GdP: Fußballeinsätze reiben die Bundespolizei auf

Berlin/Hilden, den 14. August 2009: Die Fußballsaison 2009/2010 ist noch jung. Doch die Probleme sind die alten. Der Spielplan für die 1. – 3. Liga beschert nicht nur das Ruhr – Derby Schalke gegen Bochum. Die Vereine aus Leverkusen, Köln, Gladbach, Paderborn und die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund haben an diesem Wochenende Heimrecht. „Nicht jedes dieser Spiele ist ein Brisanzspiel. Doch an einem verlängerten Wochenende, wie dem Bevorstehenden macht es dies Summe von Heimspielen in einer Region“, so Jupp Scheuring Vorsitzender des Bezirk Bundespolizei in der Gewerkschaft der Polizei. „Nur mit 12 – Stunden – Diensten und den daraus folgenden Überstunden kann die Bundespolizei ihre polizeilichen Aufgaben im Zusammenhang mit diesen Fußballspielen gerade auch in Nordrhein – Westfalen überhaupt noch erledigen.
Dabei hat die Bundespolizei kein personelles Vorhaltepotential für diese Aufgabe, sondern muss die eingesetzten Kräfte regelmäßig aus ihren originären Aufgaben abziehen. Wir haben inzwischen richtig Angst, dass uns unsere Kolleginnen und Kollegen „richtig aus den Schuhen“ kippen. Die Bundespolizei braucht ganz dringend mehr Personal“, so Scheuring.
Notwendig wäre zudem eine Entzerrung der Spielpläne mit Rücksicht auf die Möglichkeiten der Polizei.
„Wenn von dreizehn Mannschaften aus dem Fußballballungsraum Nordrhein – Westfalen vier außerhalb der Region spielen plus das Derby in Gelsenkirchen, ist eine Entzerrung jedoch nicht erkennbar“, so der Gewerkschafter.
Jörg Radek vom Bundesvorstand der Gewerkschaft für Polizeieinsätze bei Fußballspielen zuständig: “Innenminister Schäuble nannte unsere Vorschläge zu diesen Einsätzen konstruktiv. DFB und DFL zeigen sich jedoch uneinsichtig.
So bleibt die permanente Überlastung auch aus diesem Grund ein Dauerthema.“

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Themenbereich: Fussballeinsätze und Gewalt | Drucken