+++ENDSPURT+++ Jetzt noch dran teilnehmen - Mitarbeiterbefragung - Klartext 2010 - bis zum 15. September 2010 +++ENDSPURT+++

13. Mai 2009

Aktuelle Stunde im Bundestag zu den gewalttätigen Ausschreitungen am 1. Mai - GdP Bezirk Bundespolizei bringt Forderungskatalog ein!

In einer aktuellen Stunde behandelten die Abgeordneten des Deutschen Bundestages das Thema "Gewalttätige Ausschreitungen am 1. Mai 2009" In einer zum Teil erregten Debatte wurden einmütig die gewalttätigen Ausschreitungen verurteilt.

Die Gewerkschaft der Polizei Bezirk Bundespolizei hat in die Debatte des Deutschen Bundestages eine Stellungnahme verbunden mit einen Forderungskatalog eingebracht, den wir an dieser Stelle veröffentlichen.  Auch möchten wir allen Kolleginnen und Kollegen, die in Berlin aber auch an anderen Orten in diesen Einsätzen verletzt wurden, weiterhin eine gute Genesung wünschen.

Stellungnahme der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, zur Aktuellen Stunde des Deutschen Bundestages zum Thema „Gewalttätige Ausschreitungen am 1. Mai 2009“

Vorbemerkungen:

Am 1. Mai 2009 kam es in Berlin-Kreuzberg im Zuge der Revolutionären Mai-Demo zu massiven Gewaltausbrüchen. Eine seitliche Begleitung des Aufzuges durch Polizeikräfte war von der Berliner Einsatzkonzeption nicht vorgesehen. Auch eine Vorkontrolle der Teilnehmer durfte nicht stattfinden. Bereits am Sammelplatz der Demonstration begannen sich Teilnehmer zu vermummen und unzulässige Gegenstände mitzuführen (z.B. übergroße Transparente zur Sichteinschränkung).

Ein frühzeitiges Einschreiten der aufzugsbegleitenden Polizeikräfte wegen der rechtswidrigen Vermummung sollte jedoch nicht erfolgen. Lediglich eine Begleitung der Aufzugsspitze und des Demonstrationsendes war vorgesehen. Polizeikräfte mussten sich weit entfernt vom Demonstrationsverlauf in Seitenstraßen aufhalten. Der Aufzug sollte – so von der Polizei des Landes Berlin mit den Veranstaltern abgesprochen – unbegleitet von der (Bundes-)Polizei durch das „MyFest“ als „rote Zone“ marschieren und erst nach dem Wiederaustreten aus dem Fest wieder von Bundespolizei in Empfang genommen und begleitet werden.

Bereits nach wenigen Metern wurden die Polizeikräfte an der Spitze des Demonstrationszuges aus der Demonstration heraus mit Steinhageln angegriffen. Auch wurde versucht, eine Tankstelle zu stürmen. Der Zug bewegte sich mit „Hass! Hass! Hass!“-Rufen rücksichtslos durch das „MyFest“. Ungefähr weitere 300 mit Steinen und gefährlichen Gegenständen bewaffnete Personen schlossen sich aus dem „MyFest“ heraus dem Demonstrationszug an.

Der Veranstalter war nicht in der Lage, seine Teilnehmer mit Lautsprecherdurchsagen von Gewalttätigkeiten abzuhalten. Sofort mit Austritt der Demonstration aus dem „MyFest“ wurden die absprachegemäß wartenden Einsatzkräfte der Bundespolizei aus der Demonstration heraus mit Steinhageln angegriffen.

Ordner des Veranstalters griffen nicht ein.

Nach weiteren gewaltsamen Angriffen auf die (Bundes-)Polizei wurde die Demonstration vorzeitig beendet. Nachfolgende Gewalttätigkeiten führten allein zu mehr als 100 verletzten Bundespolizisten. Der Einsatz von Wasserwerfern und geschützten Sonderwagen war nicht gewollt.

Bereits in der Vornacht vom 30.04. zum 01.05., der sogenannten „Walpurgisnacht“ wurde aus einer Feier am Boxhagener Platz heraus von dem versammelten Publikum die Bundespolizei massiv mit Stein- und Flaschenhageln angegriffen und Brandbarrikaden errichtet. Ein Einsatz von Wasserwerfern war ebenfalls nicht erwünscht. Eine Vielzahl der festgenommenen Gewalttäter konnte nur im sogenannten „Verbringungsgewahrsam“ an den Stadtrand gebracht werden.

Forderungen der GdP, Bezirk Bundespolizei:

  1. Die GdP weist darauf hin, dass es eine vornehmste Aufgabe der Polizei bleiben muss, friedliche Demonstrationen zu ermöglichen, die Demonstrationsfreiheit durchzusetzen und gegen Missbrauch durch Gewalttäter zu verteidigen.
  2. Die GdP verdeutlicht, dass Polizeibeamte als „Stellvertreter des Staates“ und des Rechts nicht zur archaischen Steinigung freigegeben werden dürfen. Die GdP verlangt einen Grundkonsens und eine öffentliche Erklärung aller Parteien im Deutschen Bundestag, dass Gewalttätigkeit gegen Polizeibeamte nicht zu akzeptieren ist und zu keiner Zeit ein Mittel der politischen Auseinandersetzung oder der politischen Artikulation sein darf. Die GdP weist ausdrücklich darauf hin, dass Polizeibeamte von rechts- und linksextremen Gewalttätern angegriffen werden. Zugleich werden in einer Vielzahl von Fällen einfach angestaute Frustpotentiale ziel- und zeiterwartet gegen Polizeibeamte entladen, ohne explizit politisch motiviert zu sein.
  3. In Zusammenarbeit mit den Justizbehörden muss aus generalpräventiven Überlegungen heraus sichergestellt werden, dass insbesondere bei Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte, Gewaltdelikten von gefährlicher Körperverletzung bis zum Mordversuch an Polizeibeamten in beschleunigten Verfahren eine gerichtliche Ahndung im engen zeitlichen Zusammenhang zu den Gewaltexzessen erfolgt. Das gilt auch für die Verfügbarkeit von Staatsanwälten vor Ort.
  4. Zukünftig muss von Anmeldern von Demonstrationen, deren Verlauf aufgrund polizeilicher Lageerkenntnisse und Erfahrungen als latent oder potentiell gewaltsam eingeschätzt werden muss, mehr gewaltpräventives Engagement erwartet und abverlangt werden. Die Verantwortung für den friedlichen Verlauf „von Innen“ liegt in erster Linie beim Anmelder, der Schutz des Aufzuges gegen Störungen von Außen in erster Linie bei der Polizei. Diese innere Verantwortung der Anmelder muss gestärkt werden. Grundsätzlich sollen und müssen Demonstrationen stattfinden können, Untersagungen müssen weiter die Ausnahme bleiben. Dafür müssen sich aber Anmelder und Veranstalter stärker als bisher zum Beispiel
  • im Vorfeld öffentlich von Gewalttätigkeiten distanzieren
  • Aufrufen zur Vorbereitung auf eine Gewalteskalation durch potentielle Teilnehmer öffentlich entgegentreten
  • durch mehr Ordner und eine frühzeitigere Kooperation der Ordnerkräfte sowie eine frühe gemeinsame Einweisung mit den eingesetzten Polizeikräften mehr Eigenverantwortung der Veranstalter für einen friedlichen Verlauf übernehmen
  • durch eine Gliederung des Aufzuges zu einer besseren Aufzugsführung zu gelangen
  • aktiv Teile des Aufzuges (Blöcke) von der weiteren Teilnahme ausschließen und die Polizei zu bitten, durch Abhaltung der ausgeschlossenen Teile von der weiteren Teilnahme einen friedlichen Fortgang des Aufzuges sicherzustellen.

5. Die Idee der gegenseitigen Unterstützung der (Bereitschafts-)Polizeien des Bundes und der Länder bei zeitgleichen Ereignissen hat sich bewährt. So waren Bundespolizeieinheiten in Berlin, Hannover, Hamburg und anderen Städten zur Unterstützung der Polizeien der Länder eingesetzt

Als Mangel wird jedoch empfunden, dass es keine bundesweite Koordinierungsstelle gibt. So wurden nicht mehr benötigte Bundespolizeieinheiten in Hannover vom Land nicht freigegeben und konnten so auch nicht mit Hubschraubern nach Berlin verlegt werden, um dort zu unterstützen.

6. Als hinderlich erweist sich immer wieder auch die gegenseitige Kostenerstattungspflicht zwischen Bund und Ländern bei gegenseitiger Polizeiunterstützung. Die Gewährleistung der Demonstrationsfreiheit, die Sicherheit der Bürger und die Gesundheit der eingesetzten Beamten sind direkt abhängig von der Zahl verfügbar einsetzbarer Polizeikräfte und dürfen nicht an der Unbezahlbarkeit der Kräfteanforderung scheitern.
So muss die gemeinsame politische Verantwortung Bund-Länder für gemeinsame Polizeieinsätze überprüft werden: Veranstaltungen in der politischen Kompetenz des Bundes (G-8-Gipfel, NATO-Gipfel etc.) sollten grundsätzlich nicht mehr in Rechnung gestellt werden, Veranstaltungstage mit bundesweiter Relevanz (wie 1. Mai, bundesweite NPD-Aktionstage etc.) sollten ebenfalls nicht in Rechnung gestellt werden. Gleiches gilt für notwendige Luftverlastungen per Hubschrauber und den Einsatz von Spezialeinheiten.

7. Die politische Einflussnahme auf die Polizeitaktik darf nicht dazu führen, dass trotz warnender Vorerkenntnisse auf Vorkontrollen der Teilnehmer verzichtet wird. Diese können (und müssen ggf.) gemeinsam mit dem Anmelder organisiert werden. Es muss verhindert werden, dass weiterhin ein politisches Klima propagiert wird, nach dem bereits die bloße Anwesenheit von Polizeibeamten als ungehörige und deshalb zu unterbindende „Provokation“ dargestellt wird. Auf eine Begleitung latent gefährdeter Aufzüge kann nur in dem Maße verzichtet werden, wie der Veranstalter selbst ordnend auf seinen Aufzug einzugreifen vermag. Ist – wie am 1. Mai – der Veranstalter nicht in der Lage, auf seinen Aufzug einzuwirken, so ist polizeiliche Präsenz auch als Seitenbegleitung unverzichtbar.

8. Politische Einflussnahme darf nicht dazu führen, dass auf Kosten der Gesundheitsgefährdung der eingesetzten Polizisten auf den Einsatz von Wasserwerfern oder Sonderwagen (zur Räumung von Brandbarrikaden) verzichtet wird, um kein angeblich „provokatives Klima“ zu schaffen. Die Rücksichtnahme auf die Befindlichkeiten von Gewalttätern zu Lasten der Gesundheit der eingesetzten Polizeibeamten ist unerträglich.

9. Die Ausstattung der Bereitschaftspolizeien von Bund und Ländern muss den bestmöglichen Schutz der Beamten gewährleisten. Daher muss die Finanzausstattung eine Verbesserung der Körperschutzausstattung (z.B. mit Oberschenkelschutz) genauso vorsehen wie ausreichend Tauschmöglichkeiten für beschädigte Einsatzhelme.

10. Da besonders viele junge Beamte in der Bundesbereitschaftspolizei dienen und bei solchen Einsätzen wie am 1. Mai ihre Gesundheit aufs Spiel setzen, muss durch den Deutschen Bundestag eine Änderung des § 147 Abs. 2 BBG beschlossen werden die es erlaubt, auch jetzige junge Beamte bereits vor dem 27. Lebensjahr in den schützenden Lebenszeitbeamtenstatus zu ernennen, wie es für zukünftige Beamte durch das Dienstrechtsneuordnungsgesetz (DNeuG) bereits vorgesehen ist.

Einträge:

Die hier aufgestellten Forderungen spiegeln exakt die schwerpunktmäßig disskutierten Themen dieser Woche wieder. Ich konnte in vielen Gesprächen, auch mit vielen Führungskräften der Direktion Bundesbereitschaftspolizei und den Abteilungsführern feststellen, dass dingenster Handlungsbedarf im Sinne der o. a. Forderungen besteht.
Dabei sollte am einfachsten das Problem der Körperschutzausstattung, insbesondere das der fehlenden Oberschenkelprotektoren, regelbar sein. Das dürfte sicherlich ein Kleinstproblem im Reigen der konjunkturfördernden Maßnahmen sein.
Heinz Selzner, GdP - Direktionsgruppe Bundesbereitschaftspolizei

Eintrag von Heinz Selzner am 8.Mai 2009


Die Forderungen sind enorm wichtig und müssen sofort umgesetzt werden.
Gerade das Problem Unterstützung Bund - Land kann man dem BÜRGER
nicht mehr verkaufen!
Aber , wie Heinz schreibt das Oberschenkelprotektoren
ein Kleinstproblem sind!! Habe ich da erhebliche Zweifel,
dass sich in Sachen Ausstattung was tut.
Beispiel Handschuhe und Holster (30 Jahre alte MODELLE!!!!!)Sind im heutigen Dienstalltag nicht mehr zu gebrauchen.

Eintrag von Herbert am 8.Mai 2009


Dann lasst doch das nächste Mal die Polizei Berlin alles alleine machen. Dann bleibt die Bundespolizei zu Hause und hätte nicht 100 verletzte Kollegen.
Was hat die Polizei Berlin eigentlich für eine Polizeiführung ?

Eintrag von Reiner Mischer am 8.Mai 2009


@ Reiner Mischer

Dann macht die Bundespolizei das was sie am besten kann…!

Dein Kommentar ist ja kaum zu ertragen! Ich war selber mal Angehöriger der BPol und kann Dir sagen, dass die Führungsköppe dort genauso planlos wirken. Siehe Castor, Grenze etc.

Und ich für meinen Teil stand an dem Tag selber im Bewurf( Berliner Polizei )! Und ich hab schon Schlimmeres erlebt. Also laßt mal die Kirche im Dorf…

Eintrag von Goethe am 9.Mai 2009


Leider war auch ich am 1.Mai in Berlin eingesetzt und musste erleben, wie die Führung der BPOLI vollkommen versagt hat.
Kein Körperschutz für die Beamten und ein planloses Vorgehen, wie ich es in 20 Dienstjahren kaum erlebt habe.
Aber mit Konsequenzen haben die POR ja nicht zu rechnen.
Ich würde den einen oder anderen aus der BPOL rausschmeissen.
Man muss langsam um sein Leben fürchten, und diese Versager (Polizeiführer) sind schuld!
Schämt euch!!!!!!!!!

Eintrag von PVB am 9.Mai 2009


@ Reiner Mischer

Lieber Kollege,

wenn ich mir die letzten Kommentare zu unterschiedlichen Themen von dir anschaue, wäre es vieleicht besser du würdest anfangen deine Rente zu geniessen und es sein lassen durch permanent polemische Provokationen hier Unruhe reinzubringen.
Die Bundesländer sind schon lange nicht mehr in der Lage Grossveranstaltungen mit eigenem Personal zu bewerkstelligen und ich glaube kaum das wir als Bundespolizei tatenlos zu sehen würden und wollen wie die Kollegen der Länder in solchen Großlagen teilweise um ihr Leben kämpfen müssten, nur weil du der Meinung bist hier ein Zeichen zu setzen. Auch wenn jedes Bundesland seine eigene Polizei hat plus die Bundespolizei, so sind wir doch alle Kollegen und jeder verletzte Kollege, egal ob von Bund oder Land ist ein verletzter Kollege zu viel.

Eintrag von Schahin Sharif Pakdaman am 9.Mai 2009


@ Goethe:

Die Meinung von Reiner Mischa bzgl. der Polizeiführung bezog sich sicherlich auf Herrn Körting welcher mit seinen Anweisungen für Unverständnis seitens der Polizeiführung von Bund und Land sorgte.
Aber sonst weiß ich nicht warum du gleich so unsachlich wirst.
Ich weiß ja nicht wann du die Bundespolizei verlassen hast denke aber, dass wir als Bundespolizei uns ganz und gar nicht mehr hinter irgendeiner Polizei hier in Deutschland verstecken müssen. Und was die Ausrüstung und Technik angeht schon überhaupt nicht mehr.
Das es vielleicht noch regionale Unterschiede gibt mag sein, was aber sicherlich immer mit dem Standort einer jeden Abteilung zusammen hängt. Und die gleichen Problematik gibt es wohl auch beim Land.

Also bitte selber die Kirche im Dorf lassen… Grins…

Dir und den anderen Kollegen hier im Forum noch ein schönes Wochenende

Eintrag von Frage am 9.Mai 2009


@ Frage

Meine Feststellung war eher rhetorischer Art. Das soll kein Angriff auf irgendwelche Kollegen, irgendeiner Behörde sein. Meine Frau ist auch bei der BPol und ein Großteil meiner Freunde.

Ich wollte nur meinen Ärger über “Mischer” Ausdruck verleihen, da ich es im höchsten Maße unkollegial finde, wenn man in den Raum wirft, dass wir Berliner unseren Scheiß alleine machen sollen. Ich finds auch nicht dolle stundenlang mit Steinen, Flaschen und Schlimmeren beworfen zu werden. Und für unsere Taktik kann keiner der Kollegen auf der Straße was. Da sollten sich die Herren der B2 Besoldung mal hinsetzen und ein intensives Brainstorming betreiben. Und das am besten am Kotti… 1. Mai 19.05 Uhr….

Eintrag von Goethe am 10.Mai 2009


Hallo Kollegen,

ich finde es unsagbar, wie die politisch und polizeilich Verantwortlichen mit ihren Beamten umgehen. Ich selbst war am 1.Mai in Ulm eingesetzt und das dortige Einsatzgeschehen liegt nach der Berichterstattung über Berlin, Hamburg etc noch um Längen zurück.
Trotzdem finde ich die Idee der GDP gut einen solchen Forderungskatalog aufzustellen. Ich hoffe nur das die Politiker der Sache Gehör verleihen.
Ich bin auch der Meinung das dringender Handlungsbedarf in Sachen Zusammenarbeit Bund - Land besteht. Ich kenne die Gepflogenheiten in Berlin nicht und es ist sicherlich regional verschieden. Fakt ist, dass eine gemeinsame Koordinierungsstelle nicht die schlechteste Idee ist. Viele wenn nicht alle Bundesländer sind auf die Unterstützung des Bundes und anderer Länder mehr oder weniger angewiesen und nach meiner Auffassung ist es höchste Zeit die Zusammenarbeit für beide Seiten auf ordentliche Füße zu stellen.
Kollegen die der Meinung sind, dass sich andere Landesbehörden doch selbst um ihre Einsatzlagen kümmern sollen, sind meiner Meinung nach in keiner Weise tragbar und sehnen eventuell lange vergangene Zeiten zurück.

Die Zusammenarbeit zwischen der Bundes und der Landespolizei muss endlich auf eine zeitgerechte Art und Weise getrimmt werden. Nur so werden die kommenden Großeinsatzlagen betreut werden können.
Hier sind dringende Reformen von Nöten und es ist lange an der Zeit, dass sich der ein oder andere Politiker oder Landesfürst die Sachlage mal bewusst macht und moderne Verfahrensweisen entwickelt und anwendet.

Hoffe das alle verletzten Kollegen schnell genesen und sich ordentlich von den Strapazen erholen können.
Vielen Dank an EUCH!!!!

Grüße
michlkc

Eintrag von michlkc am 11.Mai 2009


Aber traurig, dass doch tatsächlich ein “Kollege” der BPOL aus FF/M in Berlin am 1. Mai als Steinewerfer auf eigene Kollegen festgenommen wurde! Wenn seine Schuld bewiesen ist, dann sofort entlassen! Was anderes geht gar nicht.

Ach ja, mein Oberschenkel würde dann jetzt auch sehr gern eine Oberschenkelprotektorhose analog BFhu bestellen wollen. Nimmt jemand eine Massenbestellung auf oder kommt’s etwa doch dienstlich?

Eintrag von am Kotti war's schön... am 11.Mai 2009


Weiter so. Den politischen Entscheidungsträgern und den Bügern ist es meiner Meinung nach nicht bewußt, wie aufgrund des “ausufernden” Föderalismus Ressourcen verschwendet werden. Deutlich wird dies vor allem bei der Zusammenarbeit Land und Bund. Würde bei Großereignissen (z.B. Fußballspielen, Demonstrationen) endlich wirklich zusammen gearbeitet werden, dann könnte sowohl der bund als auch das Land eine Menge Ressourcen einsparen. Dies würde letzten Endes zu einer Entlastung der Bundes- als auch Landespolizei führen. Was spricht denn dagegen gemeinsam Einsätze zu bestreiten. So könnte i.d. R. ein EA Innenstadt gebildet werden, der sich einmal zum Großteil aus Bundespolizeibeamten zusammensetzt die dann nicht nur den Bahnhof sondern noch Teile des Innenstadtbereiches schützen ohne dafür dem Land Kosten in Rechnung zu stellen. Beim nächsten Einsatz würden dann der Großteil der Kräfte für den Innenstadtbereich vom Land gestellt werden und diese würden dann auch dem Bund nicht in Rechnung gestellt. Oder man stellt pro Einsatz die Hälfte/Hälfte. Dies ist aber eine politische Entscheidung und daher wird dies nicht ohne Druck von der Bevölkerung zu erreichen sein. Daher muss die Gewerkschaft erst einmal durch Aufklärung ein Problembewußtsein in der Bevölkerun schaffen!!!!!!!!!!

Wollt ihr das?

Eintrag von Jürgen H. am 11.Mai 2009


@Jürgen H.

Genu das was Du ansprichst, sorgt bei uns in Einsätzen immer wieder für Gesprächsstoff. Da fahren wir nen Fußballeinsatz als EA Fanbegleitung ( Land ). Die BPol hat auch nen EA Fanbegleitung. Ende vom Lied ist, dass wir als Lapo S-Bahn fahren und die BPol manchmal auch U-Bahn. Bei gemeinsamer Einsatzbewältigung könnte man pro Wochenende zwei Einheiten sparen und die Familien zu Hause würden es danken.

Goethe

Eintrag von Goethe am 12.Mai 2009


Hallo Kollegen,

die letzten zwei Beiträge sprechen mir aus der Seele. Ich freue mich das ihr das auch so seht und hoffe, dass die Gewerkschaft ihre Möglichkeiten ausschöpft und sowohl bei den Verantwortlichen als auch bei der Bevölkerung ein Bewußtsein für diese Mißstände schafft.
Mit einem solchen Kompetenzgerangel muss endlich Schluss sein.
Der Föderalismus hat sich natürlich in vielen Sachen bewährt ist aber auch in vielen Dingen hinderlich.
Hier darf eine moderne Haltung eingenommen werden.
In der Sache stehen wir uns aber nur selbst im Weg. Ich höre schon wieder die Bedenkenträger aus allen Reihen, welche mit erhobenen Zeigefinger auf die deutsche Vergangenheit hinweisen.
Im Übrigen gilt das nicht nur für den Bereich der Polizei… hier fällt mir spontan auch gleich das Schulsystem ein. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich hoffe, dass es bald mal wieder Politiker gibt die wirklich den Mut haben, solche Reformen anzugehen.
Dieses Jahr aber lieber nicht mehr…schließlich ist Wahljahr und da sind so unwichtige und unpopuläre Dinge nicht gefragt.

Viele Grüße
michlkc

Eintrag von michlkc am 12.Mai 2009


Hallo

Unsere Inspektion (eine Inspektion mit Bahn und grüner Grenze) musste allein an dem Maiwochenende fast 100 Beamt für Einsätze im eigenen und im Direktionsbereich zur Verfügung stellen.
Wenn man hier u.a. für die Verbesserung des Körperschutzes eintritt sollte man nicht die BKE - Einheiten vergessen, denn diese haben nur einen Helm zur Sicherheit. Die KSA’s sind veraltet und nur in einer unzureichenden Stückzahl vorhanden.
Meine Kollegen hatten es an dem Wochenende mit gewaltbereiten Fußballfans, Linksautonomen und Rechten zu tun. Zum Glück ist niemandem etwas passiert.
Ich bin der Meinung man sollte endlich auch alle Streifenbeamte mit KSA und Einsatzkleidung ausstatten.
Mein MZA (grün alt) wird nicht mehr getauscht sondern nur noch geflickt. Dies sieht in der Öffentlichkeit sehr peinlich aus.
Es sollte sich also nach diesen Krawallen endlich mal etwas für alle Polizisten verbessern.

Gruß Clint

Eintrag von Clint am 14.Mai 2009


Kritik an Berliner Polzeiführung

Es war nicht meine Absicht, Berliner Kolegen in die Pfanne zu hauen. Es ging mir um die Anordnung der Berliner Polizeiführung, hier Innensenator Körting, nicht entsprechend einzugreifen zu dürfen. Offensichtlich ist nicht allen Kollegen bekannt dass die Polizeihoheit immer (leider) noch bei den Ländern liegt und damit auch das sagen.
Ich bleibe dabei, wäre hier adäquat vorgegangen worden, hätte es nicht 100 verletzte Bundespolzisten gegeben.
Die Bundespolizei macht sich bei diesen Einsätzen zu Bütteln der Länder. Dies ist auch verfassungsrechtlich so gewollt und vorgesehen.
Schade ist nur, dass dies auf Kosten der Bupo-Kollegen geht, da die Länder ihre Bereitschaftspolzei immer mehr abbauen (wir haben doch die Bupo).
Eine Antwort auf völlig unqualifizierte Beiträge erspare ich mir.

Eintrag von Reiner Mischer am 19.Mai 2009


einen Kommentar hinterlassen ?

Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse wird nie angezeigt. Um Spam zu vermeiden erscheinen die Einträge jedoch erst nach Freischaltung durch die Redaktion.


Powered by WP and hassheider koeln