Über Gesundheit reden und danach handeln

Vertreter des Bundesinnenministeriums, des Deutschen Beamtenbundes und des Deutschen Gewerkschaftsbundes haben in Berlin die „Gemeinsame Initiative zur Förderung des Gesundheitsmanagements in der Bundesverwaltung“ unterzeichnet. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende
Ingrid Sehrbrock erklärte, nach langen und intensiven Verhandlungen seien Bundesregierung und Gewerkschaften „dem gemeinsamen Ziel, Gesundheit zu fördern, ein Stück näher gekommen.“
Künftig soll das Gesundheitsmanagement in der Bundesverwaltung regelmäßig Thema im Konsultationskreis für die Modernisierung der Verwaltung sein.
Der vom DGB entwickelte Index Gute Arbeit wurde in die Vereinbarung aufgenommen, um die Sicht der Beschäftigen auf das zentrale Thema Gesundheit angemessen berücksichtigen zu können.
Gesundheitsmanagement habe einen umfassenden Auftrag, so Sehrbrock. Risiken für körperliche Erkrankungen seien gleichrangig mit psychischen Belastungen in den Blick zu nehmen. Dabei müsse beachtet werden, dass sich vergleichbare Bedingungen auf Männer und Frauen unterschiedlich
auswirken könnten. „Probleme dürfen nicht unter den Teppich gekehrt werden, damit die Statistiken besser aussehen. Vorsorge setzt voraus, dass wir über die Wirklichkeit Klarheit haben,“, sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende. Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen sei ein ständiger Prozess, so Sehrbrock, der gerade die Führungskräfte in der Bundesverwaltung fordere. „Probleme sollten mit der nötigen Sensibilität angesprochen und Lösungswege gemeinsam mit den Beschäftigten entwickelt werden.“

Zu dieser Vereinbarung passt auch die Veröffentlichung des Gesundheitsförderungsbericht 2008.

Vereinbarung

In einer Gesprächsrunde zwischen auf Ebene DGB und BMI Mitte Januar wird aus Thema “ Gesundheitsförderung“ in der Bundesverwaltung und speziell der Bundespolizei vertiefend aufgeriffenen werden.

Gemeinsame Initiative zur Förderung des Gesundheitsmanagements in der Bundesverwaltung“

Weiterführender Link: Zum Artikel des BMI-Gesundheitsförderungsbericht 2008

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