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29. Oktober 2009

Bürger- und Polizeiball am Bodensee: Applaus für einen gelungenen Abend

Dieser Abend war klasse, hat Laune gemacht und vor allem auch gezeigt, dass Bürger und Polizei einfach zusammengehören und - nicht nur auf dem Tanzparkett - eine glänzende Figur abgeben können. Beim “Bürger- und Polizeiball” im gut gefüllten Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen, erstmals von der neu gegründeten Kreisgruppe Bodensee der Gewerkschaft der Polizei organisiert, wurde zu den spritzigen Klängen der “Manhattan Showband” getanzt bis die Socken qualmten. Für prima Stimmung sorgte aber auch das Rahmenprogramm. Entertainer Bernd Müller, der auch als Moderator durch den Abend führte, fühlte sich in der Rolle von Drafi Deutscher genauso wohl wie als Udo Lindenberg, und vergaß auch nicht die Schöne Maid und Howies gute alte Alice wieder auferstehen zu lassen. Die “Tobis” begeisterten das Publikum mit Comedy vom Feinsten und schlugen im Doppelpack Flic-Flacs am laufenden Band, demonstrierten in spektakulären Einzelauftritten, was man mit einer Unzahl von Reifen akrobatisch alles anstellen kann, verzauberten kurze und lange Seile und beantworteten endlich die viel diskutierte Frage, was der gepflegte Schotte unter seinem karierten Röckchen trägt - nämlich gar nichts. Tänzerische und choreographische Leckerbissen brachten die Girls der Gruppe Remixx aus Markdorf auf die Bühne. Wie der weibliche Polizeidienst in so mancher Männerphantasie aussehen könnte, dass zeigten sie in ihrer viel beklatschen Politessen-Nummer.

“Die Polizei ist ein Teil der Gesellschaft. Deshalb freuen wir uns, dass wir uns auch immer wieder mit gesellschaftlichen Highlights präsentieren dürfen”, betonte Christian Baier. “Natürlich war der Organisationsaufwand groß und die Spannung ist von Tag zu Tag gestiegen”, so der Vorsitzende der Kreisgruppe Bodensee. “Umso schöner ist es, wenn man sieht, dass sich die Leute hier wohlfühlen und einen wirklich tollen Abend verbringen können. Schön ist es aber auch, den Kollegen mal außerhalb von Dienstbesprechungen auf einer ganz anderen, privaten Ebene begegnen zu können. ” Gute Stimmung herrschte auch an den Tischen im Saal. “Der Ball der Polizei hat in unserer Region einen fast institutionellen Charakter und er verbindet zudem schon seit langem die Bürger mit ihrer Polizei”, so die Einschätzung des Leiters der Bundespolizeiinspektion Konstanz, Kai Welzel. Wenn aber alle Polizisten aus der Region fleißig das Tanzbein schwingen, haben dann Gesetzesbrecher an diesem Abend leichtes Spiel? “Sicher nicht”, sagte Karl-Heinz Wolfsturm, Leiter der Polizeidirektion Friedrichshafen. “Leider dürfen nicht alle Kollegen feiern - die Sicherheit der Bevölkerung ist natürlich umfassend gewährleistet.” Jetzt war aber höchste Zeit, sich aufs Parkett zu stürzen.

Einträge:

Herzlichen Dank an Christian Baier und seiner Mannschaft, der KG Bodensee. Ihr macht starke Gewerkschaftsarbeit und sorgt mit dieser Veranstaltung dafür, dass der notwendige Kontakt zwischen den Bürgern und der Polizei gut funktioniert. Lob und Anerkennung für Euere tolle Arbeit.
Mit herzlichen Grüßen
Jupp Scheuring

Eintrag von Josef Scheuring am 29.Oktober 2009


Meiner Meinung nach ist eine Gewerkschaft in erster Linie dazu da, die Interessen Ihrer Mitglieder gegenüber dem Arbeitgeber zu vertreten und nicht durch das “Ausrichten von irgendwelchen Bällen” ins Rampenlicht zu rücken!!!

Im Bereich meines Wohnortes habe ich bisher niemals gelesen oder mitbekommen, dass eine IG Metall usw. einen solchen Ball organisiert/ausgerichtet hätte.

Haben wir als “Gewerkschaft der Polizei” dies mittlerweile wirklich so nötig, in erster Linie “Bälle” auszurichten, um in der Bevölkerung eine dementsprechende Aktzeptanz zu erfahren???

Es erscheint mir sinnvoller, wenn sich die Kolleginnen und Kollegen, statt mit der Ausrichtung von Bällen, für die Interessen der Beschäftigen einsetzen würden.
Wir haben zur Zeit genügend Probleme auf den Dienststellen und mit unserem Arbeitgeber.
Um z.B. ein kleines Thema anzuführen, nenne ich nur “Reform III”!

Sorry Leute, in finde es gibt “Wichtigeres” als GdP anzupacken.

Südwestler

Eintrag von Südwestler am 31.Oktober 2009


Eintrag von Südwestler am 31.Oktober 2009

…kennen wir uns? - Haben wir uns eventuell schonmal darüber unterhalten? - Ich frag´nur mal so…. Ansonsten hatte ich mittlerweile das Gefühl, der einzige zu sein, der in diese Richtung denkt… Wir sind also zumindest schonmal zwei!

Wohlgemerkt: es geht hier nicht darum, die Arbeit von Christian oder wer auch immer einen solchen Ball organisiert, madig zu machen. Ich weiß im Gegenteil aus unserer Kreisgruppe, welche Heidenarbeit das ist. Es geht auch nicht darum, dass ich solche Bälle nicht mag, (ist in der Tat nicht meine Welt), Genau deshalb bin ich aber auch derselben Ansicht wie Du: Es gibt zur Zeit weiß Gott wichtigeres und auch wenn es nicht schadet, dem Dienstherrn die eine oder andere Nachhilfestunde zu geben: Öffentlichkeitsarbeit ist in erster Linie mal sein Bier!

Gut, so ein Ball spült Kohle in die Kreisgruppenkasse und kann so, wenn mal größere Anschaffungen anstehen, schon Sinn machen;( unser erster Ball hat uns damals zu unserem ersten Computer verholfen.) So ein Ball spült aber in erster Linie ein Vielfaches an Kohle in die Kasse des Veranstalters ( wer ihn auch immer als verantwortlicher Veranstalter managt; dies sind ausschließlich professionelle Agenturen), und ob wir dafür dann monatelang in den Vorstandssitzungen das alles dominierende Thema “Ball” behandeln sollten und damit zwangsläufig unsere Kapazitäten aufbrauchen, das wage ich doch mal sehr stark zu bezweifeln!

Eintrag von Gerhard Medgenberg, KG Weil am 31.Oktober 2009


Hallo Gerd,
natürlich kennst Du “südwestler”. Und Du und Sündwestler ihr wisst beide, dass gerade auch Christian und seine Mannschaft am Bodensee ganz engagierte und anerkannte Gewerkschaftsarbeit für ihre Kolleginnen und Kollegen leisten. Deshalb ist es auch falsch wenn hier den Eindruck erweckt wird, durch den Ball wäre dort die Gewerkschaftsarbeit vernachlässigt worden. Das Gegenteil ist der Fall und ich kann Euch aus meiner Erfahrung sagen, dass Gewerkschaftsorganisationen die gut funktionieren, häufig auch solche Veranstaltungen durchziehen. Die die schon im normalen Alltag Probleme haben, werden niemals eine solche Veranstaltung durchführen können. Und als Teilnehmer der letzten Direktionsvorstandssitzung unserer Direktionsgruppe Baden Württemberg in Lenzkirch kann ich auch überhaupt nicht bestätigen, dass ein “Ball” überhaupt Thema geschweige denn dominierendes Thema einer Sitzung war. Wir sollten nicht die kritisieren, die etwas bewegen. Laßt uns gemeinsam die kritisieren, die sich in unserer Gesellschaft zunehmend als “Aufsichtsräte” aus allem heraushalten und von “oben”, häufig noch anonym, die kritisieren, die wirklich etwas machen. Für uns als Gewerkschaft der Polizei ist nichts so wichtig wie die Sympathie und Unterstützung in und durch die Bevölkerung. Und auch das ist keine durchgehende Selbstverständlichkeit sondern wie alle anderen gewerkschaftlichen Grundbestände müssen wir uns auch diese Unterstützung ständig neu erarbeiten. Und deshalb haben unsere Kolleginnen und Kollegen vom Bodensee mit ihrer Veranstaltung einen ganz wichtigen Beitrag für unsere gemeinsame Arbeit geleistet.
Ich wünsche Dir noch einen schönen Restsonntag und verbleibe
mit kollegialen Grüßen
Jupp Scheuring
( Lasse uns mal wieder telefonieren !)

Eintrag von Josef Scheuring am 1.November 2009


…damit wir uns nicht missverstehen: Es ging mir in keinster Weise darum, jemanden wegen der Veranstaltung eines Balls zu kritisieren. Insbesondere nicht Christian; dass er einer unserer Besten ist, braucht mir niemand sagen; das weiss ich, da wir aus derselben “alten” Kreisgruppe hervorgegangen sind. Dass die KG Bodensee eine der aktivsten und umtriebigsten ist, ist auch weithin bekannt. Ist alles nicht der Punkt. Es soll auch ruhig jeder veranstalten, was er will, keine Frage. Es muss eben nur die Frage gestattet sein, ob das Ausrichten von Bällen zu den gewerkschaftspolitischen Kernaufgaben gehört bzw. zu den wichtigsten Aufgaben, die wir zur Zeit haben bzw. haben sollten. (Vor allem unter Berücksichtigung der handfesten kommerziellen Interessen Dritter, sprich, der Veranstalter) - Da bin ich allerdings anderer Meinung, vertrete diese auch, bin andererseits aber genug Demokrat, um die Mehrheitsmeinung, auf welcher Ebene auch immer, zu akzeptieren.
Die Mehrheitsmeinung sollte sich hier allerdings möglichst gruppenintern bilden und nicht von höherer Warte “aufgedrückt” werden. - So, wie es gutem demokratischem Brauch entspricht.

Eintrag von Gerhard Medgenberg, KG Weil am 1.November 2009


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