GdP begrüßt Besuch der Bundeskanzlerin bei der Bundespolizei – Gespräch mit Mitarbeitern vollkommen ungenügend

Berlin/Hilden, den 12. Juni 2009 : Die Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, begrüßt den heutigen Besuch der Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel bei der Bundespolizei im Bundespolizeipräsidium Postdam.  „Wir sehen diesen Besuch der Bundeskanzlerin auch als Anerkennung für die wertvolle Arbeit der Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei beim Zusammenwachsen Deutschlands in den zurückliegenden nahezu zwanzig Jahren sowie für die Sicherheit unseres Landes in Deutschland und weltweit“, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei. „Gerade weil sich die Beschäftigten der Bundespolizei so vorbildhaft in die sich ständig veränderten Aufgaben und neuen nationalen und internationalen Sicherheitsherausforderungen einbringen, verdienten sie auch eine angemessene Beteiligung an diesem Besuch. Dies war jedoch nicht der Fall. Vielmehr war das im Besuchsprogramm vorgesehene Mitarbeitergespräch vollkommen ungenügend,“ so Scheuring. Die gewählten Mitarbeitervertretungen wurden in die Besuchsplanung überhaupt nicht einbezogen und erst nach Intervention durfte der Vorsitzende des Bundespolizei-Hauptpersonalrats, Sven Hüber, Teilnehmer des Besuchsprogrammes sein. Die Gleichstellungsbeauftragte der Bundespolizei, Waltraud March, wurde wenige Stunden vor dem Besuch der Bundeskanzlerin wieder aus dem Mitarbeitergespräch ausgeladen. Das Mitarbeitergespräch mit der Bundeskanzlerin wurde ausschließlich mit von der Behörde ausgewählten Beschäftigten der Bundespolizei geführt.

„Eine solche Behandlung haben weder die Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei noch die Bundeskanzlerin verdient. Demokratie ist keine Showveranstaltung. Und wir sind uns sicher, die Bundeskanzlerin hätte auch eine Darstellung kritischer Sachverhalte und vorhandener Probleme in der Bundespolizei ausgehalten“, so Scheuring.

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