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16. September 2008

GdP im Gespräch mit dem Abteilungsleiter Bundespolizei, Christoph Verenkotte

Zu einem Gespräch über die personelle Weiterentwicklung der Bundespolizei traf sich der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei Josef Scheuring mit dem Leiter der Abteilung Bundespolizei, Christoph Verenkotte und seinem ständigen Vertreter Peter Christensen in Berlin. Der Abteilungsleiter Bundespolizei machte dabei deutlich, dass er großen Wert auf einen offenen und fairen Dialog mit den Gewerkschaften und Personalvertretungen in der Bundespolizei lege. Josef Scheuring stellte in dem Gespräch fest, dass die Beschäftigten der Bundespolizei nicht nur durch ihre tägliche Arbeit, sondern auch durch tief greifende Umorganisationsprozesse der eingeleiteten Neuorganisation der Bundespolizei hoch belastet würden. Gerade deshalb ist es notwendig so Scheuring, dass die Menschen in der Bundespolizei auf der anderen Seite spüren können, dass ihre beruflichen Perspektiven verbessert und alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Belastung abzumildern. “Wir brauchen jetzt eine neue Personalentwicklungsoffensive für die Bundespolizei” so Scheuring.

Dazu ist es nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) erforderlich, dass die eingeleiteten Aufstiegsverfahren vom mittleren in den gehobenen Dienst konsequent umgesetzt werden. “Wir schöpfen noch nicht einmal im Ansatz das aus, was uns die Politik zur Verfügung stellt und gleichzeitig wächst die Anzahl der Polizeiobermeister die nicht befördert werden können immer weiter an”, so Scheuring. Christoph Verenkotte sagte, man sei sich einig, dass dieses Problem angepackt werden müsse. “Die Bundespolizei muss bis zum Jahr 2013 den politisch vereinbarten 40 % Anteil gehobener Dienst erreicht haben. Über den Weg dahin werden wir uns in der Abteilung Bundespolizei auseinandersetzen und auch mit Ihnen im Gespräch bleiben”, so Verenkotte.

Scheuring wies in diesem Zusammenhang auf auch die Kapazitätsprobleme im Ausbildungsbereich der Bundespolizei hin. Die Ausbildungszahlen in der Bundespolizei müssen weiter erhöht werden, um die Bundespolizei in ihrer gesetzlich vorgegebenen Stärke zu erhalten. Dazu ist weiterhin auch aus den Aus- und Fortbildungszentren ausgelagerte Ausbildung notwendig. Darüber waren sich beide Seiten einig. “Wenn wir uns die Gesamtbelastung der Aus- und Fortbildungsorganisation der Bundespolizei betrachten, kommen wir an eine weitere Verschlankung der Aufstiegsverfahren und an prüfungsfreie Überführungen bei Beibehaltung der Funktion überhaupt nicht vorbei”, so Scheuring, der in diesem Zusammenhang auch auf Aufstiegsverfahren der Bayerischen Polizei verwies.

Die GdP hält es weiterhin für erforderlich, dass in der Bundespolizei ein konzentrierter Entscheidungsprozess darüber geführt wird, welche Verwaltungsaufgaben der Bundespolizei in der Bundespolizei verbleiben müssen. Das sich ständige Bedienen an Verwaltungsaufgaben der Bundespolizei durch andere Bundesbehörden muss aufhören, und es muss klar festgelegt werden, in welchem Umfang Verwaltungsaufgaben auf jeden Fall in der Bundespolizei verbleiben. Dazu erwarten wir eine klare Positionierung. “Die Bundespolizeiverwaltung und der damit verbundene Tarifbereich, die einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Bundespolizei leisten, haben deutlich mehr Planungssicherheit verdient”, so Scheuring.
Weiter forderte Scheuring ein, dass die Personalsteuerung in der Bundespolizei konsequent am zukünftigen Personalbedarf und nicht an ideologischen Festlegungen auszurichten sei. So müsse der zukünftige Personalbedarf in den Ballungsräumen vornehmlich auch dort geworben und konsequent auch dort eingesetzt werden. Verenkotte sagte dazu, er habe eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit den Folgen der demographischen Entwicklung in Deutschland für die Bundespolizei beschäftigen werde. Dort würden dann auch diese Fragen abgearbeitet.

Beide Seiten waren sich einig, den Dialog über diese und andere, die Bundespolizei betreffenden Fragen, fortzuführen. Im Ziel, eine leistungsfähige und zukunftsorientierte Bundespolizei mit selbstbewussten, selbstwerten und damit motivierten Beschäftigten weiterzuentwickeln, bestand bei den Gesprächspartnern volle Übereinstimmung”.

Einträge:

Hallo Kollegen, Hallo Jupp

ich hoffe, dass der prüfungsfreie Aufstieg sich bald durchsetzen wird. Das wäre sinnvoll da. 1. Kapazitäten im Bereich der Aus- und Fortbildung eingespart werden können und 2. darüber zu diskutieren ist, ob der bisherige verkürzte halbjährige Lehrgang, den Kollegen die ja nach dem Lehrgang wieder ihre vorherige Funktion wahrnehmen, soviel an Mehrwissen bringt.

Ich möchte im Zusammenhang mit dem oben veröffentlichten Artikel aber noch einen weiteren Themenkomplex thematisiern.Ich weiß zwar nicht wie du/ihr im Rahmen der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem BMI überhaupt darüber sprechen dürft hoffe aber dennoch auf eine Antwort. Diese Frage wird noch viel wichtiger sein als die Frage “Vereinfachung der Aufstiegsverfahren”. Ich habe in jüngster Zeit wiederholt Artikel gelesen in denen es um die Übernahme der Bahnpolizei durch die DB AG geht. Unter anderem berichtete die DPolG auf ihrer Internetplattform über ein Gespräch mit einem Herrn Fleischer (vormalig BPoL jetzt DB AG) in dem die Übernahme der präventiven Aufgabe Bahnpolizei thematisiert wurde. Viel belastender ist ein Artikel des “Behördenspiegels” welcher sich mit Verhandlungen des BMI mit der DB AG hinsichtlich der Übertragung hoheitlicher Befugnisse an die DB AG beschäftigt. In diesem wird darauf verwiesen, dass die DB AG sogar die Übernahme der Strafverfolgung vom BMI fordert. Verfassungsrechtlich möchte ich dies nicht würdigen. Aber selbst wenn die DB AG nur die präventiven Befugnisse nach § 3 BPolG in der Hilfsbeamteneigenschaft übertragen bekommt, bedeutet dies meiner Meinung nach den Anfang vom Ende der Aufgabe Bahnpolizei für die Bundespolizei. Dies hätte für viele tausend Kollegen enorme Konsequenzen. Gerade in der Fläche würde dann weiter ausgedünnt werden. Meine Fragen in diesem Zusammenhang lauten daher. Sind der GdP derartig Bestrebungen bekannt? Nach einem Gespräch mit dem AL B im BMI gehe ich davon aus. Wie steht sie dazu? Welche Strategie und Zielrichtung verfolgt sie? Gibt es Alternativaufgaben welche vom BMI für die Bundespolizei angedacht sind?

Ein anderer Themenkomplex sollte auch nicht in Vergessenheit geraten. Gibt es derzeitig noch Bestrebungen der GdP die Bekleidungsausstattung zu verbessern? Wir haben jetzt schon eine ganze Weile die “neuen” blauen Uniformen. Außer der Farbe hat sich aber nichts geändert, die Materialien sind gleich geblieben. Andere Länder haben die Umstellung dazu genutzt moderne Materialien einzuführen. Unser hellen blauen Hemden sind beispielsweise sehr schmutz- und schweißempfindlich und wenig bis gar nicht atmungsaktiv. Arbeitet die GdP in diesem Bereich auch noch auf Verbesserungen hin? Falls ja wie ist in diesem Bereich der momentane Sachstand?

Mit kollegialen Grüßen

Stefan Müller

Eintrag von Stefan Müller am 16.September 2008


Hat Herr Verenkotte, der die AG “demograhische Entwicklung” einberufen hat, auch die GdP und den HPR eingeladen?

Eintrag von First am 16.September 2008


Es gibt nur eine Lösung:

P R Ü F U N G S F R E I in den gD !!!!!

Ü B E R L E I T U N G ohne WENN und ABER !!!!

Mein Tip!

Eintrag von Tip! am 16.September 2008


Die einzig wahre Lösung:

Auflösen den Laden !!

Eintrag von -1- Stück PVB am 16.September 2008


BlaBlaBla……
Alles wird gut, nichts wird besser…..

Eintrag von Da Woop am 16.September 2008


Richtig !!!

Warum soll ich mehrere Monate oder Jahre die Schulbank drücken, wenn ich danach weiter als KSB meinen Dienst verrichte???

Viele möchten auch gar nichts anderes machen als ihre bisherige Arbeit. Ich z.B. möchte keine Führungsaufgaben, etc. übernehmen, ich möchte einfach meine Arbeit machen und die Chance bekommen bis zu meiner Pensionierung auch mein mögliches Endamt zu erreichen.

Bei den derzeitigen Beförderungen im mD bin ich mir da aber nicht sicher. Also POM auf ewig???

Gruß vom Frankfurter Flughafen!

Eintrag von POM auf ewig !!! am 17.September 2008


Hoffentlich wurde dem Herrn Verenkotte endlich mal mittgeteilt, wie unzufrieden die Beamten sind und wieviel Angst wegen der Reform in der Belegschaft herrscht.
Ausserdem hat sich die Bürokratie erheblich vergößert und die Wege sind weiter geworden. Die Kosten explodieren an allen Stellen.
Es sind mit Sicherheit auch nicht mehr Polizisten auf der Strasse wie es ja ursprünglich beabsichtigt war.
Hoffentlich hat man dem Verenkotte ganz offen gesagt, dass diese Reform ein Schuß in den Ofen war.

Eintrag von Der Ungläubige am 17.September 2008


Leider muß ich dem “Ungläubigen” zustimmen.Vor lauter “Abordnungen”sind unsere Dienstgruppen mittlerweile so ausgedünnt,das man schon nicht mehr weiss wo man die Beamten noch her nehmen soll.Vierteljährliche AO nach Magdeburg,Erfurt,München,Stuttgart,zum Castor,usw.Ich denke die Unzufriedenheit hat bald den Höhepunkt erreicht.Wenn das so weiter geht,können wir an der A17 bald das Licht aus machen.Oder besser,es geht bald nicht mehr an.Für wen auch! Dabei sollte diese “Reform”doch mehr Effizienz bringen.Stattdessen fahren die Kollegen tausende Kilometer durchs Land,bekommen Reisekosten,Trennungsgeld und die Unterkunft bezahlt.Aber das ist sicherlich auch alles kostenneutral!!!!!Denn mit Kosten sparen,hat das wohl nichts mehr zu tun!Man spart dann wohl lieben an anderen Dingen.(Digitalfunk,usw)Hauptsache man erreicht seine polischen Ziele.Mal sehen wo das noch hinführt.
Mfg A.K.

Eintrag von A.K. am 17.September 2008


Hatte sich HERR Vehrenkotte nicht auch das Thema “Verwaltungsmodernisierung” ganz groß auf die Fahnen geschrieben?
Warum wird dann einem so wichtigen Projekt wie EPOS,(das immerhin von derzeit 2 Mitarbeitern!!! betreut wird), keine Beachtung geschenkt?
Alle Dienststellen der BPOL arbeiten damit (oder sollten zumindest). Jetzt stirbt das Projekt vor sich hin…
Sorry aber ich kann auf die Aussagen des HERRN Vehrenkotte absolut gar nichts geben.

Eintrag von Elpi am 17.September 2008


Ein Prüfungsfreier Aufstieg? Schaffung neuer beruflicher Perspektiven ohne Kompetenzzuwachs? Das kann doch nicht euer Ernst sein.
Selbst wenn einige Kollegen nach dem Aufstieg eine vergleichbare Tätigkeit wie zuvor, besteht dennoch die Möglichkeit, dann die Funktion zu wechseln. Ob nun in eine Führungsgruppe der Inspektion, die Leitungsebene einer Dienstgruppe oder auf Direktions- oder Präsidialebene.
Die Organisation sollte es den Mitarbeitern nicht schuldig bleiben, sie auf kommende Aufgaben vorzubereiten.

Wo gibt es denn bitte Behörden, die ihren Mitarbeitern neue Perspektiven bietet, ohne dass sich die Mitarbeiter weiter qualifizieren müssen? Was ist das denn?
Bei allen Überlegungen darf auch der derzeitige Stand nicht unberücksichtigt bleiben. Natürlich werden viele Absolventen der Ausbildungsgänge gPVD als KSB eingesetzt. Aber eben nicht alle. Und mittelfristig wird sich aufgrund der demographischen Entwicklung die Situation ergeben, dass auch Kollegen, die eine verkürzte Laufbahnausbildung absolviert haben, eine Führungsfunktion wahrnehmen müssen.

Liebe Gewerkschaft, Ihr tut den Mitarbeitern keinen Gefallen, wenn Ihr dafür plädiert, sie unvorbereitet ins Rennen zu schicken. Ach ja, noch ein Hinweis zum bayerischen Modell: Da ist bei A10 Schluss. Und wenn der Mitarbeiter dann eine Führungsfunktion wahrnehmen möchte, um auch monetär voranzukommen, dann muss ein Führungslehrgang absolviert werden. Wenn schon ansprechen, dann alles…

Eintrag von Irrsinn... am 17.September 2008


Lieber Kollege,
in Bayern reicht das Verfahren nicht bis A 10 sondern nach A 11 ( siehe Laufbahnverordnung der Bayerischen Polizei ). Und die Bayerische Polizei ist nicht als leistungsschwache Polizei bekannt.
Herzliche Grüsse
Josef Scheuring

Eintrag von Josef Scheuring am 17.September 2008


Hallo!

Ich lese immer nur von Erfüllung von Prozenten bis 2013 für den Aufstieg zum gD und und der verzweifelten Suche nach PHM! Jetzt vielleicht auch noch den prüfungsfreien Aufstieg ab 40 Jahren?

Und der 50-jährige POM (über 30 Dienstjahre) - vom “inkompetenten” Chef auf der Note 7 “festgenagelt” - wird schon wieder bei Beförderungen zum PHM ignoriert!

Kann sich mal einer um die frustrierten und auf der Strecke gebliebenen “alten” POM kümmern (viele “Umstrukturierungs- und Auflösungsopfer!”), die keine Chance auf Beförderung haben?

Viele dieser Beamten möchten den Aufstieg (VAV) gerne machen, werden aber auf Grund fehlender Voraussetzungen (PHM + 4 Jahre) nicht zugelassen - obwohl sie auf entsprechenden Dientposten sitzen!

Gruß reformer

Eintrag von reformer am 17.September 2008


In der Verwaltung in Baden Württenberg besteht die Möglichkeit ab 47 Jahren bei gleicher Stellenbesetzung also Z Posten oder höherwertige Tätigkeit prüfungsfrei in den g Dienst übernommen zu werden. Das spart Zeit, Geld, Nerven, etc. aber nur unter dem Gesichtspunkt das der Betreffende auf die gleiche Stelle kommt.

Eintrag von Klartext am 17.September 2008


Hallo liebe Gdp, lieber Kollege Scheuring,

mit Freude lese ich, dass die GdP und der HPR sich energisch für unsere berufliche Besserstellung sowie Perspektiven einsetzt! Ich habe den Eindruck, dass wirklich alle hier eingestellten Artikel eingehend gelesen, ausgewertet und mit in Überlegungen und Gespräche mit den politischen Verantwortungen involviert werden. Und genau so stelle ich mir das vor. Der Basis wird so Gehör gezollt!

Es muss jedoch noch einiges gemacht werden. Ich bin froh, dass sich die GdP und der HPR für uns einsetzen.

Was ich immer wieder vermisse ist die fehlende Nähe zur Basis der Bundespolizei, dem mittleren Dienst! Wir wollen in grundlegende Entscheidungsprozesse miteinbezogen werden.

Wie kann es denn sein, dass ca. 70 % der Bundespolizei im mittleren Dienst, also die Mehrheit, noch nicht einmal Mitspracherecht bei den neuen blauen Uniformen haben, die täglich getragen werden! Hätte das BMI neue, optisch der heutigen Zeit ansprechende Uniformen, sowie neue Materialen verwendet, hätte sich der Polizist darüber gefreut und die fehlende Mitsprache toleriert. Fakt ist jedoch, dass die neue Uniform eher peinlich ist. Die Hemdenqualität entspricht nicht der Norm. Sie fusseln, muffeln und verlieren bereits am 1. Tag Knöpfe. Es existiert noch nicht einmal eine ordentliche atmungsaktive und vor allem optisch gut aussehende Aussenjacke (ausser dem Anorak). Der Blouson ist nicht wasserdicht und von der Bundeswehr!

Positiv finde ich, dass die GdP sich für neue Trageversuche eingesetzt hat! Jedem Kollegen gefallen die beiden neuen Jacken! Aber warum dauert ein Trageversuch 1 Jahr und eine Einführung ein weiteres Jahr? Sind wir bei der NASA? Es kann doch nicht sein, dass unser Staat so wenig für seine Polizisten, welche täglich den Staat präsentieren und sich für geltende Gesetze einsetzen, ausgibt. Ich würde mich immer wieder für den Beruf des PVB in der Bundespolizei entscheiden. Allerdings frage ich mich schon, warum bei Länderpolizeien aktive Befragungen, Mitwirkungsprozesse und letztendliche Entscheidung durch die Basis erfolgten! Bei uns entscheiden Leute, die selbst nie den neue blaue Uniform tragen und das kann nicht sein!

Und diese Dinge setzen sich bei weiteren Dingen fort: Funkgeräte, Holster, Schlagstock neu.

Es werden neue Ausrüstungsgegenstände wie der neue Schlagstock eingeführt, jedoch ist gerade mal genug Geld da um 40 von 300 PVB auszustatten. Ich schüttele nur mit dem Kopf.

Wie der Vorsitzende der Gdp in der GdP Zeitschrift August schreibt, fragt man sich ernsthaft ob es noch eine Fürsorge gibt, wenn man im Notfall angeschossen wird und noch nicht einmal Verstärkung rufen kann, weil das Funkgerät 25 Jahre alt ist und nicht funktioniert.

In keinem europäischen Land und ich kenne einige ausländische Polizisten, ist der einzelne PVB so schlecht ausgerüstet, wie bei uns. Leider. Und das enttäuscht mich und viele andere!

Bitte liebe GdP setzt euch für eine moderne Uniform und neue Ausrüstung ( Pistole, Holster, Schlagstock, Funkgeräte)ein.

Des Weiteren sehe ich die bayrische Polizei mit ihrem Beförderungssystem als absolut führend an. Seltsamerweise ist sie auch bei Ausrüstung und Zufriedenheit führend. Es existiert weiterhin ein Personalverwendungskonzept, was ich bei uns seit 20 Jahren vermisse. Ich finde es jedoch gut, dass sich die Gdp nun dafür einsetzt, dass neu gewonnenes Personal, auch in den Ballungsräumen einsetzt wird. Das ist der richtige Weg! Es fördert berufliche Zufriedenheit und dies ist das Rezept.

Prüfungsfreier Aufstieg mit Beibehaltung der Funktion finde ich absolut super. Aus dem Kienbaum Gutachten geht hervor, dass die Arbeit eines jeden PVB so komplex ist, dass jeder minimal in A9 eingestuft wird. Führungsfunktionen sollten nur PVB mit Ausbildung gD vorenthalten bleiben. Ich persönlich hätte damit kein Problem als A10 in 10 Jahren noch Streife zu laufen. Ich bin Polizist und meine Arbeit ist auf der Strasse beim Bürger. Beurteilungen dürfen gern andere schreiben, die dies in Ihrer Aubildung erlernt haben und sich auch besser damit auskennen! Dies soll nicht ironisch klingen. Wir sollten gegenüber allen Kollegen Respekt haben.

Innerhalb der Bundespolizei muss ein Umdenkprozess entstehen. Neid, Missgunst sind Fehl am Platz. Wir müsen zusammenarbeiten und zusammenhalten. Wir sind in einem Boot. Die Personaldecke schwindet und gerade da hat das oberste Priorität. Und genau deswegen dürfen Beamte des gD nicht denken, dass ein prüfungsfreier Aufstieg die Stellung der Beamten mit Ausbildung gD beeinträchtigen würde. Wie gesagt Führungsfunktionen sollten nur Beamten mit vollständiger Ausbildung zugewiesen werden. Wir müssen Bundespolizei-umfassend denken und nicht nur immer an uns selbst denken! Wir müssen die Ansicht teilen, dass jeder Beamte die gleichen Chance hat und bekommt, wie man selbst auch!

Abschließend noch etwas zum Thema AFZ und Arbeitsgruppe.

Die AFZ werden immer mehr durch Beamte des Streifendienstes unterstützt und die Basis dadurch ausgedünnt. Dies darf nicht sein. Die Aufstiegverfahrens sind zu lange und binden unnötig Beamte (ausser bei Neueinsteigern!).

Zur Arbeitsgruppe des BMI. Ich freue mich, dass das Problem erkannt wurde. Nur frage ich mich ernsthaft und erneut, warum keine Beamte der Basis sowie Angehörige des HPR in diese Gruppe involviert sind?

Hätten bei der Reform der Bundespolizei Beamte der Basis Mitspracherechte gehabt, wäre sicherlich eine teilweise modernere und der Praxis dienlichere Entscheidung ans Tageslicht gekommen. Leider haben wir derzeit nur Chaos und die Schwerpunktdienststellen wie der Flughafen Frankfurt werden nicht so verstärkt, wie es eigentlich sein sollte.

Ich hoffe die GdP setzt sich weiterhin für die angesprochenen Problemfelder ein! Ich persönlich bin froh, dass sich jemand für meine und unsere! Interessen gegenüber anderen einsetzt. Danke dafür!

Eintrag von Andre Steiger am 17.September 2008


Der prüfungsfrei Aufstieg sollte nicht nur bis A11 gehen. Die Bundespolizei - im Vergleich zu den Ländern - sollte die ihren Mitarbeitern die Möglichkeit einräumen, prüfungsfrei bis A 12 zu kommen.

Ich finde, dass wir im Rahmen der Wettbewerbsfähigkeit eine solche Option unbedingt eröffnen sollten.

@ An die Adresse des Kollegen “Irrsinn”:

die meinsten Ländern haben den prüfungsfreien Aufstieg bis A11. Wir sind es, die mit weitem Abstand hinterher hinken. Dass geht ausschließlich zu Lasten des mD, da hier die Beförderungsmöglicheiten quasi erschöpft sind. Als Konsequenz - weil zu wenig Kollegen in den gD kommen - können im gD auch weniger in die Spitzenpositionen vordringen.
Also lieber Kollege “Irrsinn”. Bitte das Ende bedenken!!! Wir brauchen den prüfungsfreien Aufstieg - DRINGENDER denn je - und wir brauchen diesen Aufstieg bis in die A12!!!

Gruß

Eintrag von First am 17.September 2008


Die Aktivitäten von Jupp und der GdP sind garnicht hoch genung einzuschätzen. Jeder der hier motzt, soll erst mal selber aktiv werden. Von Motzen und Jammern hat sich noch nie etwas gebessert!

Weiter so Jupp!

Eintrag von stammi25 am 17.September 2008


@ reformer

Lieber reformer,

dich kann ich nicht verstehen.

Du kannst doch den Aufsteig machen!

Bewerbe dich für den zwei jährigen Aufstieg !!!

Wenn du so gut bis, wie du schreibst und du nur von deinem “inkompetenten Chef” mit einer 7 beurteilt bist, dann beweise es doch allen, dass du besser bist! Aber vorallem: Beweise es dir selbst. Bewirb dich und warte nicht, dass du dein Glück hinterher getragen bekommst. Ein bisschen kannst du auch selbst etwas für dich tunt. Das, so glaube ich, kann man doch erwarten - oder?

Das war mein TIP!

Eintrag von TIP am 18.September 2008


Zu TIP:

Deine Argumentation setzt ein immer objektives Beurteilungssystem vorraus. Nur leider bestimmen sicher 80% Subjektivität ( Nasenfaktor ) und irrsinige Quotierungen die Beurteilungen…!

Also die vielleicht gutgemeinten TIP´S für sich behalten…

Eintrag von Goethe am 18.September 2008


Es ist bitter, wie der gD an den mD verscherbelt wird!

Ach übrigens, Herr Scheuring. Setzt ihr euch denn auch so massiv für den prüfungsfreien Aufstieg vom gD in den hD ab 40, 45 usw. ein?
Natürlich in der entsprechend hohen Anzahl.
Ist es nun tatsächlich so, dass der qualifizierte Aufstieg in den gD unvereinbar ist mit Beruf und Familie?

Also Zeit absitzen und aufsteigen. Es haben ja schließlich “Alle” verdient aufzusteigen.
Das ist echt der Wahnsinn!

Eintrag von Rainer am 18.September 2008


Ich bin nach wie vor gegen einen prüfungsfreien Aufstieg.
Wozu auch? Im Endeffekt geht es doch darum, den Kolleginnen und Kollegen ein höheres Gehalt zu Gute kommen zu lassen. Dan erhöht doch die Grundgehälter entsprechend!
Weiterhin halte ich die Funktionsbindung bei dem Aufstiegswirrwarr insgesamt für den verkehrten Ansatz. Ich persönlich gehe davon aus, dass die wenigsten Kollegen KSB bis zum erreichen des Pensionsalters bleiben wollen. Vor diesem Hintergrund muss berücksichtigt werden, dass andere Funktionen auch eine andere Qualifikation erfordern.

Aus meiner Sicht besteht Bedarf an einem Aufstiegsverfahren, das den aktuellen Erfordernissen Rechnung trägt. Das heisst, dass beispielsweise die Ausbildungspläne angepasst werden könnten. Die Laufbahnausibldung für Aufsteiger dauert zu lang, das kostet uns Personal und Finanzen. Aber Prüfungsfrei? Bis A12? Ich tendiere eher dazu, die Regelaufstiege (3 und 2 Jahre) durch geeignete Maßnahmen attraktiver zu gestalten, als auf Teufel komm raus bis 2013 die geforderten 40 % Personal im gPVD einsetzen zu können. Nachhaltigkeit macht mehr Sinn, als mit Schnellschüssen aus der Hüfte am Ziel vorbei zu schießen.

Die Gretchenfrage ist doch im Endeffekt: Was wollen wir, was kommt der Behörde zu Gute? Mitarbeiter, die gut qualifiziert in die neue Aufgabe gehen, um gute Arbeit leisten zu können? Oder wollen wir einfach Schulterstücke ausgeben, um dann festzustellen, dass es nicht besser läuft als vorher? Darüber sollte sich auch mal die Gewerkschaft Gedanken machen.

Nochmal zum Kienbaum-Gutachten: Nachdem der Auftraggeber dieses Gutachtens eine Gewerkschaft gewesen ist, stelle ich die Neutralität erstmal grundsätzlich in Frage. Weiterhin werfe ich die Frage auf, ob eine zweigeteilte Laufbahn, und darauf steuern die Gewerkschaften hin, wirklich zum Wohle der Mitarbeiter ist. Dann gibt es keinen “Obermeisterbauch” mehr, nein, dieses Problem ist dann gelöst. Stattdessen haben wir einen Kommissars- und Oberkommisssarsbauch. Halleluja! Das nenne ich eine Lösung!

Noch eine Anmerkung zu First: Du schreibst, die Chancengleichheit muss gegeben sein. Das ist sie doch auch! Jeder kann sich auf ein EAV bewerben. Jeder kann sich vorbereiten. Jeder kann, bei entsprechenden Leistungen, an einem Auftstiegsverfahren teilnehmen. Vor diesem Hintergrund erschließt sich mir nicht, wo es an Chancengleichheit mangelt.
Wenn die Chancengleichheit so aussieht, dass jeder, Unabhängig von Eignung oder Leistung in den gPVD aufsteigen können soll, dann können wir uns gleich die gesamte Ausbildung gPVD sparen. Dann rekrutieren wir unser Personal ausschließlich aus den eigenen Reihen, verteilen die Schulterstücke (natürlich prüfungsfrei) und sehen dann, was passiert.

Eintrag von Irrsinn... am 18.September 2008


Wenn ich so die letzten (meine) 30 Dienstjahre betrachte, dann stelle ich folgendes fest:
1. Die Stimmung und die dienstlichen Abläufe waren noch
nie so schlecht!
2. Was mich am meisten beschäftigt:
In den späten 70ern und frühen 80ern hat man auf
die Führung geschimpft ohne Ende -”Kommisköpfe”-
Aber die Mißachtung der Lebensleistung und der “WERT”
des einzelnen waren noch nie so schlecht.

Es fühlt sich so an wie ein “Kastensystem”

Je höher die Laufbahn, desto mehr oder ein besserer
Mensch bist du!

Das aller bedenklichste ist jedoch, dass das scheinbar niemanden juckt!

Ich kann dem Andre Steiger in seiner Meinung nur recht zustimmen!

Heinz

Eintrag von seba.heinz am 18.September 2008


Es geht nicht um ein Kastensystem. Die Aufstiegsmöglichkeiten schaffen die Perspektive, dass jeder mit entsprechender Leistung, Eignung und Befähigung aufsteigen kann. Kasten wären von vorneherein in sich geschlossene Gebilde, von dem her ist der Begriff nicht zutreffend.
Aufstiegsverfahren sollte nur durchlaufen, wer entsprechende Leistungen an den Tag legt. Oder andersrum: Wozu Leistung zeigen, wenn ich die Perspektive nachgeschmissen bekomme? Wozu drei Jahre oder zwei Jahre lernen, wenn ich nur abwarten muss, und es dann eh werde? Wozu Fortbildungen besuchen, wenn ich ohnehin jede Funktion in der Bundespolizei wahrnehmen kann, und das ausschließlich aufgrund des Lebensalters?

Nichts gegen vereinfachte Aufstiegsverfahren (von denen es ohnehin schon zu viele gibt), aber prüfungsfrei?
Dann doch bitte auch prüfungsfrei in den hPVD am besten bis A15. Soll sich ja auch rentieren, der Sprung!

Womit möchte man denn bitte schön rechtfertigen, dass jemand bei gleicher Verantwortung, gleicher Tätigkeit und gleichen Rahmenbedingungen mehr Geld kriegt? Und wie ist das vor jungen Kollegen zu vertreten, die den gleichen Job als PM machen, wohingegen der lebensältere Kollege mit A10 besoldet ist? Entschuldigung, A12 natürlich. Das kann doch nicht Euer ernst sein.

Heinz, wie stellst Du Dir denn die Achtung der Lebensleistung vor?

Eintrag von Irrsinn... am 18.September 2008


Hallo,

das hört sich alles wiedermal recht schön an. Es wird alles schön geredet, nur um das Fußvolk bei Laune zu halten und nach obenhin nicht auffallen, den man vwill ja doch die Leiter hochsteigen.

Was spricht gegen einen prüfungsfreien Aufstieg? Doch wohl nur die Angst des jetzigen (geprüften) ghD. Es sind durchaus Kollegen im mD, welche eine Gruppe besser führen können als ein Kollege aus dem ghD. Viele haben von Menschenführung noch nichts gehört oder wollen/dürfen davon nichts wissen, siehe Flughafen Farnkfurt. Dort wird die demokratische Diktaur gelebt, Mitreden: ja - aber bestimmen tue ich - der Präsident, deswegen ja Präsident.

Viele Kollegen aus dem ghD grüßen ja noch nicht mal den mD.

Wo ist das eingeführte und hoch gelobt “Leitbild” geblieben.

Einen Blick über den Tellerrand hinaus zu den Länderpolizei wäre hier mal sehr hilfreich und nützlich. Dort gibt es Bereich da wird man nach erhalt des “Z” in den ghD überführt. Dort gibt es in der überwiegenden Mehrheit ein gutes zusammen arbeiten zwischen “geprüften” und “ungeprüften” Polizeibeamten.

Gruß

Eintrag von EPOM am 18.September 2008


Was ich hier lese erschreckt mich zu tiefst. Ich habe mich bis zum PHM hochgearbeitet und habe mich prsönlich im mD respektiert gefühlt. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich dann den dreijährigen Aufstieg gemacht und mein Bild vom mD hat sich in der Zeit nicht geändert. Wir jammern alle auf sehr hohen Niveau und ich kann es nicht mehr hören. Natürlich würde es mir nicht gefallen, dass ein prüfungsfreier Aufstieg eingeführt wird, wofür habe ich und viele andere diese langjährige Aufstiegstour auf sich genommen. Ich möchte mich nicht von den anderen Kollegen abheben, sondern doch nur den nötigen Respekt erhalten, dass ich mich drei lange Jahre zusammengerissen habe und viele private Interessen hinter meinen beruflichen Zielen gestellt habe.
Ich kenne viele Kollegen mit denen ich zuvor im mD gearbeitet habe und die Masse zollt mir den Respekt diese Zeit auf mich genommen zu haben und ich merke das die sogenannten mit Hand auflegen zum PK und mehr ernannten Kollegen diesen Respekt nicht genießen, nicht durch den mD und auch nicht durch den gD, erst recht nicht aus Reihen des hD.
Also liebe Kollegen von der GdP, kommt bitte davon ab einen prüfungsfreien Aufstieg einführen zu wollen. Denn hier geht es doch nur ums Geld und nicht um die silberfarbenen Sterne. Kümmert Euch lieber um eine Erhöhung der Zuschläge im Bereich des DUZ und dann denke ich sind auch die Kollegen im mD, die ja nunmahl die Masse im Schichtdienst, als KSB unterwegs sind und die polizeilichen Statistiken unserer BPOL erarbeiten schon zufrieden. Jeder will nur den ehrlichen und offenen Respekt und die Würdigung seiner Tätigkeit, egal in welcher Laufbahn.

Eintrag von Resepekt am 18.September 2008


Natürlich soll es Respekt und nicht Resepekt heißen, war schon sehr spät, sorry.

Eintrag von Respekt am 18.September 2008


Also hier ist eine elende Neiddebatte in Gange. Der unverstandene mD, der aufsteigen will. Und der gD´ler, der zwei,drei Jahre “gebüffelt” hat und nun Angst hat, dass seine Leistung schlecht gemacht wird. Also ich versah meinen Dienst jahrelang in einer EHu des BGS und bin mittlerweile Grf in einer Berliner EHu. Und hier führt der mD auf Gruppen und Mannschaftsebene den gD und umgekehrt. Es kommt darauf an, wer länger im Geschäft ist und wer nach Ansicht der Vorgesetzten ( Zf oder EHuf ) besser dazu in der Lage ist. Und auch hier wird über kurz oder lang der prüfungsfreie Aufstieg ( bis A 10 oder 11 ) kommen. Was nur fair ist. Die “Echten” gD´ler werden dann halt Zugführer oder DGL.

Eintrag von Goethe am 19.September 2008


Der Ein oder der Andere wird sich noch erinnern als der einfache Dienst abgeschafft wurde.
Was gab es für Fragen:

Wer soll die Arbeit machen?

Jetzt wird nichts mehr laufen?

Warum setzen die sich nicht für uns ein …

etc…

Als es dann soweit war, waren alle begeistert. Heute will niemand mehr den einfachen Dienst zurück!

Es gibt nur eine einzige Möglichkeit:

So schnell wie möglich viele (prüfungsfrei) in den gD zu birngen.

… und wenn möglich mit voller Laufbahnbefähigung (zumindest bis A 12)

@ goethe
dein Kommentar passt nicht zu meinem Artikel. Insoweit ist deine Meinung nicht zu verstehen.

VG von Tip!

Eintrag von Tip! am 19.September 2008


Guten Morgen!

Ich kann mich den Ausführungen des Kollegen Irrsinn nur anschliessen und habe dem nichts mehr hinzu zu fügen.

Vielleicht sollte man einmal ernsthaft darüber nachdenken, das vorhandene Beamtenlaufbahnrecht in die Tonne zu kloppen und die sogenannten Laufbahnen abzuschaffen.

Dafür könnte es so sein, dass es keine Laufbahnen mehr gibt, sondern nur nach Funktion bezahlt wird.

Z.B.: KSB, Wachleiter, DGL usw. Somit auch keine Bandbreite mehr von Bewertungen.

Das bedeutet, dass z.B. alle PVB eine allgemeine Ausbildung durchlaufen und danach alle ganz normalen Dienst als PVB verrichten. Nach einer sogenannten “Reifezeit” können sich interessierte und geeignete PVB/innen auf andere Dienstposten bewerben, z.B. SB oder Führungskraft, für die sich die Bewerber dann im Rahmen von Lehrgängen nach einer Probezeit qualifizieren müssen.

Das sind mal so im Groben meine Gedanken dazu, wobei mir auch sehr wohl bewusst ist, dass das auch nicht das Gelbe vom Ei ist.

Aber es hat einen nicht von der Hand zu weisenden Vorteil:

Alle kriegen das gleiche Geld für gleiche Arbeit!

Schönes Wochenende

Eintrag von Günter Rohde am 19.September 2008


Schade das ganze hier :( . Da sehen Kollegen des gD ihre Felle davonschwimmen, weil ein prüfungsfreier Aufstieg gefordert wird, um den Kollegen des mD eine angemessene Bezahlung zu ermöglichen. Warum unterscheidet man in den Laufbahnmodellen etc. nicht endlich Führungspositionen und keine Führungsposition? Als gKSB brauche ich keinerlei Führungsausbildung und will ich mal GL oder höher in entsprechende Funktionen aufsteigen, dann eben noch mal über entsprechende Führungslehrgänge. Bleib ich auf meiner “Ebene” und will auf andere Dienstposten ohne Führungsposition wechseln, dann ist ein solcher LG nicht notwendig.

So langsam muss man doch mal von den eingebrannten Gedanken wegkommen…. gD ist nur zum Führen da, ansonsten hat dann ja bald fast jeder mD einen gD an seiner Seite der ihn dann persönlich führt (bei 40%-Ziel gD).

Grundbezüge erhöhen…. nette Idee, aber leider ist die Besoldung für alle Beamten und nicht nur für die Polizei, also total am Ziel vorbeigeschossen.

Zum Thema Reform: Es ist absolut demotivierend was da im Moment abläuft. Wir haben einen Stillstand seit dem 01.03., wo man vielleicht mal meint, das was voran geht, aber nicht wirklich was passiert. Die Arbeit wird komischerweise immer mehr, aber man weiß, dass die Stelle nicht mehr existiert, also wozu noch einen Handschlag machen? Hier auf der Seite der GDP ist man genauso sprachlos, wie in der hohen Führung, das sieht man auf der Seite mit den Fragen und Antworten. Warum wird so etwas angeboten, wenn es keine Antworten gibt? Das trägt zu o.a. Motivation auch nicht bei, sondern zieht sie noch mehr in den Abgrund.

Thema Uniform: Sorry, aber wer glaubt, dass sich in dieser Hinsicht noch groß was ändert, der wird auch bitter enttäuscht werden. Die Chance hat man mit Einführung der alten Uniform in neuer Farbgebung vertan. Alles andere kostet viel zu viel Geld, ergo wird bestimmt keine neue Uniform in den nächsten 20-30 Jahren bei uns mehr eingeführt, max. werden Bekleidungsteile leicht angepasst, so wie in den früheren Jahren auch schon.

Eintrag von Zum Löschen verdammt am 19.September 2008


zu TIP:

Anscheinend habe ich den Sarkasmus in Deinem o.g. Kommentar nicht verstanden.

Falls es nicht so ist, dann bin ich trotzdem der Meinung, dass auch fähigen, motivierten Beamten der Aufstieg verwehrt wird. Und nicht jeder in den gD aufsteigen kann. Weil z.B. er aus den o.g. Gründen nicht die entsprechende Note bekommt.

Eintrag von Goethe am 19.September 2008


Begründung:

Warum soll man prüfungsfrei in den gD kommen?

Ganz einfach:

Unsere Kollegen des md leisten ein ganz hervorragenden Dienst, der völlig unterbezahlt ist !!!

Sie leisten einen Dienst, der ab !!! A9 aufwärts bewertet ist.

Aslo sollen sie auch ab A9 besoldet werden.

Da der mD (überwiegend) dieses Tätigkeiten bereits heute versieht sollen sie auch prüngsfrei in den gD gelangen dürfen, damit sie dass verdienen, was ihnen auch zusteht.

Ohne Wenn und ohne Aber!

Deshalb Prüngsfrei in den gD

Mein Tip!

In einer ersten Marche alle A9 mZ`ler überleiten!

Eintrag von Tip am 19.September 2008


Zu “Zum Löschen verdammt”.
Es geht nicht um Führung. Entweder man kann mit Menschen umgehen und hat eine gewisse Führungsneigung und -Eignung, oder man hat diese nicht. Wenn nicht, dann kann man das auch nur sehr schwer erlernen. Und wenn diese beiden Aspekte nicht vorhanden sind, führt man im Regelfall mit Amtsautorität. Das ist aber nicht sonderlich prickelnd.

Es geht mir ganz einfach darum, dass man den Gehaltszuwachs nur durch Fortbildungen, Kompetenzzuwächse und entsprechende Leistungsbereitschaft erhalten sollte. Wozu soll man als Aufsteiger mD drei Jahre die Schulbank drücken, private Entbehrungen in Kauf nehmen, das Risiko eingehen, einen Dienstposten zu erhalten, der nicht heimatnah gelegen ist, wenn ich als Alternative nur abwarten muss, um “Silber” zu kriegen? Das ist doch absolut unfair.

Zur Besoldung: Wollte nicht die GdP eine Initiative starten, eine eigene Polizeibesoldung anzustoßen? Dann könnte man das doch entsprechend ausgestalten.

Zu Tip:
Das alle (!) Kollegen so hervorragende (!) Arbeit verrichten, kann ich nicht wirklich glauben. Hinterfrage Dich selbst und Du wirst feststellen, dass es Kollegen gibt, die bessere Arbeit als man selbst abliefern, und solche, die nicht dieses Leistungsniveau besitzen. Das zieht sich durch alle Berufe, Laufbahnen, Einheiten usw. Das alle (!) hervorragende (!) Leistungen erbringen, ist insoweit ausgeschlossen.

Noch ein Hinweis: Wenn jeder das kriegen würde, was er verdient, dann sähe die Welt ein bisschen besser aus! Manch einer würde endlich die Anerkennung erfahren, die ihm zusteht, manch anderer müsste dann noch Geld zur Arbeit mitbringen. Verallgemeinerungen helfen keinem weiter!

Lieber EPOM,

Es geht hier nicht um Ängste des geprüften gPVD. Es geht einzig um die Frage, welche Variante für die Behörde besser wäre. Die Sache mit der Menschenführung trage ich in Teilen mit, aber die Kiste mit der demokratische Diktatur ist … .
Entscheidungen zu fällen heißt, sich beraten zu lassen und nach Prüfung aller Argumente festzulegen, wie nun weiter verfahren werden soll. Das ist der Idealfall.
Leider, und das liegt in der Natur der Sache, hat jede Entscheidung auch negative Seiten. Das man sich als „Entscheider“ nicht bei jedem beliebt macht, ist doch auch klar. Und es kann nicht immer nach persönlichen Vorlieben oder der Freizeitgestaltung gehen. Die Behörde hat ebenso Interessen, und die überwiegen nun mal. Aber das ist bei jedem Arbeitgeber so.

Es geht auch nicht um das Miteinander. Wenn jemand gute Arbeit leistet, ist mir relativ egal, ob er drei Jahre zwei Jahre, oder eine Woche gemacht hat. Es geht einfach darum, dass ich mir ernsthaft die Frage stelle: Wieso?

Kienbaumgutachten hier, die besten Mitarbeiter der Welt dort, am Besten A15 für alle. Schön zu sehen, dass die Anspruchshaltung stets im Rahmen der Realität bleibt. Schön zu sehen, dass sachlich argumentiert wird. Und schön zu sehen, dass jeder seine Leistung objektiv einschätzt.

Eintrag von Irrsinn... am 19.September 2008


Ich habe ja ernsthaft verständnis für o.a. Begehren. Das Leben ist nun mal sehr teuer geworden. Und die Verteuerung wird so schnell nicht enden. Jeder kann sicherlich eine starke Verbesserung seiner Dienstbezüge brauchen. Die Frage ist doch, welchen Weg man dazu einschlägt?
Natürlich sagt niemand nein, wenn er denn prüfungsfrei in die nächst höhere Laufbahn aufsteigen kann.
Wenn hier so viel von Gerechtigkeit die Rede ist. Und wenn sich hier so sehr auf die gewachsenen Anforderungen im mD berufen wird, so sind diese doch auch für den gD gestiegen.
Wenn der mD und die GDP der Meinung sind, dass der mD ohne Qualifikationen gehoben werden müsste, und zwar alle - die Guten wie auch die ganz Schlechten, so muss das zwangsläufig auch für den gD gelten. Bedingsloser Aufstieg ohne Qualifikation in den hD.
Sicherlich könnte man auch der Meinung sein, dass die Führungspositionen HuFhr/IL bis hinunter zum GL sich schon lange hätten im hD befinden müssen.
Denn dass sind im Grunde genommen diejenigen, welche den Begriff des PF noch wahrnehmen und Bezug zur Basis haben.
Zum Thema Fainess:
Es kann doch nicht sein, dass Kollegen/Kolleginnen jahrelang guten bis hervorragenden Dienst im gD leisten und in ihrer Laufbahn stecken bleiben und andere ohne die entsprechende Qualifikation aus dem mD dann im gD angekommen, dann vorbeimaschieren! Denn so wie es hier zum Teil dargestellt wird, wird im gD auch nicht mehr befördert. Und es wird sicher nicht besser, wenn erst einmal alle im gD sind. Sicherlich ist es derzeit “noch” besser als im mD.
Und diejenigen, welche hier jetzt schon einen Frust vor sich herschieben oder lustlos - und auch nie wirklich Lust hatten - ihren Dienst versehen, werden dies mit Wahrscheinlichkeit auch im gD tun.
Im übrigen werden die Ansprüche nach noch mehr nie aufhören!
Das Anspruchsdenken ist unersättlich groß im mD. Weit größer als dass was die Kollegen/Innen zu leisten im Stande sind. Womit ich gute bis herausgende Leistungen einiger im mD damit nicht herabstufen möchte. Es gibt wirklich sehr gute Beamte im mD. Nur nicht in der Masse, wie hier in den Foren “Fern der Realität” dargestellt wird. Naja, Jeder verkauft sich so gut er denn kann!

Ist das gerecht?
Der Aufstieg sollte tatsächlich nur für Beamte sein, welche sich entsprechend Qualifizieren, belastbar sind und auch tatsächlich aus eigener Kraft ihre Dienste dem Dienstherrn im gD zur Verfügung stellen wollen. Und das kann nun wirklich nicht Aufstieg durch Zeit absitzen sein. Absitzen ist keine Leistung!
Und damit meine ich nicht zur rechten Zeit am rechten Ort. Oder wer zuerst die Hand hebt hat den Zuschlag!

Und wenn!, dann Gerechtigkeitsaufstieg in die nächst höhere Laufbahn für “Alle” Beamten.
Schließlich leisten wir ja “Alle” einen herrausragenden Dienst in der BPOL.
Also liebe Gewerkschaften, wie sieht es mit den Püfungsfreien Aufstieg in den hD aus?

Übrigens was ist mit den Forderungen nach höherem DUZ, Schichtzulage, Ruhegehaltsfähigkeit und dergleichen???

Läuft da nichts mehr?
Muss sich wieder alles dem Aufstieg unterordnen???

Ich weis, dass meine Einträge sehr Kritisch und nicht unbedingt zur Freude der GDP sind, trotzdem wäre ich über eine Antwort seitens der GDP, Herr Scheuring, sehr erfreut.
Danke!

Gruß
Rainer

Eintrag von Rainer am 19.September 2008


Hallo Rainer,
die Antwort kommt.
Spätestens am Sonntag vormittag. Jetzt habe ich leider keine Zeit.
Halte Deine Beiträge, wie viele andere auch für wertvoll und wichtig für unsere eigenen Einschätzungen.
Herzliche Grüsse
Josef Scheuring

Eintrag von Josef Scheuring am 19.September 2008


@ Rainer
Das Anspruchsdenken ist unersättlich groß im mD. Weit größer als dass was die Kollegen/Innen zu leisten im Stande sind. Womit ich gute bis herausgende Leistungen einiger im mD damit nicht herabstufen möchte. Es gibt wirklich sehr gute Beamte im mD. Nur nicht in der Masse, wie hier in den Foren “Fern der Realität” dargestellt wird. Naja, Jeder verkauft sich so gut er denn kann!

Ist das von Dir ernst gemeint???

Der Dienst wird an der Basis gemacht! Quasi auf der Straße!!! Da wird der Pol.Beamte voll gefordert. Und nicht im warmen Kämmerlein und befaßt sich zu 90 % mit Dienstplänen und 08/15 Beurteilungen…

Ich glaub ich hab alles richtig gemacht als ich die BPol in Richtung Land verließ. Dieses Offiziersgehabe treibt mir die Galle hoch…

Eintrag von Goethe am 19.September 2008


Kernproblem ist doch nicht ein “gehobener” Polizeibeamter zu sein, sondern tragfähige Alternativen aufzuzeigen die unsägliche gesetzliche Stellenplanobergrenze von 50 % “auszuhebeln”.
Deshalb: Selbstverständlich ein prüfungsfreier Aufstieg- aber ohne Führungsfunktion!

In ähnlicher Weise im November 2007 kurz angerissen:

http://www.gdp-bundespolizei.de/?p=266#comments

Gruß

Kowalsky

Eintrag von kowalsky am 19.September 2008


Hallo Josef,
danke dir für deine schnelle Antwort.

Gruß
Rainer

Eintrag von Irrsinn… am 19.September 2008
Das ist auch ganz deutlich meine Meinung!

Sollte der prüfungsfreie Aufstieg dennoch kommen, so hoffe ich sehr, dass dies in hoher Anzahl auch für den gD prüfungsfrei erfolgt.

Schlußfolgernd müsste dann auch eine Umstellung der Ausbildung für die zweiteilige Laufbahn erfolgen.
- mD gibt es nicht mehr, dann zukünftig
- 3 Jahre Lübeck für alle
- Vorraussetzung zum Studium für den hD Notendurchschnitt der 3 Jahre Lübeck höchstens die Note bis 3,0, darüber nicht
- zusätzliches Studium: Trimester im Bereich (BWL/VWL/Informatik/Physik/Geschichte usw. ähnlich bei der BW) zum Aufstieg in hD bis PD
- ab PD entscheiden nicht das Parteibuch sondern Eignung; Leistung, Befähigung + Notendurchschnitt o.a. Studiums bis 2,0, darüber nicht

Die Einstellung in den gD sollte mind. ab A11 o. A12 erfolgen. Ich bin der Meinung, dass die Polizei vom Aufgabenumfang und Stress/Belastbarkeit dem des Lehrerberufes in nichts nachstehen.
Vorraussetzung für die Einstellung in die Zweigeteilte Laufbahn der Polizei sollte Abitur, FHReife und eine abgeschlossene Berufsausbildung sein.
Dies hätte zur Folge, dass die Einstellung in der Masse erst mit 22 Jahren erfolgen würde. Die Beamten wären mit ca. 26/27 Jahren mit der Polizeiausbildung fertig.

Das wären meine Vorstellungen. Ich denke nicht, dass diese überzogen sind. Aber es gibt sicher noch viele Gründe für und gegen o.a. Vorstellungen.

Eintrag von Rainer am 19.September 2008


Meine Augen tränen- soll jede Flasch aus den mD in den gD und in den hD?
Bleibt mal bei den Grundsätzen- “Eignung, Leistung und Befähigung”.
Denkt mal nach, die VB und der TVöd-Bereich haben auch solche Ideen. Augen zu und durch, ich bin ein TVöD-Mensch Bundespolizei in eim Flughafen. Viele mD-Beamte haben nicht mal den Mut zum Luftholen, einige taugen nichtmal zum Sockenzählen.
Macht mal alle zum gD- die Beschäftigten und die VB´s werden das schon regeln.

Eintrag von Flughafenvogel am 20.September 2008


Ich finde es lustig, wie sich in dieser Zeit alle über prüfungsfreien Aufstieg und A12 für alle unterhalten. Ich finde es wichtig, dass die Leute, die über alles entscheiden mindestens B - Besoldung erhalten.
Von mir aus kann jeder Mitarbeiter mD in den gD auch gleich bis A12. Und dann kann er seinen Kollegen verkaufen, dass sie die nächsten drei Monate 800 km weit weg Dienst verrichten müssen. Er kann dann auch festlegen, wann welcher Vater und welche Mutter wann wohin müssen und das Ganze schön in Bonbonpapier einwickeln und als Geschenk präsentieren. Das ist die Aufgabe des gD. Viel Spaß dabei.

Eintrag von Kompasskalle am 20.September 2008


Eintrag von Goethe am 19.September 2008

Ja.
Gruß
Rainer

Eintrag von Rainer am 20.September 2008


Hallo Jupp,

wenn du die Fragen vom Rainer beantwortet, dann bitte auch meine. Wird es eigentlich auch mal einen Ausbau des hD geben?

MfG

S. Müller

Eintrag von Stefan Müller am 20.September 2008


Natürlich nicht! Schließlich kann man damit ja keine Wählerstimmen kaschen. Sind ja derzeit auch nur rund 2 % aller Mitarbeiter, insoweit keine lohnende Zielgruppe.

Ich finde die Argumentationsketten hier so richtig… kreativ: Im mD kann nicht mehr befördert werden (Planstellenobergrenzen…), also alle prüfungsfrei in den gD. Alle (!) Kollegen mD leisten alle, stets, jederzeit, kontinuierlich und überhaupt nur herausragende Arbeit (!), deswegen in den gD.

Zu kurz gedacht. Glaubt Ihr im Ernst, mit der Kohle (Ihr wisst ja, wie hoch der Sprung A7 - A9 g ist, oder was die Differenz A9mZ zu A10 ausmacht!) lösen sich alle Probleme in Wohlgefallen auf? Macht Euch mal Gedanken über solche Themenfelder wie “Erwartungshaltung der Vorgesetzten und Mitarbeiter” oder “Vorbildfunktion” . Bevor jetzt jemand die Offizierskeule auspackt: Hinterfragt mal Eure Erwartungen an Eure Vorgesetzten. Ich kenne ein paar Offiziere, das muss nichts schlechtes sein.

Mir kommt die Galle hoch,wenn hier ein Anspruchsdenken dargelegt wird, dass in keinster Weise begründbar ist. *SATIRE AN* Ich habe da eine Idee: Die Behörde sollte im Jahr 2020 jeden Mitarbeiter, der seine Laufbahnausbildung absolviert, direkt im Endamt der Laufbahn eingruppieren. Alle Beamten mD nach A9mZ, alle Beamten gD nach A 13 und alle Beamten hD nach B9. Dann brauchen wir keine Schulterstücke, keine Beurteilungen, keine Beförderungen, keine Urkunden und eigentlich keinen ODP mehr. Am Schreibtisch wird ausgewürfelt, wieviele Kollegen je Dienststelle eingesetzt werden. Ach stimmt, das geht ja nicht. Selbstverständlich wurde jeder Mitarbeiter im Vorfeld gefragt, wo er am liebsten leben möchte. Nachdem der Dienstherr jedem Mitarbeiter dort ein Haus gekauft hat, hat man dort Dienststellen eröffnet. Nachdem so die Reform VI umgesetzt war, hat man die 10 Stunden-Woche eingeführt, wobei 4 Stunden pro Woche schon Sport sind. Die Uniformen entstammen einer großen italienischen Designerdynastie und kosten pro Mitarbeiter 10.000 Euro. Klar, bei Merinowolle, Kaschmir und Seidenhemden.
Selbstverständlich unterliegt das Gehalt einer gewissen Dynamik, schließlich müssen neben dem Inflationsausgleich auch die stetig steigenden Weltmarktpreise für Golfschläger, Segeltuch und französischen Champagner berücksichtigt werden. Das führt zu einem jährlichen Gehaltszuwachs von 38 % im mD, 20 % im gD und 3 % im hD. Die kriegen ja eh soviel Gehalt.

*Satire aus*

Eintrag von Irrsinn... am 21.September 2008


Hallo Rainer,
wir müssen für die Bundespolizei folgendes Problem lösen:
Wir haben derzeit in der Bundespolizei mehr als 23.000 Beschäftigte im mittleren Polizeidienst. Nach den geltenden Planstellenobergrenzen können nur die Hälfte dieser Stellen nach A 9 bzw. A9 m Z bewertet werden. Die Bundespolizei hat keine kontinuierliche Personalentwicklung, sondern sie hat nach 1990 einige Jahre sehr hohe Einstellungsraten gehabt.
Im Ergebnis würden bei der jetzigen Ausgangslage eine deutliche Anzahl von Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei nicht einmal das Amt A 9 erreichen, sondern müßten mit A 8 in Pension gehen. Gleichzeitig werden zunehmend Kolleginnen und kollegen in die teueren Ballungsräume unseres Landes versetzt. Das ist die Ausgangslage.
Nun die denkbaren Lösungen:
Ausgehend vom heutigen Rechtsrahmen ist nur die Reduzierung der Stellen mittleren Dienst durch Aufschichtung in den gehobenen Dienst möglich.
Bei Durchschlüsselung der aufgeschichteten Stellen, wie das derzeit leider viel zu langsam in der Bundespolizei geschieht, profitieren davon alle Beschäftigten im gehobenen Dienst.
Wenn wir z. B. nicht mehr 23.000 sind nur noch 15.000 Stellen hätten, dann hätten wir auch nur noch 7.500 Stellen A 7 /A8.
Eine weitere Lösung ist die Einführung einer Sonderlaufbahn für die Bundespolizei, in der der derzeitige, mittlere Dienst bis nach A 11 reicht.
Dafür gibt es derzeit keine rechtlichen Grundlagen. Ich habe solche Grundlagen bei der Anhörung zum Dientrechtsneuregelungsgesetz in Deutschen Bundestag eingefordert. Der Beamtenbund und der DGB unterstützen die Forderung nach Sonderlaufbahnen bisher nicht. Wir, die GdP verfolgen beide Ziele. Wir wollen kurzfristig eine Verbesserung der Situation auf geltender Rechtsgrundlage erreichen und mittelfristig eine Sonderlaufbahn Polizei durchsetzen. Weiter wollen wir den Anteil höherer Dienst von derzeit 1 auf 2 % erhöhen.
Für alle, die hier mitdiskutieren:
Es ist vollkommen unsinnig, wenn sich die Angehörigen der unterschiedlichen Laufbahngruppen hier “bekriegen”. Nicht im Streit sondern nur gemeinsam werden wir die Anpassung der Bezahlungsstrukturen an die Polizeien der Länder ereichen. Und genau das muß unser Ziel sein. Das Ziel von uns, der Gewerkschaft der Polizei ist es jedenfalls und wir werden es gemeinsam auch durchsetzen.
Mit kollegialen Grüßen
Josef Scheuring

PS:
Die anderen Anfragen. auch vom KollegenMüller werde ich zeitnah beantworten.

Eintrag von Josef Scheuring am 21.September 2008


Vielen Dank für deine Vorinfo. Bin auf deine Antworten gespannt.

MfG

Stefan Müller

Eintrag von Stefan Müller am 21.September 2008


Hallo Stefan,
natürlich führen wir ind dieser wichtigen Frage( Übernahme von Aufgaben durch die Bahn ) Gespräche mit dem BMI. Inzwischen können wir davon ausgehen, dass das Thema vom Tisch ist. Es wird keine Übernahme solcher Aufgaben durch die Bahn geben und das ist gut so.
Was die Dienstkleidung betrifft, so brauchen wir dringend Verbesserungen in diesem Bereich. Diesen Bereich kann das Bundespolizeipräsidium Potsdam nutzen, um etwas Positives für die Beschäftigten der Bundespolizei zu tun. Wir gehen davon aus, dass wir bis Ende 2008 auch in diesem Bereich zukunftsorientierte Entscheidungen haben werden.
Wir werden darüber berichten.
Herzliche Grüsse und noch ein schönes Restwochenende
wünscht Dir
Josef Scheuring

Eintrag von Josef Scheuring am 21.September 2008


Danke für die Info.
Gruß
Rainer

Eintrag von Rainer am 21.September 2008


An den Kollegen Irrsinn ( oder sollte ich Sie mit Herr Offizier anreden )!
Ihre Ausführungen beschreiben das ganze Problem unser lieben Bundespolizei. Bei der ganzen Diskussion geht es doch nur ums Geld. Um nicht mehr, aber auch um nicht weniger und da gebe ich ihnen Recht, es ist ja noch nicht mal ein großer finanzieller Gewinn in diesen Bereichen zu verzeichnen. Auch gebe ich Recht, dass es nicht jeder verdient hat befördert zu werden, geschweige denn in eine Laufbahn höher eingruppiert zu werden ( obwohl das finanziell ja gar nichts bringt, aber lassen wir das mal außer betracht ).
Ein großes Problem ist die Unzufriedenheit in allen Bereichen unser Polizeibehörde und damit wären wir bei Leuten wie Ihnen, die über keinerlei Gespür für Mitarbeiter verfügen und glauben, dass es Beförderungen eigentlich nur für den gehobenen Dienst geben sollte, weil man ja schließlich 3 Jahre studiert ( ??? ) hat und ein so entbehrliches Leben geführt hat. Hat es vielleicht mit Gerechtigkeit zu tun, dass in meiner Dienststelle ca. 10 Beamte mit A 12 rumlaufen ( sehr gute bis sehr schlechte ) und dafür satte 10 Jahre gebraucht haben,mit teilweise 6 Punkten befördert wurden, während manche im mittleren Dienst trotz 4 Beurteilungen der Note 9 nicht in den Genuss einer solchen Befördeungen kommen ( über die Höhe des finanziellen Gewinns unterhalten wir uns besser nicht )oder wenn einem 46 jährigen Obermeister gesagt wird, er kann noch nicht Hauptmeister werden, denn ihm fehle dann ja die berufliche Perspektive.
Ich ziehe vor jedem mDienstler den Hut, der den Elan und Ehrgeiz mitbringt, in den gDienst zu wechseln, aber die Voraussetzungen für Beförderungen sollten Eignung, Leistung und Befähigung sein und das ist ja wohl nicht ganz der Fall im Bereich des gDienstes. Sie schreiben, dass es im mDienst nicht alles Überflieger sind. Richtig, im gDienst aber auch nicht. Man brauch bloß mal die Krankenstatistik unserer Behörde anschauen. Ich behaupte ( ich weiß, ist trotzdem subjektiv ), dass es bei besseren Vorgesetzten zu einer erheblichen Reduzierung des Krankenstandes käme ( wir hatten in unserer Dienstgruppe einen super DGL, unsere Dienstgruppe war über Jahre unschlagbar bei Tagebuchnummern und Kranken, jetzt haben wir einen richtigen Offizier und schon sind wir in allen Bereichen fürchterlich abgesackt und der fragt allen Ernstes warum ).
Weiter könnte man Fragen, warum ein Gruppenleiter bei einer Besetzung von meistens 1/1 A 11 werden muss, obwohl beide die gleiche Arbeit machen. Aber der hat ja schließlich studiert.
In unserem ganzen Laden gibt es so viele Ungereimtheiten und das ist Schade. Ich gehe trotzdem noch reletiv gerne zur Arbeit, fühle mich auch nicht sonderlich unterbezahlt ( gut, mehr Geld kann jeder gebrauchen )und bin auch völlig Neidfrei. Aber dieses Gefühl nimmt aus o. g. Gründen immer mehr ab und daran sind viele Leute Schuld, die bei uns das Sagen haben.

Eintrag von Mafile am 22.September 2008


Schon vor 20 Jahren gab es im mD (Zwangs-) Abordnungen wegen schlechter Personalplanung (zB. GSK Küste an GSK West usw), sowie schlechte Beförderungen im mD und was hat sich heute geändert ? Außer der Name nicht viel !
Bei einem Altersdurchschnitt von mind Mitte 40. (!) zB im Norden wird der POM-Bauch bei der jetzigen Beförderungsgeschwindigkeit auch nicht abgebaut.
Verantwortlich ist neben das BMI vermutlich auch die Gewerkschaften/HPR !

Eintrag von pvb am 22.September 2008


Sehr geehrter Herr Scheuring,

Es geht hier nicht um den Krieg der Sterne, d.h. ein gegenseitiges Zerfleischen der Laufbahnen. Es geht einfach um die Kernfrage, ob der von der GdP und einigen Autoren hier viel gepriesene Weg prüfungsfrei einen Aufstieg zu ermöglichen, der richtige ist. Ob die Behörde und die Mitarbeiterschaft davon profitiert. Und, wie derartige Ambitionen in den Reihen der Mitarbeiterschaft aufgenommen werden. Sicherlich können die Autoren nicht für die gesamte Bundespolizei sprechen. Dennoch werden diese Themenfelder auch im Rahmen eine Kaffeerunde real, und nicht nur virtuell wie hier, besprochen. Der Tenor im Kollegenkreis ist recht durchwachsen.

Ich halte den Vorstoß zur Änderung des Laufbahnrechts für falsch. Es gibt derzeit bereits mehr als genug Aufstiegsverfahren, die bereits jetzt teilweise den lebensälteren Kollegen entgegen kommen. Es wird bereits stellenweise mehr als genug getan, um den Anteil gPVD zu erhöhen.
Wie bereits durch Sie angemerkt, besteht derzeit die Problematik, dass Personal in den Ballungsräumen benötigt wird. Dies führt aufgrund dort höherer Lebenshaltungskosten zu diversen Problemen. Bemerkenswert finde ich den Umstand, dass die Flughäfen bereits vor zehn Jahren einen enormen Personalaufwuchs erfuhren, der sich seitdem mehr oder weniger kontinuierlich fortsetzt.. Von daher ist dieses Problem nicht neu. Diese Umstände als Ergebnis der Reform IV darzustellen, halte ich für nicht zielführend.
Zur Abfederung der unbestritten höheren Lebenshaltungskosten wäre es aus meiner Sicht sinnvoller, eine Ballungsraumzulage zu initiieren. Diese könnte auch nach Laufbahnen oder Einkommensgruppen, Familienstand, Anzahl der Kinder o.ä. gesplittet sein. Eine Sonderlaufbahn, einen prüfungsfreien Aufstieg o.ä. halte ich für wenig sinnvoll. Wenn es nur um die Höhe des Gehaltes geht, dann sorgt dafür, dass dort etwas passiert.

Eintrag von Irrsinn... am 22.September 2008


Der jetzige Praxisaufstieg müsste vielleicht nur ein wenig in seinen Inhalten gekürzt und die Themen, der einzelnen Fächer auf den tatsächlichen Bedarf im Tagesdienst angepasst werden. Wenn dann am Ende des Lehrganges eine Arbeit geschrieben würde, hätte man auch einen Prüfungsnachweis. Damit sollte dann aber auch genug sein.
Auf ein Feststellungsgespräch, ein Praktikum auf dem bisherigen Dienstposten oder eine Vorauswahl durch ein VAV kann man wohl locker verzichten.
Mein Vorschlag wäre, jeder Willige der sich auf seinem DP bewährt hat, sollte die Möglichkeit zum Aufstieg haben. Der Lehrgang selber sollte max. 1,5 Mon. dauern und ob das Lehrgangsziel erreicht ist, ergibt sich aus einer Note 50/50 - mündl. Beteilligung / schriftl. Abschlussarbreit.

Gruß J.P.

Eintrag von J.P. am 22.September 2008


Schluss mit dem halben Jahr und dann weiter KSB.
Nur am Rande:
Man stelle sich vor, nach 5 Monaten werden die Arbeiten geschrieben und beim ziehen der “Geheinzahlen” sitzt der Fachlehrer ( 1. Kontrolle ) und schreibt mit
Nun stelle man sich vor, es gab Probleme mit dieser “Fachkraft”
Wer glaubt nun eine Arbeit zu schreiben und eine angemessene Bewertung zu bekommen, ist auf dem Holzwerg.
Es ist kein Witz:
VAV 2005 - 2006 in Eschwege (Lachnummer)danke PHK I.St.
Gerichtlich gegen diesen Betrug vorzugehen ist es leider nicht wert, durfte ja weiter KSB bleiben.

Ist ein Beispiel aus ehemals Mitte - Süd soll noch besser sein.

Hallo Jup, frag mal in Eschwege nach, war genau so.

Aus solchen Erfahrungen heraus, kann ich nur sagen, entweder Rückgrad beweisen und PHM bleiben oder vor solchen PHK’s kuschen.
Wer will nun noch freiwillig den gd. angehören.
Anmerkung:
Jeder sollte sein Endamt erreichen und das ist nun mal
PHM m.Z.
Überlegungen zum Wechsel der Laufbahn sind nicht nötig.

Eintrag von ossi oder wessi am 22.September 2008


Hallo Jupp,

vielen Dank für die Antwort. Finde es super, dass du dir auch immer noch persönlich die Zeit nimmst so umfänglich zu antworten. Das kann man gar nicht hoch genug zu schätzen wissen. Vielen Dank und weiter so!!!!

MfG

Stefan Müller

Eintrag von Stefan Müller am 22.September 2008


Mich würde interessieren welchen -Zeitraum- eine mittelfristige Lösung zum Thema “Sonderlaufbahn Bundespolizei” umfasst.

Ich finde es gut, wenn durch Herrn Scheuring dieses Thema bei der Anhörung zum Dienstrechtsneuregelunsgesetz vorgebracht wurde!
Doch wenn es keine rechtlichen Grundlagen hierfür gibt und keine Unterstützung von verantwortlicher Stelle, dann wird das ganze eine Luftnummer, mehr nicht.

Im www habe ich mal versucht zu diesem Thema Informationen zu bekommen.
Interressant hierzu ist, dass auf einer Seite deutlich beschrieben war, dass einige Tätigkeiten der Bundespolizei, z.B. der Objektschutz den -einfachen- Tätigkeiten zuzuordnen ist und schon alleine deshalb keine Aufwertung erfolgen kann und soll.

Also quo vadis?

Eintrag von shaft am 22.September 2008


An Irrin,

das mit der demokratischen Diktatur ist nach meiner Auffasung hier am Flughafen so. Sicher es gibt Entscheidungen die können nicht unter Mitbstimmung getroffen werden, einer muss ja bestimmen. Aber wenn ich sehe, wie an den Beamten vorbei entschieden wird, dann darf ich mich als Vorgesetzter nicht wundern, wenn die Motivation und Stimmung unter den beamten schlecht ist. Als Beispiel hier nur ein paar Punkte: Arbeitszeitverlängerung, es gibt Inspektionen da wird täglich länger gearbeitet, in der I1 geht ist dies nicht gestattet, man muß daher an einen seiner freine tagen zusätzlich zum Dienst kommen um auf die Sollstunden zu kommen und das eine mal reicht meist nicht aus. Ein weiterer Punkt sind die neuen Kontrollschalter, dort ist auf die “Wünsche” der KSB nicht eingegangen worden. Sie sehen zwar supermodern aus, aber zum arbeiten sind sie ungeeignet oder hat der Entwickler/Bauherr dort schonmal Dienst geschoben. Auch gibt es noch Arbeitsabläufe die man umgestalten könnte, was jedoch nicht geht da der Vorschlag aus dem mD kommt. Es wurden große Umfragen durchgeführt, umgesetzt wurde nichts.

Aber nur nach oben nicht auffallen, das ist die Marschroute hier am Flughafen, aud dem ich LEIDER Dienst verrichten muß/darf.

Gruß

Eintrag von EPOM am 23.September 2008


Wenn eine derartige Ungleichbehandlung im Zuständigkeitsbereich der Direktion Frankfurt/Main Flughafen (hinsichtlich Arbeitszeit) tatsächlich dem entspricht, wie es hier geschildert wurde, dann sollte man nach meiner Einschätzung die Personalvertretung anzünden. Schließlich sind derartige Angelegenheiten im Benehmen mit der Personalvertretung zu regeln. Spätestens die sollten dafür sorgen, dass es keine Benachteiligung gibt.
Denkbar ist hingegen, dass die I 1 vielleicht aufgrund besonderer Rahmenbedingungen (Flugplan, LFU o.ä.) gezwungen ist, einen anderen Dienstplan, als die verbleibenden Inspektionen umzusetzen. Insoweit bleibt dann nur die Möglichkeit, die Inspektion zu wechseln.

Ein wesentlicher Aspekt, und daran hapert es doch bei uns, ist folgender: Wie kann ich Veränderungen für meinen Bereich anstoßen? Ich habe zum einen die Möglichkeit, mich direkt vor den Entscheider allein hinzustellen, die Arme zu verschränken und zu sagen, dass wirklich alles, aber auch alles grottenschlecht läuft. Nimmt man so jemanden ernst? Nein.
Ich kann aber auch mit Kollegen gemeinsam das Problem identifizieren, mit den Vorgesetzten sprechen, entsprechende sachliche Argumente liefern und mir gewissermaßen “Machtpromotoren” schaffen. Wenn man dann die Missstände anspricht, entsprechend sachlich darlegt und vielleicht sogar eine Idee entwickelt, dann steigt die Aussicht auf Erfolg ins Unermessliche. Das ganze geht aber auch nur bis zu einem gewissen Grad: Nämlich soweit, bis die Entscheidung nicht mehr vor Ort, sondern vielleicht durch den Flughafenbetreiber o.ä. getroffen werden kann. Dann kann es Gründe geben, die gegen den Vorschlag, die aber bei Euch nicht bekannt sind. Das ist dann Pech.
Die zweite Handlungsalternative hat einen riesengroßen Nachteil: Sie kostet Zeit, Kreatitivität, Engagement und birgt das Risko, dass der Vorschlag nicht umgesetzt wird. Also kann man sich auch auf den Standpunkt zurückziehen, dass das alles nichts bringt, eh alles Sch)&§$ ist und dementsprechend nur noch meckernd durch die Gegend läuft.
Geholfen ist damit niemandem: Weder einem selbst, noch der Dienstgruppe, der Dienststelle und auch nicht dem Weltfrieden. Im Gegenteil: So wird man nie eine Veränderung erreichen.

Zur von J.P. vorgeschlagenen Verfahrensweise:
Was soll denn bitte schön in sechs Wochen vermittelt werden? Wie soll es weitergehen, wenn der Kollege sich funktional verändern möchte? Soll dann ein weiterer Verwendungslehrgang zu absolvieren sein?
In Ordnung, dann passen wir die Fächer an den Tagesdienst an: Einsatzrecht, Einsatzlehre, Kriminalistik, ein bisschen Verkehrsrecht, Strafrecht, Strafverfahrensrecht, Staats- und Verfassungsrecht, Psychologie. Es wäre nett, wenn mir jemand verraten kann, was man davon nun entweder in sechs Wochen unterrichten kann, oder was man kürzt. Da bin ich ja mal gespannt!

Eintrag von Irrsinn... am 23.September 2008


@irrsinn…-du hast geschrieben:

“Es geht einfach um die Kernfrage, ob der von der GdP und einigen Autoren hier viel gepriesene Weg prüfungsfrei einen Aufstieg zu ermöglichen, der richtige ist. Ob die Behörde und die Mitarbeiterschaft davon profitiert.”

Den prüfungsfreien Aufstieg mD/gD durch dich als “die Kernfrage” einzustufen ist bezeichnend. Dem widerspreche ich auch als Angehöriger des gD. Er ist, unter bestimmten Voraussetzungen, eine Möglichkeit die Benachteiligung für den Mittleren Dienst abzufedern -aber keine Kernfrage.
Jupp´s Antwort vom 21.09.08,gleich nach deinem Satirebeitrag, erklärte das Kernproblem wiederholt: Die ges. Planstellenobergrenze mit den drohenden Auswirkungen für die Angehörigen des Mittleren Dienstes.
Wieso ist der sog. “Handaufleger” bei einem PHM/Z zum POK bzw. später zum PHK (A 11) ohne Prüfung nur bei der Bundespolizei so ein Problem? Und warum sollte die Behörde nicht davon profitieren? Unverständlich.

Abzulehnen sind selbstständlich die von dir angesprochenen “Kreativbeiträge”, welche Forderungen bis A 13 oder noch mehr erheben.
Gemeint ist aber, neben der unendlichen Aufstiegsdiskussion, auch der 45jährige POM, der gut beurteilt, nochmal sehr lange auf den PHM warten muß! Zeig`mir einen 45jährigen POK (Einsteiger!) mit vergleichbarer Struktur! Ich behaupte mal- den gibst nicht!
Aber nochmal: Der KSB als PHK, ohne Führungsfunktion (etatisiert), muß auch in unserer BuPo ohne großen Lehrgang in Zukunft möglich sein. Bei fast allen LaPo-en geht´s ja auch - seit mehreren Jahren.
Welche Angst steckt also hier dahinter?

Wir haben doch mit der völlig unzureichenden Anschlußplanung der “Lübeckabsolventen”, was ihre Verwendung nach der FHB bzw. Akademie angeht, alle Strukturen selbst in Frage gestellt. Nicht nur durch die Laufbahnverodnung der BuPo. Die Leute mit Hochschulabschluß (Kompetenzzuwachs) werden in der untersten Schiene über Monate und Jahre verwendet!Und zwar unabhängig vom Lebensalter -von 20 bis 50! Das gibst ja nicht mal bei der Bay. Polizei!
Merkt denn keiner, daß dadurch hochbezahlte Dozenten in Frage gestellt ja überflüssig werden? Also kommt mir bloß keiner mehr mit dem unsäglichen “Offiziersbegriff”.

Ach ja, zu deinem Beitrag:

“Es geht mir ganz einfach darum, dass man den Gehaltszuwachs nur durch Fortbildungen, Kompetenzzuwächse und entsprechende Leistungsbereitschaft erhalten sollte. Wozu soll man als Aufsteiger mD drei Jahre die Schulbank drücken, private Entbehrungen in Kauf nehmen, das Risiko eingehen, einen Dienstposten zu erhalten, der nicht heimatnah gelegen ist, wenn ich als Alternative nur abwarten muss, um “Silber” zu kriegen? Das ist doch absolut unfair.”

Da geb`ich dir recht, wenn nicht dieses “Abwarten” die Kleinigkeit von ca. 20 Lebensjahren bei den genannten Beispielen dazwischen liegen würde.

Allerdings finde ich auch unfair, daß in unserer Fa. PVB mit Hochschulabschluß, in der Weise wie oben beschrieben, verwendet werden. Der Geselle führt in der freien Wirtschaft auch keinen Dipl.-Ing.

@J.P.:
Welchen Praxisaufstieg meinst du? Es gibt/gab derer mehrere: §§ 16a/18a BGS-LV, §§ 30 I-IV, 30 V-XI oder 30 XII BPOL-LV?
Wahrscheinlich meinst du den § 30 V-XI BPOL-LV (”6-monatiger, eingeschränkter Praxisaufstieg”).

Gruß

Kowalsky

Eintrag von kowalsky am 23.September 2008


Die überwiegende Anzahl der sich hier äußernden Kollegen kritisieren den gD. Na schön. Das ist Euer gutes Recht. Aber wie wäre es denn, wenn Ihr aus Eurer Position herauskommt, den meinetwegen auch ungeprüften Aufstieg macht und Euch dann an Euren Taten messen lasst, die Ihr vom Führungspersonal erwartet.

Gruß

Eintrag von Günter Rohde am 23.September 2008


“Als Beispiel hier nur ein paar Punkte: Arbeitszeitverlängerung, es gibt Inspektionen da wird täglich länger gearbeitet, in der I1 ist dies nicht gestattet, man muß daher an einen seiner freine tagen zusätzlich zum Dienst kommen um auf die Sollstunden zu kommen und das eine mal reicht meist nicht aus.”
Eintrag von EPOM am 23.September 2008

Entschuldigung Kollege, wenn man von etwas keine Ahnung hat oder über ein fundiertes Halbwissen verfügt und dies hier auch noch verbreitet, halte ich dies schon für sehr bedenklich.Ich sage mal so:

Diese Aussage ist völliger Blödsinn!

Eintrag von Sergant am 23.September 2008


Danke Jupp !!!
Du hattest gesagt, dass es hier nicht um den Kampf mD - gD geht.
Ich glaube das haben einige nicht verstanden.
Es geht um die Umstände bzw. Zustände in der Bundespolizei.
Es stellt doch keiner in Frage, dass ein PK nach Lübeck als KSB, einfach falsch eingesetzt ist.(dafür nicht die Kosten der Ausbildung zum gD)
Es geht doch um die Sache, es ist nun mal so, dass es im m.D Obergrenzen gibt, wenn die erreicht sind, dann ist Schluss.
Die Gefahr, dass ein PVB als POM im den Ruhestand geht, sollte doch alle beunruhigen.
Keinem nützt es das der KSB eine Planstelle bis PHM mZ hat, wenn er als POM in den Ruhestand geht.
Und da sage ich Danke GDP für eure Arbeit und eure Bemühungen was zu ändern.

Eintrag von ossi oder wessi am 23.September 2008


An den Kollegen Irrsinn
Denke schon das man so in ca. 250 Unterrichtseinheiten eine Menge vermitteln kann. Wie schon exemplarisch angeführt müsste dann natürlich bei zeitaufwendigen Dingen (Praktika, BdL, SIT-Training,halten eigener Unterrichte/Ausbildungen usw.) gekürzt werden.
Und wenn es tatsächlich 2 Wo. mehr bedarf, könnte man auch mit 8 Wo. leben. Aber Du hast wohl ein ganz anderes Problem, schätze bist’n ganz Toller.

Eintrag von J.P. am 23.September 2008


Es nützt aber auch keinem wirklich, wenn Kollegen/Innen des mD prüfungsfrei aufsteigen durch Absitzen der Zeit.

Die Qualität insgesamt leidet darunter. Denn diese PVB wollen eigentlich nur mehr Geld in der Tasche. Dafür soll nun der gD herhalten. Also wird dieser an den mD verjubelt.

Warum geht man nicht daran die Eingangsämter in A8 anzuheben und die Laufbahn bis A11 zu strecken. Und dieses nicht erst in 10, 15 oder 20 Jahren.
Wenn man hier die Aussagen o.a. Kollegen liest, so gibt es doch kaum noch feindlicher Aussagen gegen den gD. Obwohl, wenn ich es mir recht überlege, eine Steigerung ist sicher noch möglich!

Warum hat sich in den letzten 10 Jahren aber auch gar nichts entscheidend hinsichtlich DUZ, Schichtzulagen etc. getan?
Warum hat man es bis heute nicht geschafft die “Zweigleisige Laufbahn” einzuführen?

Und was soll denn dann besser werden, wenn alle im gD angespüllt wurden? Sicher ersteinmal tritt eine Sättigung ein. Und dann geht das Theater vor Neuem los.

Beförderungsstaus im gD und (mD).
Dann wird der hD an den gD verscherbelt oder wie.

Macht ja Sinn, einige schreien ja nach Auflösung aller Laufbahnen oder gar der BPOL.
Ich vermute mal, der Bund tut dies aus finanziellen Gründen eben nicht.

Wer bis heute nicht irgendeinen Aufstieg von sich aus gewagt hat, der soll nun reich belohnt werden. Viele haben weder ein Interesse an Aufstieg noch daran , ich will es mal mit Worten des mD beschreiben, Offizier zu werden. Und eigentlich wollen es doch “Alle” im mD. Natürlich nur des Geldes wegen. Übrigens reden überwiegend nur Kollegen des mD vom Offizier. Vermute mal, in ihrem Innersten wären sie es doch auch ganz gerne. Stattdessen wird dieser Begriff abwertend von ihnen mißbraucht.
Und die Umstände und Motivation wird vermutlich insgesamt noch schlechter.

Schade!

Hallo Herr Scheuring,
meine Fragen hinsichtlich DUZ, Schichtzulage haben sie leider nicht beantwortet.
Für die Beantwortung der Fragen bedanke ich mich vorab.

Gruß
Rainer

Eintrag von Rainer am 23.September 2008


Lieber Rainer,

in Deinen Worten schwingt irgendwie eine latente Verachtung des mD mit. Man kann den Eindruck gewinnen, dass Du lediglich Angst um Deine Pfründe hast. Bei einer möglichen Auflösung der BPol müßtest Du wahrscheinlich aus Deinem warmen Bürochen raus und wie ein Großteil der Kollegen ( gD ) Dienst auf der Straße machen. Wie kann man nur in so ein Standesdenken verfallen. Ich denke Du bist knappe 300 Jahre zu spät auf der Welt…

Eintrag von Goethe am 24.September 2008


@ Rainer

Völlig meine Meinung. Im Endeffekt geht es doch nur ums Geld. Einführung einer eigenen Polizeibesoldung (Beginnend beim heutigen A 8 oder), Anhebung DUZ, Wechselschichtzulage,… fertig. Das ist es, was die meisten wollen.

@ Goethe

Das ist ein abgedroschenes Totschlagargument, das ich bald nicht mehr hören kann. Komisch ist nur, dasss hier die meisten auf den “bösen” gD schimpfen, die meisten aber (prüfungsfrei natürlich!) rein wollen. Und wie ich Rainer hier im Forum kennengelernt habe, hängt der bestimmt nicht an “alten Zöpfen”.

PS: “Offizier” bedeutet frei übersetzt übrigens dienen

Eintrag von Sergant am 24.September 2008


Eintrag von Goethe am 24.September 2008

Ich sehe du kannst oder willst nicht richtig lesen. Ich sehe auch, dass wenn es dir nicht passt, hier deine
Meinung nicht geteilt wird, dann unterstellst du einfach etwas völlig Unsinniges. Ich will es mal vorsichtig formulieren: Deine Aussagen sind unwahr. Völlig Egal ob es stimmt oder nicht. Hauptsache du kannst hier irgendeinen Unsinn schreiben.
Aber deine Fragen werde ich trotzdem beantworten:
Weder noch!
Genau das Gegenteil. Ich habe sehr viel Achtung für den mD. Und Pfründe brauche ich nicht zu verteidigen. Angst habe ich auch keine. Auch nicht vor einer Auflösung der BPOL.
Und die Strasse kenne ich auch. Habe selbst draussen gestanden und bin Streife gefahren. Hitze, Kälte, Nässe kenne ich zur Genüge.
Aber ein Büro gibt es auch.
Standesdenken. Die Art von negativer Einstellung ggü. Menschen wie du sie “scheinbar” hast, nein , die habe ich nicht. Da habe ich auch keinen Grund für. Ich kann mit jedem Menschen gut auskommen, egal ob mD/gD/hD. Es geht um Menschen, nicht um Schulterstücke, wie scheinbar bei dir.
Das Standesdenken wird scheinbar gerade durch PVB wie dich gepflegt und gehegt.
Modern bedeutet für PVB wie dich, zum “Teil” ungerechtfertigte Forderungen nach noch mehr zu stellen.

Sicher habe ich eine andere Meinung als viele Kollegen hier im Forum, was den Aufstieg betrifft.
Doch was die Hebung der Besoldung, DUZ, Schichtzulage usw. der Kollegen an sich betrifft, habe ich doch sehr viel positive Einträge gerade für den mD abgegeben.
Ich habe lediglich eine andere Auffassung bzgl. der Art und Weise des Aufstiegs des mD in den gD.
Ich habe mir ggü. meinen Mitarbeitern nie etwas zu Schulden kommen lassen.
Und PVB wie du haben nicht das Recht solche Unwahrheiten zu verbreiten.
Und noch etwas, ich muss es nicht hinnehmen, wenn hier unsachliche “Verallgemeinerungen über den gD” geäußert werden.
Wenn ich Aussagen über den mD getroffen habe, so nur über einen geringen Teil! Es sind nie alle schlecht oder gut. Ich kann von mir behaupten, auch hinsichtlich meiner Aussagen ein positives Menschenbild zu haben.

Im übrigen, egal was kommen mag, ob Eingleisiges-/Zweigleisiges oder bisheriges Laufbahnmodell, ich werde damit Leben können.
Weiterhin werden meine Aussagen vermutlich nicht sonderlich, was zukünftige Entscheidungen betrifft, ins Gewicht fallen. Es ist ja nur eine Einzelmeinung, “nur eines Kollegen aus dem gD”.
Und gegen vernüftige Reformen und Modernisierungen habe ich auch nichts.
Die GDP wird sicher ihren Beitrag leisten, damit gefordertes Ziel zeitig erreicht wird.

Gruß

Rainer

Eintrag von Rainer am 24.September 2008


@rainer
@sergant

eine moderne polizei braucht keine bremser.
nach meiner meinung seid ihr das.

mich würde mal interessieren:
-wie alt ihr seid
-ob ihr früher eine BaL Stelle hattet

nach meiner Meinung hattet ihr keine BaL Stelle, sondern seid drauf gesetzt worden.
anchließend schätze ich habt ihr diese stelle für lange zeit dichtgemacht

…und so weiter
ich kann mich ja täuschen, aber genau diesen Eindruck bekomme ich von euch, wenn ich eure Einträge lese.

ich glaube nicht, dass der md gegen den gd ist!
aber ich glaube wenn solche einträge von beamten des gd verfasst werden wie bei euch beiden, könnte schon noch was draus werden.

so long ihr wichtigen

Eintrag von shaft am 25.September 2008


Eintrag von shaft am 25.September 2008

Dein Eintrag stimmt zwar zu 100% nicht, aber du hast deinen Beitrag geleistet.

Eintrag von Rainer am 25.September 2008


Ich finde es bedenklich, dass man durch Darlegung einer Meinung, die anderen Autoren nicht passt, fast schon beleidigt wird.
Interessant hingegen ist der Aspekt, was man alles in so einen Beitrag hineininterpretieren kann.
Aber gut: jeder kann bis mindestens A12, dann sehen wir schon, was dabei rauskommt. Oberkommissarbauch… Hurra! Basisdemokratisch entschieden.

Eintrag von Irrsinn... am 25.September 2008


@rainer

mag sein, dass ich mich mit meiner meinung zur BaL-Stelle getäuscht habe.

aber es ändert nicht`s daran, dass der md von einigen hier schon fast “von oben herab” betrachtet wird.

diese zeiten sind definitiv vorbei.

im md wird gute arbeit verrichtet!

dinosaurier konnten sich nicht an neue umstände anpassen,
sie sind ausgestorben.

ich finde den vorstoß der gdp nach wie vor richtig und zeitgemäß, auch wenn ich verstehen kann, dass die meisten mit ausbildung in lübeck sich dann fragen werden warum sie diesen weg auf sich genommen haben.

würde ich mich auch fragen, aber die zeit für veränderungen ist meiner meinung nach da!

Eintrag von shaft am 25.September 2008


Ach Rainer…

Eintrag von Goethe am 25.September 2008


@ shaft

Um das hier mal abzuschließen. Erstens bin ich mit Sicherheit kein Bremser oder hänge an alten Zöpfen. Mir ist es völlig egal, was ich auf der Schulter habe. Ich sage hier nur, was die meisten denken.
ES GEHT DEN KOLLEGEN UMS GELD, um mehr nicht. Wie man sich “nennt” oder was man auf der Schulter hat, ist den meisten Wurst. Und hättest Du mal andere Kommentare von mir gelesen, hättest Du sinngemäß diesen gefzunden:

Schafft alle Aufstiegsverfahren ab (VAV, …) und lasst jeden KSB nach einer gewissen Zeit bis nach A 11 aufsteigen. Ob man das nun A 11 oder z. B. P 3 (neue Polizeibesoldungsornung)oder wie auch immer nennt, ist doch egal. Und wer Führungsaufgaben wahrnehmen möchte, soll einen 2 oder 3 jährigen Aufstieg machen fertig!

Wenn hier natürlich einige meinen, dass man prüfungsfrei am besten bis nach A 12 oder 13 kommen sollte, ist das schon ziemlich realitätsfremd.

Und käme das tatsächlich und alle wären A 12, kämen die gleichen Leute und würden sagen: “Warum kommen denn nicht alle prüfungsfrei nach A 15?” Und geschimpft würde weiter!

Aber es ja immer einfacher, unkonstruktiv zu mosern und auf die “bösen Offiziere” zu schimpfen. Ich kann gerne mal jeden, der hier permanent motzt, einladen, meinen “Job” zu machen.

Um hier gleich Mißverständnissen vorzubeugen:
Ich habe höchsten Respekt vor der Arbeit unserer KSB! Sie machen die Arbeit am Bürger, also unseren ureigensten Job! Denn ich weiss, was diese Kollegen leisten. Nur viele, speziell hier Forum, so macht es zumindest den Eindruck, haben keine oder wenig Ahnhung davon, was z. B. ein DGL zu tun hat.

Im übrigen schaue ich auf keinen herab! Das machen hier andere, so habe ich den Eindruck! Das ist aber ersten nicht mein Niveau, widerspricht meiner Erziehung und vor allem meinem Menschenbild!

Wie alt ich bin? 37

Das mit der BaL - Stelle versteh ich nicht so ganz! BaL bin ich seit 1999!

Eintrag von Sergant am 25.September 2008


@sergant

danke für deine antwort!

ich habe deinen eintrag mit interesse gelesen.

ich finde es gut, dass du realistisch darstellst, dass es die KSB sind, die die arbeit an der basis verrichten.

natürlich gebe ich dir recht, dass es den meisten ums geld geht.
desweiteren finde ich auch, dass es nicht nur “häuptlinge” geben soll.
deshalb ist es auch gut und recht nach a12 und höher nicht ohne prüfung zu gelangen.

es ist gut zu wissen, dass in der dgl-ebene jemand dienst verrichtet, der so urteilt wie du.

abschließend revidiere ich deinem fall das mit dem “bremser” und komme zu dem entschluss, dass du durchaus jemand bist, der die lage an der basis erkannt hat.

polizeibesoldung ja!
…und weg mit der quotierung - diskriminierung

ganz kurz noch zu deiner tätigkeit als dgl:
ich schätze was dich dabei so nervt ist der verwaltungskram, und manche vorgaben die so von “oben” kommen - das werden wir wohl nie ändern.

wünsche ein schönes we und eine erfolgreiche woche.

Eintrag von shaft am 27.September 2008


-Fakt ist, dass es mit der Bundespolizei immer mehr bergab geht.
-Fakt ist, dass dem Steuerzahler diese Bundespolizei mit dieser Größenordnung und diesem „Zuständigkeitengerangel“ nicht weiter zugemutet werden kann
-Fakt ist, dass die Motivation der Mitarbeiter dieser Bundespolizei noch nie so auf dem Tiefpunkt war
-Fakt ist, dass seit über einem Jahr in dieser Behörde nichts mehr vorangeht, es gibt keine Ersatz- bzw. Neuanschaffungen. Eine Arbeit ist somit kaum mehr möglich.
-Fakt ist, dass keine Firma es sich z.B. leisten kann, auf eine Neuanschaffung eines benötigten Druckers bereits Monate zu warten.
-Fakt ist, dass in der heutigen Zeit nicht mal das Geld von wenigen Euro für einen DVD-Player zu Auswertungs- und Fortbildungsveranstaltungen zu Verfügung gestellt wird. Ermittlungen können somit nicht getätigt werden. Unverständlich, wenn dann bekannt wird, wie viel Geld für die Ausbildung von ausländischen Polizeikräften zur Verfügung gestellt wird.
-Fakt ist, dass schon die Polizeiführer in den Inspektionen keine wirklichen Polizeiführer mehr sind, sondern „politische Beamte“, die aus Karrieregründen nach oben alles abnicken.
-Fakt ist, dass unsere Polizeiführer keine richtige Polizeiarbeit mehr wünschen. Die Statistik muss um jeden Preis stimmen. Das wird sogar öffentlich gesagt, „Quantität vor Qualität“. Richtige Polizeiarbeit, aufwendige Ermittlungen, größere und langwierige Verfahren sind aus personellen und finanziellen Gründen nicht mehr gewünscht. Statt dessen soll die Statistik mit festgestellten Delikten von „geringer krimineller Energie“ geputscht werden.
-Fakt ist, dass die richtig guten Ermittlungserfolgte der vergangenen Jahrzehnte trotz der Einführung von Vorgangssystemen und Qualitätsmanager abnahmen.
-Fakt ist, dass trotz großartiger Versprechen unseres Innenministers es nicht mehr Beamten im „Kontrollbereich“ gibt, diese haben sogar seitdem abgenommen, von vernünftigen Schichtstärken ist kaum mehr zu sprechen.
-Fakt ist, dass die derzeitigen Aufstiegsprogramme ihr Ziel verfehlen und die Motivation nur negativ beeinflussen.
-Fakt ist, dass auch sehr gute und mit über 30 Berufsjahren erfahrene PVB, die übrigens in der Vergangenheit einen gewaltigen Anteil für die Bundespolizei geleistet haben aus gesundheitlichen Gründen den Aufstieg verweigern. Natürlich braucht sich nicht jeder mit einem prüfungsfreien Aufstieg anfreunden, aber er muss doch zugestehen, dass es reichen würde, wenn Beamte, die in Zukunft keine Führungspositionen ausführen in ihrem Verwendungsbereich weitergebildet werden (auch mit Prüfung), damit sie mit einem erweiterten Horizont die gleiche Arbeit wie vorher ausführen können. Aber der Aufstieg, der zur Zeit in den AFZ abläuft ist für jeden lebensälteren und mit Sicherheit erfahren Beamten ein Frechheit und eine Zumutung.
-Fakt ist, dass der mittlere Dienst kaum mehr ernst genommen wird. Er verkommt zu Befehlsempfängern, denen das Denken verboten wird.
-Fakt ist, dass die meisten Beamten, zumindest in unserer Inspektion aus vorgenannten Gründen total demotiviert sind.
-Fakt ist, dass viele dieser Beamten sich eine Auflösung dieser Behörde wünschen und bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Polizeiarbeit bei den Landespolizeibehörden sehen.
-Fakt ist, dass sich viele aus nachvollziehbaren Gründen nicht mehr mit ihrem Beruf identifizieren können.
-Fakt ist aber auch, dass immer noch einige Beamte und Angestellte diese Bundespolizei am Laufen halten. Und diesen gebührt der Respekt, den sie von der Dienstleitung kaum erhalten.

Ich spreche hier für die Inspektion in der arbeite und stelle nicht in Abrede, dass es irgendwo noch anders sein mag. Die Bundespolizei wurde in letzten Jahren fast vorsätzlich in den Dreck gefahren, ob eine Bergung noch möglich erscheint mag ich zu bezweifeln. Sollte sich ein erfolgreiches Bergungsteam finden, wünsche ich diesem viel Erfolg.

Eintrag von werner am 28.September 2008


@Werner
Fakt ist, du hast leider recht-
Fakt ist, es ist in einigen Bereichen noch schlimmer
Fakt ist, ich würde nicht wechseln in den gd - auch nicht
Prüfungsfrei ( wie geschildert, wurde ich von
einem Beurteiler beschissen,
Fakt ist, ich habe meine Erfahrungen mit dem 3 Monatigen
Aufstieg an andere PHM weitergegeben,
Fakt ist, es hatte sich danach nur noch einer die drei
Monate gegeben,
Fakt ist, in 34 Dienstjahren ist mir nicht soviel Müll
untergekommen, wie mit Beginn dieser
tollen “Reform”
Fakt ist, wir haben nur noch ein Präsidium (Potsdam)
Fakt ist, ach nein, zählt sie lieber nicht, die Anzahl der
Präsidenten, ist doch ein Witz,
Fakt ist, bei dem Ergebnis (Ernennung zum Präsidenten)
hätte ich die Reform auch toll gefunden,
Fakt ist, die kommende Reform überlebt die Bundespolizei
so nicht, ist glaube ich auch nicht beabsichtigt,
sonst würde man solch ein Unfug nicht dulden,
Fakt ist, hier wird eine Behörde die jahrelang gute Arbeit
geleistet hat, zu Grunde reformiert,
Leider kommt Jupp nicht dazu die Beiträge ab ca. 55 zu lesen und Antworten zu geben.
Ist schade, sind einige aufschlussreiche Beiträge, wie es
in der Bundespolizei brodelt und kocht.

Eintrag von ossi oder wessi am 29.September 2008


Berichtigung:
richtig ist 6 Monate

Eintrag von ossi oder wessi am 29.September 2008


@ Werner!

Respekt!!!
Meine Stimme hast DU!!!
Es gibt nichts, aber auch gar nichts hinzuzufügen.

Gruß

AB

Eintrag von AB am 29.September 2008


Eintrag von Werner vom 28. September

Du magst in Teilen recht haben. Ich denke mal, dass vieles, was Du geschrieben hast, für Deine Inspektion zutreffen mag. Ob es “Fakt” ist, dass der mittlere Dienst nicht mehr ernst genommen ist, weiß ich nicht. Ich persönlich lasse mich in den allermeisten Fällen beraten. Ich glaube aber auch, dass dieser von Dir beschriebene Zustand das Ergebnis der zurückliegenden Entwicklungen ist. Als ich damals eingestellt worden bin, war meine Wunschverwendung entweder Truppführer A/O oder WaWe-Kommandant. Das geht mittlerweile kaum noch, weil die Stellen alle in den gPVD angehoben werden. Somit besteht für Beamte mPVD mittlerweile die Perspektive, KSB zu bleiben. Alle “Sahnestücke” sind weg. Und das finde ich schade.

Du schreibst, dass Ermittlungshandlungen kontinuierlich an Relevanz verlieren, dass weniger Personal und Geld in diese Bereiche investiert wird. Ich glaube, dass das ein Beispiel für den momentanen Stand der Reform ist. Das Personal sitzt immer noch im Überhang an fusionierten Dienststellen, die FEM wurden nur teilweise umgeschichtet. Ich hoffe, dass diese Probleme, die Du schilderst, allein schon durch den weiteren Fortgang der Reform behoben werden.

Und noch etwas zu den Polizeiführern. Ich glaube nicht, dass es sich dabei durch die Bank um Karrieristen handelt. Ich glaube vielmehr, dass die Aufgabe, eine Inspektion zu leiten eher schwieriger als einfacher geworden ist. Neben der üblichen Einsatzleitung, die durch die räumlichen Verhältnisse (Ausdehnung Einsatzraum) schon erschwert ist, kommt nun auch die Repräsentierung der Bundespolizei auf hoher Länderebene hinzu.

Und zur Motivationslage: Dass die Motivationslage der Mitarbeiter der Bundespolizei allenorts schlecht sein soll, bezweifle ich. In meinem Bereich herrscht eine gute Stimmung vor, in anderen Bereichen auch. Das ist aber meiner Einschätzung auch maßgeblich von den Akteuren bestimmt: Ich war oft mit einem Einsatzzug unterwegs. Der Einsatz konnte noch so seltsam verlaufen, die Stimmung war gut, weil die Leute gut miteinander konnten. Man hat trotz allem Unschönen (Unterbringung, schlechte Verpflegung usw.) immer versucht, die Stimmung hoch zu halten. Das ist uns auch meistens gelungen.

Zu Guter letzt: Ich glaube nicht, dass die Bundespolizei vorsätzlich in den Dreck gefahren worden ist. Es wurden viele Fehler gemacht, in Teilen aus Unkenntnis, in Teilen aus Unachtsamkeit. Bösartigkeit unterstelle ich grundsätzlich nicht. Wichtig ist, aus den Fehlern zu lernen. Ich denke, das könnte die Bundespolizei hinkriegen.

Eintrag von Irrsinn... am 29.September 2008


“Ich spreche hier für die Inspektion in der arbeite und stelle nicht in Abrede, dass es irgendwo noch anders sein mag. Die Bundespolizei wurde in letzten Jahren fast vorsätzlich in den Dreck gefahren, ob eine Bergung noch möglich erscheint mag ich zu bezweifeln. Sollte sich ein erfolgreiches Bergungsteam finden, wünsche ich diesem viel Erfolg.”
Eintrag von werner am 28.September 2008

…ich denke vor allem, daß wir mittlerweile so tief im Dreck drinstecken, daß wir auch bei noch so viel gutem Willen da kaum noch wieder herauskommen werden!

Werner, nahezu jede einzelne deiner Aussagen könnte man mit seitenlangen Abhandlungen untermauern und sollte es irgendwo in der schönen neuen BuPo-Welt anders aussehen, so dürfte das die absolute Ausnahme darstellen!

Eines der Hauptprobleme dürfte dabei das angesprochene bedingungslose Abnicken auch des abstrusesten Blödsinns nach oben darstellen. (Sinnigerweise von denselben Leuten aller Ebenen forciert, die nicht davor zurückscheuen, nicht nur denselben nach unten zu vertreten, sondern sich diesbezüglich auch noch selbst jede Menge neues einfallen lassen und dieses auch wider jegliche Vernunft und teilweise erbitterte Widerstände nach unten durchdrücken.)

Insofern kann man auch dem in den letzten Jahren ständig gestiegenen Anteil von Führungspersonal nur eine gesunde Skepsis entgegenbringen. Wohlgemerkt: Nichts gegen eine Anpassung im Besoldungsgefüge, die der Verantwortung des Polizeibeamten gegenüber der Gesellschaft Rechnung trägt. Heute schon verrichten vielerorts Beamte gD die Aufgaben, die noch vor wenigen Jahren durch Beamte mD erledigt wurden. (Allerdings auch mit der negativen Begleiterscheinung, daß man den Kollegen mD offenbar tatsächlich nichts mehr zutraut.
Ich vermisse hier schon den “Einzeldienstbeamten” alter Prägung, der seine Alltags(!)tätigkeit weniger aus - teilweise an den Haaren herbeigezogenen - Einsatzbefehlen, als vielmehr schlicht aus dem gesetzlichen Auftrag definiert!)
Auch nichts dagegen, daß der Anteil hD steigt, sofern hierin ebenso die gestiegene Verantwortung zum Ausdruck kommt. Was wir allerdings mit Sicherheit nicht brauchen, sind noch mehr “Erneuerer” und “Manager”, die durch immer neue Projekte, Arbeitsgruppen, Konzepte etc. dazu beitragen, daß ein vernünftiges und vor allem kontinuierliches Arbeiten allmählich unmöglich wird! Erneuerung muß ab und zu sein, keine Frage; aber bitte mit etwas längerer Halbwertszeit!

Wir sollten allmählich mal wieder auf den Teppich zurückkommen!

Erst wenn die “Kleinkriminalität” überhand nimmt, wenn die Bürger sich völlig verunsichert falschen Propheten zuwenden, wenn auch die letzte noch funktionierende Struktur geschleift wurde, wenn auch der letzte PVB resigniert die innere Emigration angetreten hat, das letzte Projekt ausgewertet und die letzte Reform evaluiert ist………. , dann werdet Ihr vielleicht erkennen, daß die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit eben doch nicht mit der Produktion von Schuhen, Autos oder Waschmaschinen vergleichbar ist.
(man möge mir die “Anleihe” verzeihen…)

Eintrag von Gerhard Medgenberg am 29.September 2008


Hallo Werner,

ist deine BPOLI im Süden, Westen, Osten oder im Norden. Wenn ich deinen Eintrag so lese, glaube ich wir gehören der gleichen BPOLI an. Aber ich glaube doch, dass es derzeit überall in der Republik so aussieht wie du beschrieben hast. Vielen Dank an alle Verantwortlichen für diesen momentanen Zustand in der heutigen Bundespolizei. Ich wünsche auf jeden Fall diesen Damen und Herren, dass sie sich Abends, am Wochenende und an den Feiertagen gut von ihren geistigen Glanzleitungen erholen, während der größte Teil von ihren Untergebenen dann mit ihren “super Ausrüstungsgegenständen” und voll motiviert (grins) den Kopf hinhalten.

Eintrag von cuk am 2.Oktober 2008


Hallo Kollege Scheuring !!!

Zitat :

Hallo Beamter,
ja in diesem Jahr werden noch Beförderungen kommen. Zum einen sind die 1.600 verfügbaren Beförderungen längst noch nicht alle ausbefördert und zudem werden sich im zweiten Halbjahr 2008 noch ca. 400 Beförderungen aus Ruhestandsdaten ergeben.
Mit kollegialen Grüßen
Josef Scheuring

Eintrag von Josef Scheuring am 3.September 2008

Ich wollte mal nachfragen, wann denn mit den restlichen Beförderungen für das Jahr 2008 zu rechnen ist. Ist der Monat schon absehbar ( Oktober, November oder Dezember`08 ? )

Vielen Dank für die rasche Antwort im Voraus

Viele Grüsse

Bundesbakki

Eintrag von Christian Backes am 22.September 2008

Ich weiss, der Beitrag passt hier nicht hinein. Aber der Thread, in dem ich es eingestellt habe, ist älteren Datums und ich hatte dort keine Antwort bekommen. Vielleicht bekomme ich die Antwort ja hier !!!!

Vielen Dank

Bundesbakki

Eintrag von Christian Backes am 4.Oktober 2008


Es ist schon einigermaßen verwunderlich, wie manche Beamte diese Plattform nutzen um sich gegenseitig zu „zerfleischen“. Der mD gegen den gD, der gD gegen den mD u.s.w. Fehlt eigentlich nur noch der hD, der gegen den mD und gD wettert.
Liebe Kollegen,
wir alle im mD und gD müssen diese verfehlten Reformen in der Bundespolizei ausbaden und uns alle geht es um das gleiche. Jeder will mit Zufriedenheit seinen Dienst verrichten und mit seiner Besoldung gut seine Familie ernähren. Das Problem ist hier nicht, ob man den mD ohne Prüfung in den gD überführt, sondern dass auch der Beamte mit A 8 seine Familie ordentlich ernähren kann. Und das geht zur Zeit bei den gestiegenen Lebenshaltungskosten nicht mehr.
Auch ich bin für einen Aufstieg bis A 11. Aber nicht um „Offizier“ zu werden, sondern um bei der derzeitigen Besoldungsstruktur meine Familie ordentlich ernähren zu können.
Ich habe mich mal in einigen Bundesländern umgehört. Teilweise wird dort jetzt der prüfungsfrei Aufstieg für KSB (heißt meist WWD also Wach- und Wechseldienst) bis A 11 durchgeführt. Dabei bleibt der Beamte auf seiner Funktion. Will er Führungsaufgaben wahrnehmen, muss er noch mal verschiedene Lehrgänge besuchen. Gleiches gilt für Beamte nach dreijährigem Studium. Diese werden PK, gehen für 3 – 5 Jahre in eine Einsatzhundertschaft, dann auf eine Wache und können dort verschiedene Lehrgänge besuchen um Führungspositionen einzunehmen. Nur so ist sichergestellt, dass diese Beamten auch über ausreichend Praxiserfahrung besitzen.
Also lasst die GdP für eine gerechte Bezahlung kämpfen und wenn es sein muss auch durch den prüfungsfreien Aufstieg. Wenn der POM / PHM mit seinem Gehalt seine Familie gut ernähren kann, dann schreit auch keiner mehr nach einem Aufstieg bis A 11.

Eintrag von älterer Beamter am 5.Oktober 2008


In meiner BPOLI sieht es zu Zeit so aus, dass wir größere Kontigente für Flughäfen in den alten Bundesländern zu stellen haben und darauf gleich ein weiteres Personal-Kontigent für einen Bahnhof im Osten der Republik. Meine Inspektion befindet sich ziemlich tief im Osten und ist sehr betroffen von den zukünftigen Personalentscheidungen im Laufe der Reform. Das Schlimme ist jedoch, dass jeder wer jetzt auf die angesprochenen Abordnungskontigente gesetzt wurde, aus mehr oder minder sozialverträglichen Abwägungen innerhalb der jeweiligen DG’s glaubt, dass es nicht bei den zeitlich befristetetn AO bleiben wird, sondern der “Dienstherr” hier den einzelnen Reformschritten vorgreift und die Mitarbeiter vorsätzlich, ja ich muss es sagen belügt, mit der Aussage das es ja nur Abordnungen aufgrund Personalknappheit in den jeweiligen aufnehmenden Dienststellen sind. Jeder der jetzt gehen muss, denkt er kommt nie wieder, dass Vertrauen ist so richtig im Eimer. Die Abordnungen so glaubt es jeder werden aufgrund dienstlicher Bedürfnisse verlängert und man hat dann schon mal Personal aus einer an Personal zu reduzierenden BPOLI freigeschaufelt. Was ist aus dem Leitbild geworden mit seinen so tollen Ansätzen, wo ist das KFS, ich glaube momentan spielt dies keine Rolle mehr. Ich habe hier nur mal kurz dargestellt, wie das derzeitige Denken in in meiner Inspektion auf operativer Ebene ist und ich erwarte den ersten Beamten den ich mit einer Kugel im Kopf in der Toilette meiner Dienststelle wiederfinde. Leute die was zu entscheiden haben, tut es bitte schnell und ehrlich!!!, mehr wünscht sich niemand, aber das dauerhafte hingehalte und Tun des Nichtwissens macht auf die Dauer krank.

Eintrag von Border am 5.Oktober 2008


Weswegen tut Ihr eigentlich so, als wäre ein “Offizier” etwas negatives? Das würde mich mal interessieren.

Doch zurück zum Thema, vielleicht kann hier auch mal ein Gewerkschaftsvertreter antworten:
1. Weswegen gibt es das Ziel, 40 % der PVB im gPVD anzusiedeln? (Kienbaumgutachten ist m.E. nach nicht zielführend, weil im Auftrag einer Gewerkschaft erstellt…)

2. Hat man sich auf Ebene der Gewerkschaften mal Gedanken über die Folgen gemacht? (Perspektive mD: 40 Jahre KSB?)

3. Weswegen gibt es Überlegungen, einen prüfungsfreien Aufstieg zu initiieren? Kann ansonsten das Ziel “40 %” in absehbarer Zeit nicht erreicht werden? Waren die Bewerberquoten zu gering?

4. Wie bewertet die GdP das Fernziel einer zweigeteilten Laufbahn? Wo ist der Mehrwert für die Polizei? Weswegen gibt es insbesondere in Niedersachsen Bestrebungen, wieder eine dreigeteilte Laufbahn einzuführen?

5. Wird der Anteil Beamte hPVD anwachsen? Wenn ja, in welchem Umfang?

6. Gibt es Überlegungen, vereinfachte Aufstiegsverfahren in den hPVD einzufordern? Wenn nein, warum nicht?

7. Wie steht die GdP zu Einkommenszuwächsen? Weswegen ist die Ballungsraumzulage kein Thema mehr? Gibt es Forderungen hinsichtlich einer Erhöhung der Wechselschichtzulagen und des DUZ?

Ich freue mich auf Ihre Antworten!

Eintrag von Irrsinn... am 9.Oktober 2008


@irrsinn

Die Antwort auf deine Frage von deinem letzten Beitrag.

Weil es Dich gibt!

Eintrag von rübezahl am 21.Oktober 2008


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