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25. Februar 2009

KATZE IM SACK KAUFEN!

Das Nachrichtenmagazin “DER SPIEGEL” brachte es als erster; dann wurden sie auch Dienststellen intern bekanntgeben:  die Ausschreibungen für die Auslandseinsatzhundertschaft in St.Augustin. Diese Ausschreibung wirft jedoch mehr Fragen auf, als das sie Antworten gibt.

Ein Einsatzkonzept für die Einheit fehlt immer noch !

Welches Organisationsziel hat die Einheit ? ( Ausbildungshilfe ? Polizeiberaterteams ?Trainingsexperten ?  Geschlossene Einheit ?)

Das Verfahren für die Feststellung der Eignung fehlt !

Aussagen zur Verweildauer fehlen. Anschlußverwendung ?

Angaben zu einem Betreuungskonzept fehlen !

Angaben zum finanziellen Rahmen ( z.B.: Versicherungsleistungen) fehlen!

Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollzähligkeit. Die Aufstellung dieser Hundertschaft ist ein hochpolitisches Thema.  Diese Brisanz hatte es schon beim Erstversuch in Gifhorn. Das Ergebnis ist bekannt. Mit einer “Interessenabfrage” in Form dieser Ausschreibung werden die damaligen Fehler wiederholt. Das Verwaltungshandeln läßt die notwendige Sensiblität vermissen. Es entsteht eher der Eindruck von Aktionismus auf poltischen Druck. Dieser ist auf das Präsidium so groß, daß ohne abschließende Klärung der offenen Fragen die Bekanntgabe erfolgte.

Den Interessierten wird ein Angebot als “Katze im Sack” gemacht”. Für die Organisation “Bundespolizei” wurde keine Folgeabschätzung hinsichtlich eines Fehlschlages vorgenommen!

Einträge:

Moinsen!!!
Dann ist es ja endlich raus.
Tja, wer politisch international oben mitspielen will, der darf sich den Forderungen der selbsternannten Weltpolizei und deren neuem “Obermotz” natürlich nicht verweigern.
Also mal flugs mehr Bundeswehrsoldaten in die aktuellsten Krisengebiete.
Ach ja, und Polizisten bräuchte man ja auch noch 2000 mehr für die Länder X, Y und Z.

Da die Bundespolizei ja in solchen Szenarien den Begriff “Gut Ding will Weile haben” nicht zu kennen scheint, wird erstmal ausgeschrieben, damit man Vollzug melden und Kräfte zur Verfügung stellen kann.
Über das Drumherum kann man ja danach nochmal reden.

Aus der Erfahrung eines halbjährigen UN-Einsatzes in einem Europäischen Staat kann ich nur jeden Interessenten warnen, sich genauestens über alle Eckdaten dieser “Auslandseinsatzhundertschaft” zu informieren.
Sprecht mit Kollegen, die unlängst aus den Krisenregionen wiedergekommen sind und unterhaltet Euch mit Bundeswehrsoldaten, die beispielsweise in Afghanistan waren. Schaut Euch Berichterstattungen an, wie unsere Bundesrepublik Deutschland mit in Kriegsgebieten verletzten BW-Soldaten umgeht.
Erinnert Euch an die in Skopje tödlich verunglückten Kollegen, die sich auf dem Rückweg einer begleiteten RF befanden. Damals ging es um die Hinterbliebenenversorgung.

Eine pauschale Freiwilligenmeldung für diese “Auslandseinsatzhundertschaft”, ohne ein Konzept erkennen zu können, ohne zu wissen, in welches Krisengebiet es geht, halte ich persönlich für ein absolutes Himmelfahrtskommando.
Speziell bei der Wankelmütigkeit unser politisch und polizeilich verantwortlichen Personen.

Meines Wissens nach sind wir als Bundesrepublik Deutschland ja noch nicht einmal alleine in der Lage, unsere eigenen Kräfte aus Krisengebieten zu evakuieren.

Ich persönlich treffe immer noch gerne meine eigene Entscheidung, nach einer von mir erstellten Gefahrenprognose, auf welches “Abenteuer” ich mich einlassen kann und will.

Nur als Denkanstoß!!

….und tschüß

Gruß
AB

Eintrag von AB am 25.Februar 2009


Avanti, Avanti - Dilettanti- unfachmännisch, laienhaft, unzulänglich.

Eintrag von Reiner Vonvielen am 25.Februar 2009


Die ganze Reform is schon ein Witz und dieser Vorfall spiegelt genau das wieder was oben abläuft !

Eintrag von Snoopy am 25.Februar 2009


Warum werden eigentlich täglich neue Baustellen in dieser Behörde eröffnet. Kann man nicht eine Baugrube erstmal zuschütten, vielleicht die wahnwitzige Neuorganisation. Nein gleich das neue Schlachtfeld eröffnet. Wer sind eigentlich die Personen die sowas anstoßen, was nicht bis zu Ende gedacht ist. ich verstehe den Laden nicht mehr. Aber ich hätte eine Lösung, gründet einen Arbeitskreise / Qualitätszirkel um das “Produkt” Auslandshunderschaften zu überdenken und schon haben sich wieder ein paar “wichtige” Leute aus der Fläche verabschiedet und der Pöbel macht weiterhin seinen Dienst, wie eh und je und bei Sturm von allen Seiten.Ich hoffe das Interesse an Bewerbern ist so gering, dass tatsächlich ein ernsthaftes Nachdenken, über solche Schnellschüsse stattfindet. Sagt doch erst mal den Mitarbeitern wo sie in Zukunft in Deutschland ihren Beruf ausüben dürfen, bevor ihr sie im Ausland verbratet. Ende !!!

Eintrag von Thorsten am 25.Februar 2009


präsidiumsartig…

Eintrag von Nuts am 25.Februar 2009


Vergesst bei der Ausschreibung nicht;
obligatorische Anforderung (oder wie das heißt).

“Mindestens 3 Jahre Dienst im Einzeldienst”

rein zu schreiben.

Dann machen wir an den Bahnhöfen im ehemaligen Amt Köln (wo sicherlich viele Bewerber her kommen werden)
nur noch mit 50% der ehemaligen Soll- Stärke Dienst.

Weit sind wir ja nicht mehr weg davon.

Aber et läuft et läuft.

Eintrag von Jupp im Trupp am 25.Februar 2009


Eh Leute!
Wo ist euere Motivation? So viele Möglichkeiten wie in der Bundespolizei muss man woanders erst einmal haben!!!

Dass die vernünftige Regelung Zeit braucht ist klar. Das werden die “Neuraderfinder” von woauchimmer schon noch merken, wenn sich (hoffentlich) keiner meldet.
Für’n Appel und ‘n Ei als Zielscheibe in Afghanistan oder sonstwo rumlaufen und Analphabeten (sorry - aber dort gibt es noch so etwas und nicht zu knapp, das ist eben Tatsache) die PDV 100 erklären - da muss die Fürsorgepflicht des Dienstherrn endlich mal gelebt werden.
Kollegen, die für andere europäische Länder “auf Reisen” gehen, gehen für jeden einzelnen Tag, den sie außer Landes verbrachten, einen Tag früher in Pension!!! Und werden dabei noch vernünftig bezahlt. Das wäre doch mal ein Denkanstoß!

Ein Endlosthema.

Eintrag von captain future am 25.Februar 2009


Hilfe. Ich will hier raus aus dieser Behörde.
Immer wenn man denkt es kann nicht schlimmer werden setzt irgendein Polizeigeneral noch einen drauf um sich vollends der Lächerlichkeit und Unglaubwürdigkeit preiszugeben.
Ich frage mich wann endlich der Rubikon überschritten ist und das ganze Marode Gebäude Bundespolizei zusammenbricht.
Was ich gerade im Moment wieder so alles Mikrokosmos BuPo erlebe deprimiert mich immer mehr.

Eintrag von shottersheriff am 26.Februar 2009


Ich glaube, wenn hier mal irgendwann im Forum veröffentlicht wird, jeder Beamte, natürlich auch jeder Verwaltungsbeamte, bekommt monatlich 1000€ mehr, nur dann, aber auch wirklich nur dann, würde hier nicht gemeckert.Mit meinen Auslandsdienstbezügen war ich auch immer zufrieden, auch wenn andere Länder mehr bezahlt haben.Hoffe wirklich, dass ihr nicht vor lauter Ärger eure Pensionen nicht mehr genießen könnt, wäre schade, der Staat würde sich freuen. Wünsche euch noch eine unfallfreie Restwoche.

Eintrag von derzufriedenekarl am 26.Februar 2009


ich denke auch, dass die möglichkeiten innerhalb dieser behörde weitaus größer sind als in den länderpolizeien. man muss dabei aber beachten, dass man das abgebot bei der bundespolizei auch nur nutzen kann, wenn man ein soziales umfeld hat, dass so viel “reisespaß” auch verträgt oder schlichtweg nur mit sich und seiner karriere beschäftigt ist. soziale verträglichkeit, das sollten auch die zufriedenen kollegen im sinne der gesamtmitarbeiterschaft bestätigen können, ist immer noch ein punkt, der ganz am ende steht.
im übrigen wird es auch für die gestellung von auslandsverwendern immer genug personal geben. die jetzigen dienstanfänger unterschreiben europaweit. das ist hinsichtlich der entwicklung der aufgabe der bundespolizei im bundesgebiet schon richtungsweisend. mich würde es nicht wundern, wenn die kollegen in 10 jahren mangels nationaler aufgaben bei einstellung für uneingeschränkte verwendung nach lust und laune des dienstherrn unterschreiben. aber so lange da mit offenen karten gespielt wird ist das in ordnung. die kollegen wissen dann wenigstens woran sie sind und das wäre ja immerhin schon ein fortschritt.

Eintrag von nicht aufgeben am 26.Februar 2009


Liebe Kolleginnen, Liebe Kollegen,
der Grund für die vorschnelle Ausschreibung könnte in der beabsichtigten Debatte des Parlmentes am Freitag den 06.März 2009 um 13.50 Uhr liegen. Zur Beratung liegen dem Parlament die Anträge der FDP, DER LINKEN und Bündnis 90/ DIE GRÜNEN vor.
Die Anträge waren auch Gegenstand der Expertenanhörung des Innenausschusses. Sie befassen sich mit der Ausbildungshilfe für die afghanische Polizei und dem gesetzlich verankerten Parlamentsvorbehalt für Auslandseinsätze der deutschen Polizei.
Deutschland ist in die Ausbildungshife für Afghanistan wird durch die EU - Mission EUPOL Afghanistan, Polizeiberaterteams und Trainingsexperten eingebunden.
Die Notwendigkeit für den Einsatz von geschlossenen Einheiten ( wie in Gifhorn oder nun in St. Augustin ) haben die Unruhen im März 2004 erstmalig deutlich gemacht. Der Europäische Rat hat in 2000 eine Einsatztruppe beschlossen. Der deutsche Beitrag daran steht immer noch aus.
Mit dieser Ausschreibung kann der BMI etwas vorweisen.
In der politischen Debatte wird leider bisher nicht unterschieden zwischen Ausbildungshilfe, Geschlossenen Einheiten und einem etwaigen robusten Mandat für die Polizei.
Eine Ausschreibung mit den oben beschriebenen Fragezeichen ist also nur Stückwerk.
Mit freundlichen Grüßen
Jörg Radek

Eintrag von Anonymous am 26.Februar 2009


Wenn ich Abenteuer im Ausland hätte haben wollen wäre ich zur Fremdenlegion gegangen und nicht zu einer deutschen Behörde die sich Polizei nennt.
Die BuPo des Jahres 2009 ist eine einzige, unorgansierte, chaotische und unterfinanzierte Polizeibehörde die alles will aber nichts wirklich richtig kann.
Und das wollen wir den zukünftigen Polizeibeamten am Hindukush mit deutscher Gründlichkeit nun auch beibringen.
Bringt doch erstmal den eigenen Laden wieder in Schwung bevor frei nach des Kaisers Spruch “am deutschen Wesen soll die Welt genesen” wir anderen beibringen wollen wie man Polizei macht.
Und der steuerzahlende Bürger der eine Stunde oder mehr auf das erscheinen eines Streifenwagens in Deutschland wartet,denn interessiert es nicht die Bohne ob in Afghanistan die Rechtsstaatlichkeit durch die EU oder UN der Bevölkerung aufgenötigt wurde.
Die Halbwertzeit eines solchen Einsatzes in Afghanistan halte ich eh für genauso gering wie die eines Frischkäses der in der Sonne liegt.
Aber die Naivität unserer Gutmenschen macht auch vor solchen teueren und unnützen Illusionen nicht halt.

Eintrag von Schutzmann am 27.Februar 2009


Guten Morgen,

ich bin ein Verfechter von Auslandseinsätzen, pflichte hier aber “AB” bei, dass eine solche Verwendung wohl überlegt sei. Meine diversen Verwendungen verbinde ich mit sehr vielen positiven Erfahrungen, die jedoch auch mit teils super Schlechten durchzogen waren. Um diese schlechten Erfahrungen anderen zu ersparen kann auch ich nur jedem raten nicht aus Aktionismus eine Auslandsverwendung anzustreben; Geld ist nicht alles.

Grundsätzlich sehe ich die Verwendungsmöglichkeiten in den diversen Missionen oder als HOD aber sehr positiv; nirgendswo anders als im Ausland konnte ich so schöne Erfahrungen machen.

Damit es für all die Kollegen in einer Auslandsverwendung oder für die, die sich für eine solche entscheiden, entsprechend positiv läuft, ist es unabdingbar, dass die Rahmenbedingungen für jede Mission im Vorfeld festgeschrieben werden.

Unsere Behörde ist hier in der Pflicht und wir sollten sie an diese permanent erinnern!!

Ohne ein schlüssiges Konzept werden am Ende eine nicht einsatzfähige Auslandseinsatzhundertschaft und viele frustrierte Kollegen stehen… im besten Fall! Den Schlechtesten mag ich mir gar nicht vorstellen.

Lasst Euch nicht ärgern!
OLE

Eintrag von Ole Bielenberg am 27.Februar 2009


Was diskutiert Ihr eigentlich hier?
Diese ganze Aktion ist nichts anderes als Wahlkampf.
Sollte es, wovon ich nicht ausgehe, tatsächlich zu einer vollen Auslandshundertschaft reichen, wird eine politische Grinsbacke dies vor laufenden Kameras verkaufen und damit auf Stimmenfang gehen.
Nur aus diesem Grund erfolgt jetzt der Schuss aus der Hüfte, reiner Aktionismus.
Wollen wir wirklich als Wahlkämpfer für Politiker unser Leben riskieren?

Eintrag von NODROG12 am 27.Februar 2009


Hallo,

Jungs und Madels bleibt hier. Jetzt merkt man, in Vorbereitung der Wahlen wollen sich EINIGE bei der BUPOl wiedermal profilieren, denn sie denken und handeln wie Politiker. Doch dazu brauchen sie Mitstreiter und diesen wird nicht immer bzw. meistens die Wahrheit gesagt.
Später können sie sich an derartigen Äußerungen nicht mehr und wollen sich auch nicht erinnern.
Demokratien und Revolutionen lassen sich nicht exportieren, Krieg bleibt Krieg und er fordert Opfer, viele Opfer.Geschworen auf Deutschland, gestorben im Ausland. Aus der Geschichte nichts gelernt. Wie war es doch noch mal? dass nie eine Mutter ihren Sohn beweint!

Eintrag von murmel81 am 27.Februar 2009


Hallo! Bei dem Thema Auslandseinsatzhundertschaft hat man sich doch in Gifhorn schon total blamiert! Geht das Ding jetzt in die zweite Runde? Gifhorn war geprägt von Konzeptlosigkeit und Stabsarbeitern ohne Leidenschaft….! Viel Glück mit St. Augustin!

Eintrag von präsident am 27.Februar 2009


Das Statement von “AB” ist nur richtig! Auch ich interessiere mich seit langem für diese AEHu und würde mit meiner Familie bei einem “Zuschlag” 750Km umziehen. Meine Frau würde mich unterstützen und in kauf nehmen, dass ich einige Zeit im Ausland verweile bei unklarer Zeit- und Gefährdungslage etc.

Aber soviel persönlichen Einsatz bei einer solch unklaren und vagen Ausschreibung? Das kann es doch nicht sein! Da muss doch endlich mal jemand wach werden. “Was glaube Seeger? Wir habe Flasche leer?” oder was? Es geht immerhin um Situationen in die die PVB geschickt werden, die mit einer Fanbegleitung oder mit Streife gehen im Bahnhof nunmal nicht vergleichbar ist. Wenn die BPOL-Führung Profis für so einen Job haben wollen, dann sollten sie auch wie Profis beworben- und behandelt werden. Eben gerade mit den nötigen Angaben wie Verischerungen, Verweildauer etc.

Wie gesagt, ich würd’s gerne machen, aber so? Ne, danke. Schade, dass die BPOL nie lernt.

Eintrag von Conrad am 27.Februar 2009


Zusatz zu oben:

Ich vergaß: In der Ausschreibung zum Einheitsführer steht, dass der Dienst gemäß der Rahmenkonzeption Auslandshundertschaft wahrgenommen werden soll.

— Hat die schonmal jemand gesehen?—

Ich bin nicht doof, aber rangekommen bin ich bisher nicht…

Eintrag von Conrad am 27.Februar 2009


Guten Morgen “Conrad”,

Du solltest Dich einmal vertrauensvoll an Deinen Personalrat wenden, dem sollte die die Konzeption bereits vorliegen. Wenn nicht, sende mir Deine dienstliche e-mail Adresse.

Eine schöne Woche!
Ole

Eintrag von Ole Bielenberg am 2.März 2009


Bevor hier alles über die geplante AEHu nieder gemacht wird, sollten sich einige von Euch mal schlau machen!
Es gibt ein Einsatzkonzept, die EAV sind in ihrer Struktur auch schon geplant, Ziele und Art der Einsätze (Einzelverwendung, im Gruppen/Zug/Einheits-Rahmen) sind durchaus bedacht worden!

Natürlich besteht bei einigen Punkten noch Handlungsbedarf, aber grundsätzlich hat man aus den Erfahrungen mit der bisherigen AHU Gifhorn gelernt und die gesamte Konzeption überarbeitet.

Es gibt noch viele Fragezeichen, die gibt es aber bei anderen Verwendungen auch (z.B. Botschafterschutz in Kriesengebieten!), deshalb muß man aber trotzdem irgendwo anfangen!

Ich persönlich sehe der AEHu positiv entgegen, was nach 5 Auslandsverwendungen aber vielleicht auch ehr verständlich ist.

Eintrag von Rafahhans am 4.März 2009


Guten Morgen!

Ich muss hier ein wenig die Hose runterlassen, ich habe nur einen Entwurf gesehen und nicht die abschließende Konzeption! Ich bitte meinen Schnellschuß zu entschuldigen.

Warten wir also weiter auf das was da kommt!

OLE

Eintrag von Ole Bielenberg am 4.März 2009


Hallo,

Es ist tatsächlich so wie Ole es kommentierte - sollte sich eine Konzeption AEHu auf dem Markt befinden, dann kann es sich nur um einen Entwurf handeln. Das “Original” sollte zum Ende der letzten Woche = 9.KW (nach Billigung durch Präsident Seeger) dem zuständigen Referat im BMI vorgelegt werden. Das BMI kannte bis dahin die endgültige Fassung noch nicht und hat diese auch noch nicht freigegeben. Insofern besteht doch der Mangel, dass eine Stellenausschreibung erfolgt ist, ohne den Bewerberinnen/Bewerbern die notwendigen Konditionen aufzuzeigen.
Auch der BHPR hat ausser einer Entwurfsfassung keine diskutable Konzeption vorliegen. Notwendige EAV und Aus- und Fortbildungsrichtlinien für diesen Bereich sind noch im Beratungsstadium. D.h., das zwingend durchzuführende personalvertretungsrechtliche Verfahren beim BHPR bisher noch nicht stattgefunden haben.
Wir sollten uns darüber einig sein - wenn man in der Bundespolizei 2x AEHu haben will, dann machen wir wenigstens das ordentlich und vertauschen dabei nicht die Schrittfolgen. Am Anfang steht immer Schritt 1 .
Folglich müssen die Kolleginnen und Kollegen erst über den Sinn und Zweck einer AEHu (= u.a. klar umrissenes Aufgabenfeld) sowie über die persönlichen Konsequenzen transparent unterrichtet werden.
Dann erfolgt die Ausschreibung und die potentiellen Interessenten können sich prüfen, ob sie für diese Aufgabe in Frage kommen. Und dann bewirbt man sich (oder auch nicht)und sollte wissen worauf man sich einlässt.
Das ist der Weg - relativ einfach, wie ich finde.

Liebe Grüße

Jürgen Stark

Eintrag von Jürgen Stark am 4.März 2009


Hallo alle zusammen!
Weiß denn überhaupt jemand, was das EAV beinhaltet?

Liebe Grüße

Eintrag von bitsy am 5.März 2009


Lieber Ole, Lieber Jürgen,

Ich habe nun eine “Vorabfassung” aus dem Intranet sowie Info’s von Gesprächen. Wenn es so ist, wie Jürgen sagt, dann erscheinen für mich die aktuellen Ausschreibungen auf einer nicht gerechtfertigten Grundlage zu stehen. Leider kommt es mir vor, als ob Deutschland springt, weil Frankreich “hüpf” sagt. Daher weht wohl der Wind. Deutschland bekommt wegen der aktuellen Ausbildersituation in Afgahnistan einen auf den Deckel, 130 PVB sollen da sein, 90 sind es, 0der? Was liegt da näher als die Gründung einer AuslHu die eh geplant ist. Dies als Schnellschuß? Egal, wir kennen uns mit schnellen Schüssen aus der Hüfte aus…

Aber das auf den Rücken der PVB, die mit Engagement und viel Enthusiasmus einen neuen, ungewissen beruflichen und privat einschneidenden Schritt wagen? Das finde ich nicht fair.

Eintrag von Mark am 7.März 2009


Afghanistan kann ich übrigens richtig schreiben ;-)

Eintrag von Mark am 7.März 2009


zur info:

das EAV beinhaltet englisch-test, coopertest, kasten-bumerang-test sowie den üblichen 4er-schritt beim ZAD: persönliche vorstellung, gruppendiskussion, präsentation, multimodales interview. hierbei teile in englisch für bewerber auf funktioner-ebene.

tiefgreifende informationen zur verwendung und einsatzkonzeption sind nicht zu finden.

abschluss EAV ist in der 18. KW angestrebt. im anschluss 4 wochen verbandspolizeiliche fortbildung, dann 3 wochen auslands-basisfortbildung.

danach 3 monate probezeit bis zur übertragung des dienstpostens.

diese o.a. vorabfassung fand ich im intranet auf der seite der BPOLABT STA, verfasst vom dortigen abteilungsführer.

Eintrag von BeDo am 10.März 2009


also die bildung dieser hundertschaft hat doch für mich einzig den grund, dass die bundespolizei nicht mehr ausreichend freiwillige aus den dienstellen bekommt um ihre ganzen einsätze im ausland zu bestücken.entscheidet sich jemand für diese hundertschaft kann man ihn ja einfach irgendwohin stecken.
auch ich hatte mich,als noch jünger an jahren, für eine tätigkeit beim auswertigen amt beworben.
bundessprachen amt besucht und dann als info erhalten, das ich zu wenig punkte hätte.nun da ich älter bin verlangt es mich nicht mehr danach in irgend ein kriesengebiet verschifft zu werden.
nun ich finde aber auch die grundvorraussetzungen die der bund verlangt sind manchmal schon sehr hoch.aber er wird sich schon was dabei gedacht haben.

Eintrag von Faulibär am 12.März 2009


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