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16. Dezember 2009

Über Gesundheit reden und danach handeln

Vertreter des Bundesinnenministeriums, des Deutschen Beamtenbundes und des Deutschen Gewerkschaftsbundes haben in Berlin die „Gemeinsame Initiative zur Förderung des Gesundheitsmanagements in der Bundesverwaltung“ unterzeichnet. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende
Ingrid Sehrbrock erklärte, nach langen und intensiven Verhandlungen seien Bundesregierung und Gewerkschaften „dem gemeinsamen Ziel, Gesundheit zu fördern, ein Stück näher gekommen.“
Künftig soll das Gesundheitsmanagement in der Bundesverwaltung regelmäßig Thema im Konsultationskreis für die Modernisierung der Verwaltung sein.
Der vom DGB entwickelte Index Gute Arbeit wurde in die Vereinbarung aufgenommen, um die Sicht der Beschäftigen auf das zentrale Thema Gesundheit angemessen berücksichtigen zu können.
Gesundheitsmanagement habe einen umfassenden Auftrag, so Sehrbrock. Risiken für körperliche Erkrankungen seien gleichrangig mit psychischen Belastungen in den Blick zu nehmen. Dabei müsse beachtet werden, dass sich vergleichbare Bedingungen auf Männer und Frauen unterschiedlich
auswirken könnten. „Probleme dürfen nicht unter den Teppich gekehrt werden, damit die Statistiken besser aussehen. Vorsorge setzt voraus, dass wir über die Wirklichkeit Klarheit haben,“, sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende. Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen sei ein ständiger Prozess, so Sehrbrock, der gerade die Führungskräfte in der Bundesverwaltung fordere. „Probleme sollten mit der nötigen Sensibilität angesprochen und Lösungswege gemeinsam mit den Beschäftigten entwickelt werden.“

Zu dieser Vereinbarung passt auch die Veröffentlichung des Gesundheitsförderungsbericht 2008.

Vereinbarung

In einer Gesprächsrunde zwischen auf Ebene DGB und BMI Mitte Januar wird aus Thema ” Gesundheitsförderung” in der Bundesverwaltung und speziell der Bundespolizei vertiefend aufgeriffenen werden.

Gemeinsame Initiative zur Förderung des Gesundheitsmanagements in der Bundesverwaltung“

Weiterführender Link: Zum Artikel des BMI-Gesundheitsförderungsbericht 2008

Einträge:

hallo,
warum kann der bund denn nicht den beitrag eines fitnessstudio fördern für bundespolizisten…würde dort gerne hingehen und mich dort fit halten….
dort sind geschulte trainer die einem bei den übungen helfen würden….und man könnte vor ort ein studio wählen,da würde man auch hingehen können,wenn man im schichtdienst arbeitet….

gruß oliver

Eintrag von oliver am 16.Dezember 2009


Das sind doch alles nur Absichtserklärungen. Immer dann wenn es ums Geld geht, wird es auch weiterhin keine besseren Bildschirme, Tastaturen, spezielle Rücken-freundliche Stühle,Handballenauflagen, Dienstzeit für sportliche Fitness geben. Schaut Euch Citrix an: Da wird die Bildschirmqualität derart verschlechtert, dass Kollegen massive Augenprobleme haben - spielt aber alles keine Rolle :-( Auch die Arbeitsgeschwindigkeit wird derart verringert, dass ungesunder Stress entsteht - völlig egal. Leute, kümmert Euch um die wirklichen Probleme und lasst Euch nicht vor den Karren des Ministeriums spannen!

Eintrag von Noldie am 16.Dezember 2009


@ oliver

Wer hintert Dich den daran, dort hinzugehen?

Eintrag von doren am 16.Dezember 2009


@oliver, oha, große Forderung. Und was ist mit dem Versicherungsschutz ? Und was ist mit den Kollegen, die sich Sportstunden dafür schreiben wollen ? Probleme über Probleme….
Alles wird gut.

Eintrag von Hans am 16.Dezember 2009


Welche Märchenerzähler wollen sich denn nun mit dem Thema : “Über Gesundheit reden und danach handeln” selbst profilieren ?
Die Bundesweite Studie über Gewalt gegen Polizisten ist gerade erst gescheitert. Hier geht es doch auch um Gesundheit ( von Polizisten ), oder nicht ?
Die Wochenarbeitszeit, sowie die Lebensarbeitszeit wurde verlängert; das hat auch etwas mit Gesundheit zu tun, oder nicht ?
Nach 12 Stunden Dienst mit meistens wenig Personal, mit daraus resultierendem ansteigendem Streß ist man froh, wenn man zu Hause ist. Danach brauche ich kein Fitnesstudio mehr.
Der Tag hat nun mal nicht mehr wie 24 Stunden.
Gesundheitsmanagement hört sich auch gut an. Mal sehen wie lange es dauert bis jede Inspektion ihren eigenen Gesundheitsmanager hat. Dieser Gesundheitsmanager kann sich dann zusammen mit den FKB`s, Taschendiebstahlsfahndern, Polizeitrainern, 25-30 jährigen Schreibtischtätern und sonst schwer zu vermittelnden PVB´s darüber unterhalten, wie man den Rest der Mannschaft ( die 40-58 jährigen ) am besten fit hält.

Eintrag von Streik am 17.Dezember 2009


Ich bin jetzt seit 15 Jahren im Schichtdienst.

Ich habe jetzt mal bei der Krankenabteilung nachgefragt, wie es denn mit Maßnahmen zur Gesunderhaltung aussieht (Kur, etc.)

Die Antwort: Werd erst mal krank, sonst bekommst du nichts!!!

Eintrag von Gaukler am 17.Dezember 2009


Worüber reden wir hier eigentlich?
Man quetscht das letzte heraus aus dem operativen Dienst. Lässt ihn auf dem Zahnfleisch laufen, erhöht die Wochenarbeitszeit im Schichtdienst.
Männer anfang fünfzig kehren nach der Rea infolge eines Herzinfarktes wieder zurück in den Schichtdienst.
Die Ruhezeiten zwischen den Schichten schrumpfen auf ein gefühltes nichts zusammen.
Seit nun einem jahrzehnt darf sich der operative Dienst in einem schlechtgelüfteten Kellerloch abmühen (der arbeitsmedizinische Dienst hat das mit leichten Einschränkungen natürlich abgenickt).
Förderung von Sport und Fitness beschränkt sich auf die jährliche Abnahme des 12 Minutenlaufs.
Reden, reden, reden und der Realität aus dem Weg gehen das ist der Trend.
Hauptsache kostenneutral muss alles sein, die Folgekosten von chronisch erkrankten spielt ja anscheinend keine Rolle.
Alleine die Impfposse gegen die Schweinegrippe zeigt mir schon wie ernst das Thema Gesundheit von Mitarbeitern der Bundesverwaltung genommen wird.

Eintrag von shottersheriff am 17.Dezember 2009


Die Aktion “Sportlich und Fit” hat bei allem “Dem-BMI-gefallen-wollen” und aller Feigenblattmentalität der Dienststellen doch auch ein paar Leute nachhaltig dazu motiviert, Sport zu treiben.

Ein regelmäßiger Termin während der Dienstzeit, an dem auch Tarif- und Verwaltungskräfte teilnehmen können (Walking, Schwimmen, Jogging) würde sicherlich viele Mitarbeiter motivieren, mitzumachen.
Dies wäre für das Arbeitsklima gut und selbstredend auch für die Gesundheit.
Wer einmal in der Woche dienstlich laufen darf, wird sicherlich auch in der Freizeit noch ein bis zwei Laufeinheiten in der Woche dranhängen, damit beim dienstlichen Lauftreff seine Kollegen nicht über seine Zunge stolpern.
Wenn dann nicht gerade “Kampfsportarten”, wie Fußball auf dem Programm stehen, sondern Sportarten, wie “Walking”, dürfte sich dies mittelfristig auch positiv in der Krankenstatistik bemerkbar machen.
Nur - es herrscht Unsicherheit bezüglich dessen, was erlaubt ist und was nicht.
Könnte es dazu ein offizielles Statement seitens der GdP geben?

Eintrag von Ver W A L T E R am 17.Dezember 2009


hallo,

ich meine warum bezahlt der bund nicht einen monatlichen beitrag für ein fitnessstudio an dem wohnort wo der pvb wohnt….
das könnte man doch regeln,da würde ich wohl sofort hingehen wollen und trainieren,jedes training ist gesundheitsfördernd…und in einem fitnessstudio ist es sogar unter anleitung und geht auf die speziellen bedürfnisse ein….
ich habe nach einem dienst nachtdienst oder spätdienst keine lust in ein studio zu gehen,welche asich an dem ort der dienststelle befindet…..an einem wohnort könnte man vormitags gehen oder wenn man schichtfrei hat…gibt es da kollegen,die wissen ob die heilfürsorge beiträge für ein studio bezahlt oder zumindest einen teil dazu gibt..gruß

Eintrag von oliver am 17.Dezember 2009


Moinsens!

“Schottersheriff” hat es ja schon angerissen:
Lebensalterszeit rauf, Wochenarbeitszeit rauf, Flexibilisierung der Dienstpläne bis auf`s Letzte (damit mit immer weniger Personal immer Aufgaben bewältigt werden können) tragen sicherlich nicht zur Gesunderhaltung bei.
Dazu noch als Zugabe der gesundheitsschonende Wechselschichtdienst.
Ich habe mitunter das Gefühl, dass unsere hohen Herrschaften überhaupt keine Ahnung haben, wie sich der Iststand der Arbeitsbedingungen an der Basis momentan auf die Gesundheit der Beschäftigten auswirkt.
Nach den ersten Zeilen der o.g. “Verinbarung konnte ich aufgrund eines Lachkrampfes leider nicht mehr weiterlesen.

Zitat: “Die Ansprüche an die Qualität der Arbeit steigen und erfordern mehr denn je gesunde, qualifizierte,
motivierte und zufriedene Beschäftigte. Die Förderung ihrer Gesundheit und die
Institutionalisierung eines Gesundheitsmanagements sind wichtige Faktoren für den Erhalt
der Leistungs- und Zukunftsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung.”

Liebe Herren, die ihr das zusammengefaßt habt, kommt dahin, wo die Polizeiarbeit gemacht wird. Schaut Euch die sog. Hygienefaktoren an und versucht dann nochmal richtig zu überlegen.
Vielleicht wirds dann auch was mit der Gesunderhaltung der Kollegen.

Grüße

AB

Eintrag von AB am 17.Dezember 2009


eine gute idee!

alle diejenigen pvb`s die im gesundheitsmanagement oder irgendeiner anderen managementtätigkeit im polizeidienst arbeiten, oder alle polizeitrainer im tagdienst, oder allen il`s, stellv. il`s, allen dgl`s allen stellv. dgl`s, allen denen im emd, allen denen in den sachgebieten, den öffentlichkeitsarbeitern, den pressemeldern, den statistikern, den pseudo-polizisten einfach die polizei zulage streichen.

spart ein haufen geld ein, ist gerecht, und dient dem allgemeinwohl, kostet weniger, kann besser verwendet werden.

aktive beamte befördern und dadurch zufriedenheit erreichen, senkt den krankenstand.

Eintrag von b-rabbit am 18.Dezember 2009


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