Konrad Freiberg bei der Bundesbereitschaftspolizei

Konrad Freiberg in Fuldatal Die Direktion Bundesbereitschaftspolizei im nordhessischen Fuldatal und die Bundespolizeiabteilung Hünfeld besuchte Konrad Freiberg am 27. und 28. August 2008. Initiator des Besuchs war die GdP-Direktionsgruppe Bundesbereitschaftspolizei. Gastgeber Friedrich Eichele empfing neben Freiberg auch die Kollegen Jörg Radek, Josef Scheuring sowie den Vorstand der GdP – Direktionsgruppe Bundesbereitschaftspolizei in der Bundespolizeiunterkunft Dr.- Konrad- Adenauer. Vom Bundespolizeipräsidium nahm Thomas Striethörster, Leiter der Abteilung 2 – Gefahrenabwehr, an den Gesprächen teil.

Die neue Struktur der Bundesbereitschaftspolizei stand zunächst im Mittelpunkt der Betrachtung. Präsident Eichele stellte dar, dass durch eine verbesserte Koordination der Einsätze insgesamt ein effizienterer Kräfteansatz erreicht wird. Allerdings hat sich auch die Zahl der Einsatzanlässe und die Zahl der Abordnungen zum Einzeldienst deutlich erhöht. Insgesamt ist die Belastung der Kolleginnen und Kollegen gestiegen. Heinz Selzner, Vorsitzender der GdP – Direktionsgruppe Bundesbereitschaftspolizei, warnte vor einer Überbelastung der Einsatzkräfte. Die Effizienzsteigerung muss für die Menschen aushaltbar bleiben.

Die schlechte Dienstpostenbewertung für die Bundesbereitschaftspolizei war ebenfalls ein wesentliches Thema. Die GdP kündigte an, mit allen verfügbaren Mitteln für eine Verbesserung der Situation einzutreten.

knm0023b.jpgDie Entwicklung und Beschaffung von persönlicher Ausstattung und Führungs- und Einsatzmitteln soll unter Ausschöpfung aller vorhandenen Ressourcen auf die Belange der Einsatzkräfte zur Bewältigung aller Einsatzlagen optimiert werden. Hierzu wurde das Projekt „Bereitschaftspolizist/-in  2015“ ins Leben gerufen, dessen langfristiges Ziel die Entwicklung und Beschaffung optimal aufeinander abgestimmter Komponenten ist. Das Projekt wird seitens der GdP-Direktionsgruppe uneingeschränkt unterstützt.

Trotz deutlich gestiegener Kosten für die Beschaffung von Lebensmitteln wurde der Betrag für die Bereitstellung von Einsatzverpflegung seit vielen Jahren nicht mehr erhöht. Dies wird sich auch auf die Versorgung für den bevorstehenden CASTOR-Einsatz auswirken. Die Gesprächsteilnehmer vereinbarten, dieses Thema sofort aufzugreifen.

Besuch der Bundesbereitschaftsabteilung Hünfeld

Im Gespräch mit dem Vorstand der Direktionsgruppe BundesbereitschaftspolizeiVon der Vielfalt der Einsatzanlässe für die Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizeiabteilungen konnte sich die GdP-Delegation am 28. August in Hünfeld überzeugen. Polizeidirektor Werner Friedrich und seine Mitarbeiter stellten das Einsatzgeschäft einer BPOLABT anschaulich dar.

Sie gingen dabei auch auf die oft schlechten Arbeitsbedingungen und das zunehmende Gewaltpotenzial, insbesondere bei Fußballeinsätzen, ein. Besorgnis erregend ist dabei die Tendenz, dass immer häufiger für Begegnungen in der 3. und 4. Liga erhebliche polizeiliche Maßnahmen erforderlich werden. Dadurch wird die Belastung der Polizeibeamtinnen und -beamten deutlich erhöht. Ihr ohnehin eingeschränktes Wochenendleben wird durch zusätzliche Einsätze spürbar belastet.
Auch die oft lange Einsatzdauer und die absolut unerträglichen hygienischen Umstände sind hochbelastende Faktoren.
Die GdP vereinbarte mit Striethörster und Eichele, weitere Gespräche zu diesem Themenbereich zu führen. Hier muss aus Sicht der GdP im Konsens mit den Fußballvereinen eine Verbesserung der Situation angestrebt werden.

Der hessische Standort Hünfeld ist eine der modernsten Unterkünfte der Bundespolizei. Die örtlichen Vertreter der GdP kritisieren, dass hier trotzdem ein erheblicher Personalabbau im Zuge der Neuorganisation stattfinden wird. Sie versuchen, durch Kompensationsmaßnahmen zumindest eine Streckung der Personalverlagerungen zu erreichen.
Auch die mittelfristige Schließung der Werkstätten wird noch einmal thematisiert. Sie führt nach einhelliger Auffassung zu einer unnötigen Verkomplizierung von Arbeitsabläufen und einer erheblichen Kostensteigerung.

In einem abschließenden Gespräch des Vorstandes der noch jungen Direktionsgrup-pe mit dem Bundesvorsitzenden und Jörg Radek stellte der Vorstand die Personalrats- und Gewerkschaftsstruktur in der Bundesbereitschaftspolizei dar.

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