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21. November 2008

Gemeinsames Engagement gegen Gewalt intensivieren

Frankfurt/Berlin. Die EindĂ€mmung der Gewalt im Fußball-Geschehen stand im Mittelpunkt eines GesprĂ€ches zwischen dem Deutschen Fußballbund (DFB) und der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Beide Organisationen waren sich darin einig, dass das gesellschaftliche PhĂ€nomen der zunehmenden Gewaltbereitschaft, wie es auch im Fußball auftrete, nur durch ein BĂŒndel von Maßnahmen bekĂ€mpft werden könne. Polizei und Vereine dĂŒrften mit dieser Aufgabe nicht allein gelassen werden. Weitere gesellschaftliche Institutionen und insbesondere die Politik mĂŒssten stĂ€rker in die Verantwortung genommen werden, um die Chancen des Fußballsports fĂŒr eine positive Entwicklung im Zusammenleben zu nutzen.

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Im GesprĂ€ch: (v. l.) GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg, Jörg Radek, fĂŒr die Bereitschaftspolizei verantwortliches Mitglied im GeschĂ€ftsfĂŒhrenen GdP-Bundesvorstand, Andreas Nowak, GewerkschaftssekretĂ€r, Wolfgang Niersbach, DFB-GeneralsekretĂ€r, DFB-PrĂ€sident Dr. Theo Zwanziger und Helmut Spahn, DFB-Sicherheitsbeauftragter.
An dem Treffen im November in der DFB-Zentrale nahmen auf Seiten des DFB PrĂ€sident Dr. Theo Zwanziger, GeneralsekretĂ€r Wolfgang Niersbach und der Sicherheitsbeauftrage Helmut Spahn teil. FĂŒr die sowie GdP waren ihr Bundesvorsitzender Konrad Freiberg, das Mitglied im GeschĂ€ftsfĂŒhrenden Bundesvorstand Jörg Radek, GdP-SekretĂ€r Andreas Nowak und Pressesprecher RĂŒdiger Holecek in Vorbereitung auf den von der GdP im FrĂŒhjahr geplanten Fußball-Gipfel nach Frankfurt gekommen.

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Fußball hat hohe Integrationskraft: v. l.) Wolfgang Niersbach, DFB-GeneralsekretĂ€r, DFB-PrĂ€sident Dr. Theo Zwanziger und Helmut Spahn, DFB-Sicherheitsbeauftragter.Dr. Theo Zwanziger schilderte die vielfĂ€ltigen BemĂŒhungen des DFB, die Sicherheit im Fußball zu gewĂ€hrleisten. So stehe der DFB im stĂ€ndigen Kontakt mit Vertretern der Deutschen Bahn, der Bundes- und Landespolizei, von Fanorganisationen sowie Verantwortlichen aus den Vereinen der Bundesliga, der 2. Bundesliga sowie der 3. Liga und Regionalligen.

Der Fußball, so Dr. Zwanziger, könne als integrative Kraft quer durch alle Gesellschaftsschichten und Bevölkerungsgruppen nicht hoch genug eingeschĂ€tzt werden. Daher seien alle Beteiligten gefordert, ihren Beitrag am „Nationalen Konzept fĂŒr Sport und Sicherheit“ zu leisten. Insbesondere der Bau neuer SportstĂ€tten sowie der Ausbau bestehender Anlagen sei die Basis fĂŒr die Vereine, die notwendigen Sicherheitsstandards zu erfĂŒllen.

GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg Ă€ußerte seine Sorge ĂŒber die Verschiebung des Gewaltgeschehens in die klassentieferen Ligen. Auch fĂ€nden die Auseinandersetzungen inzwischen oft weitab vom eigentlichen Spielort statt. Das erhöhe den Personalaufwand der Polizei erheblich. Die lĂ€nderĂŒbergreifenden UnterstĂŒtzungseinsĂ€tze anlĂ€ĂŸlich Fußball-Begegnungen seien von 13 im Jahr 2005 auf 40 im Jahr 2008 gestiegen.
Jörg Radek sprach sich fĂŒr eine bessere Kooperation mit den VerkehrstrĂ€gern, vor allem mit der Deutschen Bahn aus. Besonders auf den Reisewegen von und zu den Spielen hĂ€tten die begleitenden Polizeieinheiten Probleme mit alkoholisierten und randalierenden Fußball-AnhĂ€ngern sowie mit ReisewegsĂŒberschneidungen von Fans.
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GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg mit dem begehrtesten Pokal der Welt.
Fotos (3): RĂŒdiger Holecek

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