+++WICHTIG+++ Ab 15. Juni 2010 - Mitarbeiterbefragung - Klartext 2010 +++Wichtig+++

28. April 2009

Verkehrskollaps bald bittere Realität – Politik betreibt mit Masterplan nur Flickschusterei

2. Verkehrs-Politisches Forum der Gewerkschaft der Polizei

Potsdam/Berlin, 28. April 2009. „Der Verkehrskollaps ist beileibe kein Szenario mehr, er ist nur noch eine Frage der Zeit,“ sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, zur Eröffnung des 2. Verkehrs-Politischen Forums seiner Organisation, bei dem in Potsdam rund 120 Verkehrsexperten aus Polizei, Politik und Wissenschaft noch bis zum morgigen Tag Strategien und Lösungen gegen die zunehmende Überlastung von Deutschlands Fernstraßen beraten.

Frank Richter, im Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstand für Verkehrspolitik zuständig, sagte: „Die wechselnden Regierungen haben die Aufgabe ‚Verkehr’ seit 60 Jahren schlicht verschlafen. Der heute vorliegende Masterplan ist reine Flickschusterei.“
So fehle dem Gesetzgeber offenbar der Mut, gegen die den Dauerstau fördernde Warenlogistik ohne Lagerhaltung und der just-in-time-Lieferung mit klaren Vorgaben einzuschreiten. Der Eindruck dränge sich auf, sagte Richter, dass die Wirtschaft auf dem Rücken des Individualverkehrs geschont werden solle.
Freiberg: „Es kann nicht angehen, dass sich die verladende und transportierende Wirtschaft vor den Kosten einer ordentlichen Lagerhaltung drückt, dadurch die Autobahnen verstopft und gleichzeitig den steuerfinanzierten Bau neuer Autohöfe und Rastanlagen fordert.“ Dies sei ein klassisches Beispiel für eine Privatisierung von Gewinnen auf Kosten der Allgemeinheit.

Das 2. Verkehrs-Politische Forum der Gewerkschaft der Polizei „Verkehrslast, Umweltschutz und Mobilität! – Widerspruch oder defizitäre Koordination?“ dauert noch bis zum 29. April 2009 an. Tagungsort ist das Kongresszentrum am Templiner See in Potsdam. Die Veranstaltung ist presseöffentlich.

Einträge:

Es darf hier nicht vergessen werden, dass der Verkehrskollaps auch durch massive Streckenstreichungen der Bahn mitverursacht worden sein wird.

Die Bahn hat sich seit Jahren immer mehr aus den weiniger lukrativen Strecken verabschiedet und diese stillgelegt.
Hier wäre ein Ansatzvorhanden gewesen um Güter von der Straße auf die Schiene zu bekommen.

Der ausgeschiedene Herr Mehdorn einschl. seiner Vorgänger hat, was den Güterverkehr angeht, lieber mit ausländischen Bahnen zusammen gearbeitet um darin weitere Profite für die Bahn (und damit für sich selbst) zu zu sorgen.

Gleichzeitig wurden Stellen abgebaut und das vorhandene Güternetz nicht wie notwendig modernisiert. Damit kann man inländische und auch ausländische Unternehmen nicht von der Straße weg bekommen.

Deutschland als Transitland für den europäischen Güterfernverkehr muss dringend mehr für die Schiene tun. Wenn dies erfolgt ist müssen die Mautgebühren dort gesteigert werden, wo ein Ziel mit der Schiene erreicht werden kann. Die Bahn hat im Gegenzug für das erforderliche Personal zu sorgen, damit die Güter schnell am Ziel ankommen und dort dem Güternahvefrkehr übergeben werden können.

Bis dahin wird uns aber nichts anderes ĂĽbrig bleiben, als das bestehende StraĂźennetz weiter auszubauen.

Eintrag von Hans-JĂĽrgen Schmid am 28.April 2009


einen Kommentar hinterlassen ?

Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse wird nie angezeigt. Um Spam zu vermeiden erscheinen die Einträge jedoch erst nach Freischaltung durch die Redaktion.


Powered by WP and hassheider koeln