4. Juni 2009
Die Gewerkschaft der Polizei hat für den 16. Juli 2009 einen Gesprächstermin mit der zuständigen Abteilung 6 im Bundespolizeipräsidium Potsdam zur Frage der Einführung eine taktischen Hülle, die das Tragen der vorhandenen Schutzwesten auch als Überziehweste ermöglicht, vereinbart.
Ausgehend von einer Initiative der GdP - Kreisgruppe Frankfurt/Main haben sich mehr als 1.500 Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei unterschriftlich für diese Variante ausgesprochen. ” Das Bundespolizeipräsidium hat sich mit dieser Frage ebenfalls beschäftigt und wir gehen davon aus, dass wir mit dem zuständigen Abteilungsleiter, Karl - Heinz Meyer und seinen Leuten eine Lösung finden können, die den notwendigen Schutzfunktionen für die Beschäftigten und den Zielen der vor Ort arbeitenden Kolleginnen und Kollegen gerecht wird” so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei in Berlin.
Hallo Josef,
ich hoffe, dass die taktische Hülle eingeführt wird. Sie hat einen hohen Vorteil und mehrere Landespolizeien unter anderem die Polizei Hessen besitzt diese ebenfalls.
Die momentane Schussweste ist besonders im Flughafenbereich mehr als ungünstig und einsatztaktisch ungeeignet. Durch das ständige Tragen schwitzt man wie ein orientalischer Wüstenkrieger. Ausserdem benötigt man stets 1-2 Hemdengrößen größer.
Die neue taktische Hülle ermöglicht ein schnelles Überziehen. Die Funkgerätentasche finde ich sehr funktionell.
Lieber Josef, ich hoffe Ihr könnt dem Argument entgegentreten, dass die Optik nicht vereinbar mit dem Auftreten und Erscheinungsbild der Bundespolizei ist. Denn was am meisten zählt ist die SICHERHEIT und FUNKTIONALITÄT unserer Kollegen und vor allem die ZUFRIEDENHEIT unserer Kollegen.
Wir sind keine MODEPOLIZEI, sondern Garant und Bestand der inneren Sicherheit. Wenn Länderpolizeien diese Westen tragen, dann wir erst recht!
Ich hoffe das Bundespolizeipräsidium stimmt dieser Initiative zu.
Leider ist diese taktische Hülle nur ein kleiner Schritt. Was unsere Kollegen mehr bewegt und unzufrieden stimmt, ist die BLAUE UNIFORM. Im bundesweiten Vergleich ist sie qualitativ und optisch schlecht-werteste! Ich verstehe nicht, warum die Bundespolizei nicht die Chance nutzt bei Einführung einer neuen Uniform etwas innovativer zu sein!!!!
Die dienstlichen Hemden fusseln und bleichen aus. Die Hosen reißen nach wenigen Tagen ein. Der Blouson ist nicht mal wasserdicht. Es gibt keine blaue Regenjacke.
Die Optik der Uniform ist abgesehen vom feinen Dienstanzug (aber auch dieser wird nicht ausgeliefert!) erbämlich.
Und was kein Kollege versteht ist der Umstand, dass die neuen TRAGEVERSUCHE : der Blouson, sowie der Anorak, zwar nach Abschluss des Versuches positiv abgeschnitten hat, aber leider hierfür im HAUSHALT keine MITTEL vorgesehen sind. Sehr schade. Denn gerade diese Uniformteile würde diesen Mißstand ausbessern.
Lieber Josef, setzt Euch bitte weiterhin für die taktische Hülle, aber auch für die Einführung der neuen Jacken (Trageversuche) und einer modifizierten blauen Uniform ein! Die Kollegen werden es euch danken!!!!!
Ich bedanke mich vorab für Euren Einsatz und werde EUCH jederzeit gerne unterstützen.
Es wird Zeit, dass sich einiges ändert. Wir haben genug Beamte im Präsidium. Wir erwarten Entscheidungen und keine Arbeitsgruppen ohne Ergebnis!
Gruss aus Frankfurt.
Eintrag von Andre Steiger am 4.Juni 2009
Sehr gutes Gesprächsthema, jedoch ist diese Weste für den Einzeldienst so gut wie nicht “tragbar”.
Sinnvoller wäre die schnelle Einführung bzw. Ausgabe des Einsatzgürtels/der Einsatzkoppel. Die Kolleginnen und Kollegen wären hier nicht nur funktionell, sondern in erster Linie gesundheitlich entlastet!!!
Eintrag von BKE-PVB am 4.Juni 2009
Warum sollte die taktische Überziehweste für den Einzeldienst nicht tragbar sein ?
Es gibt doch nur Vorteile:
1. Es wären mehr Kollegen bereit, die Schutzweste zu
tragen, da man die Weste in der Wache / zur
Sachbearbeitung auch ablegen kann.
2. Es stehen mehr Taschen für FuG usw. zur Verfügung
3. Das Gewicht der FEM wird gesundheitlich günstiger
verteilt.
4. Die Optik wird wieder etwas “schnittiger”.
Wer sich aber jetzt Gedanken macht, das die Weste evtl. die Schulterstücke verdecken könnte, dem ist auch nicht mehr zu helfen…
Eintrag von Iron am 4.Juni 2009
Stimme dem Kollegen Steiger voll zu.
Gerade an heißen Sommertagen ist es einfach unerträglich die ganze Zeit die Weste unter dem Hemd zu tragen. Folge ist, man verichtet darauf sie dann zu tragen. Wenn man die Möglichkeit hätte sie über dem Hemd zu tragen, wäre dies optimal.
Ich wüßte nicht, warum die Weste im Einzeldienst nicht “tragbar” sein sollte. Bei einigen Länderpolizeien ist sie es ja auch. Wenn man mal z.B. nach England schaut, sieht man die dortigen Kollegen auch damit.
Eintrag von sl10 am 4.Juni 2009
Ich halte die genannten Punkte für interessant und umsetzungswürdig. Es gibt aber einen Punkt, der noch viel bedeutsamer ist in Bezug auf die Einsatzausstattung.
Die meisten Kollegen tragen immer noch das mieserable uralte dienstlich gelieferte Holster. Es gibt mehr als genug Kollegen, die schon in die Mündung ihrer eigenen Dienstwaffe schauen mussten, nur weil der Dienstherr seiner Fürsorgepflicht nicht nachkommt und Holster zur Verfügung stellt, bei denen der Kraftaufwand eines 5-jährigen reicht, um die Waffe aus dem Holster zu reissen. Jeder wird wissen wovon ich rede. Es kann doch nicht sein, dass nur einige wenige PVB pro Dienststelle ein neues Holster bekommen und es sich dabei, wie jedes mal in dieser Behörde, wieder nur um einen Trageversuch handelt. Es wird Zeit, dass die Stabsbediensteten, die sich diesen Gefahren nicht aussetzen müssen auch mal Verantwortung für ihren nachgeordneten Bereich übernehmen und diesen Missstand unverzüglich ausbessern.
Ich denke die GdP ist die beste Adresse, um solche Probleme aufzunehmen und mit Nachdruck einzufordern.
Gruß
Eintrag von Thomas am 4.Juni 2009
@BKE-PVB:
Warum ist diese Art Weste für den Einzeldienst nicht tragbar?
Bitte erläutern! ICh wundere mich nämlich, dass die Polizeien der Länder gerade für den Streifen und somit Einzeldienst, solche Taktischen Hüllen beschafft. Jetzt aktuell hinzugekommen ist BW. Also bitte erläutern, vielleicht habe ich ja was übersehen.
Die Anschaffung wäre aus mienr Sicht ein Schritt in die richtige Richtung.
Eintrag von KSB vom See am 4.Juni 2009
Hallo Jupp, wir hoffen, dass unsere Unterschriftenaktion einen positiven Abschluß findet. Das Thema Schutzwesten haben wir als 1. Priorität gesetzt, da es um die Gesundheit und das Leben unserer Kolleginnen und Kollegen geht. Wir wissen, dass die derzeitige Akzeptanz der Schutzwesten sehr gering ist und diese kaum getragen werden. Viel Erfolg bei den Verhandlungen!!!!
Gruss von der KG Frankfurt/M
Reiner Bieker
Eintrag von Reiner Bieker am 4.Juni 2009
Naja, die taktische Hülle habe ich seit ca. 10 Jahren und habe sie mir wie auch die Weste selber gekauft. Jetzt kommt die Gewerkschaft auf den Trichter soetwas besorgen zu wollen?
Das ganze ist wohl mehr als traurig.
Und die blaue Uniform ist was für das Grenzmuseeum. Die Hemdkragen sind nach einem viertel Jahr verpfilzt und durchgestoßen. Die Hosen sind so billig mit den aufgenähten Seitentaschen. Wo liegt das Problem Moleskinhosen in dunkelblau von der Bundeswehr zu besorgen? Dieser Stoff ist robust und auch Alltagstauglich. Wenn man in der Binnenfahndung und auf dem Bahnhof seinen Dienst verrichtet braucht man solche Uniformteile, dass ist nun mal Fakt. Genauso der Pullover! Es gibt so schöne Rollkragenjacken, welche genauso teuer wie der Outdoorpullover sind. Der Reisverschluss kann geöffnet werden und man bekommt keinen Wutanfall und Schweißausbrüche wen man das Teil über den Kopf an oder auszieht und dann vielleicht noch ständiger Unterziehschutzwestenträger wie ich ist. Die Uniform wiederspiegelt die zur Zeit laufende Reform wieder. Unser Verein ist so flexibel wie eine Brechstange. Bitte nehmt Euch mal dieser an und wirkt auf den Dienstherrn ein, dass wir Uniform für die Polizei brauchen.
Olli
Eintrag von Olli am 4.Juni 2009
Moinsen!
Trage die UNTERZIEHschutzweste täglich im Dienst.
Klar schwitzt man wie verrückt.
Doch in meinem Dienstzweig (Bahn) wird man eher mal durch gewisse Lageentwicklungen überrascht und wird kaum in der Lage sein, das Teil mal flugs überzuwerfen.
Auch die ein oder andere körperliche Einlage (z.B. Fauststöße) unseres polizeilichen Gegenübers federt das gute Teil doch etwas ab.
Für mich gilt: nie mehr ohne!!!
Euren Bemühungen trotzedem alles Gute!!
Gruß
AB
Eintrag von AB am 4.Juni 2009
Klasse. 1.500 Kollegen war ja schon ne gute Leistung. Ich hoffe das die Einführung einer solchen Entlastung schneller geht als die Nachbeschaffung der Beschriftung POLIZEI auf den Kurzarmhemden. Aber Kopf hoch !
Gute Sache. Volle Unterstützung der o.g. Argumente:
”
1.Es wären mehr Kollegen bereit, die Schutzweste zu
tragen, da man die Weste in der Wache / zur
Sachbearbeitung auch ablegen kann.
2. Es stehen mehr Taschen für FuG usw. zur Verfügung
3. Das Gewicht der FEM wird gesundheitlich günstiger
verteilt.
4. Die Optik wird wieder etwas “schnittiger”.
”
Insbesondere das 2.Argument zieht für mich !
Eintrag von Schutzmann am 5.Juni 2009
Mißerable Qualität der Uniform, untaugliche Holster, katastrophale Kommunikationsmittel, fragwürdiges EDV-System, ungeeignete Dienst-Kfz, Beförderungsproblematik, … die Liste liese sich endlos fortsetzen.
Interessant! Genau die gleichen Themen haben wir vor 15 Jahren auch schon kritisiert.
Eintrag von Chris am 5.Juni 2009
Diese ganze Diskussion ist doch Augenwischerei!
Wie wollt ihr den die bei uns vorhandenen UNTERZIEH- schutzwesten nur durch eine taktische Hülle in ÜBERZIEH- schutzwesten verwandeln?
Eins geht nur: entweder ich habe eine verhältnismäßig dünne Weste- welche zwar bestimmte Schutzklassen erfüllt- aber sehr viel Energie Richtung Körper abgibt (wie unsere)!
oder ich habe eine dickere Weste welche die Energie beim Auftreffen mehr absorbiert.
Wenn ich also unter einem Modell wie dem unseren noch ein Hemd anhabe und ein Geschoss z.B. auf einen Knopf trifft- dann Gute Nacht. Vor allem sind diese PLASTIK- Knopfteile bestimmt gut erkennbar und auch bei einer OP entfernbar!!
Das sind alles völlig undurchdachte und nicht umsetztbare Vorschläge. Genau das war auch der Grund warum ich diesen Aushang auf der Dienstelle nicht unterzeichnet habe.
Eintrag von Sven am 5.Juni 2009
Hall,
der Einwand von Sven ist mit Sicherheit nicht ganz ohne. Jedoch stellt sich hier die Frage, ob dies bei der Beschaffung der tatktischen Hüllen in manchen Bundesländern nicht überprüft worden ist. Sollte wirklich solch eine garvierende Gefahr vorliegen, kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Hüllen eingeführt worden wären. Vielmehr sollte man an unseren Dientherrn die Frage stellen, ob die Schutzklasse unserer Weste überhaupt ausreichend ist. Ich meine nämlich nicht! Allen ein schönes und erholsames Wochenende.
Eintrag von Inge am 5.Juni 2009
Ich gebe dir recht Sven. Und trotzdem ist es eine Zumutung diese Sparversion von Schutzweste ständig zu tragen. Erst recht mit den unzureichenden 3 Funktionsunterhemden. Man kommt mit dem Waschen, erst recht während der unzähligen Abordnungen nicht hinterher. Hygiene ADE!!! Kollegen, schaut euch eure Uniform und Ausrüstung an. In den Stäben und beim BMI sind “Dressmen” gewünscht. Funktionalität, Qualität und Akzeptanz interessieren dort eher nicht. Bei den Unsummen die in sogenannte Konjunkturpakete gestopft werden, sind die paar Millionen für angemessene Schutzausstattungen doch Peanuts. Also weiter so…
Eintrag von KSB am 5.Juni 2009
Seit Einführung der UZW rotten zehntausende dieser Teile ungenutzt in den Kleiderschränken der Kollegen vor sich hin und werden nach Ablauf des “Haltbarkeitsdatums” auch so zurückgegebenen und entsorgt, die Gründe hierfür wurden in den vorangegangenen Beiträgen bereits zutreffend beschrieben. Mit der Einführung einer Hülle, welche es ermöglichen würde die Unterziehweste auch als Überziehweste zu tragen, könnte die Akzeptanz gegenüber dem Einsatzmittel UZW und somit auch die Anzahl der Beamten, die die Weste tragen, erhöht werden.
Zumindest ein kleiner Erfolg im Hinblick auf den großen Murks Unterziehweste.
Eintrag von Helmut Sighart am 6.Juni 2009
Liebe KollegInnen!
Das unsere Unterziehschutzwesten sichrlich nicht der Weisheit letzter Schlauss sind, ist sicherlich jedem klar.
Man muss aber in der Polizeigeschichte ein wenig zurückgehen, um einige Zusammenhänge vielleicht besser zu verstehen:
Im Oktober 1991 wurden in der Nähe von Holzminden die Kollegen Andreas Wilkending und Jörg Lorkowski erschossen. Sie waren über den Polizeinotruf zu einem Wildunfall gerufen worden.
Da ein solches Ereignis ja an sich noch keine Gefahr darstellt, fuhren sie zu dem angegebenen Ort, ohne die im Kofferraum ihres Dienstfahrzeugs liegenden Schutzwesten überzuziehen. Als sie vor Ort ankamen, wurde aus einem Hinterhalt sofort das Feuer auf sie eröffnet. Sie hatten keine Chance sich zu wehren und waren sofort tot. Spätere Untersuchungen sollen ergeben haben, dass sie eine Überlebenschance gehabt hätten, wenn sie Schutzwesten getragen hätten.
Der Ruf nach Unterziehschutzwesetn wurde da erstemals laut.
In den nächsten Jahren wurden zwar auch immer wieder PolizistInnen im Dienst getötet, die nächste umfassend auch durch die Medien gehende grausame Tötung von gleich 3 KollegInnen passierte am 14.06.2000 in Dortmund/Waltrop: bei einer Verkehrskontrolle wurde ohne Vorwarnung der Kollege Thomas Goretzky, bei nachfolgenden Fahndungsmaßnahmen die Kollegin Yvonne Hachtkemper und der Kollege Larisch von Woitowitz erschossen. Auch diese 3 KollegInnen trugen keine Schußwesten.
In fast allen Landespolizeien und der Bundespolizei wurden daraufhin auch auf Druck der Gewerkschaft der Polizei (Unterzieh-)Schutzwesten beschafft, bzw. durch die KollegeInnen selbst gekauft und vom Dienstherrn bezahlt. Bei der Bundespolizei wurde dafür extra eine Schutzwestenkommission eingesetzt, die sowohl die Art und Umfang der Schutzweste sowie die Trageweise festlegte (es war hier zunächst sogar eine Tragepflicht für die Unterziehschutzweste geplant, die aber aufgrund der Einwände des HPR nicht umgesetzt wurde, da wir versorgungsrechtliche Bedenken hatten, falls jemand gegen diese Anweisung vertoßen sollte und dann zu Schaden käme). Es wurde dann für alle KollegInnen im operativen Bereich des Einzeldienstes der Bundespolizei eine solche UZW beschafft, für die Verbände gab es eine Poolbildung. Immer wieder hat sich die Schutzwestenkommission auch mit der teilweise mangelnden Akzeptanz beschäftigt und mehrere Aufklärungsinfos mit Veranstaltungen, Postern etc. gestartet, da man sich in der Kommission sicher war, dass die UZW nur einen Schutz bietet, wenn sie zu jedem Zeitpunkt des Dienstes für den polizeilichen Gegeüber unsichtbar unter der Bekleidung getragen wird (wahrscheinlich heißt sie ja auch nicht umsonst “Unterziehschutzweste”).
Wenn sich jetzt aber herausstellt, dass die derzeitige UZW keine Akzeptanz hat, muss man sicherlich neue Wege gehen.
Die Einführung einer taktischen Hülle wäre dabei sicherlich eine Möglichkeit; der Schutzwestenbesitzer hätte ja dann auch die Möglichkeit selbst über die Trageweise zu entscheiden (ich persönlich habe z.B. die gleiche Auffassung wie AB und auch dementsprechend bei all meinen Diensten die UZW getragen).
Wir werden auf jeden Fall mit den zuständigen Kollegen im Bundespolizeipräsidium alle Möglichkeiten diskutieren, um den bestmöglichen Schutz unserer KollegInnen zu erreichen- denn im Schrank schützt sie ja auf keinen Fall!
Paßt auf Euch auf,
Martin
Eintrag von Martin Schilff am 6.Juni 2009
Lieber Sven,
ein Blick über den Tellerrand erleichtert vieles!!
Z. B. das die Knöpfe durch Klett ersetzt werden können!!
Es gibt Behörden die haben so reagiert.
Gruß
Eintrag von Holger am 6.Juni 2009
@Holger :
>>Lieber Sven,
ein Blick über den Tellerrand erleichtert vieles!!
Z. B. das die Knöpfe durch Klett ersetzt werden können!!
Es gibt Behörden die haben so reagiert.<<
Alles schön und Gut, aber das wird in unserer Behörde nicht so schnell gehen. vielleicht mit Einführung einer neuen Uniform ,-) , das Rad wird erst wieder neu erfunden. Schönen Sonntag noch.
Eintrag von PST am 7.Juni 2009
@Sven
Hallo Sven,
die Knöpfe stellen bei einer Überziehweste kein Problem dar.
Das LKA Hesssen in Zusammenarbeit mit dem BKA hat Beschusstests mit den Westen durchgeführt.Knöpfe lösen sich bei einem Treffer gänzlich auf, ohne Probleme zu veursachen.
Problematisch werden nur von den PVB getragene Schmuckstücke, in den Taschen befindliche Gegenstände, wie Kleingeld, Kugelschreiber oder Feuerzeuge, etc.
Ich würde die Einführung sofort befürworten, aber ich denke , das bei der Führung der Flughäfen eher die Dressmenmentalität vorherrschen wird.
Für die KSB draußen im Grenz und Bahnbereich wäre es eine Verbesserung und würde unserem Gegenüber noch einen professionelleren Eindruck vermitteln
In disem Sinne!
Altgrenzer
Eintrag von Altgrenzer am 7.Juni 2009
es ist zwar schön und gut, wenn man sich um die Hülle bemüht, aber gibt es denn nichts Wichtigeres. Wenn ich mir die Schrotthäufen von Fahrzeugen mit ihren 450.000 km anschaue, eine Funktechnik aus den 70igern, ein Vorgangsbearbeitungssysthem, welches lediglich für Statistiker, anstatt für KSB geeignet ist, sinnlose Aufstiegsverfahren, Beförderungsmöglichkeiten im m.D. ausschließlich für 9er Kandidaten, Schichtzulagen, Zusatzurlaub für Schichtdienstleistende, usw. usw.
dann ist diese Hülle eigentlich in ihrer Wichtigkeit eher hinten einzuordnen.
Eintrag von Praktiker weil m.D. am 8.Juni 2009
Ich unterstütze die Initative ebenfalls voll und ganz.
Ich habe in London bei den Kollegen der Railwaypolice gesehen, dass fast sämtliches FEM an den Westen eine angenehme und praktische Position findet. So konnten diese auch in engen Zügen ihr FEM im Brustbereich leicht greifen und vor allem vor fremden Zugriff schützen.
Ich habe mit meinem Krisengürtel neben dem Problem der fehlenden Staufläche, Rutschprobleme der Hose und Aufsetzen der U-Weste auch das ganz praktische Problem, dass ich kaum durch die Gänge im Zug gehen kann, ohne einem Reisenden irgendein FEM in das Gesicht zu drücken.
Die Befürchtungen von ALTGRENZER, das die “Dressmenmentalität” auf den Flughäfen dem Thema das Genick bricht teile ich auch. Vielleicht ließe sich hier eine zweilgleisige Ausstattung erreichen. So bestünde bei Diensten in der “Box” auch die Möglichkeit auf die U-Hülle zurückzugreifen. (Persönlich finde ich die Unterziehversion ja sowieso optisch schlimmer - aber darum geht es ja nicht).
Fazit: Pro taktische Hülle !
Eintrag von Schutzi am 8.Juni 2009
@ KSB vom See,
ich lehne diese Weste nicht grundsätzlich ab. Ich denke, dass diese Verwaltung nun mal eine “Vorzeigeverwaltung” sein will, nach dem Motto “hauptsache gut da stehen”. Alles andere (Funktionalität, Sicherheit, etc., pp.) spielt eine nachgeordnete Nebenrolle. Was will ich sagen… Du verrichtest Dienst mit dieser Weste und siehst aus wie ein Weihnachtsbaum. Deiner Sicherheit ist zumindest geholfen, aber das geht -laut den Verwaltungsvorstellungen- nicht. Wie sähe das an einen Flughafen aus?
Ausserdem ist diese Weste nicht “flammhemmend”, genauso wenig flammhemmend wie die privat beschafften Koppel. Deshalb war das mit ein Grund, weshalb privat beschaffte Koppel nicht mehr verwendet werden durften.
Dass die alte und neue (bescheidene) Uniform (vom Polyester Pullover mal ganz abgesehen), wie Zunder brennt, interessiert herzlich niemanden!
Eine sinnhaftigkeit in den Entscheidungen dieser Verwaltung ist erkennbar! Entscheiden werden immer diejenigen, die ihr Popöchen (Ironie!!!) gerne mal 8,5 Stunden in den Bürostuhl drücken und sich Gedanken machen, welche Felsen sie den Kolleginnen und Kollegen in den Weg werfen.
Allzeit gesunden Dienst
Eintrag von BKE-PVB am 9.Juni 2009
@Altgrenzer
Zitat:”die Knöpfe stellen bei einer Überziehweste kein Problem dar.
Das LKA Hesssen in Zusammenarbeit mit dem BKA hat Beschusstests mit den Westen durchgeführt.Knöpfe lösen sich bei einem Treffer gänzlich auf, ohne Probleme zu veursachen.”Ende.
Diese Aussage halte ich für höchst problematisch. Ein beschossener Knopf kann sich nicht einfach in NICHTS auflösen. (Ausgenommen Temperaturen, die zum Verdampfen des entsprechenden Stoffes führen.)Versprengte Kleinteile werden, eingedrungen im Weichziel, günstigenfalls verkapselt, ungünstigenfalls rufen sie eine entsprechende Reaktion hervor. Wenn dieser Beschusstest tatsächlich existent ist, dann mach ihn für die Öffentlichkeit nutzbar(Sofern nicht VS.). Bin auf die Argumentation gespannt.
Dirk Hesse
Eintrag von Dirk Hesse am 9.Juni 2009
@BKE-PVB
Der “Verwaltung” ist es ……egal wie du in Uniform aussiehst. Die Vorgaben und Entscheidungen trifft allein der Vollzugsbereich, der ja wissen sollte was die PVB benötigen. Das Vorgegebene wird anschließend von der”Verwaltung” umgesetzt, sprich beschafft und verteilt.
Also bitte im eigenen Bereich beschweren.
Gruß ein “Verwaltungs”-beamter.
Eintrag von wolle am 9.Juni 2009
nochmals für zweifelnde Kollegen!
Es gibt Polohemden oder man benutzt Klett.
Eigentlich ganz einfach.
Liegt nur am Dienstherrn.
Gruß Holger
Eintrag von Holger am 9.Juni 2009
@wolle
Sicher trifft der Vollzugsbereich die Entscheidung, doch dein DSt.-Leiter sieht das etwas anders. Darstellung ist anders und… Immer schön die Mütze auf, denn, ohne Mütze keine Sicherheit. Ausserdem soll das Bild der Bundespolizei täglich gewahrt werden.
@ Holger
Bieter der Dienstherr auch Polohemden in blau an?
Für den Rest meiner Ausführung lies bitte bei @wolle nach!
Eintrag von BKE-PVB am 10.Juni 2009
@Holger
gerade weil ich über den Tellerrand schaue- komme ich zu solchen Aussagen. Eine gerade eingeführte Uniform mit Hemden die sicherlich “Unsummen” verschlungen haben, soll gleich wieder geändert werden? Dann bist du sicher bei einer anderen BuPo als ich. Über Polohemden will ich da gar nicht reden!
@Altgrenzer
das sich die Knöpfe vollständig “auflösen” glaube ich zwar nicht- aber egal. Im Falle eines Treffers ist es mir weniger wichtig ob es nun ein Knopf, ein Feuerzeug oder sonst etwas war, was mir ein Loch ins Fell getrieben hat!
Eintrag von sven am 10.Juni 2009
@ Sven,
wie oben schon geschrieben, bringt alles nichts, wenn ich
Gegenstände unter der Weste trage!!
Das ist einfach ein Grundsatz (Eigensicherung), den jeder befolgen muss.
Desweiteren: Wenn ich an der Weste Taschen habe, um meine Aussrüstungsgenstände zu verstauen, werde ich sie nicht drunter tragen!
Und falls Polohemden zu teuer sind, nimmt man T-Shirts
die vorhanden sind und näht das Emblem/Wappen auf die Ärmel,
wie in vielen Bundesländern oder Zoll üblich!!!
Falls einer ein Problem mit den Schulterklappen sieht,
kann er von mir aus oben draufnähen :-)
Fazit: >Pro takt. Hülle>
Eintrag von Holger am 11.Juni 2009
Zur Info:
Es gibt eine CD dieser Beschusstests, die ich mir von den Kollegen zum damaligen Zeitpunkt habe zusenden lassen, da unser Dienstherr das Beschießen der dienstlichen Schutzweste absolut untersagt hat!
Warum wohl ?
Natürlich muss ich zugeben, dass der Knopf sich nicht auflöst! Er wird auch durch den Treffer zerstört, dringt aber nicht durch das Gewebe in die Haut ein. Bei Münzen, Schmuck und anderen Metallteilen sieht das schon anders aus.
Wollte damit sagen, die Knöpfe der Hemden sind das kleinste Problem dabei.
Eintrag von Altgrenzer am 11.Juni 2009
@All
Selbst Wikipedia hällt die Knöpfe und weitere Gegenstände, die unter der Überziehschutzweste (in der takt. Hülle) für gefährlich.
Lest nach unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Beschusshemmende_Weste
Eintrag von BKE-PVB am 11.Juni 2009
Und wenn man sich den Kollegen POR Mustermann aus Hessen auf dem Bild so anschaut, kann man durchaus zu dem Schluss kommen, dass es eine Lösung, die für alle akzeptabel scheint, geben kann.
Ein Polohemd auf dem die Schulterstücke angebracht werden können, an sich gar nicht so “un-chic” aussieht und aller Wahrscheinlichkeit nach keine Knöpfe hat. Dazu eine Überziehweste, welche die Möglichkeit bietet, noch Ausrüstung, wie z.B. Funk etc. daran anzubringen und mit der man darüberhinaus nicht gleich aussieht wie Rambo auf Abwegen. Und eine Tasche für die wichtigsten Wekrzeuge des PVB ist auch vorhanden: Kugelschreiber und Notzibuch.
Vielleicht sollte man einfach mal in Hessen nachfragen… Da die Initiative aber von der KG Frankfurt/Main kommt, bin ich mir sicher, dass die GdP dies schon mit einbezogen hat!
Auf jeden Fall wäre die Einführung einer Überziehweste und eines Polohemdes definitiv zu begrüßen!
Liebe GdP, hier müsst ihr dranbleiben und nicht locker lassen!
Eintrag von PHK X am 13.Juni 2009
@ PHK X
das Schulterstück Problem wäre ganz einfach (wie in vielen anderen Länder und das Militär) zu lösen. Man macht Dienstgradabzeichen (nicht nur für Geltungsbedürftige) mit Klett und würde diese dann auf die Weste bzw. auf das Polohemd selbst heften.
Aber da scheitert es bestimmt an irgend welchen anderen undergründlichen Geschichten. 5 Jahre Trageversuch für ein Klett-Dienstgradabzeichen sind vorprogrammiert ;-)
Viele Grüße
Eintrag von BKE-PVB am 15.Juni 2009
Dienstgradabzeichen auf Klett wären natürlich auch eine Lösung. Nur ganz ohne werden wir in unserer Behörde aber nicht auskommen…
Eintrag von PHK X am 15.Juni 2009
@BKE-PVB
musstest du jetzt DAS Unwort benutzen?? wie konntest du in deinem Beitrag das Wort “Militär” benutzen. Damit ist schon mal klar das es bei uns nie Dienstgradabzeichen mit Klett geben wird. Im Umkerschluß also auch keine taktische Hülle. Schade, hätte mir auch gut gefallen und wäre eine echte Alternative. Wirklich schade.
Eintrag von Mike am 17.Juni 2009
@ Mike
man muss auch mal verlieren können! Aber habe Hoffnung und Vertrauen… Morgen früh wird man in Potsdam das Rad wieder einmal neu erfinden… in was auch immer ;-)
Eintrag von BKE-PVB am 18.Juni 2009
Und was ist denn nun bei dem Gespräch herausgekommen?
Eintrag von PM XY am 26.Juni 2009
@ PM XY,
du meinst wohl, beim Hornberger Schiessen?!
Eintrag von BKE-PVB am 27.Juni 2009