19. November 2009

Sicherheit im Nahverkehr

Verkehrsminister-Konferenz in Heidelberg:
Mehr Überwachung an Bahnhöfen und Haltestellen könnten Gewaltexzesse verhindern. Das meinen Bayern und Thüringen. Die Verkehrsminister der Länder forderten mehr Videokameras und Sicherheitskräfte in ganz Deutschland.
München habe mit der Videoüberwachung der U-Bahn positive Erfahrungen gemacht, sagte Herrmann. Neben den Zügen sollten auch die Bahnhöfe durch Kameras weitgehend kontrolliert werden. “Das stärkt das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste”, sagte Herrmann. Denkbar sei, uniformierte Polizisten in ganz Deutschland auf der An- und Abreise zu ihrem Dienst kostenlos Busse, Straßenbahnen und Bahnen benutzen zu lassen.
“Jeder Polizeibeamte in Uniform ist ein zusätzlicher Sicherheitsgewinn”, sagte Herrmann. Bayern werde seine Vorschläge in zwei Wochen bei der Innenministerkonferenz in Bremen einbringen. Auch Thüringen denkt über einen verstärkten Einsatz von Polizisten und privaten Sicherheitskräften nach, wie Landesverkehrsminister Christian Carius (CDU) sagte.

Einträge:

Der fast totgeprügelte pensionierte Münchner Lehrer hat sich sicherlich auch sehr sicher gefühlt, da die Tat ja von einer Kamera festgehalten wurde.
Es ist zwar möglich, Straftaten im Nachhinein besser aufklären zu können, ob dies jedoch tatsächlich eine präventive und abschreckende Wirkung hat, ist äußerst umstritten.
Es geht nicht um das Sicherheits g e f ü h l, Herr Hermann, sondern um die Sicherheit.
Und die wird letztlich nur durch polizeiliche Präsenz gewährleistet.
Aber ein paar Kameras und Monitore sind preiswerter, als ein Polizist.

Eintrag von INFORMANT am 20.November 2009


Mehr Polizei auf den Bahnhöfen, klasse Vorschlag !
Ich schlage vor, die PVB’en von Schreibarbeiten zu entlasten.
Einführung eines Journals wie bei der Landespolizei, Bearbeitung der Strafanzeigen durch Ermittlungsdienst.
Was ich meine, ist jedem klar, der mit ARTUS arbeitet.
Eintrag leichter Vorgänge, dauert viel zu lange.
Zum Beispiel OWI’s.
PVB’en benötigen zu viel Zeit für Schreibarbeiten und stehen für den Streifendienst nicht zur Verfügung.

Eintrag von PVB / Bundespolizei am 20.November 2009


Informant hat vollkommen recht, welcher mit Drogen oder Alkohol zugedröhnter Gewalttäter läßt sich schon von einer Kamera abschrecken, oftmal ist er nicht mehr in der Lage überhaupt noch irgendwas zu denken. Die von unseren Gerichten verhängten ” drakonischen Strafen ” sind auch nicht gerade abschreckend. Jetzt gilt es einfach, mehr Polizisten zu den leider ungünstiigen Zeiten( Wochenende/ frühe Morgenstunden/ Feiertagen) an die Brennpunkte zu holen. Ohne hier jemand zu nahe treten zu wollen, glaube ich, dass wir bei einer Erhöhung der DUZ auf 5,00 Euro/Std. (steuerfrei) den einen oder anderen Kollgen wieder mibilisieren könnten.

Eintrag von Invastigator am 20.November 2009


Wir haben eine SUPER 3 S Zentrale.
Dutzende von Kameras. Die Bahnsicherheit und die Bundespolizei sind aber leider nicht in der Lage Person vor die Monitore zu setzten, weil sie dafür kein Personal haben.
Unsere 3 S Zentrale MUSS eigentlilch 24 Stunden besetzt sein. Real ist sie MAXIMAL 1 Mal pro Woche während der An-/ Abreisephase von Fußball Fans besetzt.
Ich finde Hr. Hermann kann bei uns nach 20 Hi Tech Kameras hin bauen lassen und sich dann anschließend vor die Monitore setzten. Wer sollte es sonst machen?

Eintrag von Bahnhofs KSB am 20.November 2009


Was bringt es, wenn es mehr Kameras gibt, die auch mehr beobachtet werden, wenn im Notfall trotzdem niemand da ist, der helfen kann?

Eintrag von Zum Löschen verdammt am 20.November 2009


@PVB
Hier kann ich Dir nur voll zustimmen.
Es kann nicht sein das bei festgestellten Illegalen im Grenzgebiet z.B. eine ganze DG eine Schicht lang damit beschäftigt ist, die gesammte Akte mit Anzeigen, LiBi’s, Fingerabdrücke, Vernehmungen, Kostenabrechnungen usw. bis Abgabe Sta zu erstellen. Der uniformierte PVB gehört auf die Strasse. Der ErmD ist leider nie reformiert worden und funktioniert größtenteils noch immer wie der alte Fahndungsdienst bei der Bahnpolizei. Dies liegt nicht immer an den Kollegen selbst, es ist das System.
Die Überwachungskameras haben auch nicht die “Kölner Kofferbomber” verhindert sondern halfen lediglich bei der Ermittlung der Straftäter. Sicherheit schafft man nur durch Präsenz und nicht durch Schreibtischarbeit. Leider bringt Präventionarbeit zu wenig “Vg.-Nummern”…

Eintrag von BaPo m.D. am 22.November 2009


Super Idee! Endlich den nächsten Totschlag eines mutigen Bürgers in HD gefilmt zum Auswerten, vor- und rückspulen bis die Platte raucht. Steckt da mehr Geld rein, mehr Monitore, mehr Kameras, ganz, ganz toll! *kopfschüttel*

Jeder Bürger würde sich aber vermutlich lieber wünschen, dass von diesem Geld mehr Personal eingesetzt werden könnte, um solche Übergriffe verhindern zu können oder schnell vor Ort zu sein, was keine Kamera dieser Welt bewerkstelligen kann. Eine Streife ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Streifen!

Eintrag von Jens H. am 23.November 2009


BaPo u.PVB kann ich nur zustimmen! Die PVB bei uns sind großteils damit beschäftigt, Artus zu befriedigen. Vorgänge an den Ermittlungsdienst werden nur selten abgegeben. Einen Bereitschaftsdienst für die Nächte u. das Wochenende gibt es nicht. Wir fühlen uns an der Front alleine gelassen! Wir interessieren die da oben nicht! (Kein Wunder, wer vom hD hat jemals im Streifendienst an nem Großstadtbahnhof gearbeitet? Warum machen die mal nicht 4 Wochen Praktikum an der Front?).

Eintrag von Karo1 am 25.November 2009


Ich stelle in meinem Bereich der BaPo fest, das lediglich die uniformierte Präsenz an den Brennpunkten zu den bekannten Kernzeiten reicht, um Gewaltexesse zu verhindern.

Uniformierte Präsenz ist aber bei unserem vollkommen abgwirtschafteten, überbürokratisierten Laden nicht mehr möglich.

Ich würde mir wünschen, dass die Gewerkschaften endlich die Bevölkerung aufklären würden das aufgrund von massiven Missmanagment und dreissten Lügen unserer polithörigen Oppurtunisten, die BaPo eine langen quallvollen Tad gestorben ist.

Zwei Streifen zu den Schwerpunktzeiten für eine Millionestadt und im Umland löscht die LaPo die Brände in unserem Zuständigkeitsbereich.

Eigentlich bekämpfen wir schon lange nicht mehr die Kriminalität, wir verwalten sie nur noch und dank Artus, auf bundesweit ganz hohem Niveau.

Übrigens Artus und sinnlose Zeitverschwendung

Es war zu lesen das man eine Arbeitsgruppe zur Vereinfachung der Vorgangsbearbeitung beim Präsidium einberufen hat.
Das war vor zwei Monaten tatsächlich in Intranet zu lesen.
Hört, hört dachte man, ist es jetzt endlich aufgefallen was für einen Wahnsinn wir hier treiben.

Vor drei Wochen im Dienstunterricht wurden wir über die neuen Bearbeitungsrichtlinien in der Vorgangsbearbeitung instruiert.

Nun darf ich, nein muss ich z.B. anklicken, ob ich einen Platzverweis oder eine Owi EBO an den Zoll abgeben habe.

Ob ich die Sicherstellung einer Fundsache im Rahmen einer Kontrolle nach §22Ia BpolG gemacht habe.

An welchem Grenzübergang ein Mensch vom Zug erfasst wurde.

Ob ein Graffiti im Inland oder auf See festgestellt wurde.

Wertvolle Zeit die ich mit der Klärung so wichtiger Fragen vor Artus verbringe und mich fragen muss, welche abgedrehten Irren in dieser Behörde den Ton angeben.
Lasst uns doch den operativen Bereich ganz abschaffen.
Dann könnten wir ungestörter die Kriminalität verwalten.

Gruß

Eintrag von Hardcorekopfschüttler am 28.November 2009


@Karo1

Danke für die Zustimmung.
Bei uns bearbeitet der Kontroll- und Streifenbeamte alle Vorgänge komplett bis Abgabe Sta ab obwohl (!) der ErmD in der Wache ist. Dieser fährt höchstens mit der Akte und dem Beschuldigten noch zur Vorführung. Der ganze Rest bleibt an dem kleinen PVB kleben. Anschliessend gibt es dann wieder Feuer weil die Aufgriffszahlen, dank der stundenlangen Vorgangsbearbeitung, zurückgegangen sind. Manchmal ist die Welt ein Irrenhaus!

Eintrag von BaPo m.D. am 1.Dezember 2009


Heute morgen kommt schon wieder in den Nachrichten, dass über mehr Sicherheit im Bereich der Bahn gesprochen werden soll.
U.a. wird vom Bundesfinanzministerum (Zoll)es nicht erlaubt in Dienstkleidung unentgeltlich zu fahren.
Wäre vielleicht ein kleiner Schritt.!!!!

Eintrag von JP am 2.Dezember 2009


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