GdP: Mahnwache für akzeptablen Ausgleich bei Arbeit zu unregelmäßigen Zeiten

Berlin/Hilden: Am 28. Januar zwischen 17.00 und 24.00 Uhr wird die Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei mit einer Mahnwache auf dem Platz des 18. März am Brandenburger Tor in Berlin gegen die unhaltbaren Rahmenbedingungen im Schichtdienst und bei der polizeilichen Arbeit zu anderen unregelmäßigen Zeiten protestieren.

Für Arbeiten am Samstag ab 13.00 Uhr zahlt der Bund seinen Bundespolizisten und den Beamten in den Vollzugsbereichen des Zolls (Bundesfinanzpolizei) derzeit 0,68 €, für Nachtdienste zwischen 20.00 und 06.00 Uhr 1,36 € und für Arbeiten an Sonn- und Feiertagen 2,88 € als Zulage je Stunde. „Diese geringen Zulagen stellen keinerlei Ausgleich für die tatsächlichen Belastungen unserer Kolleginnen und Kollegen auch unter Berücksichtigung der zunehmenden Gewaltbereitschaft und der damit einher gehenden ständig steigenden Bedrohung und Belastung für Polizistinnen und Polizisten im Schichtdienst dar. Es vergeht kaum eine Nachtschicht, kaum ein Einsatz an einem Wochenende oder an einem Feiertag, wo Polizistinnen und Polizisten nicht angegriffen und zum Teil auch erheblich verletzt werden“, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei in Berlin.

„Wir Polizistinnen und Polizisten gewährleisten die Sicherheit in Deutschland 365 Tage im Jahr und an sieben Tagen in jeder Woche über 24 Stunden. Dafür, dass unsere Kolleginnen und Kollegen Tag und Nacht und bei Wind und Wetter ihren Kopf hinhalten und ihre Gesundheit und ihr Leben riskieren, fordern wir eine längst überfällige angemessene Erhöhung der Zulagen für die Arbeit zu ungünstigen Zeiten auf fünf Euro pro Stunde. Weiter fordern wir den Rechtsanspruch auf Vorsorgekuren ab dem 40. Lebensjahr und die Rücknahme der Erhöhung der besonderen Lebensarbeitszeit vom 62. auf das 60. Lebensjahr für diejenigen, die mehr als 20 Jahre Polizeiarbeit zu unregelmäßigen Zeiten geleistet haben. Obwohl der Bund seine Bundespolizeien mit immer neuen Aufgaben im In – und Ausland belastet, hat er in diesen Bereichen die schlechtesten Rahmenbedingungen aller Polizeien sowohl in Deutschland als auch in Europa geschaffen. Dagegen treten wir an“, so Scheuring.

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