrag von Jürgen P. Rubeck am 6.August 2008
“Mein Vorschlag: weniger Managergesülze”
Eintrag von Jürgen P. Rubeck am 6.August 2008
..alleine damit wäre in der Tat vermutlich schon sehr viel gewonnen! Bemerkenswert ist, daß, egal mit wem man sich unterhält, ob Kollegen vom Land, Zoll, sonstige Verwaltungen, aber auch Bahn, Post, sogenannte “Freie Wirtschaft”, dieser Jargon (und natürlich die damit verbundenen Handlungsweisen) nahezu ausnahmslos
j e d e m auf den Keks gehen! Ebenso fast ausnahmslos getraut sich aber auch fast keiner, dieses spontan zuzugeben (erst wenn man merkt, einen Bruder im Geiste vor sich zu haben), da man sich hiermit ja als “böser Innovationsfeind” outen könnte!
Neben der von Dir (zu Recht!) geforderten Herzensbildung ist also vielleicht auch ab und zu ein ganz klein wenig Zivilcourage vonnöten. - So wie sie in Sonntagsreden gerne gefordert wird oder wie ganze Lehrgänge für Führungskräfte sie gerne zum Motto erheben. (”Sage, was Du denkst, tu was Du sagst”…..)
Eintrag von Gerhard Medgenberg am 6.August 2008
Allen “Vorschreibern” kann ich nur Recht geben, ich befürchte nur das hier geschriebene interessiert kein Sch**** da oben!
Danke für diese Reform, ihr habt es geschafft meine Motivation gen NULL sinken zu lassen! (…und die war bis vor kurzem noch bei 100%)
Eintrag von Markus S. am 6.August 2008
Lieber Josef Scheuring,
ich finde den Vorschlag von “Nocheiner” wirklich gut. Die Kommentare, die wirklich den Alltag der Bundepolizei darstellen, müssten unbedingt dem Ministerium vorgelegt werden. Wolfgang Schäuble hat zwar ab und zu obskure Ideen, aber das, was zurzeit bei der Bundespolizei ab geht, kann selbst er so wirklich nicht gewollt haben. Wichtig wäre es, dass ihn ein adäquater Ansprechpartner unbeschönigt auf den traurigen Sachstand bringt.
PS: Auf der Diensstelle habe ich auf dem Rechner mittlerweile extra einen Ordner “Neues aus der Anstalt” angelegt. Dort lege ich alle irrsinnigen Emails und Anordnungen ab, um sie als historische Ereignisse der Nachwelt zu erhalten.
Vielleicht sollte man demnächst ein Treffen der “anonymen Reformopfer” orgnisieren.
Eintrag von Dirk am 6.August 2008
Moin,
beim gestrigen Abteilungsführertreffen mit MinDir. Veerenkotte soll verlautbart worden sein, dass u.a.auch beim Herrn Minister, über den reibungslosen Ablauf der Reform, helle Begeisterung herrscht, und diese Reform der BuPo als Musterbeispiel einer gelungenen Planung und Umsetzung für andere Reformen von Behörden und Dienststellen dienen soll.
kein weiterer Kommentar
Eintrag von rollo am 7.August 2008
…..und ich bleibe dabei. Hier einen Kommentar abzugeben ist wie bei einer großen Firma die 0800 er Nummer anzurufen. Nach dem Telefonat hat man dir vermittelt, dass deine Meinung sehr gefragt ist. Weitergeleitet wird nichts. Die Verantwortlichen halten sich so den Rücken frei. Dies ist keine Kritik an diesem Forum. Ich werde entgegen meiner Erkenntnis dieses Forum weiterhin nutzen…..was bleibt mir auch anders übrig. Die positiven Seiten überwiegen.
Gruß von einem POM ( 20 Dienstjahre )
Unsere Meinung
Lieber Kollege,
Du schreibst, das hier einen Kommentar abzugeben so sei, wie bei einer großen Firma die 0800 er Nummer anzurufen und das nicht weitergeleitet würde. Hier würde mich schon einmal interessieren, worauf Du diese Erkenntnis stützt.
Es ist nämlich schon so, dass wir die Einträge intensiv verfolgen und auch die Positionen in unsere Arbeit einfließen lassen.
Dass nicht jeder Eintrag umgehend bearbeitet werden kann (und auch nicht muss, wenn die Antwort oftmals schon an anderer Stelle im Forum steht, weil die Frage bereits von anderen gestellt war.
Aber wir freuen uns natürlich, dass Du hier auch weiter Dich einbringen möchtest.
Beste Grüße Hartmut Kühn
Eintrag von Streik am 7.August 2008
Hallo Herr Hartmut Kühn,
Ich habe und wollte auch nicht bestreiten, das die hier veröffentlichten Einträge und Positionen nicht in eure Arbeit einfließen. Bei aller Wertschätzung für eure Arbeit; bei mir ist nur der Eindruck enstanden ( aufgrund überwiegend bereits länger anhaltender negativer Kommentare gegen die Politik etc. in diesem Forum ), dass die Verantwortlichen in der Politik euch pflichtgemäß ( Alibifunktion ) zuhören aber am Ende doch alles so machen wie sie es für richtig halten. Hinterher können die Verantwortlichen Volksvertreter im Bundestag sagen die Gewerkschaften wurden gehört, Expertenkomissionen wurden zugelassen u.s.w.. Alles ganz demokratisch. Nochmals, dies ist keine Kritik an der GDP. Ich denke ihr versucht euer bestes.
Gruß, vom POM ( 20 Dienstjahre )
Eintrag von Streik am 7.August 2008
Hallo Streik,
zeige eine Alternative dazu auf.
Gruß
Eintrag von rollo am 7.August 2008
Dem Eintrag von “rollo” am 31.07.08 ist nichs mehr hinzuzufügen.
Ich persönlich denke, dass die Reform nur ein weiterer Schritt ist um die Bundespolizei aufzulösen bzw. langfristig den Einzeldienst an die LaPo abzugeben und nur die BePo beim Bund zu belassen.
Jörn
Bestätigung von meiner Seite……war vier Wochen an der BPOLAK…..ein Direktor hat exakt dieses Szenario für die nächste Legislaturperiode vorrausgesagt und auch bestätigt …..Quellen wollte er nicht nennen,aber die Deutschlandkarte (neu) durften wir kurz sehen. Es wird damit anfangen das die letzten 25 % Bahnanteil des Bundes verkauft werden….ist alles in Tüten und geklärt
Eintrag von Robert L. am 7.August 2008
Nicht zu vergessen die Auslandsverwendung,ein bißchen Lusi (fällt garantiert auch irgendwann)und Botschaftssicherung.
Eintrag von Maik am 7.August 2008
“….Es ist nämlich schon so, dass wir die Einträge intensiv verfolgen und auch die Positionen in unsere Arbeit einfließen lassen….”
“Beste Grüße Hartmut Kühn”
…Daß Ihr euch das anschaut, lieber Hartmut, will ich doch schwer hoffen und habe zumindest ich auch niemals angezweifelt.
“Streik” hat aber insofern Recht, daß die Wirkung auf die, die es lesen bzw. die Botschaft hören sollten, offenbar gleich null ist.
Schönes Beispiel ist hier der Beitrag von “Rollo”:
“….dass u.a.auch beim Herrn Minister, über den reibungslosen Ablauf der Reform, helle Begeisterung herrscht, und diese Reform der BuPo als Musterbeispiel einer gelungenen Planung …usw usw….”
Immer frei nach dem Motto: “Wir basteln uns eine Realität”
Schon während der Planungsphase der “Reform” habe ich mich oft gefragt: Wo ist eigentlich die freie Presse/die Medien allgemein, die diese (Selbst?-) Vera**piep** an den Pranger stellt? Nun sage mir keiner, daß die Bundespolizei sooo interessant auch wieder nicht ist. Das weiß ich auch. Merkwürdig ist es allerdings schon, daß jedes geplante Regenwasserrückhaltebecken irgendwo in der Provinz ein größeres Medienecho hervorruft!
Eintrag von Gerhard Medgenberg am 7.August 2008
Moin,
wir haben mitlerweile den 07.08.2008, wie siehts denn von der GDP Seite aus, mal eine eventuelle Stellungnahme zu den Spekulationen und Gerüchten rund um die MKÜ Hannover zu geben??? Wird wiedermal die volle Transparenz geleistet die IHR immer so gerne vom Dienstherren fordert?
Wen sollten auch die Meinungen der Knechte, die wir ja nunmal alles sind, dort oben interessieren? Für die Politik rollt die Reform in geordneten Bahnen wie es gewünscht und natürlich auch geplant wurde. Von daher gibts auch nix zu beanstanden. Was an der Basis wirklich passiert, das hat die Leute dort oben noch nie interessiert.
Nun liebe Gewerkschaftsvertreter, wie steht ihr denn nun zu dem geäusserten? Wie sieht die aktuelle Lage aus? Kommt bitte nicht damit das auch ihr nix wisst, wer soll euch das denn noch glauben? Im übrigen hätte ich wirklich gerne eine Antwort bzw. eine Aussage zu dem ersten von mir geschriebenem Absatz.
MfG
Der Kommentator
Eintrag von Der Kommentator am 7.August 2008
Bestätigung von meiner Seite……war vier Wochen an der BPOLAK…..ein Direktor hat exakt dieses Szenario für die nächste Legislaturperiode vorrausgesagt und auch bestätigt …..Quellen wollte er nicht nennen,aber die Deutschlandkarte (neu) durften wir kurz sehen. Es wird damit anfangen das die letzten 25 % Bahnanteil des Bundes verkauft werden….ist alles in Tüten und geklärt
Eintrag von Robert L. am 7.August 2008
Schreib mal mehr, was Du da gesehen und gehört hast, dass klingt mal interessant :-)
Eintrag von meisterkoch72 am 8.August 2008
Hallo Kollegen,
wenn ich die Beiträge so lese, dann sollte ich mich nach einem Plan B umsehen und den Verein demnächst verlassen. Das gute Geld ist zwar nicht so einfach zu kompensieren, aber wie ein Leibeigener lasse ich mich nicht behandeln. Ich will keine Figur im Sandkasten mehr sein … Mein Plan B: ich kündige, studiere und lasse mich als hD wieder einstellen, dann kann ich mitspielen. Und wenn es keinen Spaß mehr macht, dann wechsel ich den Verein. Reformbedürftige Behörden wird es immer geben.
Eintrag von Enrico am 8.August 2008
Hallo zusammen!
Ich lese regelmäßig die Beiträge und stelle fest, dass nur in eine Richtung gedacht wird.Das Gerücht, das während der “Aufbauphase” der Neuorganisation letztes Jahr aus dem BMI durchdrang, scheint ganz vergessen. Angeblich war geplant, dass zwei Jahre nach Abschluss der Neuorganisation (wann auch immer die abgeschlossen wein wird) die “Hochzeit” mit dem BKA stattfinden soll. Das Ganze unter dem Aspekt der Terrorismusbekämpfung. Alles aus einer Hand und “BKA-Außenstellen” im ganzen Land!
Frage an die Redaktion: Gibt es hierzu neue Infos?
Schönes Wochenende!
Captain Future
Eintrag von captain future am 8.August 2008
Bestätigung von meiner Seite……war vier Wochen an der BPOLAK…..ein Direktor hat exakt dieses Szenario für die nächste Legislaturperiode vorrausgesagt und auch bestätigt …..Quellen wollte er nicht nennen,aber die Deutschlandkarte (neu) durften wir kurz sehen. Es wird damit anfangen das die letzten 25 % Bahnanteil des Bundes verkauft werden….ist alles in Tüten und geklärt
Eintrag von Robert L. am 7.August 2008
Dazu hätte ich gerne mehr Informationen….
Eintrag von Markus S. am 8.August 2008
Dazu hätte ich gerne mehr Informationen….
Eintrag von Markus S. am 8.August 2008
….wer hätte das nicht gern? (Neuorientierung bzw. Abgabe BaPo an die Länder)
Sicher , Gerüchte gibt´s viele und es wird ja wahrlich nicht nur wöchentlich, sondern eher täglich eine neue Sau durch´s Dorf getrieben (und zwar von jeder Seite, aber eine gewisse Nevosität wird man den “Knechten” mittlerweile wohl nicht absprechen dürfen), aber es gibt da schon so einige Details, die unter diesem Aspekt in einem etwas anderen Lichte als bisher erscheinen würden:
1. dürfte noch nicht so ganz geklärt sein, wo der Personalmehrbedarf für die A-Grenze herkommen soll
2.Die Flughäfen sind auch noch nicht abschließend berechnet; mit Minderbedarf ist dort aber auch nicht zu rechnen
3.Die zunehmenden Auslandsverwendungen
4.Die klammheimlichen Gespräche über die Übertragung von Hilfspolizeibeamteneigenschaften an Bähnler
5. Das Gerücht einer Verkleinerung der Bundespolizei auf 30.000 Angehörige (Ebenso wie das Gerücht der Umorganisation in ein Gendarmeriemodell über nicht ganz kleine Lichter der Bundeswehr erhalten…)
Sicherlich ist das nicht alles akut und es gibt letztendlich ja auch (Gott sei Dank) kein Denkverbot (für keinen! - aber auch für die “kleinen Leute” nicht!), aber in eine gewisse Richtung deutet das alles schon. - Die schlechteste Lösung wäre es wahrscheinlich auch nicht (obwohl man davon ausgehen kann, daß man bei uns auch das vergeigen würde….), extrem ärgerlich wäre das nur für die, die jetzt, ggf. zum 3.Mal(!),ihre persönliche Lebensplanung über den Haufen werfen müssen, nur um nachher festzustellen, daß das wohl auch wieder mal für die Katz war…
Wie oben bereits gesagt: Denkverbote gibt´s nicht, auch nicht für die “Oberen”, vielleicht wäre es aber nicht schlecht, die altbewährte Reihenfolge “erst denken, dann handeln” einzuhalten.
Eintrag von Gerhard Medgenberg am 8.August 2008
Moin,
der personelle Mehrbedarf scheint mir nicht das Problem zu sein.
Diese Reform sollte 5 Einsatzabteilungen zum Ziel haben - politisch zunächst nicht durchsetzbar.
Im Schritt 2 der Reform 3, in 3 - 5 Jahren, ist dieses dann wieder möglich, da die regionalen Polit Schwergewichte welche den Bestand gesichert haben, ihren Einfluß nicht mehr geltend machen. Das ist nur ein mögliches Szenario, ein anderes geht vielleicht in eine Europäische Grenzpolizei. Der Herr Innenminister wird uns das langfristige Ziel dieser Reise nicht auf die Nase binden.
schönes Wochenende
Eintrag von rollo am 8.August 2008
Mit dem Sachverhalt - Bewerbung zur MKÜ Hannover - wird sich der Bundespolizei - Hauptpersonalrat in seiner Sitzung 11. - 14. August 2008 grundsätzlich beschäftigen. Wir treten dafür ein, dass alle vorliegenden Bewerbungen in einem tranparenten Verfahren ordentlich abgeglichen werden. Über das weitere Vorgehen wird der Bundespolizei - Hauptpersonalrat in der nächsten Woche konkret entscheiden. Wir werden uns dafür einbringen, dass diese Entscheidung den Betroffenen dann zügig bekannt gemacht wird.
Mit freundlichen Grüßen
Josef Scheuring
Eintrag von Josef Scheuring am 8.August 2008
Bestätigung von meiner Seite……war vier Wochen an der BPOLAK…..ein Direktor hat exakt dieses Szenario für die nächste Legislaturperiode vorrausgesagt und auch bestätigt …..Quellen wollte er nicht nennen,aber die Deutschlandkarte (neu) durften wir kurz sehen. Es wird damit anfangen das die letzten 25 % Bahnanteil des Bundes verkauft werden….ist alles in Tüten und geklärt
Eintrag von Robert L. am 7.August 2008
Dazu hätte ich gerne mehr Informationen….
Eintrag von Markus S. am 8.August 2008
Ich hätte darüber auch gerne Infos.
Irgendjemand muss doch noch in Lübeck gewesen sein. So klein ist der Personalpool dort oben doch auch nicht.
Ich will mich jetzt nicht über eine evt. Stelle in Leipzig oder Magdeburg am BHF freuen und in 5 Jahren geht das Theater wieder los. Das schaff ich nicht mehr…
Eintrag von Zwangsversetzt am 8.August 2008
Moin,
hmmm ihr tretet also dafür ein, dass ALLE Berwerbungen in einem tranparenten Verfahren ordentlich abgeglichen werden. Was bedeutet bitte abgeglichen? Was für ein Verfahren soll das sein?
Was hat man davon wenn man denn mitgeteilt bekommt das man nicht vorgesehen ist dort eine Stelle zu besetzen weil, ich zitiere die GdP: “Dies ist erforderlich, wenn man möglichst vielen KollegInnen, deren Dienstposten wegfällt und die nicht gesetzt werden können, eine heimatnahe und damit sozialverträgliche Anschlußverwendung zu ermöglichen.”
Soll das gerecht sein gegenüber den anderen Kollegen die sich beworben haben und somit 0,0000 Chancen auf eine jener Stellen haben????
Zauberwort “Gifhorn” mehr gibt es hier nicht zu sagen.
MfG
Der Kommentator
Eintrag von Der Kommentator am 8.August 2008
BPOLD Stuttgart - SB 35 im Intranet: Das ist Informationsweitergabe par Excellence.
Eintrag von Sündenbock am 8.August 2008
Die Bahn soll verkauft werden? Supi, gehöre nämlich zu den Flughafenangehörigen, denen eine ehemalige Bahninspektion “verordnet” wurde. Wie man sich von dort benimmt ist vom Ton her unter aller Sau. Ich glaube, denen ist ihre “Macht” zu Kopf gestiegen. Wirklich schade, darunter leidet die Arbeit aller in diesem Chaos.
So eine Zusammenlegung ist eh an den Aufgaben vorbei, hauptsache man kann den hD irgendwo unter kriegen, egal wie man was zusammen pappt. Die PVB werden das schon machen. Wenn das Ganze nicht so traurig wäre…
Vom Chaos oben bekommt man hier unten gar nicht so viel mit, uns langt der Schwachsinn bei uns völlig. Funktionierende Strukturen werden zerschlagen. Alles beschäftigt sich mit sich selbst. Es wird einfach angeordnet anstatt mit den Leuten zu reden. Kooperatives Führungssystem? Leitbild? Ich lach mich weg. Theorie trifft Praxis.
Wird Zeit, dass unsere Behörde endlich einsieht, dass sie über ist.
Eintrag von Der Gefolterte am 8.August 2008
Wenn ich das alles hier so lese, könnte man fast glauben, das die BPOL kurz vor der Insolvenz steht !
Gruß vom POM ( 20 Dienstjahre )
Eintrag von Streik am 9.August 2008
Ich komme mir in dieser BPOL langsam vor vor, wie in einem schlechten Game oder Komik!
Man stellt in diesem Unternehmen irgendwann fest, man hängt Lichtjahre hinter der Freien Wirtschaft u. auch anderen Behörden hinterhert. Heute sind wir ja auch ein Unternehmen und wir unternehmen viel und allerlei!
Findige Wirtschaftsunternehmer, ich nenne diesen “Herrn Reich”, suchen bestimmte “Irrtümer”, z.B. irgendeine große Behörde, die deren tolles Wirtschaftspaket kaufen und reden diesen dann ein, dass diese mit der Umsetzung des erworbenen Pakets dann auch Unternehmen/Unternehmer seien!
Seid dem sind wir ein Unternehmen!
Dieses Paket sieht vor, sich stets zu reformieren. Egal wie und was. Man müsse nur stets gefüllte Exel-Tabellen oder sonstige Programme auf dem Laufenden halten. Hier ein bißchen Controlling, dort ein wenig QM. Ach ja, nicht zu vergessen das MachWeb mit seinen aufrichtigen Zahlen, worauf ja Entscheidungen, Sach-/Personalkosten usw.getroffen werden sollen. Irgendwann mal! Vielleicht!
Und gaaaanz wichtig, nehmt Begriffe wie Outsourcing und andere. Das wirkt immer intelligent und weltmännisch.
Wie viele Polizeibeamte plötzlich weg von der Strasse gebunden mit Bürokratie und Millionen Euro unnütz zum Schornstein hinaus gefeuert wurden, wer weis das schon wirklich. Sicher alles kostenneutral.
Teure Aufstiegsverfahren, Gleichmacherei usw., statt insgesamt die Laufbahnen mD und auch gD attraktiver zu gestalten.
Jetzt muß ich an einige Einträge von oben denken, dem “Trojaner” Dirk und einige andere. Diese Reform hätte von keiner dieser Gewerkschaften von vornherein unbesehen getragen werden dürfen!!!!! Erst ein vernünftig ausgearbeitetes Konzept, dann Verbesserungen. Und irgendwann am Schluß die Umsetzung! Aber nicht in der BPOL. Die Angst das Irgendjemand mit was Besserem zuvor kommen könnte herrscht vor. Also müssen die Dinge schnell gehen. Hauruck!!!
Wäre die BPOL ein Tausendfüßler, so hätten sich deren Beine beim Überschlagen und Überholen in den einzelnen Prozeßstufen hoffnungslos und sinnlos “verheddert”
Das Schlimme ist, einige sind tatsächlich in dem Glauben sie wären zu höherem berufen und halten sich für unabkömmliche Manager. Ein schöner Anzug und der passende Koffer, weil die Uniform ist nicht passend für so einen richtigen Manager von Welt.
Diese Reform ist konzeptionslos!!!!! Nicht mehr und nicht weniger.
Leidtragende sind die Angehörigen und deren Familien dieses Unternehmens!
Zum hD und auch sehr sehr vielen aus dem mD und gD, “Niemand beißt gern in Hand die ihn füttert”.
Ja, Gerhard vorm “Krieg” war es sicher “Besser”, nicht wirklich gut, aber doch verbesserungswürdig.
Bei aller Kritik von meiner Seite an den Gewerkschaften, aber ohne SIE wäre es wohl sehr sehr düster um uns bestellt!!!!
Aber die Reform zurück zur alten Unordnung bekommen wohl auch die Gewerkschaften nicht mehr hin! Oder?
Rettet die Wale! Und “Wer” rettet uns?
Eintrag von rainer am 9.August 2008
Zitat:
Die Bahn soll verkauft werden? Supi, gehöre nämlich zu den Flughafenangehörigen, denen eine ehemalige Bahninspektion “verordnet” wurde. Wie man sich von dort benimmt ist vom Ton her unter aller Sau. Ich glaube, denen ist ihre “Macht” zu Kopf gestiegen. Wirklich schade, darunter leidet die Arbeit aller in diesem Chaos.
Wolltest Du hier einen Nebenkriegsschauplatz eröffnen?
Deffiniere doch mal den “unter aller Sau Ron”.
Bums da war es wieder, das Fehlen jeglicher Akzeptanz gegenüber denen, die sich halt auf anderen Baustellen bewegen. Nach dem Schlachtfeld: mD vs gD, wir alle gegen den hD. Nun auch noch das Mär vom assozialen Desperado in Uniform auf dem Bahnhof.
Reeeeeeeeespekt Gefolterter so argumentiert man im Jahre 2008.
Eintrag von Herr A. am 10.August 2008
Sehen wir die ganze Reform doch einmal ganz positiv.
Ziel ist es, 1000 PVB zusätzlich auf die Straße zu bekommen. Gehen wir einmal davon aus, dass dieses Ziel auch erreicht wird. Reformziel erreicht! Super! Auf der anderen Seite schauen wir uns mal den Preis dafür an.
Ich gehe mindestens von 10 -15.000 betroffenen Beamten aus, welche direkt oder indirekt von der Reform betroffen sind. Die ihren Dienstort wechseln müssen, deren Kinder sich neue Schulen, neue Freunde und neue Vereine etc. suchen müssen. Partner, die aus dem vertrauten Umfeld gerissen werden, die ebenfalls ihren Bekannten- und Freundeskreis aufgeben müssen, ihren Arbeitsplatz wechseln, eher verlieren werden. Ehen die scheitern, Kinder die Leiden. Die eine oder andere private Insolvenz wird aufgrund von Schulden, wie z. B. für Eigentum, ebenfalls zu verzeichnen sein. Vielleicht wird noch der eine oder andere Suizid beklagt werden müssen - Was soll`s?!
Alleine die Kosten für Trennungsgelder und Umzugskosten werden ca. 150 Mio Euro in 3 Jahren betragen.
Alles dafür, um 1000 PVB zusätzlich gegen ihren Willen und völlig unmotiviert auf die Straße zu bringen.
Derjenige, der sich solch eine Reform ausdenkt, gibt einen Dreck auf seine Mitarbeiter und seine Familien…
Eintrag von Gummielch am 11.August 2008
hi zusammen,
es gibt einen film von stanley kubrick; *wege zum ruhm* auf deutsch und *path of glory* glaube ich auf englisch.
schaut mal rein, der film ist zwar etwas älter und das thema stammt aus den jahren 1914 - 1918, aber irgendwie erinnert mich das ganze an das verhältnis hd sprich führung über md an die pvb auf dem bock; scheint sich doch nicht soviel geändert zu haben, auf dem papier vielleicht, aber in real life?
Eintrag von jogger am 11.August 2008
Diese Reform ist ja wohl wirklich der totale Schwachsinn. Es ist ja genau das Gegenteil eingetreten von dem was ursprünglich geplant war.
Die Bürokratie hat in erheblichen Maße zugenommen. Die wenigen Kollegen auf der Stasse sind gestresst und genervt. Sämtliche Wege haben sich verdoppelt. Sei es der einfache Streifenweg oder einfach nur Post- und Kurierfahrten. Bin mal gespannt, wann das die Rechnungsstellen bemerken. Die Führungskräfte ziehen nur noch von Besprechung zu Besprechung. Ganz zu schweigen von PG,AG,Steuerkreis usw. Hoffentlich bemerkt der Bundesrechnungshof die Verschwendung irgendwann. Vielleicht wird dann ja doch mal ein Riegel davor gesetzt.
Eintrag von Holger am 11.August 2008
Na Holger du bist aber Optimist.
Seit wann interessiert es jemanden wirklich was der Bundesrechnungshof sagt.
Schau die die Verschwendung doch überall an.
Da sitzen auch nur Leute die sich ein Pöstchen gesichert haben. Einmal im Jahr meckern und das war es.
Oder hast du schon mal davon gehört das einer von den Unsinnverzapfern zur Kasse gebeten wurde?
Und da unsere “Volksvertreter” die Reform abgenickt haben passiert h i e r garnichts.
Jochen
Eintrag von jochen am 11.August 2008
“Ich persönlich denke, dass die Reform nur ein weiterer Schritt ist um die Bundespolizei aufzulösen bzw. langfristig den Einzeldienst an die LaPo abzugeben und nur die BePo beim Bund zu belassen.
Jörn
Bestätigung von meiner Seite……war vier Wochen an der BPOLAK…..ein Direktor hat exakt dieses Szenario für die nächste Legislaturperiode vorrausgesagt und auch bestätigt …..Quellen wollte er nicht nennen,aber die Deutschlandkarte (neu) durften wir kurz sehen. Es wird damit anfangen das die letzten 25 % Bahnanteil des Bundes verkauft werden….ist alles in Tüten und geklärt
Eintrag von Robert L. am 7.August 2008 ”
am besten gleich alles überspringen und den Laden sofort ausflösen
Eintrag von PHM am 11.August 2008
Die Neuorganisation hat die Bundespolizei in ein nicht mehr
zu beherschendes Chaos geführt.Selbst Kollegen die bereits
durch die Reform II betroffen waren, haben sich so ein
Dilemma nicht vorstellen können.Leider scheint das aber
niemanden so richtig zu interessieren. Ich habe auch noch niemanden gefunden der etwas positives über die Reform und deren Umsetzung sagen konnte und das unabhängig vom Standort und Funktion.(außer den Gewinnern natürlich wie Präsis , Abteilungs- oder Referatsleitern) Es wäre ja mal
interessant, wenn der kommende Castor-Transport abgesagt
werden müsste, weil nicht genügend Einsatzkräfte vorhanden sind.(Ausfall durch Krankheit etc.)
Eintrag von Wolfi am 12.August 2008
Man hätte den ehemaligen Bundesgrenzschutz am besten damals mit dem Wegfall der innerdeutschen Grenze auflösen sollen und in die verschiedenen Länderpolizeien integrieren. Dann hätte man die Reformen und sehr viel Steuergelder und Unmut bei den Kollegen sparen können.
Anstatt dessen versucht man sich immer wieder Zwanghaft neue Aufgaben zu finden.
Eintrag von Holger am 12.August 2008
Tach zusammen!
Mein Reden: Auflösen und gut ist!!
Habe das schon zur Verkündung der neuerlichen Reform gesagt.
Bei meinem Einstieg in den BGS (1986) waren die Aufgaben klar umrissen und die Alterstruktur hat gestimmt (natürlich auch nur durch den “Abfluß” von Kollegen zu den Länderpolizeien). Die Aufgaben waren sicherlich mit dem vorhandenen Personal lösbar.
War sicherlich auch vieles nicht toll, es gab reichlich ABM, dennoch hat es für mich weitestgehend gestimmt.
Heute wollen wir alles machen: Grenze, LuSi, Bahn,Aufgaben der Einsatzabteilungen, Auslandseinsätze, HOD, FSB, BKA/Personenschützerpool, usw.
Bezogen auf die Mehrung der Aufgaben haben wir nur leider nicht das Maß an Personal dazu bekommen.
Gibt es da nicht einen Führungsgrundsatz der da lautet: Wer alles macht, macht nichts.???
In anderen Bereichen des täglichen Dienstes wird der Streifendienst mit immer mehr Neuerungen gegängelt, so dass er noch weniger in seinem Aufgabenbereich unterwegs sein kann.
Mir drängt sich manchmal der Eindruck auf, als wolle man gar nicht, dass polizeiliche Aufgaben wahrgenommen werden.
Also habt Erbarmen und versucht nicht, aus einem Oldtimer einen technisch ausgereiften Sportwagen zu machen!!
Das in aller Kürze,
Gruß
AB
Eintrag von AB am 12.August 2008
was für ein kindergarten ist das denn hier, man sollte den bloss auflösen, ist ja zum heulen
Eintrag von spoccy am 12.August 2008
alle sprechen hier von auflösen und der landespolizei eingleidern. mit dem md und gd würde es ja noch gehen aber was machen wir mit unseren hd ?
Eintrag von r.a. am 16.August 2008
mich würde mal interessieren, warum dieses Thema (auflösen und angliedern) nicht mal ernsthaft in höheren Kreisen diskutiert wird. Das Land Sachsen beispielsweise, hatte kürzlich eine Ausschreibung für Bundesbeamte gesteuert, wo man sich bewerben konnte. Leider untersagte dann das BMI oder wer auch immer, hat das gleich mal untersagt, da man das Personal selber braucht (zum verheizen, Anmerkung von mir)
Jetzt mal andersrum gefragt, was macht der Einzeldienst seit wegfall der Grenzkontrollen an der Grenze??? Vorher Qualifizierte Arbeit z.B. am GÜG z.B. LKW Kontrolle mit allem was dazugehört,jetzt sog. Fahndungsüberprüfungspunkte mit Statistik wieviel § 23er und § 44er. Feststellungen von vorher zu nachher wie von 100 auf 0. “Das darfst du nicht mehr”, “dafür bist du nicht zuständig”, “das ist nicht unsere Hauptaufgabe”, “wir sind eine Sonderpolizei”, wir sind eine Fahndungspolizei” (Fahndungstreffer werden z.T. ans Land abgegeben weil die BUPO nicht zuständig ist, man überlege sich mal diesen Blödsinn) usw.
Bei einer Auflösung und Angliederung in den grenznahen Revieren würden tatsächlich mehr Leute auf der Straße erscheinen und die Beamten der BPOL brauchten sich über mangelnde Zuständigkeit und mangelnde rechtliche Grundllagen Gedanken machen.
Appropos rechtlichen Grundlagen, warum verweist man immer noch auf den Status der Sonderpolizei, es wäre auch eine Erweiterung der Befugnisse auf allg. Befugnisse, incl. Verkehrsrecht, von mir aus auch nur mit Grenzbezug, zum Termin des Wegfalls der Grenzkontrollen von Nöten gewesen. Stattdessen entzieht man den Kollegen, welche sich jahrelang auf Lehrgängen qualifizierten die Arbeitsgrundlage und im Endeffekt auch ihre Daseinsberechtigung.
Eintrag von PHM am 17.August 2008
Es ist doch immer wieder schön, dass nunmehr fast zwei Jahre ins Land gegangen sind, seitdem das “Schreckgespenst” Reform bei uns Eimzug gehalten hat und bei der Masse der Beschäftigten nicht klar ist, was mit ihnen passiert.
Ich dachte eigentlich, dass “Transparenz” nicht nur ein Schlagwort in der Führungslehre ist, sondern auch tatsächlich praktiziert werden soll. Allerdings wohl nur, um die Mitarbeiter in den unteren Besoldungsstufen während ihrer Ausbildung zu nerven.
Die hohen Herren, die bereits ihre Stellen und somit Beförderungen zugeschustert bekommen haben, sollten eigentlich wissen, dass schon allein mit der Weitergabe von Informationen an ihre Mitarbeiter die Motivation dieser gehoben werden kann, wenn auch nur in ganz, ganz kleinem Maße.
es gibt sehr schöne Zitate und Sprüche, die die Gedankengänge der Herren Politiker und hohen Polizeiführer Widerspiegeln:
1. Wissen ist Macht (aber nur für die hoen Herren
2. Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern
In diesem Sinne
Eintrag von Bensen am 18.August 2008
Hallo liebe GdP,
handelt es sich bei den Berichten bzgl. einer geplanten Verschmelzung von BKA und BPOL nur um ein Gerücht oder ist da wirklich etwas dran? Würde mich freuen, wenn jemand hierüber fundierte Auskunft gegen könnte!
Sicherlich ist aufgrund der Reform die Situation innerhalb der BPOL etwas undurchschaubar, aber ich persönlich bin froh, dass es die GdP und den HPR gibt! Ansonsten würden manche Angelegenheit anders ablaufen!
…dieser Verein hat ja nicht einmal mehr Schulterstücke für Beamte verfügbar, die befördert wurden! Ist ja auch nicht vorhersehbar!ha ha ha. Liebe GdP, echt ein Armutszeugnis!
Danke trotzdem für alle Bemühungen. Es hat sich schon viel zum Positiven geändert!
Eintrag von Urkundenfahnder am 18.August 2008
Nabend
Es sollte schon als ein alamierendes Zeichen deutlich wahrgenommen werden das die Töne an der Basis das man unsere grandiose Truppe auflösen sollte immer lauter werden.
Ich finde es sehr bedenklich das eine Behördenleitung ihre tatsächlichen Leistungsträger soweit demotiviert hat das sie nur noch als einzigsten Hoffnungschimmer die Auflösung dieses traurigen Vereins sehen.
In der derzeitgen Stimmung in der Truppe sehe ich die totale Bankrotterklärung für unsere Führung.
In meiner derzeitigen Stimmung würde ich der Auflösung auch begeistert zustimmen da ich nicht weiß wie es schlechter werden könnte.
Es ist ja nicht nur das leidliche Thema Beurteilung oder Beförderungen was einem die Laune verdirbt. Es funktioniert ja einfach überhaupt nichts mehr richtig außer totalen Nebensächlichkeiten.
Ob es die IT Technik, Fuhrparkwesen,Bekleidung,Verbrauchsgüter, Versorgung,Liegenschaften usw ist. man fragt sich täglich was funktioniert bei uns überhaupt noch halbwegs zufriedenstellend.
Zufriedenstellend für die Mitarbeiter der BuPo wie auch dem Bürger für den wir eigentlich dasein sollten.
Wir Verwalten uns kaputt und bekommen den Arsch nicht mehr aus der Wache vor lauter Bürokratie, Recherche und Meldewesen.
Wie soll das weitegehen wenn unsere Bundespolizei in der gleichen Geschwindigkeit weiter zur vollkommenen Handlungsunfähigkeit getrieben wird?
Wo ist hier einer der die Notbremse mal langsam zieht?
Eintrag von Herr A. am 18.August 2008
@ Herr A. vom 18.08.2008
Solange es Bücklinge und Ja-Sager gibt, die der Führung vorgaukelt das alles beim Besten sei, solange wird niemand etwas ändern.
Wir an der Basis verstehen die “großen Zusammenhänge” eh nicht ;-))
Eintrag von BaPo m.D. am 19.August 2008
Gerüchte, Panikmache, wieder Gerüchte, Lügen und nicht eine einzige konkrete Aussage!
Kann irgendwer hier in den endlosen Weiten des www die Richtung der Bupo klipp und klar aufzeigen?
Da hat einer in Lübeck ne Karte gezeigt, die Zuständigkeit “Bahn” kommt zum Land… lol
Wenn es konkrete Veränderungen in der Bupo gibt, dann ruckt raus damit!
Sollte tatsächlich der sogenannte Einzeldienst zu den Ländern kommen sehe ich darin für die Beschäftigten die gerinsten Probleme.
Hallo da oben GdP-Spitze was gibt`s konkretes?
Lohnt sich Gewerkschaftsarbeit noch?
Oder werdet ihr nicht ausreichend informiert?
Oder darf nichts nach außen dringen?
Oder bleibt einfach alles so wie`s ist?
Wir sind das Volk! Halt Halt :-)
Ich hab wieder was verwechselt.
Wir sind die Basis und hier wird gearbeitet!
So long
Eintrag von sunny crocket am 19.August 2008
Schön zu hören das es solche Überlegungen/Gerüchte gibt Teile der Bundespolizei an die Länder abzugeben. Das war auch meine Überlegung/Schlussfolgerung als ich mir über diese ganze Reform mal Gedanken gemacht habe unabhängig von diesem Gewerkschafts-Forum. Und für alle die, die meinen das wäre absoluter Humbuck:1.In einigen Jahren wird der Personalbedarf der Landespolizeien auch steigen, durch den hohen Altersschnitt der Kollegen (bsp. Sachsen-Anhalt 45 Jahre), weniger Neueinstellungen, weniger geeignete Bewerber usw. Wieso sollte da eine Landespolizei zu Vollausgebildeten BPOL-Kollegen nein sagen, zudem sie ja Ausbildungskosten sparen und selber weniger ausbilden müssen.
2. Glaube nicht das es das Ziel der Reform ist mehr “MANPOWER” auf die Straße zu kriegen(wenn doch ist es tierisch in die Hose gegangen) sondern um unsere Behörde langsam der Struktur einer Landespolizei anzugleichen damit das integrieren später leichter fällt.
3.In jedem noch so kleinen Gerücht steckt ein Funken Wahrheit oder zumindest wird es solche Überlegungen in den allerhöchsten Kreisen geben. Es steckt auch ein bisschen Wunschtraum dahinter :-)) !!!
Natürlich wäre das ein riesen Aufwand der sich auch sehr lange hinziehen würde, wovon aber jeder profitieren würde!
MFG
Eintrag von Stefan am 21.August 2008