Gespräch mit Prof.Dr. Gerd Strohmeier zur Mitarbeiterbefragung

Zu einem Gespräch über Eckpunkte einer wissenschaftlichgen Studie zur Berufszufriedenheit in der Bundespolizei trafen sich die Vorstandsmitglieder Josef Scheuring und Sven Hüber mit Prof. Dr. Gerd Strohmeier in der Technischen Universität Chemnitz. Gerd Strohmeier hatte, damals noch als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Passau in den Jahren 2006 und 2007 die wissenschaftliche Studie über die Berufszufriedenheit in der Bundeswehr erstellt. Inzwischen ist Strohmeier Professor an der TU Chemnitz. Ziel des Projektes in der Bundespolizei ist, die Berufszufriedenheit der Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei unabhängig und unter anerkannten, sozialwissenschaftlichen Standards festzustellen. Gleichzeitig möchte die Gewerkschaft der Polizei die Erwartungshaltung der Beschäftigten an beruflichen und organisatorischen Weiterentwicklungen abfragen. Die Ergebnisse der Studie in der Bundeswehr hatte zu fundierten, eindrucksvollen Ergebnissen und folgend zu massiven Reaktionen in der deutschen Politik geführt. Ein Teil der dort gewonnenen Ergebnisse wurde inzwischen politisch aufgenommen und hat zu Verbesserungen für die Beschäftigten der Bundeswehr geführt. Die Studie und die daraus entwickelten Reaktionen sind unter www.dbwv.de nachlesbar.

Strohmeier stellte zur Studie fest, dass eine wissenschaftlich einwandfreie Studie schon aus datenrechtlichen Gründen nur durch Befragung der  Mitglieder der Gewerkschaft der Polizei möglich sei. Die Mitgliederdaten seien zentrale Grundlage zum sicheren Zugang zur Studie und einer nachweissicheren Auswertung. Da die Gewerkschaft der Polizei jedoch 50 % der Beschäftigten der Bundespolizei organisiere, sei diese Methode empirisch absolut in Ordnung. Die Studie werde von der Entwicklung der Fragebögen bis zur Veröffentlichung  in insgesamt neun Monaten erarbeitet werden. Aus den Erfahrungen im Bereich der Bundeswehr gehe er davon aus, dass sich ca. 6.000 – 8.000 Beschäftigte der Bundespolizei an der Studie beteiligen werden. Die Auswertung werde absolut vertraulich und neutral durch die TU Chemnitz vorgenommen werden. Ziel sei es, die wissenschaftliche Studie im August 2010 in der Bundespressekonfrerenz in Berlin vorzustellen. Die Gewerkschaft der Polizei wird jetzt unter Einbeziehung ihrer Gliederungen die Fragestruktur mit der TU Chemnitz abgleichen. Über den Fortgang der Studie werden wir berichten.

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