Neue Dimension von Gewaltbereitschaft – Lob der GdP an zuständige Richterin!

Wie die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bei der Bundespolizei in NRW mitteilt, haben die Ausschreitungen sogenannter Fußballfans am vergangenen Wochenende neue Dimensionen angenommen. In Bielefeld war es am vergangenen Samstag zu Ausschreitungen zwischen ca. 150 sog. Fans des Hamburger SV auf der einen Seite und Bundes- und Landespolizei auf der anderen Seite gekommen.

Der Vorsitzende der GdP-Direktionsgruppe bei der Bundespolizei in NRW, Wilfried Spurzem, dazu: „In über 100 Fällen wird jetzt wegen Landfriedensbruch ermittelt. Dazu kommen Körperverletzungsdelikte, Sachbeschädigungen und Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz.“ Offenbar wurden durch die Täter selbstgebastelte Sprengstofflaborate gezündet, bei denen es sich um besonders gefährliche Substanzen handelte. Zum Glück ist es dabei nicht zu Verletzungen eingesetzter Polizisten oder Zivilisten gekommen, was auch auf das gute Zusammenspiel von Bundes- und Landespolizei sowie die zuständige Richterin zurückzuführen ist, die die Weiterfahrt unterbunden hat!

Die GdP stellt in NRW fest, dass die Gewaltbereitschaft besonders unter Alkoholeinfluss in den letzten Monaten stark zunimmt und fordert daher ein absolutes Alkoholverbot, wie es sich beim zurückliegenden Bundesligaspiel Mönchengladbach gegen Köln bewährt hat. Ein absolutes Alkoholverkaufsverbot führte zu einer starken Abnahme der Gewaltbereitschaft. „Gerade hier sind viele Fußballvereine versammelt, deren Anhänger uns an jedem Wochenende Ärger bereiten!“, so Spurzem weiter: „Dazu kommt, dass aufgrund der zur Zeit laufenden Neuorganisation der Bundespolizei in NRW 300 Stellen unbesetzt sind. Dadurch sind solche Einsätze nicht mit der erforderlichen Anzahl von Polizeikräften zu bewältigen, wie wir es für sinnvoll halten. Gleichzeitig fordern wir ein Konzept, in dem DFB und Innenministerium mit Polizeipraktikern und der Justiz sowie der Deutschen Bahn AG gemeinsam abstimmen, welchen Beitrag sie leisten können, damit eine weitere Zunahme der Gewalt verhindert wird. Besonders die richterliche Anordnung zur Verhinderung der Weiterreise dieser Gewaltchaoten wird von der GdP begrüßt. Hier wäre aus unserer Sicht eine bundesweite Abstimmung mit den zuständigen Gerichten, die eine einheitliche Handhabung zur Folge hätte, sinnvoll!"

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Themenbereich: Gewaltbereitschaft | Drucken