15. Dezember 2009
Tarifrunde 2010: Einkommensverluste ausgleichen
Berlin. Die Beschäftigten der Polizei bei Bund und Kommunen erwarten von der Mitte Januar beginnenden Tarifverhandlung eine Erhöhung der Entgelte von 5 Prozent im Volumen. Das erklärte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, am Dienstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ver.di, GEW und DBB-Tarifunion.
Freiberg: „Unsere Beschäftigten in der Polizei haben in den letzten zehn Jahren Einkommensverluste von über zehn Prozent durch verschiedenste Sparmaßnahmen und Kürzungen hinnehmen müssen. Auch wenn die Politiker jetzt wieder mit der Finanzkrise kommen werden, so sei ihnen gesagt: Die Arbeiter und Angestellten in der Polizei haben sie nicht verschuldet und sie wollen auch nicht für sie bezahlen.“
Die gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes erhobene Forderung zur Einkommenserhöhung für 2010 sei maßvoll, aber unbedingt notwendig. Freiberg: „Rund 80 Prozent unserer Tarifbeschäftigten müssen mit einem Bruttoeinkommen von höchsten 2200 Euro ihre Familien ernähren und ihren Kindern eine Ausbildung ermöglichen. Davon gehen noch ständig steigende Sozialversicherungsbeiträge und die Steuern ab. Das ist zum Leben zu wenig. Deshalb muss das Tarifergebnis eine soziale Komponente enthalten.“
Die Gewerkschaft der Polizei erwartet, dass das in der Einkommensrunde 2010 zu erwartende Ergebnis wirkungsgleich auch auf die Beamtinnen und Beamten der Polizei übertragen wird.
Die Große Tarifkommission (GTK) der Gewerkschaft der Polizei hatte in ihrer Sitzung am 10. und 11. Dezember 2009 die Forderungen für eine Tarifrunde 2010 mit Bund und VKA bereits diskutiert und folgende Fordeungen in die Sitzung der Bundestarifkommission von ver.di am 15. Dezember 2009 eingebracht:
Forderungen Einkommensrunde 2010 mit Bund und VKA
1. Erhöhung der Entgelte im Gesamtvolumen von 5 %
Darunter fällt:
1. Schaffung einer sozialen Komponente in der Entgelttabelle
2. Für Beschäftigte (auch für die, die nach dem 01.10.2005 eingestellt wurden) sind die Bewährungs-, Fallgruppen- und Zeitaufstiege der Anlage 1a zum BAT solange wieder in Kraft zu setzen, bis eine EGO vereinbart ist
3. Anspruch auf Jahressonderzahlung auch bei Ausscheiden vor dem 1. Dezember (§ 20 Abs. 1 TVöD) und Angleichung der Jahressonderzahlung im Tarifgebiet Ost.
4. Der TV ATZ im öffentlichen Dienst ist über den 31.12.2009 hinaus zu verlängern mit der Option des Blockmodells.
5. Streichung der Sonderregelungen Ost (Angleichung)
6. Schaffung Zeitwertkonten – Langzeitarbeitszeitkonten auf freiwilliger Basis
2. Laufzeit 12 Monate
Forderungspaket zur Tarifrunde 2010
Bei den Forderungen habe ich eine wichtige Forderung leider nicht finden können.
Herabsetzen der wöchentlichen Arbeitszeit von 41 auf 39 Stunden analog Tarif.
Michael
Eintrag von Michael am 15.Dezember 2009
Die Forderung ist absolut gerechtfertigt, jedoch ist sie nicht sozial gerecht!
Denn 5% in A15 sind einfach mehr als der in A7 erhält!
Die Schere geht somit wiedermal weiter auseinander.
Es wäre im Sinne der sozialen Gerechtikeit besser gewesen zumindest einen Teil als sog. Sockelbetrag zu fordern.
Denn 80 € für alle ist einfach sozial gerechter als dieser geforderte Betrag.
Eine Nachbesserung wäre hierbei sinnvoll!
Eintrag von A. am 15.Dezember 2009
Schaffung einer sozialen Komponente! :-)))
gleiches Geld für gleiche Arbeit
Eintrag von Cobra am 15.Dezember 2009
Bevor hier jeder denkt, dass wiedermal alles zuerst schlecht gemacht wird…! Nein, ganz sicher nicht!!!
Diese Meinung habe ich hier schon bei den letzten Tarifverhandlungen niedergeschrieben.
Ich möchte hier nichts schlecht schreiben, jedoch möchte ich auf die soziale Komponete aufmerksam machen.
Wer mir bei meiner These nicht folgt, der kann es gerne nachrechnen, dass nicht alle die gleich Lohnerhöhung bekommen werden.
Vielen Dank und viel Erfolg bei den Verhandlungen!
Eintrag von A. am 15.Dezember 2009
Gesamtvolumen 5 Prozent. Soziale Komponente. Was bedeutet das für den Einzelnen unter dem Strich ?
Könntet Ihr das vielleicht etwas mehr aufschlüsseln (wenn möglich)? Denn da blicke ich persönlich nicht durch.
Vielen Dank im Voraus !
Eintrag von Thomas am 15.Dezember 2009
Schließe mich Michael an, den die Herabsetzung der Wochenarbeitszeit heißt für die Kollegen im Schichtdienst im Jahr 11 Tage weniger zum Dienst fahren zu müssen!
Schöne Grüße
Eintrag von PR am 16.Dezember 2009
das bedeutet also real max.2% mehr weil wir uns mal wieder nicht druchsetzen könne.
danke auch…
Eintrag von Schotterhans am 16.Dezember 2009
An alle “Jetzt-schon-nörgler” soll die Gewerkschaft gar nichts fordern? Mir fehlt, dass der Abschluß nur für GdP - Mitglieder gelten soll. Schließlich beteiligen die sich auch nur.
Eintrag von Jörg Radek am 16.Dezember 2009
@radek
Jetzt also zeigt sich das wahre Gesicht der GDP.
Eintrag von upps am 16.Dezember 2009
@upps: Jeder der mich näher kennt, weis ich stehe dazu. Wir haben noch nicht begonnen zu verhandeln und schon wird über ein etwaiges Ergebnis gemutmasst. Die Durchsetzungsverfähigkeit hängt nicht nur vom geschmeidigen Wort ab, sondern auch von der Mitgliedermächtigkeit.In der Tarifrunde 2008 haben unsere Mitglieder mit den Arbeitsniederlegung bewiesen, wie verlässlich sie sind. Deshalb wäre es nur Recht sie würden alleinig davon profitieren.
Eintrag von Jörg Radek am 16.Dezember 2009
Forderung ist angemessen, mal sehen wie das “Ergebnis” aussieht!!! Ich befürchte nur, dass es mal wieder nicht für eine soziale Komponente reicht, analog den letzten Ergebnissen. Ich kann nur hoffen, dass unsere Mitstreiter (schönen Gruß an die hoffentlich “kampfbereiten” Angestellten und Arbeiter) sich diesmal nicht mit einer Einmalzahlung etc. zufrieden geben werden. Würde sofort und gerne als “Beamter” mitstreiken, leider wird uns dieses Recht ja nicht zugestanden. Da ist mal eine Klage am europäischen Gerichtshof längst überfällig…und dann lassen wir mal zwei bis drei Fußballwochenende ausfallen…. das würde eine ordentlichen Aufschrei geben!!!
Eintrag von POM mit Dienstjubiläum am 16.Dezember 2009
An “Jörg Radek”(bzgl. “…soll die Gewerkschaft gar nichts fordern”)!
Die Gewerkschaft soll fordern:
100 € [(netto)Sockelbetrag monatl.] für jede und jeden mehr! (DAS IST GERECHT)
Beispiel: 5% für ALLE bedeutet meiner Rechnung nach:
A 7 / Stufe 5 : 111,80€ (Brutto)
A 13 / Stufe 5 : 202,10€ (Brutto)
A 16 / Stufe 5´: 274,40 € (Brutto)
Ist das nun gerecht für alle???
Vielleicht habe ich falsch gerechnet, aber da bekommen wir doch nicht alle gleich viel!?
Gerechnet habe ich, ausgehend vom Bruttolohn.
Das konnte ich errechnen über den Gehaltsrechner (öffentlicher Dienst).
UND
Zumindest für alle 40 Std. Woche und nicht für die EINEN 41 Std., die ANDEREN 40 Std. und Angestellte 39 Std.!
BESSER
39 Std. Woche, wie es bei den Angestellten auch ist.
Danke!
Eintrag von A. am 16.Dezember 2009
Noch einmal meine Frage.
Könnte unsere Gewerkschaft die Forderung etwas mehr aufschlüsseln.(wie das Gesamtvolumen 5 Prozent für den Einzelnen aussieht ?)
Danke !
Eintrag von Thomas am 16.Dezember 2009
Kann mich nur anschließen, es fehlt die Forderung nach einer geringeren Arbeitszeit. Die sollte für alle gleich sein, so dass man von der zweiklassen Gesellschaft wegkommt.
Eintrag von doren am 16.Dezember 2009
Hoch lebe die kalte Progression, die mal wieder alles auffressen wird und Frage an die GDP, alle schreiben wir sollen an die kinder denken, die Gmeinden und Kommunen nehmen immer mehr Kredite auf um dies bezahlen zu können?! Solle ein Reisepass bald mal 100€ kosten, nur damit wir alles 2 Jahre ein wenig mehr bekommen???
Ich denke die wir sind längst oben angekommen und es ist ein Umdenken erforderlich!!!
In diesem Sinne, ich warte immer noch die die alles umworbene und versprochene Ballungsraumzulage, die wäre viel interessanter für uns Leute im Ballungsgebiet und auch für die unteren Einkommensklassen viel gerechter!!!
In diesem Sinne, eine coole Zeit…
Eintrag von Ballungsraumbewohner am 16.Dezember 2009
Soziale Gerechtigkeit?
Sozial gerecht wäre es in Wirklichkeit, wenn eine Lohnerhöhung mit einem Sockelbetrag (gleich hoch für alle Besoldungsgruppen) durchgesetzt werden würde. Warum soll die soziale Schere durch die prozentuale Erhöhung immer weiter auseinander gehen? Ich denke eine Forderung der Gewerkschaften sollte auch sein, dass die “Reichen” nicht immer reicher werden. Diese Forderung mit einem Sockelbetrag würde mein Image an der Gewerkschaft und das Ansehen so mancher anderer Kollegen/-innen stark erhöhen. Um eventuellen Unmutsäußerungen entgegenzutreten, ich bin nicht in den unteren Lohngruppen beschäftigt, vertrete aber diese Forderung, denn die Inflation muss ein Polizeimeister genauso verkraften wie ein Polizeirat. Die entsprechenden Besoldungsstufen sind ja bereits in der Höhe angepasst.
DANKE! Gruß Werner
Eintrag von Werner am 16.Dezember 2009
Ich finde die Forderung der GDP in Ordnung.
Erstmal hoche Prozente fordern und dann Kompromisse finden.
Früher war es auch so, dass man 8 Prozent gefordert hat und es sind knapp 3,5 dabei rausgesprungen.
Wenn jetzt 5 Prozent gefordert werden, bekommen wir evt. 2-2,5 Prozent.
Kleinvieh macht auch Mist!
Aber durch die neuen Dienstpläne und die 41 h Woche werde ich noch irre!
Die wichtigste Forderung ist auch die Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 39 h pro Woche!!!!!!
Eintrag von cowboy am 17.Dezember 2009
mal was zum Thema:
http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertext=10852478.html
EU-Beamte streiken
Im Streit um eine Gehaltserhöhung von 3,7 Prozent sind die EU-Beamten des Ministerrats in den Streik getreten. Ein Treffen der EU-Verkehrsminister in Brüssel fand dennoch statt, weil die Gewerkschaften einen „Minimaldienst“ zugesichert hatten. Intern sei der Streik aber spürbar gewesen, sagten Diplomaten: 30 bis 40 Arbeitsgruppen seien ausgefallen. Zum Streikbeginn verteilten am frühen Morgen rund 50 Beamte im Eingangssaal des Gebäudes Flugblätter. Sie fordern, dass der Vorschlag der EU-Kommission zu einer Gehaltsanhebung von 3,7 Prozent im kommenden Jahr umgesetzt wird. Einige EU-Länder lehnen das aber unter Hinweis auf nationale Sparmaßnahmen ab. Die Bezahlung der EU-Beamten wird anhand der Entwicklung der Beamtengehälter in acht Mitgliedstaaten berechnet. Maßgeblich für die laufende Runde ist das Jahr 2008. Von der Regelung sind etwa 40 000 EU-Beamte betroffen, davon arbeiten 3500 im Rat.
Wo bleibt unser Streikrecht, wird es nicht mal Zeit dieses in Brüssel einzuklagen? Wollten das nicht die Gewerkschaften mal in Angriff nehmen, was ist daraus geworden?
Eintrag von meisterkoch72 am 17.Dezember 2009
Liebe Kommentatoren “Michael”, “A”, “Thomas” vom 15.12.2009,zunächst sind das die Forderungen für die TARIFVERHANDLUNGEN und die fangen gerade an. Das bedeutet die Absenkung der Arbeitszeit aus dem Beamtenbereich und die Besoldungen, ob A 15 oder A 7, werden hier nicht verhandelt (jetzt nicht und in Zukunft auch nicht, da Regelung per Gesetz).
Der Wunsch unsere Forderungen weiter aufzuschlüsseln ist verständlich, nur nicht leistbar. Wir wollen dadurch nicht unsere Verhandlungsposition schmälern. Die Forderungen sind formuliert und veröffentlicht, die Ergebnisse bleiben abzuwarten. Mitwirken kann jeder; wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Jörg Radek hat mit seinen Kommentaren nur allzu Recht, hängt auch alles mit der Mitgliederstärke und dem Willen, sich durchzusetzen, zusammen.
Was das Tarifergebnis dann für den Einzelnen “unter dem Strich” bedeutet, hängt letztlich auch von den ganz persönlichen Lebensumständen ab.
Allen Beschäftigten wünsche ich fröhliche Weihnachten, einen gesunden Rutsch ins neue Jahr und den Tarifbeschäftigten einen guten Tarifabschluss, der dann auch auf die Beamten übertragbar ist.
Elke Jacobs (Mitglied in der Großen Tarifkommission der GdP)
Eintrag von Elke Jacobs am 17.Dezember 2009
Herr Radek….bedeutet dies, dass nur Sie und die GdP den Alleinanspruch für sich erheben? Und alle anderen in der “falschen” Gewerkschaft organisiert sind? Wenn Sie diese Fragen bejahen, sind Sie ein Spalter! So lange diese Meinung vorherrscht, wir uns gegenseitig bekämpfen anstatt gemeinsam zu handeln, dann hat unser Dienstherr leichtes Spiel.
In der heutigen Zeit sollte überlegt werden, ALLE gemeinsam in einer Gewerkschaft! Fünf Finger, die sich nicht zu einer Faust schließen, bringen nichts!
Eintrag von Berliner am 17.Dezember 2009
Hallo Berliner, Jörg hat recht und die Gewerkschaft für alle heist GdP.
Eintrag von Holli RZ am 18.Dezember 2009
Hallo Holli RZ, in einem anderen Leben gab es mal eine Partei, die sollte für alle sein. Wo hat das uns hingebracht? Ne ne es muss schon mehrere Gewerkschaften geben. Die König und sein Gefolge, in dieser Gewerkschaft, machen sonst was sie wollen und das natürlich nur zu ihren Gunsten.
Eintrag von ausgetretener am 19.Dezember 2009
@Berliner: Es steht jedem frei in die Gewerkschaft einzutreten. Wer nicht eintritt braucht auch die Leistungen.Wer nicht solidarisch ist baucht auch keine Gewerkschaft. Alleine gegen den Apparat aus BMI und BMF zu verhandeln wäre dann nur konsequent. Gruß Jörg
Eintrag von Jörg Radek am 19.Dezember 2009
Ausgetretener….die Partei von damals mit der Gewerkschaft von heute zu vergleichen, ist wie dass mit den Äpfeln und Birnen. Und wenn es nur eine Gewerkschaft geben würde, könnten wir auf den König und sein Gefolge sehr gut einwirken.
Herr Radek…etwas gesagt, jedoch ohne Inhalt.
Eintrag von Berliner am 20.Dezember 2009
Ich bin jetzt 36 Jahre in verschiedenen DGB Gewerkschaften,
einfaches Mitglied, Funktionär, Personalrat / Vorsitzender,
wieder einfaches Mitglied. Die Kontrolle wer in die Gremien gewählt wird, obliegt den Mitgliedern. Man muss sich natürlich auch engagieren und nicht über “die da Oben nörgeln”. Den Vorstand hat man schliesslich selbst gewählt.
Diese 36 Jahre stinkt es mir, das ich Mitgliedsbeiträge zahle, an Streiks teilnehme, sie teilweise organisiert habe und jeder Dödel an den Verbesserungen des Tarifes teilnimmt. Solidarität hat auch was mit Ehrgefühl zu tun,
oder findet ihr Geiz ist Geil besser. Jeder ist sich selbst der Nächste? Dann aber auch mit allen Konsequenzen.
Gruß HolliRZ
Eintrag von Holli RZ am 21.Dezember 2009
Erstmal vorweg, ich bin ein überzeugtes GdP Mitglied!
Warum? war vorher 6 Jahre in einer anderen Gewerkschaft (u.a. als TB-Beauftragte) von der ich, zu meinem damaligen Leidwesen, fast keine Informationen bekommen habe und wenn, dann waren die auch schon wieder alt bzw. überholt.War zu diesem Zeitpunkt auch Ersatz-Mitglied im HPR und BPR und bekam dadurch erstmals mit, wer da oben (BMI) eigentlich was erreichen kann. Deshalb bin ich dann auch aus voller Überzeugung zur GdP gewechselt.
Jetzt zu dem was Jörg Radek geschrieben hat und möchte mich dem nur uneingeschränkt anschließen. Die meisten Nörgler sind ja weder GdP-Mitglieder noch in irgendeiner anderen Gewerkschaft vertreten und wenn man sie fragt warum, bekommt man zur Antwort, warum soll ich, ich bekomm doch eh alles und die Gewerkschaften machen ja sowieso nichts, na da kann einem (als Gewerkschaftsmitglied) schon mal die Galle hochgehn. Denn meine GdP, dass weiss ich, kämpft mit all ihrer Kraft für uns und Fakt ist, nur wer viele Mitglieder hinter sich stehen hat(so wie wir eben), wird auch gehört und ernst genommen. Meine Forderung (seit langem) ist daher auch, nur wer in einer Gewerkschaft ist (egal in welcher) soll auch davon profitieren und zwar deshalb, damit die Nichtorganisierten auch mal merken, wie es wäre, wenn kein Tarifvertrag für sie angewendet würde. Denn dass der Tarifvertrag nur den Gewerkschaften zu verdanken ist haben sie leider vergessen bzw. viele wissen es nicht einmal.
Bitte liebe Kolleginnen und Kollegen dort oben, macht weiter so, ich und bestimmt auch viele andere, wissen jedenfalls was ihr für uns leistet. Ach ja, die Nörgler haben meiner Meinung nach eh keine Ahnung davon, was dort oben läuft, also nicht ärgern, wünsch euch allen ein schönes, friedvolles und erholsames Weihnachtsfest im Kreise eurer Familie und einen guten Rutsch ins neue Jahr
Viele Grüße
Anita, TB und Gdp Mitglied aus Überzeugung!!
Eintrag von Anita TB am 21.Dezember 2009
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
auch ich schließe mich der Meinung von Jörg an. Tarifverträge erst einmal nur für Gewerkschaftsmitglieder (egal welcher). Alle die am Verhandlungstisch saßen, sollen partizieren. Die anderen vielleicht mit 3 Monaten “Nachwirkung”.
Durch die Erklärung der “Allgemeinverbindlichkeit” des Tarifvertrages wird aber leider der große Vorteil der Mitgliedschaft in der Gewerkschaft wieder zu nichte gemacht.
Die Forderung von 5% passt. Solange wir kein Streikrecht für Beamte haben, müssen erst einmal die Tarifbeschäftigten ran und Mut zeigen, wenn’s nicht anders geht, auch mit Ausständen.
Aus Berlin grüßt
Mathias Wiegand
GdP Personalratsmitglied im BMI
Eintrag von Mathias Wiegand am 22.Dezember 2009
@ Anita TB und Mathias Wiegand
Euer beider Geschreibe ist die Erpressung pur! Warum soll ich den wieder in eine Gewerkschaft eintreten? Die Herren Funktionäre, die freigestellt sind, fehlen auf der Straße und ich sowie andere PVB müssen deren Arbeit mitmachen. Müssen auf das eine oder andere DA verzichten, weil Personal fehlt usw. Da bin ich sehr wohl der Meinung, wenn ich für diese Damen und Herren mitarbeite, haben diese auch für mich zu kämpfen. Dafür muss ich nicht auch noch Beitrag zahlen.
Eintrag von ausgetretener am 23.Dezember 2009
@ ausgetretener
Die Freigestellten vertreten dich im Personalrat, wie es das Gesetz befiehlt. Nicht mehr, nicht weniger.
Der Personalrat handelt aber weder Tarifverträge aus noch verhandelt er mit der Bundesregierung über Besoldungs- und Versorgungsrechtsfragen. Das machen nur Gewerkschaften - und zwar in der GdP ehrenamtlich. Unsere Arbeit finanzieren wir selbst aus unseren “Polizistengroschen”. Auch unseren Bundesvorsitzenden Freiberg übrigens.
Es ist dein gutes Recht, nicht Mitglied zu sein. Es ist unser gutes Recht, Nichtmitglieder nicht vertreten zu wollen.
Du kannst ja selbst mal beim Innenminister wegen Wechselschichtzulagenerhöhung, Besoldungserhöhung etc. vorsprechen - als Alleinsegler sicher kein Ding für dich.
Wir GdP-Mitglieder, die für unsere Selbstvertretung auch selbst Geld zahlen, sind den Trittbrettfahrern, die nur denken, Selberfressen macht fett, jedenfalls nichts schuldig.
Viel Spaß bei der Selbstvertretung!
Eintrag von Steve am 23.Dezember 2009
ausgetretener
Das ist keine Erpressung sondern meine eigene Meinung/Überzeugung und zu der steh ich auch. Du vermischt die Arbeit der Personalräte mit die der Gewerkschaften, denn diese sind, wie Steve ja richtiger Weise schreibt, alle “ehrenamtlich” tätig. Ich weiß wieviel Arbeit, Zeitaufwand und Unannehmlichkeiten unsere Funktionäre für uns in Kauf nehmen. Dir das aber jetzt zu erklären denke ich, ist müsig und interessiert dich wahrscheinlich auch gar nicht, sonst würdest du so einen Beitrag gar nicht schreiben.
Du sollst natürlich auch für deine Arbeit dementsprechend entlohnt werden, aber eben nur so, wie es das Gesetz vorschreibt.
Alles andere haben die Gewerkschaften ausgehandelt bzw. hart erkämpft. Daher seh ich nicht ein, warum Nichtmitglieder (Trittbrettfahrer) von den hart erkämpften Tarifverträgen provitieren sollen und ich diese auch noch mitfinanzieren muss.Daher nochmal meine Forderung an meine GdP, Tarifabschlüsse nur für unsere Mitglieder!!! (gilt natürlich für alle Gewerkschaften)
Die Trittbrettfahrer sollen auch mal merken wie es ist, wenn sie nur die gesetzlichen Zuwendungen bekommen und nicht die Vorteile der Gewerkschaftsarbeit in Anspruch nehmen können.
Anita TB
Eintrag von Anita TB am 23.Dezember 2009
Ich könnte schon wieder das gr. Würgen bekommen, wenn ich dieses Hick Hack hier lese ;-(
Noch einmal für alle Beamten zur Erklärung:
Es sind “TARIF”verhandlungen … welcher der hier sich äußernden PVB befindet sich im Angestelltenverhältnis und somit im Tarifbereich? Bitte hiermit rechts raustreten….
Dies bezieht sich sowohl auf die Beamten, die für sich die 39 Std. Woche ( ich persönlich arbeite lieber 41 Std. bei meinem Hauptarbeitgeber und eurem Gehalt als mir einen Nebenjob suchen zu müssen, weil man als TB kaum eine Tätigkeiten über ehemals BAT VII bzw. Entg-Gr. 5 zu bekommen scheint!!) einfordern, wie Schreiberlinge, die sich hier ungefragt (und ausgetreten!) zu Wort melden…
Sollte jetzt die Argumentation kommen: dann suche dir doch etwas im wahren Leben, wenn dir dein Gehalt nicht reicht: DITO!!! Aber ich suche dann eben nur im Nebenjob…doch weiß somit, wie draussen der Hase läuft, ihr Nörgler :-P
Im Meckern seit ihr mal wieder alle Spitze! Bin gespannt, wen von euch ich dann beim Streik in der Kälte treffe… oder wer von euch dann gleich lieber wieder in die warme Meckerdeckung flüchtet und erst dann zurück ans Tageslicht krabbelt, wenn alles ausgestanden ist…
Engagiert euch!!!! Dann habt ihr auch weniger zu meckern….
In diesem Sinne: einen frohen 2. Advent und einen guten Rutsch ins Jahr 2010 mit unseren TARIFverhandlungen!
Eintrag von Airportangestellte am 27.Dezember 2009
Hallo meine Lieben.. ich habe grade mit großem Erschrecken die Einträge hier gelesen!
Ich bin ebenfalls überzeugtes GdP Mitglied und auch aktiv dabei.
Wenn die “Gewerkschafter” auf der Straße fehlen, frage ich mich, wer dann für die “Straße” kämpfen soll? Es muss Gewerkschafter und Personalräte geben, damit alle Beschäftigten bei der Bundespolizei aus Erreichtem provitieren können.
Es ist schrecklich zu wissen, dass es so viele Nörgler und Gegner der Gewerkschaft gibt und im gleichen Zuge werden Forderungen gestellt .. an wen den ?? Wer soll denn für Euch/Uns kämpfen ???
Leute wie Jörg Radek setzen sich Tag und Nacht für Tarif und Beamte ein, ich möchte nicht tauschen und ich möchte auch nicht die harten Verhandlungen führen.
Und völlig egal, wieviel dabei “rausspringt” wir provitieren doch alle davon. Sogar die Nicht-Mitglieder… Ich helfe gern mit einem, meiner Meinung nach geringem, Beitrag für die Gewerkschaft, um diese größer und mächtiger zu machen. So werden wir stärker und können noch mehr erreichen !
Ich würde mir wünschen, dass alle Beschäftigten (Tarif und Beamte) wüssten, wie sich Personalräte und Gewerkschafter einsetzen, plagen und sorgen um all ihre Leute. Ob Mitglied oder nicht.. es wird gekämpft und das mit Herz und Seele.
Das sei mal für’s neue Jahr noch mitgeteilt, von einer Beschäftigten, die hautnah miterlebt hat, wie es an der “Spitze” rund geht.
An alle Nörgler - bitte bedenkt Euren Frust und seid doch trotz allem froh, dass es Menschen gibt, die sich für uns einsetzen !!! Die sich an der Spitze hinstellen, kämpfen, sich rechtfertigen, sich anpissen lassen müssen, sich ärgern müssen, sich nachts hinsetzen, die sich Gedanken machen und dennoch voller Energie weiter kämpfen - für uns alle ! Diese Menschen haben für uns alle schon sehr sehr viel erreicht.
Ich bin sehr froh eine so tolle Gewerkschaft zu haben und bedanke mich bei allen, die es mir ermöglichten heute noch bei dem guten Haufen arbeiten zu dürfen! Ohne meine Gewerkschaft wäre das nicht möglich gewesen!
Viel Erfolg bei den Verhandlungen und macht weiter so - ich bin dabei !!!!!!!
Liebe Grüße A.W.
Eintrag von A.W. am 3.Januar 2010
Liebe GdP, bei den Tarifverhandlungen einfach ein großes Schild mit der Prozentzahl, welche die EU-Beamten fordern, ohne große Worte hochhalten. Was diesen Betrügern ich sage nur Sitzungsgelder, Reisekostenbetrug usw. zusteht ist doch für uns Recht und billig.
Eintrag von diddi am 6.Januar 2010
Hallo Ausgetretener
meine Antwort auf dein Schreiben vom 23.12.2009:
ERPRESSUNG ???
Sprechen wir doch mal leicht umschrieben in Form von Krankheiten, was unser Dienstherr ohne Gewerkschaften mit uns machen würde (gilt auch für sonstige Gewerkschaften):
Die Gewerkschaften schaffen es, dass dir in diesen kranken Zeiten bloß die Leber teiloperiert werden muß und das tut weh, ist doch klar. Gäbe es die Gewerkschaften nicht, würde dir der Dienstherr auch noch den Magen, die Milz, das Herz herausreissen, da kannst du sicher sein! Deswegen halte ich, obwohl auch meine persönliche Laufbahn nicht gerade vorbildlich verlaufen ist, jeden für einen Trittbrettfahrer, der “austritt” oder gar nicht erst “eintritt”.
P.S. Es gibt in der freien Wirtschaft wie auch bei uns “Abgesandte”, die die Stimmung des einfachen Volkes genau registrieren und die Grenzen ausforschen, wie weit man z.B. gehen kann, bevor die Stimmung entgültig kippt!
Ich hoffe meine Umschreibungen sind verständlich genug
Eintrag von Oldie but Goldie (POM) am 8.Januar 2010