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30. Oktober 2009

Strafanzeige wegen Verdachts des versuchten Mordes!

Am 26.09.2009 wurde in Halle (Saale), Straße der Republik, eine Einheit der Landesbereitschaftspolizei Sachsen-Anhalt gezielt in einen Hinterhalt gelockt und dort massiv mit Steinen, Flaschen und Feuerwerksraketen angegriffen. Es handelte sich um Pflastersteine, die mit voller Wucht gegen die Polizeibeamten geworfen wurden. Bei den Steinen betrugen die Abmaße ca.: 12cm lang, 12cm breit und 10cm hoch. Mit diesen Steinen wären durchaus tödliche Verletzungen möglich gewesen.
Der / die Täter zündeten Nebeltöpfe, die zu einer erheblichen Sichtbeeinträchtigung der Einsatzkräften führten. Zugleich wurden mehrere Reizgasflaschen versprüht und schränkten die Beamten stark in Ihrer Atmung ein. Die Polizeibeamten, die sich innerhalb der „Nebelwolke“ befanden und in ihrer Sicht und Atmung eingeschränkt waren, wurden mit den oben benannten Steinen in heimtückischer Weise beworfen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Steinwürfe aus beiden Richtungen auf die Beamten in der Nebelwolke erfolgten.
Die eingesetzten Beamten waren in diesem Moment aufgrund der geschilderten Situation nicht in der Lage, den Steinwürfen auszuweichen oder ihre vorhandenen Einsatzmittel wie gewohnt zu ihrem Schutz einzusetzen.
Im Zusammenhang mit der zunehmenden Gewalt im Zusammenhang mit Fußballspielen vor allem gegen Polizeibeamte fordert die GdP die lückenlosen Aufklärung der Straftaten und schlägt eine gemeinsame Konferenz aller Beteiligten vor.
In diesem Zusammenhang stellten die Kolleginnen und Kollegen Strafanzeige.

Einträge:

Es ist wirklich unglaublich.
Ich hoffe im Interesse aller Kollegen und auch der Mehrheit der friedlichen Fussballfans (die ja auch Opfer dieser Idioten werden Können), dass diese Menschen auch wegen versuchten Mordes verurteilt werden.
Weiter wünsche ich den verletzten Kollegen baldige Genesung.

Doch Gewalt gerade gegen die Polizei ist nicht alleine auf den Fussball zu beschränken. G8 Gipfel Heiligendamm , Ausschreitungen autonomer zu verschiedensten Anlässen etc. .

Wenn man noch in der Presse liest, dass Raketen über die Köpfe der Polizisten flogen………… was wohl die Presse schreibt, wenn der erste Kollege in solch einer Situation seine Schusswaffe zur Hilfe nimmt.
Nicht auszudenken. Den die Polizei ist ja immer der böse Faktor und die Straftäter hatten alle eine schlechte Kindheit.

Es muss endlich ein Umdenken in unserer Gesellschaft stattfinden und das Strafrecht auch angewendet werden.

Warum immer bei solchen “Vorkommnissen” von Strafverschärfung gesprochen wird, verstehe ich nicht. Wir haben die Gesetze, sie müssen nur wie gesagt angewendet werden !!!

Eintrag von Thomas am 30.Oktober 2009


Moinsens!!

Richtig so!!
Schaun wir doch mal, was unsere Gerichtsbarkeit daraus macht.

Es wäre doch wünschenswert, wenn wenigstens die Gerichte mal langsam ein Zeichen setzen, wenn unsere obersten Dienstherren schon nicht in der Lage sind, sich mal öffentlich vor die Beamten zu stellen und diese Vorfalle medienwirksam anzuprangern.

Ein Blick ins benachbarte EU-Ausland könnte helfen, um unseren Kollen mal geeignete “Distanzwaffen” zur Verfügung zu stellen.

Passt auch Euch auf und riskiert für die “Fußballmillionäre” nicht Eure Gesundheit/Euer Leben.

Grüße AB

Eintrag von AB am 30.Oktober 2009


Auf eine “Befriedung” der gewalttätigen Angriffe durch die Gerichtsbarkeit zu hoffen oder darauf zu warten, dass die Bevölkerung und die Politik sich solidarisch mit der Polizei zeigen ist m.E. sehr naiv.
Es wird Zeit, dass die Polizei im Bund und in den Ländern massiv aufrüsten. Die Polizei ist weder dafür bestimmt noch in irgendeiner anderen Art und Weise konzipiert soziale Konflikte zu lösen. Wir bekämpfen die Auswirkungen der gesellschaftlichen Realitäten und müssen dies notfalls robust und nachhaltig gestalten können. Dies kann nur geschehen, wenn Frauen und Männer in einer Polizei die Anwendung von Zwang mit allen verfügbaren Mitteln - auf Höhe der gegenwärtigen technischen Entwicklung - gestalten können und nicht mit Zwangsmitteln, die technisch und juristisch auf die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts zurückgehen.Erst dann kann die Polizei gegen ein gut organisiertes polizeiliches Gegenüber auch erfolgreich agieren.

Eintrag von A.S.K am 31.Oktober 2009


@A.S.K

richtig!!!
Und bis es soweit ist können die Kollegen/Kolleginnen noch froh sein, wenn die Gegenanzeigen wegen KV im Amt u.ä. von der Justiz freundlicherweise nicht ernst genommen und Ermittlungsverfahren zügig eingestellt werden. Die unnützen parallel geführten D-Verfahren der Behörde dauern ja in der Regel solange wie Völkermordverfahren in Den Haag. Daran muss auch einmal in Potsdam und Berlin gearbeitet werden.

Gruß aus Köln
running agent

Eintrag von running agent am 1.November 2009


@A.S.K

Ich mag durchaus naiv sein, doch wer wird überhaupt etwas ändern können, wenn nicht die Gerichtsbarkeit und unsere politischen Vertreter (bedingt unsere Vorgesetzten)??
Ich habe jedemfalls noch nicht gehört, dass Lieschen Müller das Strafmaß in einem Urteil “ausgereizt” hat, bzw. auf eine Bundespolizeidienststelle gekommen ist, um mal eben eine vernünftige Distanzwaffe reinzureichen.
M.E. sind an unserer Misere (und das wird sich auch auf die gesamte Bevölkerung ausdehenen) eben die Gerichte und unsere politischen Vertreter schuld, da beide die Realitäten verkennen und sich in Kuschelpädagogik üben.
Darin stimmen wir jedenfalls überein.

Überdies denke ich schon, das einem erheblichen Teil der Bevölkerung daran gelegen ist, dass die Polizeien in der Bundesrepublik auch ihren Namen verdienen und in der Lage sind, die Sicherheit für die Bevölkerung weitestgehend zu gewährleisten.
Nicht umsonst rangiert unsere Berufsgruppe bei Befragung zur Vertrauenswürdigkeit von verschiedenen Berufen immernoch in den oberen Rängen.

Grüße

AB

Eintrag von AB am 1.November 2009


@A,S.K.
“Die Polizei ist weder dafür bestimmt noch in irgendeiner anderen Art und Weise konzipiert soziale Konflikte zu lösen.”

Vor 3 oder 4 Jahren gab es einmal eine Studie-ich glaube 2xxx oder so ähnlich- zur Zukunft der Bundespolizei.Die war auch im Intranet veröffentlicht.
Da wurde genau auf diese Problematik thematisiert.

Die zielte u.a. darauf ab das es in den großen Ballungsräumen solche sozialen Konflikte geben wird-ähnlich London oder Paris.

Und die Bundespolizei soll diese eben mit lösen.
Ein Teil der Reform ziel schon dahin ab.Nur sagt uns das keiner so deutlich.

J.

Eintrag von jochen am 1.November 2009


Moin Jochen,

es wird wohl so kommen. Aber keine Angst!!!
Bis dahin besteht unsere Behörde nur noch aus Häuptlingen und Selbstverwaltern. KSB o.Ä. haben wir dann nicht mehr auf der Straße. Das regelt der höhere Dienst in den und meldet anschließend: “Die Übung war ein voller Erfolg”

Eintrag von KSB am 2.November 2009


Nachtrag:

es sollte heißen …in den Stäben…

Eintrag von KSB am 2.November 2009


Servus zusammen!

Wo soll ich anfangen und wo aufhören? Es fällt mir schwer, sehr schwer, mein Ärger in Zaum zu halten. Schliesslich bin ich nicht nur Kollege sondern auch denkender Mensch, der sich tagtäglich auf dieser verohenden Gesellschaft herumtreibt. Ich sehe und erlebe!
M. E. bringt hier die Strafverschärfung rein garnichts. Es MUSS die Akzeptanz und der Respekt der Polizeibehörde(n) wieder hergestellt werden. Ich denke da nicht an solchen (kommunistischen) Staaten, die das mit Schrecken und Entsetzen erreichen. Vielmehr sollte die Judikative nicht zu verweichlicht sein.

Die Bevölkerung redet von Gewaltzunahme und niedrige Hemmschwelle, wehrt sich jedoch gegen einen sog. Polizeistaat.
Wie ist dies Möglich? Sicherheitsgefühl erreicht man durch mehr Präsenz. Mehr Präsenz suggeriert aber Polizeistaat und Überwachung!

Ich denke und bin mir sichern, dass wir kurz vor einem “Bürgerkrieg” stehen, bei dem der Staaat nicht als Gewinner herausgeht… wenn man weiterhin diese Zustände toleriert!

Es sollte endlich mal mit voller Kraft der zur Verfügung stehenden Gesetze durchgegriffen werden bevor es zu spät ist.

E R W A C H E T !!!

P.S.: Für weitere Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung!

Eintrag von BKE PVB am 2.November 2009


Danke KSB

Ich sehe das nicht ganz so krass.
Es gibt noch genug KSB- auch vom gD- die meisten wissen noch was sie mal gelernt haben. Aber die Bevormundung muß endlich aufhören. In der StPO steht was ich darf und was nicht. Wenn ich mir für jede Maßnahme eine Genehmigung bzw. Anordnung einholen muß braucht man sich nicht zu wundern ober die derzeitigen Zustände.

Ich hoffe die neue Führung im BMI ist etwas realitätsnäher als die letzte.
Die Kollegen aus Halle tun mir echt leid. Sie waren die Opfer und stehen zum Schluss wieder als einzige im Regen.

Das trifft auch für die aus Leipzig zu.Die Führung baut Mist und die paar Hanseln müssens wieder ausbaden.
6 gegen 50 ein krasses Mißverhältniss.

Und da wundert man sich wenn die Bevölkerung auch noch auf uns herumhackt.

Auf das es besser werde.
J.

Eintrag von jochen am 2.November 2009


Es ist unglaublich mit welcher Hinterhältigkeit und Gewalt hier gegen Polizisten vorgegangen wurde. Man kann vom Glück sagen, dass es keine Toten hierbei gab. Gute Besserung an die verletzten Beamten.

Ich denke das Problem ist nicht, dass die Gerichte in solch einem Fall zu gering urteilen würden. Wenn die Täter gefasst werden, denke ich werden sie eine angemessene Strafe erhalten.

Das eigentliche Problem ist, das wir immer weniger Polizeibeamte werden, mit einer zunehmenden Mehrbelastung.

Was wir brauchen um der Gewalt her zu werden, welche mit Wirtschaftskrise und daraus resultierenden Mehrarbeitslosigkeit, zunehmend wird, ist MEHR Personal!

Eintrag von René am 3.November 2009


Zu dem Sachverhalt passt doch wunderbar, dass der Innenminister von Sachsen-Anhalt den Personalabbau bei der Polizei weiter vorantreiben will.

Eintrag von Jetzt schreibe ich am 3.November 2009


Das sind die wirklichen Terroristen unserer Zeit - nicht irgendwelche anonymen Netzwerke am Hindukusch. Und gegen diese Leute muss sich die Terrorbekämpfung kümmern.

Eintrag von Sachbearbeiter am 3.November 2009


Die Angreifer sind doch in diesem Fall eindeutig der rechtsradikalen Szene zuzuordnen.

Man muss doch einfach mal nur im Internet nachsehen. Zudem: warum sind diese “Kumpels” wohl alle unkenntlich gemacht auf ihren Internet Seiten. Dann die Bekleidung, welche sie tragen. Das ist für die ja eine Art Uniform. Es sind nun einmal Glatzen. Ganz einfach.

Sonst wird bei rechtsradikal motivierten Straftaten tagelang auf den Titelseiten berichtet. Die Politik ist dann betroffen und es kommen die üblichen Forderungen….. jeder kennt sie ja

Aber bei Taten direkt gegen die Polizei, die von Tätern aus der rechten Szene begangen werden, hört man wenig oder gar nichts von der Politik.

Wer die Polizei so massiv angreift, der will den Staat, in dem wir alle leben, zerstören.

Und wer beschützt denn unsere Politiker !!! Also müssen auch mal die Beschützer in Schutz genommen werden.

Aber Wehe aus irgendwelchen Gründen mangelt es bei einem Fussballspiel mit Ausschreitungen an Polizeikräften. Dann stellen einige Politiker die Polizei sofort an den Pranger.

Denn wir wissen ja alle, dass sich das Gewaltproblem aufgrund der Polizei-Präsenz immer weiter in die unteren Ligen verschiebt.

Bald wird es auch Kreisliga- und sogar Kreisklassenspiele geben, die von der Bereitschaftspolizei dauerhaft gesichert werden müssen.

Eintrag von Thomas am 3.November 2009


Verlasse dich nur auf dich und handle wenn es zu handeln gibt. Verteidige dein Leben, oder das Leben deines Kollegen, gegen einen gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff. Lieber ein D-Verfahren am Hals, als Tot! :)

Noch Fragen?

Eintrag von Echaufierter am 3.November 2009


Moin,

na Thomas aufgrund welcher Tatsachen weißt du so genau das es alles “rechtsradikale” gewesen sind?
Uniformen? Ich muss wohl auf dem rechten Auge blind sein.
Den Medien sollte man nicht alles glauben was sie so schreiben.
Wer glaubt, das BEIDE Seiten nicht wußten das etwas passiert, der glaubt wahrscheinlich auch noch anden Osterhasen.
Die Fans und das Umfeld des RSL sind auch nicht gerade als Lämmchen bekannt, darüber sollte man sich auch im Klaren sein. Wer geht schon bewaffnet zum Fussball?

Eintrag von Der Kommentator am 7.November 2009


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