Fussball-Randale: DFB weicht dem Thema Gewalt aus!

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat den Deutschen Fußballbund (DFB) aufgefordert, sich offensiver dem Problem der massiven Gewaltentwicklung im Fußballgeschehen zu stellen. Auf dem zweitägigen GdP-Symposium „Fußball und Gewalt“, das am heutigen Freitag in Berlin zu Ende geht, bedauerte der GdP-Vorsitzende, dass die DFB-Spitze nicht an der Veranstaltung teilgenommen hat. Freiberg: „Wir haben den Eindruck, dass dem DFB das Thema nicht behagt. Meine Kolleginnen und Kollegen halten jedes Wochenende ihre Köpfe hin, damit der Fußballbetrieb aufrecht erhalten werden kann. Es ist nicht zu kritisieren, dass der DFB mit dem Fußball viel Geld verdient. Es kann aber nicht hingenommen werden, dass Gesellschaft und vor allem die Polizei die negativen Folgen alleine tragen sollen.

Eindrucksvoll hatten Polizeipraktiker auf dem Symposium dargestellt, mit welch massiver Gewalt die Beamtinnen und Beamten zunehmend auch bei Spielen der unteren Ligen konfrontiert werden. Jörg Radek, im GdP-Vorstand zuständig für Großeinsätze: „Nicht nur in den Stadien, in deren näherer Umgebung, sondern auch auf den Reisewegen insbesondere der Deutschen Bahn werden gewalttätige und alkoholisierte Fußballfans auch für andere Reisende zunehmend zum Problem. Die Polizei muss an jedem Fußballwochenende randalierende Fans kreuz und quer durch das Land begleiten. Unsere Reserven sind erschöpft.“

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Themenbereich: Gewalt und Gewaltbereitschaft | Drucken