Bundesregierung belohnt Castor-Einsatz mit Verlängerung der Lebensarbeitszeit

kopie-von-radek-am-telefon.jpg Auch in diesem Jahr haben wieder mehrere tausend Polizistinnen und Polizisten den Castor-Transport geschützt und sicher zu seinem Ziel in das Zwischenlager nach Gorleben geleitet. Sie trafen dabei zum Teil auf erheblichen und aggressiven Widerstand von Atomkraftgegnern.

Dieses Jahr demonstrierten so viele Anti-AKW-Aktivisten wie lange nicht mehr.  Mit ihrem persönlichen Einsatz erhalten die Polizistinnen und Polizisten die staatliche Handlungsfähigkeit.

 

Dabei riskieren sie zuweilen ihr Leben und Ihre Gesundheit und dies mit Arbeitszeiten, die aus arbeitsmedizinischer Sicht gesundheitsschädlich und möglicherweise lebensverkürzend sind.

Die parlamentarische Wertschätzung hierfür ist aber ein „Tritt ins Kreuz“.

Die große Koalition beschließt, die Lebensarbeitszeit für Bundespolizistinnen und Bundespolizisten auf 62 Jahre zu verlängern.

„Für unsere Kolleginnen und Kollegen ist diese Entscheidung ein Schlag ins Gesicht. Sie berücksichtigt weder die besonderen Belastungen des Wechselschichtdienstes, noch die polizeifachlichen Aspekte“, so Jörg Radek, Mitglied des GdP Bundesvorstandes. „Dass 62jährige Polizisten zukünftig die jungen Demonstranten von den Gleisen tragen müssen, ist schlicht und ergreifend nicht vorstellbar“.

„Daher, sollten sich die Entscheidungsträger noch eines Besseren besinnen und von  der Verlängerung der Lebensarbeitszeit für Bundespolizisten absehen“, so Radek.

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Themenbereich: Fussballeinsätze und Gewalt | Drucken