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17. Dezember 2009

Besoldungsrunde 2010

Am 15. Dezember haben die DGB-Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes ihre Forderungen für die Tarifrunde 2010 mit Bund und Komunen im Gesamtvolumen von 5% beschlossen. Der DGB schießt sich dieser Entscheidung an und fordert für die Besoldungsrunde 2010:

  • Nach Abschluss der Tarifverhandlungen ist das Tarifergebnis für den öffentlichen Dienst des Bundes auf die Besoldungs- und Versorgungsbezüge zeit- und inhaltsgleich und in einem dem Tarifabschluss im Volumen entsprechenden Umfang zu übertragen. Dazu gehört eine deutliche Anhebung der Einkommen einschließlich einer sozialen Komponente.

Zu den strukturellen Verbesserungen im Dienstrecht des Bundes, die der Tarifforderung im Volumen entsprechen zählen:

  • Absenkung der Arbeitszeit von gegenwärtig 41 Stunden auf das tarifvertraglich vereinbarte Niveau von 39 Stunden in der Woche.
  • Die Fortführung der Altersteilzeit auch in Form des Blockmodells ab dem 55. Lebensjahr.
  • Deutliche strukturelle Verbesserung der Voraussetzungen sowie der Höhe der Erschwerniszulagen, insbesondere der Zulagen für Dienst zu ungünstigen Zeiten und der Schicht- und Wechselschichtzulegen.
  • Dynamisierung und Ruhegehaltsfähigkeit von Zulagen, insbesondere der Polizeizulage.
  • Besetzung der durch die Arbeitszeitverkürzung und die Fortführung der Alterteilzeit frei werden Stellen.
  • Weitere zusätzliche Urlaubstage für alle Formen von Schicht- und Wechselschichtdiensten.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften erwarten vom BMI zu Beginn der Tarifverhandlungen eine verbindliche Erklärung darüber, dass nach Abschluss der Tarifverhandlungen das Ergebnis zeit- und inhaltsgliech auf die Besolduung übertragen wird.

Es lohnt sich für Beamtinnen und Beamten die Tarifbeschäftigten in ihren Forderungen tatkräftig zu unterstützen.

Einträge:

Die Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit von gegenwärtig 41 Std. auf 39 Std. ist eine sehr gute Forderung. Es sollte die 39 Std. Woche für alle gelten.

Gerade für PVBs im Wechseldienst wäre auch unter gesundheitlichen Gesichtspunkten absolut anzustreben. Bitte setzt euch in diesem Punkt durch!

Auch die Erhöhung von DuZ und Schichtzulage würde gerade denen helfen, die eh schon unter schweren Arbeitsbedingungen zu leiden haben.

Viel Erfolg!!!

Danke!

Eintrag von A. am 18.Dezember 2009


Die Absenkung der Arbeitszeit auf 40 Std. je Woche sollte für alle gelten, welche Kinder unter 12 Jahren haben (wie bisher). Zusätzlich sollte für Arbeitnehmer
(Beamte)ab 55 Jahren ebenso die 40 Std.-Woche gelten.
Des weiteren bin ich der Meinung, dass die Lohnerhöhung über 2 Jahre mit je 1,5% Erhöhung/jährlich zuzüglich einer Einmahlzahlung von je 300,00 € für 2010 und 2011 erfolgen sollte.
Auf den Rest der Forderung sollte zugunsten der Laufbahnaufsteiger verzichtet werden, damit jeder Aufsteiger, egal ob 3-jährige, 2-jährige oder 6-monatige Praxisaufsteiger innerhalb von 2 Jahren nach erfolgreicher Laufbahnprüfung zumindest eine Beförderung erlangen kann, um diese bemerkenswerte Leistung zu honorieren.

Eintrag von pom k am 18.Dezember 2009


@ pom k:

glaubst du selbst an den S…, den du da geschrieben hast ???

Eintrag von 2 mal aufgelöst am 18.Dezember 2009


@ pom K:

Gehts es Dir noch gut? Selten so nen S… gelesen.

Eintrag von doren am 19.Dezember 2009


Es gibt keine Besoldungsrunde 2010! Der Bereich der Tarifbeschäftigten ist gefragt- also Tarifrunde 2010!
Ob Beamte etwas vom Kuchen bekommen, das mag der Bundestag beschliessen!
Aber jede Beamtin und jeder Beamte sind bei möglichen Streikaktionen der GdP willkommen!!!
Natürlich wünsche ich mir den Ertrag den die Tarifbeschäftigten erringen, auch für meine Beamten. Wir sind alle Kollegen!

Eintrag von Matthias Böckenhauer am 20.Dezember 2009


@ pom k:

Selten so gelacht :-)
Warum nicht gleich auf Die komplette Forderung verzichten und jeden Aufsteiger zum EPHK machen um diese bemerkenswerte Leistung zu honorieren!!

Eintrag von Mitglied am 20.Dezember 2009


Wer sich momentan die Nachrichten ansieht, wird leicht feststellen, dass sich der Ablauf so darstellt wie schon seit Jahrzehnten: die Forderung von gewerkschaftlicher Seite wird aufgestellt, die Arbeitgeber weisen die Forderung aufgrund der knappen Haushaltslage als unfinanzierbar und realitätsfern zurück. War es jemals anders? Im Grunde genommen kann man sich dieses Gequatsche der Haushaltspolitiker nicht mehr anhören, zumal ich die gewerkschaftliche Forderung als verantwortungsbewusst und maßvoll einstufen würde.

Nur diesmal darf in den Tarifverhandlungen das Argument der ‘knappen Haushaltslage’ überhaupt gar keine Rolle spielen! In der jüngeren Vergangenheit wurde für die Rettung von Banken (und Bankmanagern) alles unternommen was nur irgendwie möglich schien; für kaputte Autos wurden 2.500.- € gezahlt, für ein Kind gab es aber nur 100,- €. Wo ist da die Wertigkeit? Der gesamte Bundeshaushalt wurde gnadenlos überschuldet und wir sollen jetzt diejenigen sein, die das auszubaden haben? Das stößt ganz massiv auf meine Einsichtsfähigkeit!

Ich wünsche den Gewerkschaften die notwendige Zähigkeit, hier gegenzuhalten. Für uns könnte sich noch positiv auswirken, dass in 2010 zwei Landtagswahlen anstehen. Und das, was hier im Forum schon angeklungen ist, sollte allerdings strikt vermieden werden: Laufzeiten über zwei Jahre und irgendwelche albernen Einmalzahlungen. Damit haben wir in der Vergangenheit immer schlecht ausgesehen. Dazu kommt, dass erfahrungsgemäß der ausgehandelten Tarifvertrag fast immer mit zeitlichem Verzug übertragen wird.

Deshalb: mindestens 2,5 % für 2010 sollten an Ende herumkommen, und für 2011 wird neu verhandelt!

Eintrag von Es grüßt der KSB am 21.Dezember 2009


Nunja, die die Realität ist nun mal so:

Können, Wollen, Sollen

Ein Staat, der Leistung will, muss dafür auch etwas tun

Von Heribert Prantl

Der Staat hat kein Geld - sagt Wolfgang Schäuble. Also weist er die Forderung nach fünf Prozent Lohnerhöhung für Krankenschwestern, Erzieher, Sachbearbeiter und sonstige Angestellte im öffentlichen Dienst mit Abscheu und Empörung zurück. Hat der Staat wirklich kein Geld? Er hat es gehabt, als er die Konjunkturprogramme auflegte. Er hat es auch gehabt, als die Banken gerettet wurden. Er hat es gehabt, als er die Kurzarbeit in der Industrie finanzierte. Und jüngst hat er auf viel Geld verzichtet, als er den Hoteliers eine unsinnige Senkung der Mehrwertsteuer zuschusterte. Ob der Staat ein bisschen mehr Geld für seine Angestellten hat, ist keine Frage des Könnens, sondern des Wollens und Sollens.

Der Staat sollte: Die Gehälter der Angestellten im Dienst von Bund und Kommunen haben in den vergangenen zehn Jahren deutlich weniger zugelegt als die Löhne in der Bau-, Chemie- oder Metallindustrie (jedenfalls dann, wenn man die Tariflöhne zum Maßstab nimmt). Heute freilich geht es den Metallarbeitern ziemlich mies, an mehr Geld ist dort gar nicht zu denken und die Gewerkschaft ist glücklich, wenn sie Arbeitsplätze retten kann. Sollen die Krankenschwestern und Erzieher in den miesen Zeiten für Metallarbeiter so behandelt werden wie diese, auch wenn dies in deren guten Zeiten nicht so war? Das wäre erstens ein merkwürdiges Gerechtigkeitsverständnis und zweitens ein Konjunkturkiller.

Schon wahr, die Arbeitsplätze beim Staat sind sicherer als in der Metallindustrie. Aber von dieser Sicherheit kann die Krankenschwester auch nicht herunterbeißen. Ein Staat, der Leistung will und motivierte Mitarbeiter braucht, muss dafür auch etwas tun. Drei Prozent wären da ein kleines Zeichen.

Eintrag von Grenzer am 22.Dezember 2009


@ pom K

Aha, jetzt wird schon das VAV mit dem zwei bzw. dreijährigen Studium verglichen und als bemerkenswerte Leistung bezeichnet.

Ich glaube einige sollten mal ihr Gehirn einschalten bevor sie hier einen Eintrag einstellen.

Eintrag von wrema am 22.Dezember 2009


Die Sache mit den 39 Stunden in der Woche ist so eine Sache. 1989 haben wir durch Gehaltsverzicht diese 39 Stunden Woche raus gehandelt! Das es möglich war uns das wegzunehmen zeigt nur, dass der Patron auch noch mehr wegnehmen kann.

Eintrag von Flitzpiepe am 22.Dezember 2009


Betreff VAV. Dieser Lehrgang beinhaltet eine Prüfung in Recht - EL - und FL. Letztere Beiden sind analog des Niveaus der 3 oder 2 jährigen gDienst Ausbildung. Die Zeit um diesen ganzen Stoff zu bewältigen ist sehr kurz. Jedoch. Es heißt begrenzter Aufstieg und so sollte es auch bleiben. Die 3 jährigen oder 2 jährigen haben noch ihr Studium und noch Prüfungen in anderen Fächern. Des Wegen. Seid mal mit dem zufrieden was euch der Dienstherr bietet. Mache selbst grade den Lehrgang 30-5. Schön wäre es wenn man die realistische Möglichkeit hätte A11 zu werden. Aber auch da mache ich mich nicht verrückt.

Eintrag von Ghost am 27.Dezember 2009


Eintrag von Doren und Wrema.

Ich glaube, ihr beide solltet mal auf der sachlichen Ebene diskutieren und nicht auf der emotionalen Schiene entgleisen. Wir führen hier eine sachliche Diskussion über die zukünftigen Gehaltsforderungen. Diese ist hier öffentlich und für jedermann ( auch Bürger und Steuerzahler ) sichtbar. Dem entsprechend sollte man hier eine angemessene Ausdrucksweise wählen.
Den 6-monatigen Aufsteigern muss man zugute halten, dass sie in der Regel schon 30 Dienstjahre absolviert und min. 4, aber in der Regel schon 10 Dienstjahre Hauptmeister
( und damit auch schon A9 ) waren.

Des weiteren ist die Verwendung und Besoldung bis max. A11 gedeckelt ( und nicht bis max. A13, wie bei den Uneingeschränkten), welches auch nur ein Bruchteil dieser Aufsteiger erreichen wird.
Ein Teil der Aufsteiger ist schon A 9 + Z., so dass selbst ein POK ( A 10 ) zumindest kaum finanzielle Vorteile birgt.
Also mit dem unberechtigten Neid etwas zurückhalten. Ok?

Eintrag von POM K am 30.Dezember 2009


Kann dem Eintrag von POM K nur zustimmen. Neiddebatten sollten endlich unterlassen werden.
Wir müssen MITEINANDER, und nicht GEGENEINANDER arbeiten. Ich bin trotzdem der Meinung, dass alle, die sich einem Aufstiegsverfahren (egal welches) gestellt haben, eine außergewöhnliche Leistung vollbracht haben, denn mit Sicherheit ist keines dieser Aufstiegsverfahren leicht. Aussagen in diesem Forum wie “Gehirn einschalten” bringen uns jedenfalls nicht weiter.
Ich wünsche allen einen Guten Rutsch ins Neue Jahr.

Eintrag von Norbert am 30.Dezember 2009


Gute und klare Worte der GdP!
Nur vermisse ich seit langem eine offizielle Forderung für die Entwicklungsmöglichkeiten im m.D.des Vollzugdienstes.
POM zum EAV für den vereinfachten Aufstieg?
Zweigeteilte Laufbahn?
Entwurf eines Laufbahnmodells?
Es wäre zwar prima eine Gehaltserhöhung bzw. Angleichung zu erhalten. Dies bringt den gesamten, mittlerweile unatraktiv gewordenen m.D, jedoch nicht weiter. Wir dürfen uns nicht weiterhin unter Wert verkaufen!!!!

Eintrag von BaPo m.D. am 13.Januar 2010


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